Kurvenlift
Kurvenlifte: Das müssen Sie wissen
Im Alter und bei eingeschränkter Mobilität fällt das Treppensteigen zunehmend schwer. Besonders enge und kurvige Treppen werden darum zum täglichen Hindernis und schränken die Bewegungsfreiheit im eigenen Zuhause erheblich ein. In solchen Fällen ist ein gewöhnlicher Treppenlift oft keine Option.
Ein Kurvenlift hingegen bietet hier die passende Lösung: Er wird individuell an den Verlauf der Treppe angepasst und ermöglicht eine sichere, komfortable Fahrt zwischen den Etagen. So trägt er dazu bei, die Selbstständigkeit im vertrauten Umfeld langfristig zu erhalten. Mit Pflegegrad erhalten Sie dafür einen Zuschuss von bis zu 4.180 Euro.
Lesen Sie hier alles zum Thema Kurvenlifte:
- Was ist ein Kurvenlift?
- So funktioniert ein Kurvenlift
- Kurvenlift: Voraussetzungen & Einbau
- Kurvenlift: Kosten & Zuschüsse
- Vor- und Nachteile eines Kurvenlifts
- Kurvenlift: Tipps zur Auswahl
In den häufigsten Fragen finden Sie eine Zusammenfassung zum Thema.
- Ein Kurvenlift ermöglicht sicheres Treppensteigen.
- Er wird individuell an kurvige oder enge Treppen angepasst.
- Mit Pflegegrad gibt es 4.180 Euro Zuschuss von der Pflegekasse.
Was ist ein Kurvenlift?
Treppenlifte ermöglichen Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit einen sicheren und bequemen Etagenwechsel – ganz ohne fremde Hilfe. Ein Kurvenlift ist eine spezielle Form des Treppenlifts, die auch bei kurvigen oder verwinkelten Treppen eingesetzt werden kann. Er hilft, das eigene Zuhause barrierefrei zu gestalten und die Selbstständigkeit auch bei nachlassender Beweglichkeit zu erhalten.
Damit der Kurvenlift optimal passt, wird er individuell geplant, angefertigt und maßgenau entlang des Treppenverlaufs eingebaut. Die Fahrt verläuft sicher und komfortabel: Ein stabiler Sitz, Armlehnen, eine Fußstütze sowie ein Sicherheitsgurt sorgen für festen Halt. Gesteuert wird der Lift ganz einfach per Knopfdruck.
Damit ist er eine sinnvolle Maßnahme für ein barrierefreies Zuhause, wenn
► Ihnen das Treppensteigen Schwierigkeiten bereitet.
► Sie Angst vor einem Treppensturz haben.
► enge oder kurvige Treppen den Einbau eines geraden Treppenlifts verhindern.
So funktioniert ein Kurvenlift
Ein Kurvenlift bewegt sich auf einer individuell gefertigten Schiene, die exakt dem Verlauf der Treppe folgt. Diese kann entweder direkt an der Treppe oder an der Wand entlang der Treppe angebracht werden. Der Antrieb erfolgt elektrisch über das normale Stromnetz. Für den Fall eines Stromausfalls verfügt der Lift über einen Notfall-Akku, um nicht ungewollt auf der Treppe stehenzubleiben.
Auch darüber hinaus gibt es weitere Vorkehrungen für eine sichere Fahrt, darunter ein stabiler Sitz mit Armlehnen, eine rutschfeste Fußstütze und ein Sicherheitsgurt. Zudem sorgen der sanfte Start und Stopp dafür, dass die Fahrt ohne Ruckeln verläuft. Der Lift bewegt sich nur, solange die Bedientaste gedrückt wird oder verfügt über einen Notfall-Stoppknopf. Außerdem sind Sensoren verbaut, die Hindernisse auf der Strecke erkennen und den Lift automatisch stoppen.
So nutzen Sie einen Kurvenlift:
- Steht der Lift nicht auf Ihrer Etage, können Sie ihn per Fernbedienung rufen.
- Klappen Sie den Sitz und die Armlehnen herunter und nehmen Sie Platz.
- Schnallen Sie sich an und stellen Sie Ihre Füße auf die Fußstütze.
- Um zu fahren, halten Sie den Bedienknopf gedrückt.
- Am Ende der Treppe lassen Sie den Knopf los.
- Schnallen Sie sich ab, stehen Sie auf und klappen Sie den Sitz wieder hoch.
Hinweis: Die meisten Kurvenlifte sind Sitzlifte. Für Rollstuhlfahrer stellen Plattformlifte für Wendeltreppen eine geeignete Alternative dar, solange die Treppe hierfür breit genug ist. Selten, aber ebenfalls möglich, sind Stehlifte für Wendeltreppen, beispielsweise bei Schwindel oder wenn Gelenkprobleme das Sitzen erschweren.
Kurvenlift: Voraussetzungen & Einbau
Grundsätzlich lassen sich mit einem Kurvenlift viele unterschiedliche Wohnsituationen lösen – ob Wendeltreppe, enge oder mehrstöckige Treppen, im Innen- oder im Außenbereich. Dennoch gibt es für die Installation bestimmte Voraussetzungen, die vorab geprüft werden sollten.
- Die Treppe muss mindestens 70 Zentimeter breit sein.
- Oben und unten muss an der Treppe genug Platz sein, um den Lift zu parken.
- Die Treppe darf nicht steiler sein als 70 Grad.
- Die maximale Traglast liegt bei 150 Kilogramm.
- Für den Einbau ist die Zustimmung des Vermieters erforderlich.
- Es wird ein Stromanschluss in der Nähe des Lifts benötigt.
Bevor der Kurvenlift eingebaut wird, kommt ein Berater einer Kurvenlift-Firma zu Ihnen nach Hause, um die Treppe zu vermessen und Ihre Möglichkeiten zu prüfen. Danach wird die Schiene für Ihre Treppe maßgenau angefertigt. Die Montage selbst erfolgt schließlich innerhalb weniger Stunden.
Hinweis: Damit Sicherheit und einwandfreie Funktion gewährleistet werden können, sollte der Kurvenlift mindestens jährlich gewartet werden.
Kurvenlift: Kosten & Zuschüsse
Ein Kurvenlift ist aufgrund seiner individuell angepassten Schienen teurer als ein gerader Treppenlift. Die Preise starten meist bei rund 7.000 Euro, können jedoch bis zu etwa 20.000 Euro reichen. Wie hoch die tatsächlichen Kosten ausfallen, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Am preiswertesten ist es, wenn der Lift für eine einzelne Kurve im Innenbereich installiert wird. Wenn mehrere Kurven notwendig sind, der Lift über mehrere Etagen führt oder im Außenbereich angebracht wird, steigt der Preis. Auch durch zusätzliche Komfortausstattungen wie ein automatischer Drehsitz steigen die Kosten.
Zusätzlich zu diesen einmaligen Anschaffungskosten fallen auch wiederkehrende Ausgaben an. Für die jährlich empfohlene Wartung kann mit etwa 300 Euro gerechnet werden. Hinzu kommen Kosten für den Stromverbrauch, die jedoch vergleichsweise gering ausfallen.
Für die Finanzierung eines Kurvenlifts gibt es mehrere Zuschussmöglichkeiten. Liegt ein Pflegegrad vor, kann ein Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bei der Pflegekasse beantragt werden. Dieser liegt pro Person bei 4.180 Euro. Der Zuschuss kann für bis zu vier Personen gewährt werden und beträgt insgesamt maximal 16.720 Euro.
Außerdem sind in einigen Fällen weitere Förderungen möglich, zum Beispiel durch die KfW-Bank, die Landesbanken oder die Berufsgenossenschaft. Mehr Informationen zur Finanzierung von Treppenliften finden Sie hier.
- Tipp: Die Schiene eines Kurvenlifts muss zwar immer individuell neu angefertigt werden, doch den Liftstuhl selbst können Sie in vielen Fällen auch gebraucht kaufen, wodurch die Kosten deutlich gesenkt werden. In manchen Fällen besteht außerdem die Möglichkeit, einen Treppenlift zu mieten, was besonders bei vorübergehendem Bedarf eine günstige Alternative darstellt.
Vor- und Nachteile eines Kurvenlifts
Steile, kurvige Treppen können im Alter und bei körperlicher Einschränkung zum täglichen Hindernis werden. Ein Kurvenlift ist in vielen Fällen hier eine geeignete Lösung. Für eine leichtere Entscheidung haben wir Ihnen Vor- und Nachteile zusammengefasst.
- Individuelle Anpassung an den Treppenverlauf
- Weiterhin begehbare Treppe
- Erhöhte Eigenständigkeit
- Hohe Sicherheit & reduzierte Sturzgefahr
- Entlastung pflegender Angehöriger
- Einfache Bedienung
- Höhere Anschaffungskosten
- Eingeschränkte Möglichkeiten für Rollstuhlfahrer
- Aufwendiger Einbau
- Seltene Wiederverwendbarkeit bei einem Umzug
- Bauliche Voraussetzungen
Kurvenlift: Tipps zur Auswahl
Wenn Sie vor der Entscheidung stehen, welcher Kurvenlift zu Ihrer Wohnsituation passt, helfen diese Tipps bei der Orientierung:
- Informieren Sie sich frühzeitig über Finanzierungs- und Zuschussmöglichkeiten, zum Beispiel bei der Pflegekasse.
- Wählen Sie einen serösen Anbieter. Diesen erkennen Sie an guter Erreichbarkeit, transparenter Beratung, langjähriger Erfahrung sowie einer zuverlässigen Unterstützung.
- Klären Sie Ihre baulichen Voraussetzungen, um ein Modell zu finden, das optimal zum Einsatzort und Treppenverlauf passt.
- Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Vor-Ort-Termin, damit Treppenverlauf und Einbausituation professionell geprüft werden können.
- Holen Sie mehrere Angebote ein, um Leistungen und Kosten besser vergleichen zu können.
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Antworten auf die häufigsten Fragen
Ein Kurvenlift ist ein Treppenlift, der speziell für kurvige, enge oder verwinkelte Treppen konstruiert wird. Die Schiene wird individuell an den Treppenverlauf angepasst, sodass eine sichere und komfortable Fahrt zwischen den Etagen möglich ist.
Ein Kurvenlift ist sinnvoll, wenn das Treppensteigen im Alter oder bei eingeschränkter Mobilität schwerfällt, eine Sturzgefahr besteht und die Selbstständigkeit erhalten bleiben soll. Er ist die passende Alternative, falls ein gewöhnlicher Treppenlift aufgrund von Kurven oder engen Treppen nicht eingesetzt werden kann.
Ein Kurvenlift bewegt sich auf einer individuell angefertigten Schiene, die den Kurven und Steigungen der Treppe folgt. Sicherheitsfunktionen und eine einfache Bedienung per Knopfdruck sorgen für eine angenehme Fahrt.
Die Kosten für einen Kurvenlift liegen in der Regel zwischen 7.000 und 20.000 Euro. Der genaue Preis hängt von den baulichen Voraussetzungen und dem gewünschten Modell ab. Um die Ausgaben zu senken, können Sie oft Zuschüsse nutzen oder das Sitzelement gebraucht kaufen oder mieten.
Personen mit Pflegegrad können bei der Pflegekasse einen Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen beantragen. Dieser liegt bei 4.180 Euro pro Person.
Ein Kurvenlift wird zuerst bei einem Vermessungstermin exakt an die Treppe angepasst. Danach erfolgt der Einbau: Die maßgefertigte Schiene wird an der Wand oder direkt an der Treppe befestigt und anschließend der Lift montiert. Der Einbau selbst dauert in der Regel nur wenige Stunden.
Wenn ein selbstständiges Umsetzen vom Rollstuhl auf den Sitz möglich ist, kann ein Kurvenlift auch von Rollstuhlfahrern genutzt werden. Ist das nicht der Fall, ist ein Plattformlift eine mögliche Alternative.
Wir beraten Sie telefonisch ausführlich rund um das Thema Kurvenlifte und klären mit Ihnen alle Fragen, die Sie haben.










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