Elektrorollstuhl – sichere und selbstständige Fortbewegung mit geringem Kraftaufwand

Elektrorollstuhl für die Terasse

Im Alter oder mit einer speziellen Erkrankung reicht die Kraft oft nicht mehr aus, um sich selbstständig fortzubewegen – trotzdem ist der Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben nach wie vor groß. Elektrorollstühle ermöglichen Ihnen genau das: Größtmögliche Flexibilität und Mobilität sowie ein erhöhtes Maß an Unabhängigkeit und damit mehr Lebensqualität für Sie. Denn was den Elektrorollstuhl so einzigartig macht, ist, dass er Kraft spart. Kraft, die viele Rollstuhlfahrer womöglich für anderes brauchen oder schlicht nicht mehr haben. Elektrorollstühle gibt es für den Innen- und Außenbereich.

Da Elektrorollstühle jeglichen Alltags-Herausforderungen gewachsen sein müssen, sollten Sie keine Kompromisse in punkto Fahrsicherheit, Reichweite und technischen Zubehör machen. Elektrorollstühle sollten sich außerdem leicht an die individuellen Anforderungen ihrer Nutzer anpassen lassen, um nicht nur Sicherheit, sondern auch ein hohes Level an Komfort zu gewährleisten. Lesen Sie hier, welche Modelle von Elektrorollstühlen es gibt, wer Anspruch auf eine Kostenübernahme der Krankenkasse hat und worauf Sie bei Ihrer Auswahl achten müssen.

Modelle

Was zeichnet einen Elektrorollstuhl aus

Im Elektrorollstuhl unabhängig sein

Elektrisch angetriebene Rollstühle sind dann die richtige Wahl, wenn der Benutzer nicht mehr über genug Körperkraft verfügt, um einen manuellen Rollstuhl anzutreiben. Elektrorollstühle werden über einen Joystick gesteuert, der sehr einfach zu bedienen ist und bereits sensibel auf kleinste Berührungen reagiert. Es gibt kleine, technische Ergänzungen, die Ihnen das Leben mit Rollstuhl sehr erleichtern können, wie zum Beispiel das elektrische Hubsystem, mit dem Sie die Sitzfläche verstellen können: In der höchsten Position können Sie damit mit Ihren Gesprächspartnern auf Augenhöhe kommunizieren; in der niedrigsten Position können Sie an einem Esstisch Platz nehmen und den Rollstuhl bequem unter den Tisch fahren. Diese Position hilft auch, in einem Auto unter das Lenkrad zu kommen, wenn der Elektrorollstuhl gleichzeitig seine Rolle als Fahrersitz auszufüllt. Ein Elektrorollstuhl mit diesem System bedeutet für Sie Freiheit und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Die Standardgeschwindigkeit eines Elektrorollstuhls beträgt 6 km/h. Auf individuellen Wunsch hin und je nach Modell kann auch eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 14 km/h erreicht werden. Mit dieser Geschwindigkeit sind die Rollstühle allerdings keine Hilfsmittel der Krankenkasse im Sinne des SGB V mehr, sondern müssen selbst finanziert werden. Auf Wunsch ist auch ein Bluetooth-Modul für die Anbindung des Rollstuhls an PC, Smartphone und Tablet integrierbar. Auch das geht allerdings über das von der Krankenkasse übernommene Standardmodell hinaus.

Was ist eigentlich „elektrisch“ am Elektrorollstuhl?

Elektrorollstuhl und seine Funktionen
  1. Elektrisch verstellbare Rückenlehne: Bei Bedarf kann eine Neigung von bis zu 50 Grad eingestellt werden, um den Rücken zu entlasten und unterschiedliche Sitzpositionen einzunehmen.
  2. Elektrische Fußstützen: Diese Stützen ermöglichen eine Entlastung der Beine.
  3. Elektrisch einstellbare Sitzflächenhöhe (elektrischer Sitzlifter): Damit kommen Sie mit den meisten Personen auf Augenhöhe - und an Dinge, die vielleicht schon lange außer Reichweite gewesen sind. Der Sitzlifter kann ebenfalls zur Entspannung und Druckentlastung des Körpers verwendet werden.
  4. Elektrische Stehfunktion: Diese kann dem Benutzer helfen, leichter zu atmen und entlastet die Organe.

Und das Wichtigste: Ein Elektrorollstuhl als sogenanntes medizinisches Hilfsmittel wird bei nachgewiesenem Bedarf durch das Rezept des Hausarztes von der Krankenkasse des Betroffenen von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Das gilt für die Standard-Variante - nur wenn Sie eine Sonderausstattung oder ein besonderes Produkt haben möchten, zahlen Sie möglicherweise mehr als die gesetzliche Zuzahlung von maximal 10 Euro. Alternativ kann es Förderungen durch die Bundesagentur für Arbeit, die Rentenversicherung oder die Unfallversicherung geben.

Übrigens: Der Elektrorollstuhl ist unter „Krankenfahrstuhl“ gelistet und zählt in die Kategorie der Kranken- und Behindertenfahrzeuge.

Die Fakten: Reichweite, benötigter Wenderadius und Steigevermögen

Nachfolgend finden Sie beispielhafte Betriebsdaten für einen E-Rollstuhl mit 400 Watt-Motorisierung bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 10 km/h. Beachten Sie, dass es sich hierbei um Durchschnittswerte handelt.

  1. Maximale Reichweite mit 33 Ah Batterien: etwa 28 km; mit 50 Ah Batterien: etwa 40 km; mit 63 Ah Batterien: etwa 48 km
  2. Steigvermögen: bis 17%
  3. Höchstgeschwindigkeit vorwärts: etwa 12 km/h
  4. Benötigter Wendeplatz für eine 180°-Wendung: ab 110 cm
  5. Überwindbare Bordsteinhöhe: 8 cm
Rollstuhlrampen und Rampensysteme
Ein Elektrorollstuhl unterscheidet sich hauptsächlich in drei Aspekten von einem Elektromobil:
  1. Nutzungsbereich: Ein Elektromobil ist aufgrund seiner geräumigen Bauart ausschließlich für den Außenbereich gedacht, ein Elektrorollstuhl aufgrund seiner Wendigkeit je nach Modell sowohl für den Innen- als auch Außenbereich. Der Elektrorollstuhl ist im Vergleich recht platzsparend – die schmalsten Modelle sind unter 60 Zentimeter breit. Das Elektromobil ist im Vergleich dazu aufgrund seiner ausschließlichen Außennutzung geräumiger, weil hier oft auch Gepäck untergebracht werden muss.
  2. Führungsfähigkeit: Möchten Sie ein Elektromobil fahren, so müssen Sie über eine gewisse körperliche und mentale Fitness verfügen, denn Sie müssen dazu fähig sein, mit der Hand die Lenkung bedienen zu können. Elektrorollstühle bieten hier Alternativen, wenn keine Handkraft mehr vorhanden ist.
  3. Nutzungsdauer: Während sich ein Elektrorollstuhl für Menschen eignet, die nicht mehr gehen können und er diese Menschen den ganzen Tag unterstützt, ist ein Elektromobil eher dafür gedacht, in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen zeitlich begrenzt bei gewissen Fahrten oder Ausflügen zu unterstützen. Daher ist die Reichweite von Elektrorollstühlen auch deutlich höher ausgelegt.

Modelle von Elektrorollstühlen

Besonders wichtig bei der Auswahl des Elektrorollstuhls ist es, zunächst den hauptsächlichen Einsatzbereich zu definieren: Möchte ich den Stuhl vermehrt im Innenbereich nutzen oder fahre ich damit weite Strecken im Außenbereich? Oder möchte ich eine Kombination aus beidem? Hier gibt es Elektrorollstühle, die darauf spezialisiert sind. Allgemein gibt es drei Antriebsarten für Elektrorollstühle: Rollstühle mit Heckantrieb (ideal für lange Strecken), Rollstühle mit Mittelradantrieb (ideal für kleine Räume für den Innen- und Außenbereich) sowie Rollstühle mit Vorderradantrieb.

Wendiger Indoor Elektrorollstuhl
Elektrorollstühle für den Innenbereich („Indoor-Modelle“)

Bei Rollstühlen für den Innenbereich sollten Sie auf eine hohe Wendigkeit mit kleinem Wenderadius achten. Die kompakten Innenbereich-Rollstühle sind außerdem oft sehr platzsparend konstruiert und leicht. Die Abmessungen sorgen dafür, dass man auch Türen und enge Flure bequem passieren kann.

 

 

Ausdauernder Outdoor Elektrorollstuhl
Elektrorollstühle für den Außenbereich („Outdoor-Modelle“)

Bei Rollstühlen für den Außenbereich sind eine hohe Reichweite sowie geländetaugliche Reifen besonders wichtig. Die Antriebsräder sind hier größer, was sie weniger sicher macht. Achten Sie hier auf eine gute Federung sowie auf eine Radaufhängung für Wald- oder Schotterwege. Auch eine Beleuchtung ist hier notwendig. Alles in allem sind Elektrorollstühle für den Außeneinsatz sperriger, schwerer und damit auch teurer.

 

In- und OUtdoor Elektrorollstuhl hilft überall
Elektrorollstühle für den Innen-und Außenbereich

Diese Rollstühle eignen sich für beide Einsatzbereiche gut und können zwischen verschiedenen Antriebsarten wechseln.

 

 

Videoempfehlung: Zum Leben mit (Elektro-)Rollstuhl

Sehen Sie in diesem Dokumentationsfilm, wie überraschend Menschen auf einen Rollstuhl angewiesen sein können und ihren Alltag meistern. Der überrasche Umstieg auf ein Leben im Rollstuhl kann nicht nur Menschen treffen, die Extremsportarten ausüben.

Anspruch prüfen

Was sind medizinische Hilfsmittel?

Alltag mit dem Elektrorollstuhl

Im Hilfsmittelverzeichnis und Hilfsmittelkatalog der gesetzlichen Krankenkassen sind alle Produkte aufgelistet, die zur Leistungspflicht der Kassen gehören. Darunter sind auch Elektrorollstühle gelistet. Das heißt für Sie: Für alle diese Produkte übernehmen die Kassen die Kosten für den Kauf oder eine Leihgabe. Bei Elektrorollstühlen ist eine Leihgabe eines gebrauchten und generalüberholten Rollstuhls üblich. Sie müssen lediglich einen Eigenanteil von maximal 10 Euro dazuzahlen. Vor der Auswahl und dem Kauf oder dem Leihen eines Rollstuhls sollten Sie sich also unbedingt entsprechend beraten lassen und mit der eignen Krankenkasse in Kontakt treten.

Wenn das Hilfsmittel Rollstuhl also medizinisch notwendig und für den jeweiligen Patienten geeignet ist, steht einer Kostenübernahme durch die Krankenkasse nichts im Wege. Der Rollstuhlanbieter rechnet nach Ihrem Kauf dann direkt mit der Krankenkasse ab, sodass für Sie keine Komplikationen entstehen. Für Sie fallen für ärztlich verordnete Rollstühle bis auf die gesetzliche Zuzahlung von maximal zehn Euro grundsätzlich keine Kosten an. Nur wenn Sie eine Sonderausstattung oder ein besonderes Produkt haben möchten, zahlen Sie möglicherweise mehr. Der Anbieter wird Sie darüber aufklären, welche Produkte zu Mehrkosten führen und für welche Rollstühle die volle Kostenübernahme der Krankenkasse gilt. Die Kosten für einen Standard- oder Leichtgewichtrollstuhl mit einer Geschwindigkeit von 6 km/h übernehmen die Krankenkassen generell im Rahmen von Pauschalen.

Der Rollstuhl als medizinisches Hilfsmittel wird Ihnen leihweise zur Verfügung gestellt.

Aus Ihrer ärztlichen Verordnung geht hervor, ob Sie Ihren Elektrorollstuhl zunächst für eine Kurzzeitmiete von drei Monaten gewährt bekommen oder direkt für einen Zeitraum von maximal vier Jahren. Für die weitere Versorgung erklären Sie lediglich gegenüber dem Vertragspartner, dass Sie den Rollstuhl weiterhin benötigen. Wichtig: Da Ihnen der Rollstuhl geliehen wird, bleibt die Krankenkasse offizieller Eigentümer des Rollstuhls. Das bietet für Sie den großen Vorteil, dass die Krankenkasse auch alle anfallenden Kosten wie Ersatzteile und Reparaturen übernimmt sowie bei Bedarf auch kurzfristig einen Ersatz bereitstellen kann. Allgemein gilt: Es besteht kein Anspruch auf einen fabrikneuen Rollstuhl. Das sollte Sie aber nicht stören, die gelieferten Rollstühle sind in einem optisch, technisch und hygienisch einwandfreien Zustand.

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Kosten

So beantragen Sie die Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Rüstige Seniorin informiert sich telefonisch

An erster Stelle steht immer das Gespräch mit dem Arzt. An zweiter Stelle das Gespräch mit Ihrer Krankenversicherung. An dritter Stelle sollten Sie sich Zeit nehmen und in einem Sanitätshaus die unterschiedlichen Modelle ausprobieren und wiederum mit der Krankenversicherung Rücksprache halten, sobald Sie sich für ein bestimmtes Modell entschieden haben.

  1. Ein verantwortlicher Arzt weist Ihnen die Notwendigkeit des Rollstuhls durch ein ärztliches Rezept und eine ausreichende Begründung nach. Der Arzt entscheidet auch, welches Modell für Sie infrage kommt.
  2. Wenn Sie mit Ihrer Krankenkasse über Sondermodelle oder Zusatzausstattungen Ihres Rollstuhls verhandeln, sollten Sie sich gute Argumente und Begrifflichkeiten zurechtlegen: „beschwerdefreier“ oder „druckentlastender“ klingt überzeugender als „bequem“ oder „komfortabel“. Erwähnen Sie außerdem, dass auch die Stromkosten, die für die Nutzung eines von der Krankenkasse zur Verfügung gestellten Elektrorollstuhls anfallen, in die Leistungspflicht der Krankenkassen fallen. Das entschied das Bundessozialgericht in seiner Entscheidung Az. 3 RK 12/96 vom 6. Februar 1997. Von der Krankenkasse wird der tatsächliche Verbrauch oder eine Pauschale erstattet – erkundigen Sie sich danach.
  3. Mit der ärztlichen Verordnung, dem Rezept, gehen Sie anschließend in ein Sanitätshaus Ihrer Wahl. Das Sanitätshaus wird dann in Absprache mit der Krankenkasse den für Sie geeigneten Rollstuhl beschaffen. Damit Sie wissen, was dafür wichtig ist, haben wir Ihnen eine Checkliste im nächsten Kapitel zusammengestellt.

Kosten für Selbstzahler

Rüstige Seniorin informiert sich telefonisch

Wenn die Krankenkasse Ihnen keine Förderung bewilligen sollte, kann es Förderungen durch die Bundesagentur für Arbeit, die Rentenversicherung oder die Unfallversicherung geben. In allen anderen Fällen gilt:

Für Selbstzahler kosten Elektrorollstühle ab etwa 2.400 Euro. Der Preis variiert, je nachdem, wie antriebsstark der Rollstuhl ist, wie geräuschlos er fährt und wie modern und ergonomisch er designed ist. Bedenken Sie, auch wenn Ihnen die Kosten zunächst hoch erscheinen, dass Sie mit einem Elektrorollstuhl dazu beitragen, länger im eigenen Zuhause wohnen bleiben zu können.

Jede Investition, die die eigenen vier Wände barrierefrei und damit komfortabler für einen Pflegebedürftigen macht, ist sinnvoll, da so der Umzug ins Pflegeheim hinausgezögert oder sogar vermieden werden kann. Günstiger kann es werden, wenn Sie sich den Rollstuhl mieten oder ihn gebraucht kaufen.

Checkliste für die Auswahl

So finden Sie Ihren passenden Elektrorollstuhl in 9 Schritten

Für jeden Bedarf gibt es den geeigneten Elektrorollstuhl. Die wichtigsten Faktoren sind sicherlich Ihre Größe, Ihr Gewicht und die Art der Verwendung. Folgende Fragen helfen Pflegebedürftigen und Angehörigen bei der Auswahl des passenden Elektrorollstuhls weiter:

  1. Entspricht die Sitzbreite Ihrem Körper? Die Sitzbreite sollte so sein, dass Sie nicht im Rollstuhl seitlich hin- und herrutschen, aber auch nicht so eng, dass sie sich eingequetscht fühlen. Der Rollstuhl soll seitlichen Halt bieten, aber nicht fixieren.
  2. Hat die Rückenlehne die richtige Höhe? Die Höhe der Rückenlehne muss so sein, dass Sie guten Halt finden. Die Schulterblätter sollten noch Bewegungsspielraum haben, ohne dass die Lehne sie übermäßig einschränkt. Die Rückenlehne sollte also unter den Schulterblättern enden.
  3. Der Elektrorollstuhl hilft der Eigenständigkeit
  4. Sitzen Sie im richtigen Winkel? Die Sitzhöhe sollte grundsätzlich so sein, dass der Oberschenkel bequem auf der Sitzfläche aufliegt, wenn die Füße auf den Fußstützen stehen. Als Richtwert können Sie sich das Foto rechts anschauen: Diese Dame sitzt recht gut im Elektrorollstuhl. Sie sitzt entspannt, Sitztiefe, Sitzhöhe und die Höhe der Rückenlehne sind für sie passend.
  5. Wie stark soll die Motorisierung und Höchstgeschwindigkeit sein? Es gibt extrem starke Motorisierungen mit 400 W pro Motor, was selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten eine enorme Antriebskraft gibt. Beachten Sie allerdings, dass die Krankenkassen ihren Versicherten ausschließlich Elektrorollstühle mit einer Geschwindigkeit von 6 km/h zur Verfügung stellen. Wünscht der Versicherte eine solche über die Leistungspflicht der Krankenversicherung hinausgehende Versorgung, also zum Beispiel einen schnelleren Rollstuhl, hat er die Möglichkeit, diese bei Übernahme der Mehrkosten in Anspruch zu nehmen.
  6. Wie sicher ist der Elektrorollstuhl? Achten Sie auf starkes LED-Licht sowie eine Radaufhängung beim Fahren im Wald und auf Schotterwegen. Der Kippschutz ist bei Selbstfahrern ein Muss: Hierbei handelt es sich um eine wegklappbare Verlängerung des unteren Rahmens des Rollstuhls, die verhindert, dass der Rollstuhl nach hinten umkippen kann. Wird der Rollstuhl geschoben, kann der Kippschutz weggeklappt werden, da er sonst hinderlich wäre.
  7. Wie komfortabel ist der Elektrorollstuhl? Achten Sie beispielsweise auf eine Federung der Hinterräder, bei der das Härtemaß bedarfsgerecht einstellbar ist. Eine Frage des Komforts ist auch die Wahl der Bereifung selbst: Vollgummiräder sind zwar meist härter als Luftbereifung und etwas schwerer beweglich, dafür aber wartungsfrei und pannensicher.
  8. Wie viel Zeit verbringen Sie im Elektrorollstuhl? Je länger der Pflegebedürftige im Rollstuhl sitzt, desto wichtiger ist das Sitzkissen. Ein ungeeignetes Sitzkissen kann zu Druckgeschwüren (Dekubitus) führen. Dient der Elektrorollstuhl also zu mehr als gelegentlichen Ausflügen, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass mit dem Rollstuhl auch gleich ein geeignetes Sitzkissen verordnet wird. Optimal geeignet sind Gel-Kissen. Lassen Sie den Arzt ein solches Kissen am besten direkt mit in die Verordnung aufnehmen. Auch eine Sitzwinkel- oder eine Rückenwinkelverstellung ist hilfreich, um die Sitzposition regelmäßig zu verändern. Auch Sie selbst können etwas tun: Achten Sie täglich darauf, ob sich nach dem Rollstuhlfahren Druckstellen gebildet haben. Handeln Sie sofort und sorgen Sie für Abhilfe, damit das Rollstuhlfahren für Sie oder Ihren Angehörigen wieder beschwerdefrei möglich ist.
  9. Welche Zusatzausrüstungen brauchen Sie? Benötigen Sie beispielsweise ein spezielles Sitzsystem gegen Druckgeschwüre (Dekubitus) oder einen elektrischen Hub als Aufstehunterstützung? Fragen Sie beim Händler gezielt nach.
  10. Wenn alles passt: Wie ist Ihr Gefühl bei einer Testfahrt? Selbst auf glatten und schwierigen Belägen sollte der Fahrer die volle Kontrolle über die Rollstuhlbewegungen haben. Der Joystick sollte auf die kleinste Bewegung des Joysticks reagieren - auch bei der Fahrt an steilen Rampen.

Häufige Fragen

Patientenlifter

Beides ist möglich und senkt die Kosten für Selbstzahler erheblich, denn neue Elektrorollstühle kosten mindestens 2.400 Euro. Wenn absehbar ist, dass der Rollstuhl dauerhaft benötigt wird, ist es kostengünstiger, ihn zu kaufen. Wer gebraucht kaufen möchte, sollte sicherstellen, dass die Eigenschaften des Rollstuhls zum eigenen Körpergewicht und Krankheitsbild passen. Da man bei einem Privatkauf keine Garantie erhält, empfiehlt es sich, einen Fachmann bei der Auswahl dabei zu haben. So können bei einem Gebrauchtkauf bis zur Hälfte der Kosten eingespart werden. Wird der Rollstuhl nur vorübergehend benötigt, beispielsweise nach einem Unfall, oder möchte jemand vor der dauerhaften Anschaffung gerne unterschiedliche Rollstuhltypen testen, können Sie sich bei verschiedenen Anbietern einen E-Rollstuhl mieten. Fragen Sie hierzu in Sanitätshäusern und direkt bei den Herstellern nach und vergleichen Sie die Konditionen.

Für jeden Bedarf gibt es den geeigneten Rollstuhl. Die wichtigsten Faktoren sind sicherlich Ihre Größe, Ihr Gewicht und die Art der Verwendung. Folgende Fragen helfen Pflegebedürftigen und Angehörigen bei der Auswahl des passenden Elektrorollstuhls weiter: Entspricht die Sitzbreite Ihrem Körper? Hat die Rückenlehne die richtige Höhe? Sitzen Sie im richtigen Winkel? Wie stark soll die Motorisierung und Höchstgeschwindigkeit sein? Wie sicher ist der Elektrorollstuhl? Wie komfortabel ist der Elektrorollstuhl? Wie viel Zeit verbringen Sie im Rollstuhl? Welche Zusatzausrüstungen brauchen Sie? Wenn diese Fragen alle gelöst und besprochen sind, zählt: Wie ist Ihr Gefühl bei einer Testfahrt? Selbst auf glatten und schwierigen Belägen sollte der Fahrer die volle Kontrolle über die Rollstuhlbewegungen haben.

Die Pflegehilfe unterstützt Sie bei der Auswahl des richtigen Rollstuhlmodells für Sie. Nachdem einer der fachlich geschulten Berater Sie kompetent und kostenlos am Telefon beraten hat, leitet die Pflegehilfe die notwendigen Schritte ein und schickt Ihnen mehrere Vergleichsangebote verschiedener Anbieter zu. Die Pflegehilfe hat ein deutschlandweites Netzwerk an Partnern, die sich auf Elektrorollstühle spezialisiert haben und sich durch jahrelange Erfahrung in diesem Bereich auszeichnen. Die Pflegehilfe hilft Ihnen gerne bei der Suche nach dem optimalen Anbieter weiter!

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Das sagen andere über uns

Ohne Unterstützung der Pflegehilfe hätten wir die Pflegestufe 1 für unsere Oma nicht bekommen. Die Investition in eine gute Beratung hat sich gelohnt.

Hans L.

Wir möchten uns für die erfolgreiche, fachlich kompetente und schnelle Hilfe der Pflegehilfe bedanken. Mit der Arbeit unseres Beraters waren wir sehr zufrieden. Wir werden Sie in jedem Fall weiterempfehlen.

Ilona J.

Dank Ihrer engagierten Unterstützung wurde meiner Frau die Pflegestufe 2 zuerkannt. Ohne die Hilfe von kompetenten Profis wäre die Anerkennung einer Pflegestufe wahrscheinlich nicht so erfolgreich verlaufen.

Dietmar S.

Mit der Pflegehilfe haben wir schnell und problemlos eine Seniorenbetreuung für meine Eltern in Dresden gefunden. Bei Problemen ist Herr Vaque, unser Berater, aber auch heute noch eine große Unterstützung!

K. Mahler

Vielen Dank für die Hilfe. Ich habe wirklich nicht gewusst, dass es eine so schöne Seniorenresidenz gleich in unserer Nähe gibt.

D. Schröder

Mit der Pflegehilfe habe ich eine individuelle und trotzdem bezahlbare Betreuung für meine Eltern gefunden. Am meisten freue ich mich darüber, dass die beiden nun sicher und trotzdem zu Hause wohnen können.

J. Schuster

Vielen Dank für die Unterstützung. Wir sind froh, uns mit der Pflegehilfe in Verbindung gesetzt zu haben. Wie werden Sie jederzeit weiter empfehlen!

Ottmar & Elfriede W.

Danke für Ihr Durchhaltevermögen Herr Morath und Ihre kompetente Beratung. Ohne Sie hätte meine Mutter bestimmt nicht die Pflegestufe 2 bekommen.

Franziska J.

Sie haben uns sehr gut auf die Begutachtung durch den MDK vorbereitet, was letztendlich zu einem positiven Ergebnis geführt hat. Vielen herzlichen dank dafür.

Robert W.

Der Service der Pflegehilfe war eine starke Unterstützung um aus dem riesigen Pflegeangebot genau die richtige Lösung für uns zu finden.

J. Schuster

Frau Röger, meine Beraterin hat mir und meinen Vater bei der Suche nach einem Seniorenheim sehr geholfen! Es tut gut, in einer schweren Zeit professionelle Unterstützung an seiner Seite zu wissen.

K. Ackermann

Sympathisch finde ich, dass meine Beraterin sich noch immer nach meiner Mutter erkundigt, obwohl der Kontakt schon ein Jahr zurückliegt.

Ute T.

Von einer Bekannten haben wir den Tipp bekommen, die Pflegehilfe zu kontaktieren. Zum Glück haben wir das getan! Nach nicht einmal zwei Monaten wurde die zuvor abgelehnte Pflegestufe 1 bewilligt. Vielen Dank für Ihre tolle Unterstützung!

Familie G.

Dank Ihrer kompetenten Hilfe wurde uns das Pflegegeld bewilligt und sogar rückwirkend ausgezahlt. Dafür bedanken wir uns sehr.

Gudrun V.

Nach 2-maliger Ablehnung der Pflegestufe 2 ist es Pflegehilfe auf Anhieb gelungen, diese für meine Mutter durchzusetzen. Dafür danke ich Ihnen sehr!

Hedwig V.