Treppenlifte & Sitzlifte
Treppenlift: Kosten, Zuschüsse & Modelle
Ein Treppenlift ermöglicht es, Treppen wieder sicher und selbstständig zu überwinden, ganz ohne fremde Hilfe. Besonders beliebt ist der Sitzlift, der eine bequeme Fahrt ins nächste Stockwerk im Sitzen ermöglicht. Er lässt sich sowohl bei geraden als auch kurvigen Treppen einsetzen und kann innen oder außen installiert werden.
Pflegebedürftige mit anerkanntem Pflegegrad erhalten dafür bis zu 4.180 Euro Zuschuss. Günstige Sitzlifte beginnen bereits bei etwa 3.800 Euro. Wer verschiedene Anbieter vergleicht, kann häufig mehrere hundert Euro sparen.
Erfahren Sie alles zum Sitzlift:
- Definition: Was ist ein Treppenlift?
- Treppenlift-Modelle
- Treppenlift: Kosten im Überblick
- Zuschüsse für den Treppenlift
- Treppenlift mieten, Neukauf & Gebrauchtkauf
- Checkliste: Darauf sollten Sie beim Kauf achten
- Treppenlift: Vor- & Nachteile
In den häufigsten Fragen finden Sie die wichtigsten Informationen.
- Der Einbau eines Treppenlifts ist in jedem Treppenhaus möglich.
- Ein gerader Treppenlift für eine Etage kostet ab 3.800 Euro.
- Mit Pflegegrad erhalten Sie 4.180 € Zuschuss von der Pflegekasse.
Definition: Was ist ein Treppenlift?
Ein Treppenlift hilft Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Treppen sicher und ohne Kraftaufwand zu überwinden. Das Gerät fährt entlang einer Schiene die Treppe hinauf und hinunter, meist elektrisch betrieben und dank Akkubetrieb auch bei Stromausfall zuverlässig.
Das beliebteste Modell ist der Sitzlift: Eine gepolsterte Sitzfläche mit Armlehnen, Sicherheitsgurt und Fußbrett sorgt für Stabilität und Komfort während der Fahrt. Die Bedienung erfolgt bequem über einen Joystick oder Tastenfeld an der Armlehne. Wird der Lift nicht benötigt, lässt sich der Sitz platzsparend hochklappen, sodass das Treppenhaus frei bleibt.
Treppenlifte sind sowohl für gerade als auch kurvige Treppen geeignet und können innen oder außen installiert werden. Die Fahrgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 0,1 bis 0,15 Metern pro Sekunde, also langsam, sicher und kontrolliert.
Ein moderner Treppenlift ist somit eine praktische und barrierefreie Lösung, um das eigene Zuhause sicher und selbstständig zu nutzen.
Treppenlift-Modelle
Treppenlifte gibt es in verschiedenen Ausführungen, abhängig von der Treppenform, dem Platzangebot und individuellen Bedürfnissen. Das wichtigste Auswahlkriterium ist, ob die Treppe gerade oder kurvig verläuft und ob der Lift innen oder außen installiert werden soll. Zu den unterschiedlichen Modellen zählen unter anderem:
► Sitzlift:
Der Sitzlift ist das beliebteste Modell. Er verfügt über eine bequeme Sitzfläche mit Armlehnen, Sicherheitsgurt und Fußstütze. Die Fahrt erfolgt entlang einer Schiene – komfortabel, leise und sicher. Ideal für Personen, die sich selbstständig hinsetzen und aufstehen können.
Je nach Treppenverlauf kommen Ein-Schienen-Systeme (für gerade Treppen) oder Zwei-Schienen-Systeme (für Kurven und enge Wendungen) zum Einsatz. Der Lift bietet durch Armlehnen, Sicherheitsgurt und Fußstütze hohen Komfort und Stabilität. Bei kurvigen Treppen werden die Schienen individuell angefertigt, um sich exakt an den Verlauf anzupassen.
Sitzlifte für den Außenbereich ermöglichen eine sichere Überwindung von Treppen am Haus oder im Garten und schützen vor Sturzgefahr durch Nässe oder Glätte. Sie bestehen aus witterungsbeständigen Materialien wie rostfreiem Aluminium, besitzen einen versiegelten Antrieb, einen langlebigen Akku und oft ein Sicherheitsschloss – sind dadurch aber etwas teurer als Innenmodelle.
► Plattformlift:
Der Plattformlift ist speziell für Rollstuhlfahrer oder Personen mit Gehhilfen geeignet. Statt eines Sitzes besitzt er eine stabile Plattform, auf der der Rollstuhl direkt mitfahren kann.
► Hublift:
Ein Hublift überwindet geringere Höhenunterschiede. Beispielsweise am Hauseingang oder zur Terrasse. Er bewegt sich vertikal nach oben und eignet sich besonders für Außenbereiche oder wenn nur wenige Stufen zu überwinden sind.
► Kurvenlift:
Für gekrümmte oder gewendelte Treppen kommen maßgefertigte Schienensysteme zum Einsatz. Diese Lifte passen sich exakt dem Treppenverlauf an und bieten maximale Flexibilität in bestehenden Gebäuden.
► Stehlift:
Stehlifte sind ideal für Personen, die sich schwer hinsetzen können. Sie ermöglichen eine Fahrt im Stehen oder leichten Anlehnen, benötigen wenig Platz und eignen sich besonders für enge oder schmale Treppen.
Weitere Liftarten sind unter anderem der Homelift und der Außenaufzug, die größere Höhenunterschiede überwinden und als barrierefreie Alternativen zu klassischen Treppenliften dienen.
Wieso ist ein Treppenlift sinnvoll?
Ein Treppenlift ist eine wertvolle Unterstützung im Alltag, da er den Erhalt der Selbstständigkeit ermöglicht und aktiv zur Sturzprävention beiträgt. Er hilft dabei, das eigene Zuhause weiter sicher zu nutzen und bietet eine Alternative zum Umzug oder Pflegeheim, wenn Treppen zur Hürde werden. Gleichzeitig entlastet der Lift Angehörige und Pflegepersonen, da weniger körperliche Hilfe nötig ist. Das steigert die Lebensqualität und Sicherheit für alle Beteiligten.
Baugenehmigung erforderlich
In einigen Bundesländern benötigen Sie für bestimmte Treppenlifte eine Baugenehmigung. Zudem sollten die Stufen auch nach dem Einbau eines Treppenlifts eine Breite von 70 Zentimetern aufweisen, in Mehrfamilienhäusern mindestens 100 Zentimeter.
Weiterhin muss beim Ein- und Ausstieg ausreichend Platz zur freien Bewegung vorhanden sein.
Treppenlift: Kosten im Überblick
Die Kosten für einen Treppenlift unterscheiden sich stark nach Modell, Treppenverlauf und individuellen Anforderungen und Bedürfnissen. Neben den Anschaffungskosten fallen auch laufende Kosten an. Dazu gehören vor allem jährliche Wartungen, die je nach Anbieter zwischen 100 und 300 Euro kosten. Empfehlenswert ist ein Servicevertrag, um regelmäßige Instandhaltung und Sicherheit zu gewährleisten.
Beim Kauf sollten zudem Garantie- und Notfallservice geklärt werden. Viele Anbieter bieten zwei bis fünf Jahre Garantie und teils einen kostenfreien Notdienst an, dies ist jedoch immer individuell. Für den Fall, dass der Treppenlift nicht mehr benötigt wird, sollten Sie auch die Kosten eines Rückbaus berücksichtigen und sich vorab darüber informieren. Diese Kosten hierfür setzen sich aus Anfahrt, Demontage und Treppenwiederherstellung zusammen.
Seriöse Anbieter erheben keine Kosten für ein Beratungsgespräch, ob bei einem Vor-Ort-Termin oder telefonisch. Weiterhin sollten auch keine Kosten für eine Vermessung der Treppe sowie für eine Angebotserstellung entstehen.
Die größte Preisdifferenz ergibt sich aus der Form der Treppe, da kurvige Schienen maßgefertigt werden müssen, während für gerade Treppen standardisierte Schienen verwendet werden können. In unserer Tabelle finden Sie grobe Richtwerte zu den Kosten der unterschiedlichen Lifte:
| Treppenlift-Typ | Treppenlift Kosten |
|---|---|
| Sitzlift (für gerade Treppen) | ca. 3.800 - 8.000 Euro |
| Sitzlift (für kurvige Treppen) | ca. 8.000 – 15.000 Euro |
| Stehlift | ca. 4.000 – 15.000 Euro |
| Hublift | ca. 5.000 – 15.000 Euro |
| Plattformlift | ca. 8.000 – 25.000 Euro |
| Homelift | ca. 18.000 – 50.000 Euro |
| Außenlift | ca. 20.000 – 50.000 Euro (oder mehr) |
Wichtig: Die Preise, die im Folgenden genannt werden, sind Richtwerte (Stand 2025) und dienen lediglich einer ersten Orientierung. Ein umfassender Anbietervergleich sowie eine individuelle Beratung vor Ort sind unerlässlich, um einen exakten Preis zu ermitteln und das passende Modell zu finden. Hier informieren »
Zuschüsse für den Treppenlift
Grundsätzlich gibt es bei der Beantragung von Zuschüssen mehrere Möglichkeiten, so bieten staatliche, aber auch regionale Träger unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss an. Dank dieser Förderung sitzen Sie und Ihr Angehöriger nicht allein auf den hohen Kosten, müssen aber dennoch nicht auf die Mobilitätshilfe verzichten.
Liegt beispielsweise ein Pflegegrad bei Ihrem Angehörigen vor, dann ist die Krankenkasse bzw. die Pflegekasse der richtige Ansprechpartner. Bei beruflichen Unfällen ist die Berufsgenossenschaft und bei einer Wiedereingliederung in ein Arbeitsverhältnis die Rentenversicherung zuständig. Jeder dieser Träger stellt eigene Bedingungen für eine Förderung.
Kostenübernahme durch die Krankenkasse
Die Krankenkasse selbst bezuschusst den Kauf eines Treppenlifts nicht, die angeschlossene Pflegekasse allerdings schon. Die Beantragung selbst erfolgt aber immer zunächst bei der Krankenkasse des Betroffenen.
Mit anerkanntem Pflegegrad, kann ein Zuschuss für die sogenannten wohnumfeldverbessernden Maßnahmen beantragt werden. Diese meinen Maßnahmen, um die Barrierefreiheit einer pflegebedürftigen Person zu gewährleisten. Die Umbaumaßnahmen müssen, um einen Zuschuss gewährt zu bekommen, die Selbständigkeit Ihres Angehörigen erhöhen und die häusliche Pflege ermöglichen beziehungsweise erleichtern.
Der Betrag liegt pro Maßnahme bei maximal 4.180 Euro pro im Haushalt lebender Person. Dies bedeutet gleichzeitig auch, dass der Antrag für jede pflegebedürftige Person, die im Haushalt lebt, beantragt werden kann. Der maximale Zuschuss beläuft sich auf vier Personen und damit auf maximal 16.720 Euro. Dieser kann für die Finanzierung eines Treppenlifts beantragt werden. Wichtig hierbei ist, dass der Treppenlift von keinem anderen Leistungsträger bereits bezuschusst wurde.
Pflegebedürftige Eheleute haben also die Möglichkeit, bis zu 8.360 Euro Zuschuss zu erhalten und somit die Finanzierung eines Treppenlifts sicherzustellen. Bei einer einzelnen Person reichen die 4.180 Euro Zuschuss der Pflegekasse nicht immer für die gesamten Kosten eines Treppenlifts, wodurch ein Eigenanteil entstehen könnte.
Liegt ein Pflegegrad vor, kann der Zuschuss für den Treppenlift direkt parallel zum Einbau beantragt werden. Dafür verlangt die Pflegekasse eine Begründung der Maßnahme sowie einen Kostenvoranschlag des Anbieters. Wird der Antrag abgelehnt, muss die Entscheidung begründet werden und ein Einspruch ist möglich.
| Pflegegrad | Anzahl der Antragsteller | Zuschuss |
|---|---|---|
| Kein Pflegegrad | 1 | |
| Pflegegrad 1 | 1 | 4.180 Euro |
| Pflegegrad 2 | 1 | 4.180 Euro |
| Pflegegrad 3 | 1 | 4.180 Euro |
| Pflegegrad 4 | 1 | 4.180 Euro |
| Pflegegrad 5 | 1 | 4.180 Euro |
Gut zu wissen: Sie können entstandene Kosten für einen Treppenlift von der Steuer absetzen. Diese können als sogenannte außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Kosten, die bereits über einen Zuschuss oder eine Förderung gedeckt wurden, können nicht mit angerechnet werden. Für weitere Informationen zu Steuersparmöglichkeiten wenden Sie sich am besten an einen Steuerberater.
Weitere finanzielle Unterstützungen
Seit 08. April 2026 ist der „Barrierereduzierung- Investitionszuschuss 455-B“ der KfW-Bank wieder beantragbar. Die Zuschüsse sind begrenzt. Sie sollten daher Kostenvoranschläge und Anträge frühzeitig einreichen.
Eine weitere Möglichkeit ist das Kreditprogramm 159 „Altersgerecht Umbauen – Kredit“. Das ist ein Förderkredit bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit, unabhängig vom Alter und Pflegegrad. Wichtig ist, den Antrag vor Baubeginn zu stellen und die Maßnahmen müssen der Barrierereduzierung dienen.
Regionale Förderprogramme
Viele Bundesländer, Städte und Kommunen bieten zinsgünstige Kredite oder Zuschüsse für barrierefreie Umbauten an, darunter eventuell auch ein Einbau von Treppenliften. Die Höhe und Bedingungen variieren je nach Region. Eine Anfrage beim zuständigen Wohnraum- oder Förderamt lohnt sich frühzeitig.
Deutsche Rentenversicherung
Unter bestimmten Umständen ist auch eine Förderung durch die Rentenversicherung möglich. Voraussetzung ist, dass Sie oder Ihr Angehöriger mindestens 15 Jahre lang Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt haben und wenn die Anschaffung des Treppenlifts die Wiedereingliederung ins Arbeitsleben gewährleistet.
Sozialamt
Wenn keine anderen Förderträger greifen und kein ausreichendes eigenes Vermögen vorhanden ist, kann das Sozialamt als letzte Möglichkeit einspringen. Voraussetzungen sind dabei die vollständige Offenlegung der finanziellen Situation, ein langfristiger Bedarf und Kostennachweise. Das günstigste verfügbare Angebot wird gefördert.
Kostenübernahme durch Berufsgenossenschaft und Unfallversicherung
Ist die Mobilität nach einem Arbeitsunfall oder durch eine Berufskrankheit eingeschränkt, kann die Berufsgenossenschaft oder Unfallversicherung die Kosten für den Treppenlift übernehmen. Voraussetzung ist die Anerkennung der Beeinträchtigung als Folge des Unfalls oder der Erkrankung. Ziel ist, die Teilhabe am beruflichen und sozialen Leben zu sichern. In der Regel werden die notwendigen und günstigsten Umbaukosten vollständig übernommen. Rückbaukosten sind ausgeschlossen, und bei Mietwohnungen muss ein langfristiger Mietvertrag bestehen.
Treppenlift mieten, Neukauf & Gebrauchtkauf
Sie können selbst entscheiden, ob Sie einen neuen oder gebrauchten Treppenlift kaufen möchten. Außerdem können Sie einen Treppenlift mieten. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn er nur vorübergehend benötigt wird, etwa nach einer Operation oder Krankheit. Die monatliche Miete richtet sich nach Treppenform und Ausstattung. Bei geraden Treppen ist sie deutlich günstiger als bei kurvigen.
Ein Vorteil: die hohen Anschaffungskosten entfallen, und Rückbau sowie Wartung sind meist im Mietpreis enthalten. Bei längerer Nutzung (über etwa vier Jahre) lohnt sich jedoch eher ein Kauf, da die Gesamtkosten sonst höher ausfallen. Die Pflegekasse kann auch bei der Miete Zuschüsse gewähren. Die folgende Tabelle zeigt eine beispielhafte Kostenaufstellung:
| Service | Kosten |
|---|---|
| Einmalige Pauschale für Einbau, Wartung und etwaige Reparaturen | 2.500 Euro |
| Monatliche Rate (x 24 Monate) | 90 Euro (2.160 Euro) |
| Gesamt | 3.580 Euro |
Von den Gesamtkosten in Höhe von 3.580 Euro wird der Zuschuss der Pflegekasse von 4.180 Euro einmalig abgezogen. Wodurch in diesem Beispiel ein Eigenanteil von null Euro entsteht.
Treppenlift gebraucht kaufen
Ein gebrauchter Treppenlift kann eine kostengünstige Alternative zum Neukauf sein. Einsparungen von bis zu 50 Prozent sind möglich, vor allem bei geraden Treppen, da hier auch gebrauchte Schienen verwendet werden können. Bei Kurven- oder Wendeltreppen müssen die Schienen jedoch immer maßgefertigt werden.
Sie haben jedoch die Möglichkeit, bei Bedarf die Schienen maßanfertigen zu lassen und Sitz und Antrieb gebraucht zu kaufen. Damit liegen die Kosten immer noch unter denen einer Neuanschaffung.
Wichtig ist, auf Garantie, Gewährleistung und fachgerechte Prüfung zu achten. Vom privaten Kauf ohne Fachbetrieb ist abzuraten, da meist keine Garantie besteht. Auch für gebrauchte Treppenlifte ist ein Pflegekassenzuschuss bis 4.180 Euro möglich.
Checkliste: Darauf sollten Sie beim Kauf achten
Grundsätzlich ist der Treppenlift ganz an Ihre persönlichen Wünsche und die baulichen Gegebenheiten vor Ort anpassbar. Hier finden Sie die Hauptkriterien für die Auswahl des richtigen Sitzlifters:
- Breite des Treppenhauses berücksichtigen
- Treppenform beachten
- Design und Material nach eigenen Bedürfnissen auswählen
- Mehrere Angebote einholen
- Einbau durch zertifizierten Fachbetrieb
- Garantie, Service und Wartung klären
- Zuschüsse vorab beantragen
- Sicherheitsmerkmale beachten
Zuschüsse rechtzeitig beantragen
Achten Sie beim Antrag auf Zuschüsse unbedingt darauf, ihn frühzeitig zu stellen. Sie müssen mit etwa zwei bis vier Wochen Bearbeitungszeit rechnen, bis Ihr Antrag geprüft wurde.
Treppenlift: Vor- & Nachteile
Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, sind die Vor- und Nachteile von Sitzliften hier übersichtlich zusammengestellt.
- Sicheres und selbstständiges Bewegen zwischen Stockwerken
- Passend für nahezu jedes Treppenhaus, auch bei Enge oder Kurven
- Auch für mehrere Etagen geeignet
- Große Modellauswahl und individuelle Anpassung möglich
- Zuschüsse von Pflegekassen und Förderstellen reduzieren die Kosten
- Hohe Anschaffungskosten bei engen oder kurvigen Treppen
- Nicht für Rollstuhlfahrer geeignet. Hier bietet sich ein Plattformlift an.
- Regelmäßige Wartung erforderlich
- Eingeschränkte Wiederverwendbarkeit bei Umzug
Treppenlift-Alternativen
Der Sitzlift ist das beliebteste Modell der Treppenlifte. Es gibt aber viele weitere Möglichkeiten, Barrieren an Treppen abzubauen. Für Rollstuhlfahrer ist ein Hublift oder ein Plattformlift geeignet.
Ein Homelift oder Senkrechtlift überwindet mehrere Stockwerke und eignet sich nur für Eigenheime. Er benötigt mehr Platz als andere Liftarten, kann aber auch außen am Gebäude installiert werden. Bei Unsicherheit zur passenden Lösung unterstützt Sie unsere kostenlose Beratung gern.
Für ein altersgerechtes Zuhause lassen sich vor allem im Badezimmer Barrieren leicht reduzieren. Eine Badewannentür senkt den Einstieg auf etwa 20–30 cm und ist mit Kosten ab 1.200 Euro vollständig über den Zuschuss der Pflegekasse finanzierbar.
Alternativ kann die Badewanne zu einer ebenerdigen Dusche umgebaut werden. Die Kosten beginnen bei rund 3.800 Euro. Auch hier kann der Zuschuss der Wohnumfeldverbesserung in Höhte von 4.180 Euro genutzt werden.
Ist die Mobilität Ihres Angehörigen nicht nur beim Steigen von Treppen eingeschränkt, sondern auch beim Einkaufen oder ähnlichem, kann die Anschaffung eines Elektromobils eine Lösung darstellen.
Treppenlift im Eigenheim
Ein persönlicher Erfahrungsbericht von Anita V.
Für Anita V. und ihren Ehemann Hartmut war der Umzug in eine Einrichtung nicht denkbar. Zu viele Erinnerungen hängen an dem eigenen Zuhause - aber die Pflegebedürftigkeit von Hartmut V. nach einem Sturz drohte, die eigenen vier Wände zum Hindernisparcours zu machen. Der Treppenlift sicherte ein langes, selbstständiges Leben für das Ehepaar.

Für uns war es schon immer klar, dass wir in den eigenen vier Wänden gemeinsam alt werden wollen. Hier fühlen wir uns einfach am wohlsten, hier sind unsere Kinder groß geworden. Und auch mit den meisten Nachbarn verstehen wir uns gut.
Wir gehen jedes Jahr in die Vogesen wandern, aber letztes Jahr ist mein Ehemann Hartmut an einer leichten Steigung gestürzt und hat sich dabei an der Hüfte verletzt. Nachdem der erste Schock und die Operation vergangen waren, standen wir aber vor dem nächsten Martyrium: die alte Treppe.
Ein Umzug in ein anderes Haus oder in eine Wohnung ohne Treppen kam für uns nicht in Frage. Ich hab Ihnen ja schon berichtet, wie sehr wir an unserem Zuhause hängen. Nach der Beratung besuchte uns der Fachmann, schaute sich alles genau an und informierte uns in Ruhe über die verschiedenen Optionen.
Besonders die Optik machte mir zunächst große Sorgen. Ich gebe (zum Leidwesen meines Mannes) gerne viel Geld für Dekoration aus und hatte Angst, dass der Sitzlift furchtbar altbacken aussehen würde. Aber im Katalog waren echt schicke Modelle dabei! Die Lieferung und der Einbau verliefen fix und ohne Probleme. Einem langen Leben hier in unserem Haus steht nichts mehr im Wege!
Vielen Dank an Anita V. für den Erfahrungsbericht und weiterhin gute Besserung an ihren Ehemann Hartmut.
Alles rund um Treppenlifte
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Digital speichern, auf Wunsch ausdrucken.
Antworten auf die häufigsten Fragen
Ein Treppenlift ist ein motorisierter Sitz- oder Plattformlift, der entlang einer Schiene an der Treppe verläuft. Er ermöglicht es, Treppen sicher und eigenständig zu überwinden, ideal für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.
Der Akku lädt sich während der Fahrt auf. Bedient wird der Lift über ein Tastenfeld oder einen Steuerknüppel, die an der Seite oder Armlehne des Liftes befestigt sind.
In der Regel reicht eine Treppenbreite von etwa 70 bis 75 Zentimetern für den Einbau aus. In Mehrfamilienhäusern gelten jedoch strengere baurechtliche Vorgaben. Hier muss die Treppe meist mindestens einen Meter breit sein, um Fluchtwege freizuhalten.
Ein Treppenlift ist fast immer möglich, egal ob gerade oder kurvig. Einschränkungen bestehen nur bei zu schmalen oder statisch ungeeigneten Treppen, sowie in Gebäuden mit Denkmalschutz oder besonderen Brandschutzauflagen.
Ein Treppenlift wird von einem elektrischen Motor angetrieben, der den Sitz oder die Plattform sanft entlang einer Schiene bewegt. Ein integrierter Akku sorgt dafür, dass der Lift auch bei Stromausfall funktioniert. Für Sicherheit sorgen Not-Stopp-System, Gurte, Armlehnen und Sensoren, die Hindernisse automatisch erkennen.
Ja, das ist besonders sinnvoll bei kurzfristigem oder vorübergehendem Bedarf.
Bei geraden Treppen beginnen die Kosten ab 3.800 Euro. Lifte für kurvige Treppen starten bei 8.000 Euro.
Mit Pflegegrad besteht die Möglichkeit auf einen Zuschuss von bis zu 4.180 Euro pro Person.
Ein Sitzlift legt maximal 0,15 Meter pro Sekunde zurück. Diese Höchstgeschwindigkeit ist in der DIN Norm 81-40 hinterlegt und dient vor allem der Sicherheit des Nutzers. In Kurven oder zu Beginn und am Ende jeder Fahrt verlangsamt sich der Treppenlift sich automatisch.
Der Einbau durch einen Fachbetrieb dauert nur wenige Stunden, denn die meisten Sitzlifte werden bereits im Werk fast komplett zusammengebaut und müssen lediglich eingesetzt werden. Das Treppenhaus wird im Voraus genau vermessen, sodass die Schiene perfekt angepasst zum Montagetermin bereitsteht.
Unsere geschulten Berater helfen Ihnen gerne zu allen Fragen weiter, die Sie zum Thema Lifte haben. Unser kostenloser Anbietervergleich hilft Ihnen, Kosten zu sparen – auf Wunsch senden wir Ihnen gerne unverbindliche Vergleichsangebote zu. Natürlich beraten wir Sie auch gerne zu allen Zuschüssen und Finanzierungsmöglichkeiten.














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