Pflegegeld
Empfänger, Verwendung & Höhe der Leistungen

Geldscheine und Münzen: Das Pflegegeld

Ihr Angehöriger ist pflegebedürftig und möchte zu Hause gepflegt werden? Sie übernehmen einen Teil der Pflege? Dann sollten Sie Pflegegeld beantragen. Die Leistung Ihrer Pflegekasse hilft, die Pflege zu finanzieren.

Der Verband Pflegehilfe fasst die wichtigsten Informationen zum Pflegegeld für Sie zusammen:

Sie haben wenig Zeit? Einen Überblick erhalten Sie unter „Häufige Fragen“.

Pflegegeld beantragen

Geldscheine und Münzen

Das Wichtigste in Kürze

Hat Ihr Angehöriger Anspruch auf Pflegegeld? Wie hoch ist der Betrag? In diesem Erklärvideo erhalten Sie einen kurzen Überblick über Ihre Ansprüche.

Wie hoch ist das Pflegegeld?

Ausschlaggebend für die Höhe der Leistung ist der Pflegegrad. Ihre Pflegekasse überweist den Betrag am Anfang des Monats an Ihren pflegebedürftigen Angehörigen. In der Regel geben Pflegebedürftige das Pflegegeld an die Pflegeperson weiter. Auf Wunsch überweist die Pflegekasse auch direkt an Sie.

  • Pflegegrad 1: kein Pflegegeld
  • Pflegegrad 2: 316 Euro
  • Pflegegrad 3: 545 Euro
  • Pflegegrad 4: 728 Euro
  • Pflegegrad 5: 901 Euro
Glühbirne: Tipp. Pflegegeld wird nicht auf Hartz4 angerechnet

Pflegegeld und Hartz IV

Das Pflegegeld wird nicht auf das Arbeitslosengeld angerechnet. Wenn Sie einen Angehörigen zu Hause pflegen und bekommen dafür Pflegegeld, erhalten Sie immer noch das gesamte Arbeitslosengeld.

Verpflichtende Beratungstermine

Ihre Pflegekasse finanziert zusätzlich regelmäßige Beratungstermine. Pflegen Sie Ihren Angehörigen alleine, kommen qualifizierte Berater zu Ihnen nach Hause. Arbeiten Sie mit einem Pflegedienst zusammen, übernimmt dieser die Beratung.

Da diese Beratung die Qualität der Pflege Ihres Angehörigen sichert, ist sie verpflichtend. Verpassen Sie einen Beratungstermin, kürzt Ihre Pflegekasse das Pflegegeld.

Wichtig: Sie müssen sich selbst um die Termine kümmern. Ihre Pflegekasse erinnert Sie nicht daran, dass wieder eine Beratung ansteht. Wie oft eine Beratung stattfinden muss, hängt vom Pflegegrad Ihres Angehörigen ab:

  • Pflegegrad 1: Beratung freiwillig halbjährlich möglich
  • Pflegegrade 2 & 3: verpflichtend alle 6 Monate
  • Pflegegrade 4 & 5: verpflichtend alle 3 Monate

Was sind Kombinationsleistungen?

Neben dem Pflegegeld hat Ihr Angehöriger Anspruch auf Pflegesachleistungen. Über diese Pflegeleistung rechnen ambulante Pflegedienste ab. Die beiden Gelder werden nach Bedarf in der sogenannten Kombinationsleistung miteinander verrechnet: Je mehr Pflegesachleistungen Ihr Angehöriger in Anspruch nimmt, desto weniger Pflegegeld bekommt er.

Kombinationspflege: Pflegegeld und Pflegesachleistungen kombiniert

Rechenbeispiel: Kombipflege

Herr Meier hat Pflegegrad 3. Ein ambulanter Pflegedienst übernimmt einen Teil der Pflege – jeden Monat berechnet er 649 Euro. Das heißt, Herr Meier bezieht die Hälfte der Pflegesachleistungen für seinen Pflegegrad.

Deshalb erhält er zusätzlich 50 % seines Pflegegeldes, also 272,50 Euro. Dadurch beträgt die Kombinationsleistung 912,50 Euro im Monat. Nutzt er 100 % der Pflegesachleistungen, bekommt er kein zusätzliches Pflegegeld.

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Häufige Fragen

Geldscheine: Ihr Pflegegeld
  • Ihr Angehöriger erhält das Pflegegeld von seiner Pflegekasse, damit er die Pflege zu Hause finanzieren kann.
  • Die Höhe des Pflegegeldes richtet sich nach dem Pflegegrad Ihres Angehörigen.
  • Der Betroffene muss mindestens Pflegegrad 2 haben und zu Hause versorgt werden.
  • Das heißt, Bewohner eines stationären Heims oder Betroffene mit Pflegegrad 1 haben keinen Anspruch auf Pflegegeld.
  • Die Höhe des Pflegegeldes richtet sich nach dem Pflegegrad Ihres Angehörigen.
  • Je höher der Pflegegrad ist, desto höher ist auch das Pflegegeld.
  • Den Antrag auf Pflegegeld stellt Ihr Angehöriger direkt bei seiner Pflegekasse.
  • Hat er zu dem Zeitpunkt noch keinen Pflegegrad, wird er zeitnah vom MDK eingestuft.
  • Ja. Bei der Kombinationspflege übernehmen Angehörige und ein ambulanter Pflegedienst jeweils Teile der Pflege.
  • Das Pflegegeld wird weitergezahlt, verringert sich aber prozentual um den Wert der in Anspruch genommenen Pflegesachleistungen.
  • Das Pflegegeld wird der pflegebedürftigen Person für die häusliche Pflege überwiesen.
  • Im Normalfall gibt der Pflegebedürftige das Geld an die pflegende Person weiter, dazu verpflichtet ist er jedoch nicht.
  • Ja, mit der Zustimmung des Pflegebedürftigen kann bei der Antragstellung des Pflegegeldes auch direkt die Bankverbindung der pflegenden Person angegeben werden.
  • Das Pflegegeld steht dem Pflegebedürftigen frei zur Verfügung.
  • Meistens wird es aber als Anerkennung an die pflegende Person weitergegeben, da diese mit der häuslichen Pflege eine große Aufgabe übernimmt.
  • Dazu sind Personen, die Pflegegeld beziehen, aber nicht gesetzlich verpflichtet.
  • Ja, zum Beispiel dann, wenn Sie den regelmäßigen verpflichtenden Beratungsterminen nicht nachkommen.
  • Im Fall einer Unterbrechung der häuslichen Pflege also bei Kurzzeitpflege oder Verhinderungspflege wird das Pflegegeld für maximal 6 respektive 8 Wochen zur Hälfte weitergezahlt.
  • Das Pflegegeld kann nur dann zurückgefordert werden, wenn der Pflegekasse absichtlich Informationen vorenthalten werden.
  • Wenn der Empfänger des Pflegegelds stirbt, wird das Pflegegeld noch für den gesamten Kalendermonat ausbezahlt und muss nicht zurückbezahlt werden.
  • Wenn sich der Gesundheitszustand oder der Pflegegrad des Empfängers ändert, müssen Sie das unverzüglich der Pflegekasse gemeldet werden.
  • Nein, das Pflegegeld ist steuerfrei.
  • Nein, dem Pflegebedürftigen steht es frei, wie er das Pflegegeld verwendet.
  • Ja. Auch Hartz-IV-Empfänger haben einen Anspruch auf Pflegegeld, denn Sie sind automatisch gesetzlich versichert.
  • Es gelten für sie dieselben Voraussetzungen wie für alle Pflegeversicherten, um Pflegegeld zu beziehen.