Gehhilfen – Mehr Sicherheit und Unterstützung beim Laufen

Seniorin geht mit Enkelin spazieren und schiebt einen Rollator

Das Laufen fällt Ihnen zunehmend schwerer und Sie wünschen sich Unterstützung beim Gehen oder Einkaufen? Dann können Gehhilfen Sie genau dann entlasten, wenn Sie es brauchen. Ihre Gelenke werden geschont und auch weitere Strecken können Sie damit wieder selbst zurücklegen.

Auf dieser Seite erklärt Ihnen der Verband Pflegehilfe, welche verschiedenen Gehhilfen es gibt und welche Variante für Sie die richtige ist. Informieren Sie sich hier außerdem darüber, wann die Pflege- oder Krankenkasse die Kosten für Ihre Gehhilfe übernimmt.

Gehhilfen werden nicht nur von Senioren genutzt, sondern auch von bewegungseingeschränkten oder behinderten Personen: Entscheidend ist, wie gut und selbstständig Sie laufen und wie viel Unterstützung Sie benötigen.

Gehhilfen – Sie haben die Wahl

Elektromobile und Scooter

Elektromobile: Die komfortablen Seniorenmobile helfen Ihnen vor allem im Außenbereich dabei, auch lange Strecken eigenständig und schmerzfrei zurückzulegen – und das sogar deutlich schneller als zu Fuß. Erfahren Sie hier alles, was Sie wissen müssen und lassen Sie den Verband Pflegehilfe das für Sie passende Modell in Ihrer Region finden!

Pflegerin schiebt Seniorin

Rollstuhl: Durch einen Rollstuhl, den Klassiker der Gehhilfen, können Sie sich im Innen- und Außenbereich mit oder ohne Begleitung eigenständig bewegen. Der Verband Pflegehilfe informiert Sie über die verschiedenen Rollstuhlarten und die Anschaffung, über sinnvolles Zubehör und hilft Ihnen dabei, den richtigen Anbieter zu finden. Außerdem erfahren Sie, welche Hilfsmittel den Alltag für Rollstuhlfahrer vereinfachen und wie oft Ihr Rollstuhl gewartet werden soll.

Seniorin im Elektrorollstuhl

Elektrorollstühle: Größtmögliche Flexibilität und Mobilität drinnen und draußen und das mit elektrischem Antrieb: das leisten Elektrorollstühle. Für Sie bedeutet das mehr Unabhängigkeit und damit mehr Lebensqualität. Lesen Sie hier, welche Modelle von Elektrorollstühlen es gibt, wer Anspruch auf eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse hat und worauf Sie bei Ihrer Auswahl achten müssen.

Duschstuhl mit Ruecken- und Armlehne

Rollatoren: Ein Rollator oder Gehwagen unterstützt sie dabei, Ihre Balance besser zu halten und gibt Ihnen die notwendige Sicherheit. Zusätzlich nimmt er Ihnen durch den eingebauten Korb das Tragen von Gegenständen und Einkäufen ab. Manche Modelle kommen sogar mit einem ausklappbaren Sitz, auf dem Sie sich unterwegs ausruhen können. Der Verband Pflegehilfe unterstützt Sie dabei, das für Sie passende Modell zu finden und erklärt Ihnen alles, was Sie über Gebrauch, Kauf und Zuschüsse wissen müssen.

Duschklappsitz Ridder Bambus

Einkaufstrolleys: Zum leichteren Transportieren von Lasten und Einkäufen sind Trolleys bereits für viele Menschen zum täglichen Begleiter geworden. Dank der stabilen Rollen können Sie den Trolley bequem auch über unebene Wege, hohe Bordsteine oder Stufen ziehen und schieben. Ob ein Trolley die richtige Wahl für Sie ist, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten und welche Kosten auf Sie zukommen, hat der Verband Pflegehilfe für Sie zusammengefasst.

Eine Toilettensitzerhöhung mit Armlehnen und einem klappbaren Toilettendeckel

Gehstöcke: Krücken und Gehstöcke sind ideal, um das eigene Gleichgewicht besser zu halten, egal ob Sie kurzzeitig nach einem Unfall oder dauerhafte Unterstützung benötigen. Zusätzlich können sie den Druck von schmerzenden Gliedmaßen nehmen. Wenn Sie sich ein wenig Unterstützung im Alltag wünschen und trotzdem weitestgehend selbstständig bleiben möchten, kann ein Gehstock das Richtige für Sie sein. Der Verband Pflegehilfe unterstützt Sie zusätzlich bei der Wahl des richtigen Modells und berät Sie zur Beantragung von Fördermitteln.

Entscheidungshilfe- So finden Sie Ihre passende Gehhilfe

1. Wobei brauche ich Unterstützung?

Senioren-Ehepaar

  • Brauchen Sie ein Hilfsmittel, das Ihnen das Tragen von Einkäufen oder schweren Lasten abnimmt? Dann ist ein Einkaufstrolley das Richtige für Sie. Rollatoren bieten zusätzliche Unterstützung auf längeren Wegen, sodass Sie sich auch zwischendurch immer wieder ausruhen können.
  • Haben Sie Gleichgewichtsprobleme oder leiden an Schwindelanfällen, können Gehstöcke und Rollatoren die dadurch entstehende Unsicherheit ausgleichen. So fühlen Sie sich wieder sicher auf den Beinen und können den Alltag selbstständig bestreiten.
  • Brauchen Sie Unterstützung bei der Bewältigung von längere Strecken? Dann sind alle Gehhilfen nützlich. Hier kommt es lediglich darauf an, wieviel Unterstützung Sie brauchen. Für besonders lange Strecken ist ein Elektromobil sicherlich die komfortabelste Lösung.

2. Wie viel Unterstützung brauche ich?

  • Ein wenig Unterstützung: Wenn Sie beim Laufen schmerzende Gliedmaßen entlasten wollen und eine Stütze brauchen, weil die Kraft manchmal nachlässt, sind Gehstöcke und Einkaufstrolleys ideal. Diese einfachen Gehhilfen unterstützen Sie, wenn Sie sich lediglich ein wenig Hilfe von Zeit zu Zeit wünschen.
  • Leichte Unterstützung: Das stabile Gestell eines Rollators, auf das Sie sich mit beiden Armen stützen können und dank der Rollen nicht anheben müssen, schont Ihre Kräfte. Ein Rollator kann bei längeren Strecken auch als Sitzgelegenheit dienen. Daher ist er ideal für Menschen, die ein wenig mehr Unterstützung brauchen.
  • Regelmäßige Unterstützung: Sie haben noch genügend Kraft im Oberkörper, aber Ihnen fällt das Laufen schwer? Mit einem Rollstuhl können Sie längere Strecken eigenständig zurücklegen. Auch Ausflüge ins Grüne mit Angehörigen oder Ihrem Pfleger sind hiermit wieder möglich.
  • Starke Unterstützung: Wenn Sie komplett unabhängig von anderen sein möchten oder nur noch über sehr wenig eigene Kraft verfügen, sind Elektrorollstühle und Elektromobile die ideale Lösung. Sie ersparen Ihnen sämtliche Kraft des Laufens und bieten vollständige Unabhängigkeit. Elektrorollstühle und Elektromobile können sowohl drinnen als auch draußen verwendet werden.

Kosten: Wer zahlt für die Gehhilfen?

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Geldstücke sind auf Geldscheinen gestapelt

Wenn Sie Ihren Bedarf mit einem Rezept des Arztes nachweisen können, dann übernimmt die Krankenkasse in der Regel die Kosten für die Gehhilfe. Diese rechnet dann direkt mit dem Sanitätshaus oder einem privaten Anbieter ab.

Kostenübernahme durch die Pflegeversicherung

Sollten Sie einen anerkannten Pflegegrad haben, kann in bestimmten Fällen die Pflegeversicherung die Kosten übernehmen. Wichtig ist, dass ein Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) den Bedarf feststellt. Gegebenenfalls erfolgt eine erneute Begutachtung. Sprechen Sie dafür mit dem Kundenberater Ihrer Pflegeversicherung.

Kosten für Selbstzahler

Wenn Sie sich ein spezielles Modell wünschen, welches nicht im Heil- und Hilfsmittelkatalog der Krankenkassen verzeichnet ist, oder auch, wenn Sie kein Rezept oder Pflegegrad haben, müssen Sie alleine die Kosten tragen. Deshalb empfehlen wir: Holen Sie Vergleichsangebote ein und testen Sie das Modell vor dem Kauf, wenn möglich. Sie suchen einen kompetenten Anbieter in Ihrer Nähe? Dann rufen Sie den Verband Pflegehilfe an und lassen Sie sich kostenlos und unverbindlich beraten.

Gebrauch: Gehhilfen im Alltag nutzen

Eine Toilettensitzerhöhung mit Armlehnen und einem klappbaren Toilettendeckel

Die meisten der hier vorgestellten Hilfsmittel können Sie sowohl im Innenbereich als auch im Außenbereich nutzen. Je nachdem, wo und wie häufig Sie die Gehhilfe nutzen, bieten sich unterschiedliche Varianten an.

Wenn Sie sich zum Beispiel sicher im Haus bewegen möchten, können Sie Gehstöcke als Gehhilfen verwenden. Wenn Sie sich dann im Freien aufhalten und etwas unsicherer sind, bietet sich ein Rollator an. Durch die eingebaute Sitzfläche können Sie Pausen einlegen und sich setzen.

Anschaffung: Wo kann ich Gehhilfen kaufen?

Gehhilfen bekommen Sie bei allen Sanitätshäusern in vielfacher Ausführung – egal, ob es sich um Krücken, einen Rollstuhl oder ein Elektromobil handelt. Das Fachgeschäft findet die passende Gehhilfe für Sie und informiert über den fachgerechten Umgang. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Sie alle ausgestellten Gehhilfen vor dem Kauf testen können. So können Sie nicht nur den sicheren Umgang mit dem Hilfsmittel üben, sondern z.B. auch eine Probefahrt mit dem Seniorenscooter machen.

Im Sanitätshaus können Sie nicht nur neue Modelle kaufen: Einige Gesundheitshäuser verleihen Gehhilfen oder verkaufen geprüfte Gebrauchtware. So gehen Sie sicher, dass die Geräte auf Funktionstüchtigkeit geprüft und gewartet worden sind. Von einem privaten Gebrauchtkauf raten wir dagegen ab, denn für die Zuverlässigkeit und Sicherheit kann nur ein Fachgeschäft garantieren.

Paeckschen

Außerdem haben Sie die Möglichkeit, einige Gehhilfen in einem gut sortierten Onlineshop zu bestellen. Rollatoren werden auch immer wieder im Discounter angeboten oder über große Kaufhäuser vertrieben. Der Verband Pflegehilfe empfiehlt Ihnen, dass Sie sich in den Gebrauch einweisen lassen und das Produkt vor dem Kauf immer persönlich testen.

Häufige Fragen

Rollstuhl_draußen

Je nachdem, wie viel Unterstützung Sie im Alltag benötigen, können Sie zwischen verschiedenen Gehhilfen wählen. Wenn Sie nur wenig Unterstützung benötigen, reichen meistens ein Einkaufstrolley oder Gehstöcke aus, um Sie zu entlasten. Wenn Sie mehr Sicherheit benötigen, können Sie sich für einen Rollator entscheiden. Benötigen Sie viel Hilfe und können keine weiten Strecken gehen? Dann bietet sich ein Rollstuhl, ein Elektrorollstuhl oder ein Elektromobil an.

Gehhilfen sollen Sie nicht erst unterstützen, wenn Sie bereits gestürzt sind. Sie sollen Ihnen vor allem Sicherheit im Alltag geben und Sie wieder selbstständiger werden. Scheuen Sie sich also nicht, Gehhilfen in Anspruch zu nehmen. Längst gibt es nicht mehr nur veraltete Modelle - ein modernes, elegantes oder sportliches Design löst diskret Ihre Mobilitätsprobleme.

Die meisten Gehhilfen können Sie sowohl im Innenbereich als auch im Außenbereich nutzen. Bei Elektromobilen oder Seniorenscootern sollten Sie sich allerdings bereits vorher Gedanken darüber machen, in welchem Bereich Sie es nutzen möchten: Sollten Sie ein E-Mobil auch für den Innenbereich wählen, dann achten Sie auf die Maße. Spezielle und kompakte Modelle erleichtern das Umherfahren in der Wohnung. Wenn Sie sich eher in der Natur aufhalten, können Sie sich auch ein geländegängiges Elektromobil anschaffen. Sprechen Sie im Zweifelsfall mit unseren geschulten Beratern.

Wenn Sie ein Rezept Ihres Arztes haben, bezahlen Sie in der Regel lediglich €10 Rezeptgebühr im Sanitätshaus. Wenn Sie einen Pflegegrad haben, kann die Pflegekasse die Kosten für die Anschaffung eines Rollators oder Elektromobils übernehmen. Dafür muss ein Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) Ihren Bedarf feststellen.

Es werden dann allerdings oft nur die Kosten für Einsteigermodelle übernommen. Bei Sonderwünschen kann der Preis schnell in die Höhe steigen. Der Verband Pflegehilfe empfiehlt Ihnen einen Preisvergleich verschiedener Anbieter. So können Sie sicher gehen, dass Sie das beste und günstigste Angebot finden.

Die fachlich geschulten Berater des Verbands Pflegehilfe unterstützen sie sowohl bei der Auswahl der Gehhilfen als auch bei der Suche nach einem geeigneten Anbieter in Ihrer Nähe. Dieser Service ist vollkommen unverbindlich und kostenfrei! Außerdem können Sie sich in den verschiedenen Vergleichstabellen einen Überblick über die Anschaffungskosten verschaffen.