Intensivpflege
Modelle, Kosten & Finanzierung

Angehörige und Patient stationärer Intensivpflege

Wenn ein Angehöriger Intensivpflege benötigt, stehen Sie vor einer großen Herausforderung. Sie müssen für die weitere Pflege entweder Ihre Wohnung barrierefrei umbauen oder einen Umzug in eine Pflegeeinrichtung organisieren. Auf dieser Seite beantworten wir die wichtigsten Fragen zur Intensivpflege:

Sie haben wenig Zeit? Einen kurzen Überblick erhalten Sie unter „Häufige Fragen“.

Was ist Intensivpflege?

freundliche Pflegerinnen

Schwerstpflegebedürftige und Menschen mit lebens­bedroh­lichen Krankheiten sind auf eine spezielle Pflege angewiesen. Dazu gehören Beatmungspatienten und Menschen mit degenerativen Krankheiten wie ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) oder MS (Multiple Sklerose).

Sie haben drei Möglichkeiten, die Intensivpflege Ihres Angehörigen zu organisieren:

Wie wird Intensivpflege finanziert?

Erfahrungsbericht zur Intensivpflege von einem Ehepaar.

Paragraph 37 des Sozialgesetzbuch (SGB V) regelt die Kostenübernahme für die Intensivpflege. Grundsätzlich übernimmt Ihre Krankenkasse sämtliche Kosten für die ambulante Intensivversorgung. Dafür brauchen Sie lediglich ein Rezept von Ihrem Arzt. Dort hält er den Umfang und die Art der benötigten Pflegeleistungen fest. Einen Teil der Kosten tragen Sie jedoch selbst.

  • Die gesetzliche Zuzahlung beträgt 10 % der Pflegekosten der ersten 28 Tage pro Kalenderjahr.
  • Sie zahlen zusätzlich eine Rezeptgebühr von maximal 10 Euro pro Rezept.

Wussten Sie schon, dass Sie sich von Zuzahlungen befreien lassen können? Bei einer chronischen Erkrankung zahlen Sie maximal ein Prozent Ihres Bruttoeinkommens zu. Heben Sie also alle Rechnungen über private Zuzahlungen auf und reichen Sie sie bei Ihrer Krankenkasse ein.

Video: Das Wichtigste in Kürze

Damit Sie sich schnell einen Überblick über Intensivpflege verschaffen können, haben wir für Sie die wichtigsten Informationen in nur 90 Sekunden zusammengefasst.

Intensivpflege mit oder ohne Pflegegrad?

  • Die Einstufung in einen Pflegegrad ist freiwillig. Ihre Krankenkasse trägt die Kosten für eine häusliche Intensivpflege auch ohne Pflegegrad. Eine Einstufung kann sogar zu bürokratischen Problemen führen: Manche Krankenkassen halten die Pflegekasse für zuständig und verweigern die Zahlung.
  • Ein anerkannter Pflegegrad kann aber auch Vorteile haben. Mit einem Pflegegrad haben Sie Anspruch auf Leistungen der Pflegekasse. Übernimmt der Intensivpflegedienst zum Beispiel die Grundpflege, trägt Ihre Pflegekasse die Kosten. Dazu gehören Hilfen bei der Körperpflege, Ernährung oder Mobilität.

Intensivpflege-Modelle im Vergleich

Stationäre Intensivpflege

Beatmungspatient in stationärer Intensivpflege.

Die Betreuung in einem Krankenhaus oder einer speziellen Pflegeeinrichtung nennt man stationäre Pflege.

  • Die Pflegekräfte sind rund um die Uhr vor Ort.
  • Versorgung und Verpflegung
  • Kein barrierefreier Umbau nötig.
  • Klinische Umgebung
  • Wenig Spielraum für individuelle Einrichtung

Pflege in einer Pflege-WG

In einer Pflege-WG wohnen mehrere Pflegebedürftige zusammen und werden gemeinsam von Intensiv­pflege­diensten oder festem Personal gepflegt. Beatmungs-WGs sind auf die Bedürfnisse von Beatmungspatienten spezialisiert.

  • Pflege-WGs verbinden die Vorteile häuslicher und stationärer Pflege.
  • Die Wohnungen sind für die Intensivpflege ausgebaut.
  • Ihr Angehöriger hat Kontakt zu anderen Betroffenen.
  • Ihr Angehöriger muss umziehen.

Ambulante Intensivpflege

Ambulante Pflegedienste versorgen schwerstpflegebedürftige Menschen mit lebensbedrohlichen Krankheiten außerhalb eines Krankenhauses.

  • Ihr Angehöriger wird in seiner vertrauten Umgebung professionell gepflegt.
  • Viele Betroffene erholen sich zu Hause schneller als im Krankenhaus.
  • Ihr Angehöriger kann am Alltag seiner Familie teilhaben.
  • Ihre Wohnung muss eventuell barrierefrei ausgebaut werden.
  • Einen Teil der Pflege übernehmen Sie selbst.

Was sollten Sie bei der Auswahl einer Intensivpflege unbedingt beachten?

Pflegekraft im Austausch mit Patient

Die Anbieter für Intensivpflege unterscheiden sich nach Kosten und Qualität. In dieser Checkliste stellen wir für Sie die wichtigsten Auswahlkriterien für einen guten ambulanten Intensivpflegedienst zusammen.

  • Gespräche mit unterschiedlichen Anbietern führen: Fragen Sie mindestens drei unterschiedliche ambulante Dienste an und vergleichen Sie die Angebote.
  • Hat Ihre Krankenkasse Verträge mit bestimmten Anbietern?
  • Fragen Sie bei den Anbietern gezielt nach der Ausbildung des Pflegepersonals.
  • Wie bewerten andere Kunden den Anbieter?

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Ambulante Intensivpflege
Unser Erfahrungsbericht

Älteres Ehepaar umarmt sich und blickt in die Kamera.

Mein Mann hat ALS. Das heißt, er hat Probleme mit seiner Lunge und die Krankheit wird immer schlimmer. Zusammen mit seiner Schwester kümmere ich mich um ihn, aber seitdem er beatmet wird, können wir die Pflege nicht mehr alleine machen. Freunde haben mir gesagt, dass es stationäre Pflegeeinrichtungen gibt, die extra auf Beatmungspatienten ausgelegt sind. Ich wollte aber, dass mein Mann zu Hause bei seiner Familie wohnen kann.

Deswegen habe ich zusammen mit meiner Schwägerin nach anderen Möglichkeiten gesucht. Wir sind auch schnell auf die Intensivpflege gestoßen. Aber wir haben bestimmt zehn Pflegedienste angerufen, die das entweder gar nicht angeboten haben oder keine Zeit für mehr Patienten hatten. Ich hatte schon Angst, dass mein Mann wirklich ausziehen muss. Wir haben aber weitergesucht.

Zum Glück haben wir dann irgendwann den Verband Pflegehilfe gefunden. Wir wurden super beraten und haben erfahren, dass wir sogar finanziell unterstützt werden können. Das wussten wir vorher gar nicht. Der nette Berater hat uns auch sofort Angebote von verschiedenen Intensivpflegediensten weitergeleitet. Die waren alle bei uns in der Nähe und hatten auch Zeit für meinen Mann. Noch in der Woche kam jemand vorbei, um sich vorzustellen. Es ist wirklich schön, dass er jetzt so gut versorgt wird und dass er sogar zu Hause bleiben konnte.

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Häufige Fragen

Intensivpflege
  • Bei der stationären Intensivpflege wird Ihr Angehöriger in einem spezialisierten Pflegeheim betreut.
  • Die ambulante Intensivpflege findet in häuslicher Umgebung entweder bei Ihnen zu Hause oder in einer Senioren-WG statt.
  • In beiden Fällen betreuen ausgebildete Pflegefachkräfte Ihren Angehörigen.
  • Menschen, die dauerhaft Intensivpflege benötigen aber nicht weiter medizinisch behandlet werden müssen
  • Menschen, die dauerhaft beatmet werden
  • Tumorkranke
  • Menschen mit degenerativen Krankheiten wie ALS und MS
  • Die Krankenkassen arbeiten nach dem Leitspruch ambulant vor stationär.
  • Wenn eine ambulante Intensivpflege möglich ist, übernimmt die Krankenkasse alle Kosten.
  • Allerdings tragen Sie einen gesetzlichen Eigenanteil von 10% der Kosten für die ersten 28 Tage des Kalenderjahrs.
  • Außerdem zahlen Sie gegebenenfalls Rezeptgebühren von maximal 10 Euro pro Verordnung.
  • Der Verband Pflegehilfe arbeitet eng mit der Deutschen Intensivpflege Beratung zusammen.
  • Unsere eschulten Berater vermitteln qualitätsgeprüfte und speziell für die ambulante Intensivpflege qualifizierte Anbieter.
  • Die Beratung ist für Sie kostenlos und unverbindlich.
  • Füllen Sie einfach das Formular oben aus. Unserer Berater melden sich bei Ihnen!

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