Hausverkauf & Immobilienverkauf

Hausverkauf: Das mĂŒssen Sie wissen

Der Hausverkauf ist ein wichtiger Schritt im Leben vieler Menschen. FĂŒr einen reibungslosen Ablauf und einen erfolgreichen Verkauf ist die Planung essentiell. Auch die Entscheidung, ob der Hausverkauf mit oder ohne Makler stattfinden soll, hat gleich zu Beginn eine große Tragweite und sollte daher gut durchdacht werden.

Finden Sie den optimalen Zeitpunkt fĂŒr Ihren Hausverkauf heraus, um möglichst schnell und erfolgreich zu verkaufen. Trotz aller Planung ist ein Hausverkauf natĂŒrlich immer eine emotionale Herausforderung. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie am besten vorgehen und beraten Sie auch gerne kostenlos und persönlich zu Ihrem Vorhaben.

Das mĂŒssen Sie ĂŒber den Hausverkauf unbedingt wissen:

In den hÀufigsten Fragen finden Sie die wichtigsten Informationen zum Hausverkauf.

Stoppuhr-Icon Kurzgesagt: Hausverkauf
  • Der HĂ€userpreisindex zeigt den optimalen Verkaufszeitpunkt.
  • Der Hausverkauf ist eine gute Lösung, um Pflegekosten zu decken.
  • Experten empfehlen den Verkauf mit einem erfahrenen Makler.

Wann ist ein Hausverkauf sinnvoll?

senioren-pflegeberatung Um den richtigen Zeitpunkt fĂŒr einen Hausverkauf zu finden, sind mehrere Aspekte entscheidend. Die individuelle Situation und die aktuelle Konjunktur haben die grĂ¶ĂŸten Auswirkungen auf den Verlauf des Hausverkaufs. Die aktuell hohen Immobilienpreise machen einen Hausverkauf nicht nur besonders attraktiv, sondern auch sehr lukrativ.

Vor allem sind es persönliche BeweggrĂŒnde, zum Beispiel ein Pflegefall in der Familie, der den Hausverkauf zur Deckung der Pflegekosten notwendig macht. Aber das sogenannte „Downsizing“ ist hĂ€ufig der Auslöser des Hausverkaufs: Man möchte sich altersbedingt verkleinern. Mit dem Erlös aus dem Hausverkauf wird dann eine neue Wohnung finanziert.

Den richtigen Moment abpassen

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht quartalsweise den sogenannten HĂ€userpreisindex. Der HĂ€userpreisindex beschreibt die Immobilienpreisentwicklung auf Bundesebene. Er ist ein guter Indikator, ob sich ein Immobilienverkauf aktuell lohnt. Die Immobilienpreise steigen in den letzten Jahren ungebremst – wenn Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus verkaufen wollen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt.

Als Basiswert wird im HĂ€userpreisindex das erste Quartal 2015 herangezogen (Q1 2015 = 100). Auf dieser Grundlage wird die Entwicklung der Preise fĂŒr Wohnimmobilien berechnet. Der HĂ€userpreisindex lag im zweiten Quartal 2021 bei 136,2. Das ist eine Preissteigerung um fast 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Anders gesagt: Eine Immobilie, die Mitte 2020 noch fĂŒr 200.000 Euro verkauft wurde, wurde 2021 fĂŒr 214.000 Euro verkauft.

HĂ€userpreisindex

Preise fĂŒr Wohnimmobilien von 2015 - 2021 haeuserpreisindex-infografik

Datenquelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2021

Icon Glühbirne

Gut zu wissen: Hausverkauf und Corona

WĂ€hrend die Pandemie bei gewerblichen Immobilien zu Mietstundungen fĂŒhrte, reagiert der Markt der Wohnimmobilien kaum auf die aktuellen KonjunktureinbrĂŒche.

Der deutsche Immobilienmarkt boomt seit etwa zehn Jahren - der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) prognostiziert trotz der Coronakrise eine Preissteigerung von fĂŒnf Prozent fĂŒr Wohnimmobilien.

Was sind die GrĂŒnde fĂŒr einen Hausverkauf?

Eine altersbedingte Haushaltsverkleinerung macht einen gelassenen Hausverkauf möglich: Zeit ist kein Faktor. Hier sind Sie in der gĂŒnstigen Position, mehrere AnsĂ€tze ausprobieren zu können und haben Zeit, verschiedene Wege des Immobilienverkaufs auszuprobieren. Sie können den Immobilienmarkt beobachten und den optimalen Zeitpunkt in aller Ruhe abwarten, um das Haus zu verkaufen.

Anders sieht es aus, wenn ein schneller Hausverkauf notwendig wird. Oft ist es eine plötzliche Krankheit oder PflegebedĂŒrftigkeit, die einen zĂŒgigen Hausverkauf erfordern. Aber auch finanzielle Schwierigkeiten sind hĂ€ufiger Beweggrund, das eigene Haus zu verkaufen. Dann bleibt wenig Zeit, um sich mit dem Prozess vertraut zu machen. Gerade in solchen Momenten ist ein Hausverkauf mit professioneller UnterstĂŒtzung durch einen erfahrenen Makler sinnvoll.

Hausverkauf zur Haushaltsverkleinerung

hausverkauf-schluessel-haus Das eigene Zuhause ist der Lebensmittelpunkt. Aber wenn die Kinder ausgezogen sind, wirkt ein Einfamilienhaus mit zwei Etagen und weitaus mehr Zimmer als nötig, oft zu groß und leer. Wenn noch ein GrundstĂŒck mit Garten dazukommt, ist die Instandhaltung des eigenen Hauses schnell eine zeitintensive Aufgabe.

Im Seniorenalter entscheiden sich viele Personen daher fĂŒr das sogenannte „Downsizing“ – die Haushaltsverkleinerung. Der Erlös aus dem Hausverkauf wird dann verwendet, um die neue Wohnung zu finanzieren. Eine altersgerechte Wohnung ist weitaus kostengĂŒnstiger in der Instandhaltung als ein großes Haus mit Garten. Außerdem bringt die Energieeffizienz gerade in neugebauten GebĂ€uden ebenfalls attraktive Ersparnisse in den Nebenkosten.

Nicht zuletzt ist die Verlagerung des Wohnumfelds auf ein Stockwerk eine zukunftsorientierte Entscheidung. Wenn Sie sich fĂŒr eine Haushaltsverkleinerung entscheiden, erhalten Sie mit vorhandenem Pflegegrad außerdem 4.000 Euro Zuschuss fĂŒr Ihren altersgerechten Badumbau. Falls die neue Wohnung doch ein Treppenhaus mitbringt, können Sie den Zuschuss auch fĂŒr den Einbau eines Treppenlifts nutzen.

Hausverkauf zur Deckung der Pflegekosten

hausverkauf-pflegekosten Die Lebenserwartung in Deutschland steigt: Bis 2060 wird ein Anstieg der Lebenserwartung auf durchschnittlich 87 Jahre prognostiziert. Damit einher geht auch ein drastischer Anstieg der PflegebedĂŒrftigen. Allein bis 2030 wird mit vier Millionen pflegebedĂŒrftigen Menschen in Deutschland gerechnet. Die Pflegekosten steigen ebenfalls.

FĂŒr viele Familien macht das einen Hausverkauf notwendig, um die Kosten fĂŒr die Pflege des Angehörigen zu decken. Nur zwischen 2018 und 2020 stiegen die Eigenanteile in Pflegeheimen um 15 Prozent im Bundesdurchschnitt. Trauriger Spitzenreiter ist Nordrhein-Westfalen, wo PflegebedĂŒrftige ĂŒber 2.400 Euro monatlichen Eigenanteil in Pflegeheimen zu leisten haben. Aufs Jahr gerechnet sind das fast 29.000 Euro.

Lebenserwartung in Deutschland

Entwicklung von 1950 – 2019 | Prognose von 2020 - 2060 lebenserwartung-infografik

Wann muss das Haus wegen eines Pflegefalls verkauft werden?

pflegeimmobilien-senioren-vor-haus Wenn die eigenen finanziellen Mittel nicht fĂŒr die Pflegekosten ausreichen, leistet das Sozialamt „Hilfe zur Pflege“. Allerdings versuchen SozialĂ€mter zuvor immer, Gelder von Angehörigen einzufordern. Angehörige ersten Grades werden erst ab einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro zur Kasse gebeten. Anders sieht es bei Ehepartnern aus: Hier ist die Grenze bereits bei 21.600 Euro jĂ€hrlichem Einkommen.

Das Sozialamt ĂŒberprĂŒft, ob der PflegebedĂŒrftige ĂŒber Vermögen verfĂŒgt. Hierzu zĂ€hlt auch Wohneigentum. Daher ist ein Hausverkauf oft die beste Möglichkeit, Angehörige vor Pflegekosten zu bewahren. Ein Pflegefall stellt fĂŒr die ganze Familie eine große emotionale Belastung dar. Daher ist es dringend ratsam, bereits im Vorfeld Vorkehrungen fĂŒr einen Pflegefall zu treffen. Eine Generalvollmacht erlaubt den BevollmĂ€chtigten unter anderem den Hausverkauf, wenn der Besitzer nicht mehr selbst dazu imstande ist.

Durch eine Schenkung kann ein Hausverkauf unter UmstĂ€nden vermieden werden. Allerdings muss die Schenkung bei Eintritt der PflegebedĂŒrftigkeit zehn Jahre zurĂŒckliegen. Erst nach der Frist von 10 Jahren kann die Immobilie nicht mehr durch das Sozialamt zurĂŒckgefordert werden, um die Pflegekosten zu decken.

Das Schonvermögen schĂŒtzt das Haus, solange der PflegebedĂŒrftige gemeinsam mit dessen Lebenspartner/Angehörigen dort wohnt. Wohnt der PflegebedĂŒrftige nicht mehr in der Immobilie, zĂ€hlt sie nicht mehr zum Schonvermögen. Dann muss das Haus in vielen FĂ€llen verkauft werden, um die Pflegekosten zu decken.

Wie lÀuft ein Hausverkauf ab?

Der Hausverkauf lÀsst sich in verschiedene Schritte einteilen. Zu Ihrer Orientierung haben wir den Hausverkauf in 7 Schritte unterteilt. Beachten Sie, dass manche Schritte mehr, und andere Schritte weniger aufwendig sind. Gerade die Beschaffung der Unterlagen kostet in Eigenarbeit viel Zeit.

1. Mit oder ohne Makler? Hier steht eine wichtige Wahl bevor: Möchten Sie Ihr Haus auf eigene Faust verkaufen oder einen Makler mit dem Hausverkauf beauftragen? Hier finden Sie eine Entscheidungshilfe.

2. Unterlagen vorbereiten FĂŒr den Hausverkauf sind viele Unterlagen notwendig. Manche beeinflussen den Erfolg des Verkaufsprozesses, andere sind gesetzlich vorgeschrieben. Hier finden Sie eine Übersicht.

3. Angebotspreis festlegen Der erste Angebotspreis ist entscheidend: Zu niedrig schmÀlert er Ihren Erlös, zu hoch angesetzt schreckt er potenzielle KÀufer ab. Ein erfahrener Makler hilft Ihnen, einen optimalen Angebotspreis festzulegen.

4. ExposĂ© & Vermarktung der Immobilie Um potenziellen KĂ€ufern die VorzĂŒge Ihrer Immobilie nahzulegen, ist ein aussagekrĂ€ftiges ExposĂ© und gute Vermarktung maßgeblich. Die Erstellung des ExposĂ©s und die Vermarktung ĂŒbernimmt der Makler fĂŒr Sie.

5. Besichtigungstermine wahrnehmen Hier können Sie mit vor allem mit Fragen zu Zustand, GrundstĂŒck, Infrastruktur und Nachbarschaft rechnen. Ein Makler ĂŒbernimmt den gesamten Besichtigungsprozess inklusive Terminvergabe fĂŒr Sie.

6. Kaufkraft der Interessenten prĂŒfen Eine Selbstauskunft und eine FinanzierungsbestĂ€tigung der Bank stellt die Kaufkraft der Kaufinteressenten sicher. Dieser Schritt ist mit vielen Rechtsfragen verbunden – ein Makler ĂŒbernimmt die Abwicklung.

7. Vertragsunterzeichnung beim Notar In Deutschland ist ein Hausverkauf nur dann rechtlich bindend, wenn eine notarielle Beurkundung erfolgt. Wenn Sie einen Makler beauftragen, begleitet er Sie zum Notar. Hier erfahren Sie mehr.

Video: Alle Infos zum Hausverkauf

Erfahren Sie in diesem Video, ob ein Hausverkauf die richtige Lösung fĂŒr ist, wie Sie viele Angebote fĂŒr die Immobilie erhalten und wie Sie mit einem Hausverkauf Ihre Pflege finanzieren. Das Video klĂ€rt, ob ein Privatverkauf die richtige Entscheidung fĂŒr Sie ist, oder ob ein Hausverkauf mit Makler besser fĂŒr Sie ist.

Hausverkauf mit oder ohne Makler?

Ehepaar mit Immobilienmakler Ein Privathausverkauf erfordert nicht nur großes Wissen, sondern auch viel Aufwand und somit Zeit. Ob ein Hausverkauf mit Makler oder ein Privatverkauf fĂŒr Sie besser passt, hĂ€ngt so vor allem von Ihren eigenen Erwartungen an den Prozess und Ihren FĂ€higkeiten und Vorkenntnissen ab. Wer keine Erfahrung mit dem Verkauf von Immobilien hat, sollte unbedingt einen Makler beauftragen.

Ein Makler ĂŒbernimmt gleich zu Beginn des Verkaufsprozesses viele Aufgaben fĂŒr Sie. Der Angebotspreis ist die erste Visitenkarte Ihres Hauses. Ein zu hoher Preis schreckt potenzielle Kaufinteressenten ab und verzögert oder verhindert einen erfolgreichen Hausverkauf. Wird der Preis zu niedrig angesetzt, leidet Ihr Verkaufserlös. Ein erfahrener Makler erstellt auf Grundlage von Marktanalysen einen optimalen Erstangebotspreis fĂŒr Ihr Haus.

Bereits in diesem Schritt mĂŒssen PrivatverkĂ€ufer oft verschiedene Gutachter und Experten beauftragen. Das ist mitunter teuer und aufwendig. FĂŒr viele PrivatverkĂ€ufer ist das bereits ein ausschlaggebendes Argument, doch einen Makler zu beauftragen. Auch das Netzwerk des Maklers ist nicht zu unterschĂ€tzen: Ein erfahrener Makler hat Zugriff auf Vermarktungsressourcen, mit denen Privatpersonen nicht mithalten können. Das erhöht die Anzahl der Interessenten und nicht selten auch Ihren Erlös.

hausverkauf-privatverkauf Hausverkauf ohne Makler

  • Der gesamte Verkaufsprozess ist Ihre Verantwortung und Sie haben grĂ¶ĂŸtmögliche Entscheidungsfreiheit.
  • Der Privatverkauf erfordert viel Eigenaufwand, Erfahrung und Marktkenntnisse.
  • Ohne professionelle Bewertung verkaufen Sie möglicherweise unter Wert oder
  • 
 setzen den Angebotspreis zu hoch an, was zu weniger Interessenten fĂŒhrt und den Verkauf hinauszögert.

hausverkauf-mit-makler Hausverkauf mit Makler

  • Der Makler ĂŒbernimmt unter RĂŒcksprache mit Ihnen den gesamten Verkaufsprozess.
  • Der Makler erstellt einen optimalen Angebotspreis und hat ein großes Netzwerk an potenziellen KĂ€ufern.
  • Die GebĂŒhren fĂŒr den Makler gehen eventuell anteilig von Ihrem Verkaufserlös ab, aber
  • 
 der Erlös bei einem Hausverkauf mit Makler ist oft weitaus höher als beim Privatverkauf.

Fazit: Ein Hausverkauf ohne Makler ist möglich, ist fĂŒr unerfahrene Personen aber mit vielen komplizierten Situationen verbunden, in denen Fehler sich negativ auf den Hausverkaufs-Erlös auswirken. Ein erfahrener Makler unterstĂŒtzt VerkĂ€ufer beim Verkaufsprozess und sorgt so von Beginn an fĂŒr einen reibungslosen Ablauf.
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Wie finde ich den richtigen Makler fĂŒr den Hausverkauf?

hausverkauf-makler-mit-unterlagen Beim Hausverkauf mit Makler ist es wichtig, ein VertrauensverhÀltnis zwischen dem Makler und Ihnen als VerkÀufer zu etablieren. Setzen Sie daher unbedingt auf einen erfahrenen Makler aus Ihrer Region, der den lokalen Immobilienmarkt bestens kennt. Idealerweise vergleichen Sie die Bewertungen verschiedener Makler.

Der richtige Makler bringt nicht nur das notwendige Know-How mit, sondern verfĂŒgt ĂŒber ein großes Netzwerk aus Interessenten. Diese Interessenten sind Ihre potenziellen KĂ€ufer – ein erfahrener Makler hat sich etabliert und verfĂŒgt ĂŒber weitreichende Verbindungen. Durch Marktanalysen erarbeitet er den optimalen Angebotspreis fĂŒr Sie und ĂŒbernimmt die Vermarktung Ihrer Immobilie fĂŒr einen erfolgreichen Verkauf.

Welche Unterlagen sind fĂŒr den Hausverkauf nötig?

FĂŒr einen Immobilienverkauf sind einige Unterlagen notwendig. Wenn Sie eine Immobilie im Auftrag verkaufen, zum Beispiel das Haus Ihres Angehörigen, benötigen Sie in jedem Falle eine Vollmacht. Die anderen vor dem Hausverkauf notwendigen Unterlagen finden Sie in unserer Tabelle aufgelistet:

Dokument
Beantragungsort
Kosten
Grundbuchauszug
Grundbuchamt
10 Euro
Flurkarte & Lageplan
Katasteramt
15 - 60 Euro
Baulastenverzeichnis-Auszug
Katasteramt
15 - 45 Euro
Bauplan & Baubeschreibung
Bauordnungsamt
10 Euro
Energieausweis
Zugelassene Aussteller
50 - 300 Euro

Nach dem Hausverkauf sind weitere Unterlagen nötig. Die Versicherungsurkunden fĂŒr das Haus, Garantieurkunden fĂŒr GerĂ€te und Heizungen sowie gesammelte Abrechnungen von Heiz- und Nebenkosten erhĂ€lt der KĂ€ufer bei der SchlĂŒsselĂŒbergabe.

Icon Glühbirne

Gut zu wissen: Hausverkauf-Unterlagen

Die Beschaffung der Unterlagen fĂŒr den Hausverkauf ist ein zeitintensives Unterfangen, da sie bei unterschiedlichen Behörden und Ämtern zusammengetragen werden mĂŒssen.

Ein erfahrener Makler weiß, welche Unterlagen fĂŒr Ihren Hausverkauf nötig sind. Wenn Sie einen Makler beauftragen ihm eine Vollmacht erteilen, ĂŒbernimmt er die Beschaffung der Unterlagen und Sie sparen sich MĂŒhe und Zeit.

Was kostet ein Hausverkauf?

hausverkauf-kosten Bei einem Hausverkauf kommen auf VerkĂ€ufer und KĂ€ufer unterschiedliche Kosten zu. Wenn Sie Ihr Haus verkaufen, zahlen Sie zum einen fĂŒr die nötigen Unterlagen. Die GebĂŒhren liegen hier zwischen 50 und 425 Euro – je nachdem, ob Sie bereits einen Energieausweis besitzen.

Seit 2009 mĂŒssen EigentĂŒmer, die Ihr Haus verkaufen möchten, spĂ€testens bei den Besichtigungsterminen mit potenziellen KĂ€ufern einen Energieausweis vorlegen können. Wenn zu diesem Zeitpunkt kein Energieausweis vorhanden ist, drohen hohe Bußgelder: bis zu 15.000 Euro Strafe können verhĂ€ngt werden.

Die Kosten fĂŒr einen Energieausweis variieren. Ein sogenannter Verbrauchsausweis wird auf der Grundlage von Heiz- und Nebenkostenabrechnungen erstellt und kostet zwischen 50 und 80 Euro. FĂŒr einen Bedarfsausweis werden circa 300 Euro fĂ€llig, da fĂŒr diesen Energieausweis eine umfassende Analyse vor Ort von einem Fachmann vorgenommen wird.

Wenn Sie ein Haus gewinnbringend verkaufen, dass Sie vor weniger als zehn Jahren gekauft haben, mĂŒssen Sie die sogenannte Spekulationssteuer zahlen. Die Höhe der Spekulationssteuer ist vom erzielten Gewinn und Ihrem Einkommenssteuersatz abhĂ€ngig. Notarkosten, Grunderwerbssteuer und Grundsteuer zahlt der KĂ€ufer Ihrer Immobilie.

Dokument
Kosten
Wer zahlt?
Energieausweis
50 - 300 Euro
VerkÀufer
Restliche Unterlagen
50 - 125 Euro
VerkÀufer
Spekulationssteuer
EinkommensabhÀngig
VerkÀufer
MaklergebĂŒhren
3,5 – 7 % des Kaufpreises
BundeslandabhÀngig
Notarkosten
Etwa 1,5 % des Kaufpreises
KĂ€ufer

Wer bezahlt die Maklerkosten beim Hausverkauf?

hausverkauf-maklerkosten

Am 23.12.2020 trat ein neues Gesetz zur Maklerprovision in Kraft. Hinter dem Namen „Gesetz ĂŒber die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von KaufvertrĂ€gen ĂŒber Wohnungen und EinfamilienhĂ€user“ verbergen sich vier verschiedene Möglichkeiten:

  1. Die Doppelprovision
    VerkĂ€ufer und KĂ€ufer schließen einen gemeinsamen Vertrag mit dem beauftragten Makler ab und tragen jeweils 50 Prozent der Maklerprovision. Beide ProvisionsansprĂŒche werden mit dem Abschluss des Kaufvertrags fĂ€llig (§656 c BGB n.F.).
  2. Übernahmevereinbarung
    Die Provision ist grundsĂ€tzlich durch den Auftraggeber zu bezahlen. Der Auftraggeber schließt eine Übernahmevereinbarung mit der anderen Partei ab, die dann bis zu 50 Prozent der Maklerprovision trĂ€gt (§ 656 d BGB n.F.).
  3. Maklerauftrag mit VerkĂ€ufer ohne Übernahmevereinbarung
    Die Provision wird alleine durch den VerkĂ€ufer bezahlt, wenn keine Übernahmevereinbarung getroffen wurde. Der VerkĂ€ufer bezahlt die vereinbarte Provision, wenn ein Kaufvertrag zustande kommt (§ 652 BGB).
  4. Suchauftrag des KĂ€ufers
    Die Provision wird alleine durch den KÀufer bezahlt. Der KÀufer bezahlt diese, wenn ein Kaufvertrag zustande kommt und dem Makler das vermittelte Objekt nicht vor dem Suchauftrag an die Hand gegeben wurde (§652 BGB).

Alternative zum Verkauf: Immobilienverrentung

hausverkauf-alternative Eine Immobilienverrentung bezeichnet einen Hausverkauf auf Rentenbasis. Hier wird das Haus oder die Wohnung nicht an einen PrivatkÀufer, sondern an eine Bank, eine Versicherung oder eine Stiftung verkauft. Sie können weiterhin in der Immobilie wohnen bleiben. Dadurch lassen sich beispielsweise Urlaubreisen finanzieren. Aber auch Pflegekosten sind mit der Immobilienverrentung finanzierbar.

Bei einer Immobilienverrentung als Leibrente erhalten Sie eine lebenslange monatliche Zahlung und ein Wohnrecht auf Lebenszeit. Bei der Zeitrente wird eine vertraglich festgelegte Laufzeit vereinbart, in der monatliche Zahlungen an Sie verrichtet werden. Auch das Wohnrecht gilt bei dieser Möglichkeit nur binnen der Vertragslaufzeit. Die dritte Option ist der Nießbrauch, bei dem Sie den Erlös als Einmalzahlung erhalten und ĂŒber das Nießbrauchrecht bis zu Ihrem Lebensende ĂŒber die Immobilie verfĂŒgen.

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Antworten auf die häufigsten Fragen

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Wenn das Vermögen des PflegebedĂŒrftigen nicht reicht, ĂŒbernimmt das Sozialamt „Hilfe zur Pflege“ – allerdings nur, wenn das Jahreseinkommen der direkten Angehörigen unter 100.000 Euro liegt. Bei Ehegatten liegt die Einkommensgrenze bei 21.600 Euro. Wenn der PflegebedĂŒrftige eine Wohnimmobilie besitzt und nicht selbst in dieser Immobilie wohnt, kann das Sozialamt den Verkauf der Immobilie fordern.

Ja und Nein. Die Schenkung muss zum Eintritt der PflegebedĂŒrftigkeit mindestens zehn Jahre zurĂŒckliegen. Erst nach Ablauf dieser Frist kann die Immobilie nicht mehr durch das Sozialamt zurĂŒckgefordert werden, um die Pflegekosten zu decken.

Das Schonvermögen bezeichnet die Höhe des Vermögens, das nicht durch das Sozialamt eingefordert werden kann. Hierzu zĂ€hlt ein Geldbetrag von 5.000 Euro und ein sogenanntes „angemessenes Eigenheim“. Der Begriff „angemessen“ bedeutet grob ein normalgroßes Eigenheim, in dem der PflegebedĂŒrftige lebt.

FĂŒr einen Hausverkauf sind im Voraus die folgenden Unterlagen notwendig: Grundbuchauszug, Flurkarte & Lageplan, Baubeschreibung & BauplĂ€ne, Auszug aus dem Baulastenverzeichnis und Energieausweis. Eine genaue Auflistung der Unterlagen und wo Sie diese beantragen finden Sie hier.

Ja, seit 2009 ist es Pflicht, spÀtestens bei der Besichtigung einen Energieausweis vorzulegen. Sonst drohen Strafen von bis zu 15.000 Euro. Ein Energieausweis kostet zwischen 50 und 300 Euro.

FĂŒr die Unterlagen ist im Voraus mit Kosten zwischen 50 und 425 Euro zu rechnen. Die meisten Kosten sind hier fĂŒr den Energieausweis fĂ€llig. Maklerkosten sind regional unterschiedlich. Außerdem sind die Maklerkosten in manchen FĂ€llen von VerkĂ€ufer, in anderen aber vom KĂ€ufer zu tragen. Mehr zu den Maklerkosten erfahren Sie hier.

Ein Hausverkauf ohne Makler ist fĂŒr Personen geeignet, die Erfahrungen mit dem Immobilienmarkt mitbringen. Dann inserieren Sie Ihr Haus auf eigene Faust und betreuen die Besichtigung, die Erbringung aller Unterlagen, die ÜberprĂŒfung der BonitĂ€t potenzieller KĂ€ufer und dem Vertragsabschluss beim Notar. Das ist zeitlich sehr aufwendig und auch preislich vergleichbar mit den Kosten eines Maklers.

Ein Makler betreut von Anfang an Ihren Hausverkauf. Er ĂŒbernimmt in RĂŒcksprache mit Ihnen alle Aufgaben, die beim Verkauf anfallen. Durch jahrelange Erfahrung und Marktanalysen erstellt er einen optimalen Angebotspreis fĂŒr Sie. Das erhöht nicht nur die Chancen auf einen guten Verkaufserlös, sondern verkĂŒrzt auch die Zeit bis zum Verkauf deutlich.

Am 23.12.2020 trat ein neues Gesetz zur Maklerprovision in Kraft. Je nach Provisionsmodell zahlt entweder der VerkÀufer, der KÀufer oder beide Parteien zahlen anteilig. Mehr dazu lesen Sie hier.

Die NotargebĂŒhren beim Hausverkauf ĂŒbernimmt der KĂ€ufer. Die Beglaubigung des Kaufvertrages bei einem Notar ist fĂŒr den Hausverkauf elementar – erst mit diesem Schritt ist der Verkauf rechtsgĂŒltig.

Die Spekulationssteuer fÀllt an, wenn Sie eine Immobilie gewinnbringend verkaufen, die Sie innerhalb der letzten zehn Jahre gekauft haben. Die Höhe der Spekulationssteuer ist abhÀngig von Ihrem persönlichen Einkommenssteuersatz.

Sind Sie auf der Suche nach dem richtigen Makler, um Ihr Haus erfolgreich zu verkaufen? Wir helfen Ihnen kostenlos und unverbindlich dabei. Unser Service wird von den BeitrÀgen unserer Mitglieder finanziert.

Ein Anruf oder eine kurze Nachricht ĂŒber unser Kontaktformular reicht. Wir melden uns dann zeitnah bei Ihnen, um Ihnen kostenlose Angebote zu senden.

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