Elektrorollstühle

Das sollten Sie über E-Rollstühle wissen

Ein Elektrorollstuhl unterstützt im Alltag und ermöglicht eine ganz neue Mobilität. Die Fortbewegung mit einem normalen Rollstuhl ist kraftaufwändig und nicht selten wird die Hilfe einer weiteren Person benötigt — viele Personen fühlen sich dadurch abhängig und unfrei. Mit einem elektrischen Rollstuhl ist Ihr Angehöriger wieder ganz selbstständig innen und außen unterwegs und kann seinen Alltag im vollen Umfang genießen.

Faltbare Modelle sind auch für die Mitnahme im Auto geeignet. Der nächsten Reise oder einem schönen Tagesausflug mit den Liebsten steht damit nichts mehr im Wege. Denn Modelle für den Außenbereich eignen sich auch für Spazierfahrten auf unebenem Untergrund. Mithalten ist kein Problem, denn der E-Rollstuhl ist mindestens so schnell wie ein Fußgänger.

Ohne Kraftaufwand mobil sein — das müssen Sie über Elektrorollstühle wissen:

In den häufigsten Fragen finden Sie die wichtigsten Informationen.

Stoppuhr-Icon Kurzgesagt: Elektrorollstühle
  • Der E-Rollstuhl kann im Innen- und Außenbereich genutzt werden.
  • Die Reichweite des Akkus beträgt zwischen 28 und 48 Kilometer.
  • Auf Rezept übernimmt die Krankenkasse Standardmodelle.

Elektrorollstuhl oder Rollstuhl?

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Im Gegensatz zu manuellen Rollstühlen nutzen Sie den Elektrorollstuhl ohne Kraftaufwand. Sie steuern den E-Rollstuhl intuitiv über einen Joystick. Die Steuerung ist individuell einstellbar, sodass Sie den Rollstuhl auch mit Krankheiten wie Rheuma oder Muskelschwund einfach bedienen. Mit einem Hubsystem verstellen Sie bequem die Höhe der Sitzfläche.

Die Rückenlehne neigen Sie um bis zu 50 Grad. Die elektrische Fußstütze entlastet Ihre Beine. Dank der einstellbaren Sitzflächenhöhe erreichen Sie höhergelegene Schränke, Fenstergriffe oder sonstige Armaturen. Einige Modelle haben zusätzlich eine integrierte Stehfunktion, die Ihnen das Atmen erleichtert und die Organe schont.

Die Standardgeschwindigkeit eines Elektrorollstuhls beträgt sechs Kilometer pro Stunde. Je nach Modell erreicht der E-Rollstuhl eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 15 Kilometern pro Stunde. E-Rollstühle mit diesen Geschwindigkeiten sind aber keine Hilfsmittel der Krankenkasse im Sinne des SGB V mehr. Da sie nicht im Hilfsmittelverzeichnis gelistet sind, zahlen Sie den Elektro-Rollstuhl dann privat.

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Gut zu wissen: Versicherungspflicht

Elektrorollstühle mit mehr als 6km/h sind versicherungspflichtig. Die Haftpflicht­versicherung kostet zwischen 40 und 80 Euro im Jahr.

Dann erhalten Sie ein Moped-Kennzeichen für Ihren elektrischen Rollstuhl. Für Varianten unter 6km/h ist es trotzdem ratsam, das Gerät bei der privaten Haftpflichtversicherung zu melden.

Video: Alle Infos zu Elektrorollstühlen in Kürze

Hier erfahren Sie, welcher Elektrorollstuhl am besten zu Ihnen passt. Das Info-Video zeigt Ihnen, welche Modelle es gibt, wie viel ein E-Rollstuhl kostet und wann die Krankenkasse für die Kosten aufkommt. Erhalten Sie alle wichtigen Informationen in weniger als drei Minuten.

Die verschiedenen Modelle

Eine grundsätzliche Unterscheidung wird zwischen Modellen für den Innen- und denen für den Außenbereich getroffen. Natürlich gibt es für beide Einsatzorte eine Vielzahl an Möglichkeiten — ein Anbietervergleich lohnt sich. So gehen Sie sicher, das richtige Modell zum besten Preis zu erhalten. Außerdem haben Sie dann auch die Möglichkeit eine kostenlose Probefahrt in Ihrem Zuhause zu machen.


Haupt-Einsatzort: Außenbereich

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Bei Ausflügen in die Natur oder Erledigungen in der Stadt unterstützt ein Elektrorollstuhl, der speziell für den Außenbereich geeignet ist, Sie zuverlässig und sicher. Ob Schotter, unebene Straßen oder Schnee, dank geländetauglichen Reifen machen Sie jeden Ausflug mit. Ein gefedertes Fahrwerk gleicht unebene Untergründe aus und schont die Gelenke.

Mit einem starken Akku stehen auch größeren Tagestouren nichts mehr im Weg: Bis 48 Kilometer Reichweite sind möglich. Die Elektrorollstühle sind allen Alltags-Herausforderungen gewachsen und sicher im Straßenverkehr unterwegs. Outdoormodelle sind zusätzlich mit starkem LED-Licht, Warnblinker und Reflektoren ausgestattet. Daher sind diese Modelle sperriger, schwerer und auch teurer als Modelle für den Innenbereich.

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Auch bei Regen sicher unterwegs

Wenn Sie den Elektrorollstuhl im Außenbereich verwenden möchten, ist eine elektrische Schutzklasse von mindestens IPX3 nötig. Sprechen Sie Ihren Anbieter darauf an. Er wird Sie hierzu fachmännisch beraten und Ihnen ein passendes Outdoor-Modell anbieten.

Haupt-Einsatzort: Innenbereich

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Im Innenbereich sind enge Räume oder Türen Hindernisse. Daher sollte der E-Rollstuhl besonders platzsparend und leicht sein. Hohe Wendigkeit mit einem kleinen Wenderadius besonders wichtig. Dann fahren Sie bequem durch Türen und enge Flure. Sie bewegen sich wieder frei, komfortabel und selbstständig in den eigenen vier Wänden.

Wenn Sie den Elektrorollstuhl dauerhaft im häuslichen Umfeld wohnen, sind manchmal Umbaumaßnahmen nötig. Mit Pflegegrad erhalten Sie 4.000 Euro Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen von der Pflegekasse. Diesen Zuschuss können Sie auch für die Finanzierung eines Hub- oder Plattformliftes nutzen, um mitsamt Rollstuhl zwischen verschiedenen Stockwerken mobil zu bleiben.

Es gibt auch Kombi-Modelle, die für innen und außen geeignet sind. Diese Elektrorollstühle wechseln zwischen unterschiedlichen Antriebsarten hin und her. Wenn Sie dauerhaft auf einen Rollstuhl angewiesen sind und gerne Fahrten in der Natur unternehmen, ist ein Hybrid-Modell eine gute Entscheidung.

Technische Daten von Elektrorollstühlen

Mit den folgenden Daten erhalten Sie einen Eindruck von dem technischen Können eines Elektrorollstuhls. Beachten Sie, dass die Daten individuell vom Modell und der gewünschten Ausführung abhängen.

  1. Die maximale Reichweite ist abhängig von der Akkustärke (33 Ah bis 73 Ah). Ein Elektrorollstuhl fährt mit einer Akkuladung etwa zwischen 28 und 48 Kilometer weit, bevor er wieder aufgeladen werden muss.
  2. Steigungen oder Gefälle bis zu 15 Prozent meistern Elektrorollstühle problemlos. Das reicht für den normalen Alltag vollkommen aus. Steile Bergstraßen müssen Sie mit einem Auto befahren.
  3. Elektrische Rollstühle mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu sechs Kilometern pro Stunde übernimmt die Krankenkasse. Bei Modellen mit einer höheren Geschwindigkeit tragen Sie die Kosten selbst.
  4. Der Wendekreis ist abhängig von der Größe des Rollstuhls. Die Faustregel besagt, dass der Wendekreis etwa anderthalbmal größer als die Breite des Elektrorollstuhls ist. Für den Einsatz im Innenbereich sind schmale Modelle daher empfehlenswert.
  5. Bordsteinhöhen von bis zu acht Zentimetern überwindet ein Elektrorollstuhl mühelos. Das entspricht leicht abgesenkten Bordsteinen an Ausfahrten oder Fußgängerüberwegen.
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Sicher durch die kalten Jahreszeiten

Ein Elektrorollstuhl mit breiten Reifen und grobem Profil schafft Sicherheit. Bei der Wahl der richtigen Handschuhe sollten Sie unbedingt darauf achten, den Joystick problemlos bedienen zu können. Eine Beschichtung hilft, während der Fahrt nicht mit der Hand abrutschen.

Rollstuhlfahrern fehlen aufgrund der Bewegungseinschränkung natürliche Körpermechanismen zur Wärmegewinnung. Achten Sie deshalb auf funktionale, warme Kleidung. Ein Dreischicht-System aus Funktions-Unterwäsche, Oberbekleidung und atmungsaktiven, wasserdichten Jacken sorgt auch bei kalten Temperaturen für die nötige Wärme.

Kosten & Finanzierung

eletrorollstuhl-betreuerin-liest-vor Ausstattung, technische Leistung und Design beeinflussen den Preis von Elektrorollstühlen. Neue Modelle können Sie schon für 2.400 Euro kaufen. Der Gebrauchtkauf ist günstiger - allerdings verzichten Sie dann auf die volle Herstellergarantie und die Auswahl ist deutlich kleiner.

Alle Hersteller bieten grundsätzlich eine Probefahrt bei Ihnen vor Ort an. Nutzen Sie diesen kostenlosen Service, um Komfort und Wendigkeit zu testen. Der Anbieter gibt Ihnen auch eine Einweisung in die Nutzung samt aller Funktionen. So wird garantiert, dass Sie Ihren Elektrorollstuhl vom ersten Moment an sicher nutzen.

Welche Elektrorollstühle zahlt die Krankenkasse?

Die Krankenkasse übernimmt grundsätzlich die Kosten für Hilfsmittel, die medizinisch notwendig sind. Ihr Arzt stellt dieses Rezept für ein Modell aus, das im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen gelistet ist. Wichtig ist die Angabe der Hilfsmittel-Nummer (HMV-Nummer). Dann zahlen Sie lediglich eine gesetzliche Zuzahlung in Höhe von zehn Euro.

Im Hilfsmittelverzeichnis sind nur E-Rollstühle gelistet, die maximal sechs Stundenkilometer schnell fahren. Für längere Strecken sind diese weniger geeignet. Außerdem ist oft ein faltbarer Elektrorollstuhl und ein geringes Gewicht gewünscht - die Kassenmodelle bieten diese Funktionen nicht. Betrachten Sie den E-Rollstuhl als eine langfristige Investition in mehr Eigenständigkeit und Mobilität.

Die Vor- & Nachteile von E-Rollstühlen

Ein Elektrorollstuhl erleichtert den Alltag enorm. Um einen besseren Überblick zu erhalten, finden Sie hier eine Übersicht über die entscheidenden Vor- und Nachteile. Wenn Sie Fragen zu Elektrorollstühlen haben, wenden Sie sich gerne jederzeit an unsere kostenlose Beratung.

  • Trotz Einschränkungen bedienen Sie den Elektrorollstuhl ohne Muskelkraft.
  • Sie sind mindestens so schnell wie ein Fußgänger: Kassenmodelle fahren bis zu 6 Stundenkilometer.
  • Modelle für den Außenbereich eignen sich auch für Spazierfahrten auf unebenem Untergrund.
  • Mit einem starken Akku legen Sie auch größere Strecken problemlos zurück.
  • Der Elektrorollstuhl ist deutlich breiter und schwerer als ein manueller Rollstuhl.

Wieder mobil dank Elektrorollstuhl
Erfahrungsbericht von Elvira-Charlotte R.

Die Bedienung eines manuellen Rollstuhls wird auf Dauer kräftezehrend: Frau Elvira-Charlotte R. fühlte sich immer weiter eingeschränkt. Mit dem Elektrorollstuhl erlebte sie, wie einfach Mobilität und Freiheit sein kann. Im Erfahrungsbericht erzählte sie uns von der Freude, die mit dem Elektrorollstuhl zurück in ihren Alltag kam.

Frau R. ist oft mit ihrem Elektrorollstuhl unterwegs und genießt die wiedergewonnene Selbstständigkeit.
Frau R. ist oft mit ihrem Elektrorollstuhl unterwegs und genießt die wiedergewonnene Selbstständigkeit.

Seit etwa sechs Jahren bin ich auf meinen Rollstuhl angewiesen. Ich habe mich aber nie davon abhalten lassen, mein Leben trotzdem in vollen Zügen zu genießen. Dazu gehören für mich auch die Spazierfahrten im Park oder Unternehmungen mit Bekannten.

Mit der Zeit habe ich jetzt gemerkt, dass ich allgemein schwächer werde. Meine Arme können nicht mehr so schwer tragen und auch das Fortbewegen mit dem Rollstuhl wird schwieriger. Längere Wege kann ich mit meinem Rollstuhl also nicht mehr alleine zurücklegen. Mit einem Elektrorollstuhl müsste ich keine Kraft mehr aufwenden, um vorwärtszukommen.

Ich informierte mich weiter über die verschiedenen Möglichkeiten. Der Pflegeberater erklärte mir, dass es verschiedene Modelle für jeden Einsatzbereich gibt. Ich entschied mich für ein Outdoor-Modell, mit dem ich draußen bequem fahren kann. Der einzige Nachteil ist, dass es für meine Wohnung einfach zu sperrig ist. Sobald ich nachhause komme, nutze ich meinen klassischen Rollstuhl, der schon im Flur bereitsteht. Dieses System funktioniert für mich hervorragend.

Dadurch dass der Elektrorollstuhl extra für den Außenbereich gebaut wurde, hat er einen anderen Antrieb und breitere Räder. So kann ich auch ohne Probleme über Kopfsteinpflaster oder Waldwege fahren. Als Sicherheitsmaßnahme ist zusätzlich noch ein Gurt und Spiegel eingebaut. Damit ich auch im Winter immer sicher unterwegs bin, gibt es noch eine Beleuchtungsanlage. Meinen Spazierfahrten steht also nichts mehr im Weg!

Wir danken Frau Elvira-Charlotte R. für den schönen Bericht.

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Antworten auf die häufigsten Fragen

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Ein Elektrorollstuhl ist ein motorisierter Rollstuhl. Er hat einen eingebauten Motor und fährt je nach Modell zwischen 6 und 15 Stundenkilometer schnell. Der eingebaute Akku kann bis zu 48 Kilometer pro Ladung zurücklegen.

Die Krankenkasse bezahlt Modelle, die maximal sechs Stundenkilometer schnell fahren und eine ärztliche Hilfsmittelverordnung vorliegt. Eine gesetzliche Zuzahlung von maximal 10 Euro ist als Eigenanteil zu leisten.

Grundsätzlich kann jeder Vertragsarzt Hilfsmittelverordnungen zulasten der Krankenkasse veranlassen.

Die Standardgeschwindigkeit eines Elektrorollstuhls liegt bei sechs Kilometern pro Stunde. Für diese Modelle übernimmt die Krankenkasse die Kosten, wenn sie im Hilfmittelverzeichnis gelistet sind. Schnellere Modelle, die bis zu 15 Kilometer pro Stunde fahren, müssen Sie selbst bezahlen. Die Kosten setzen Sie dann von der Steuer ab.

Es gibt Modelle für jeden Bedarf.

  • Spezielle Elektrorollstühle für den Außenbereich nutzen Sie für Spazierfahrten oder Ihre Einkäufe.
  • Modelle für den Innenbereich sind schmaler gebaut, damit Sie auch bequem durch Türen oder einen engen Flur fahren können.
  • Mit Elektrorollstühlen, die für den Innen- und Außenbereich gebaut sind, ist beides möglich.

Wir beraten Sie gerne zu allen Themen der Mobilität und einem selbstbestimmten Leben im Alter. Gerne lassen wir Ihnen auch eine Liste mit Elektrorollstuhl-Anbietern in Ihrer Region per E-Mail zukommen. Dann können Sie ganz in Ruhe vergleichen und sich für den besten Anbieter entscheiden. Dieser Service ist für Sie kostenlos und unverbindlich.

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