Vorsorgevollmacht

Vorsorgevollmacht Dokument

Mit der Vorsorgevollmacht können Sie bestimmen, wer stellvertretend für Sie handeln und Entscheidungen treffen darf, wenn Sie dazu einmal nicht mehr in der Lage sein sollten. Sie bevollmächtigen dazu eine oder mehrere Vertrauenspersonen, für Sie in Ihrem Sinn z.B. über ärztliche Eingriffe, medizinische Behandlungen oder Regelungen zum Vermögen zu entscheiden.

Der Verband Pflegehilfe informiert Sie zu den notwendigen Inhalten einer Vorsorgevollmacht, weshalb ein Ehepartner nicht automatisch entscheidungsberechtigt ist und für wen eine Vorsorgevollmacht sinnvoll ist.

Sie haben wenig Zeit? Einen kurzen Überblick erhalten Sie in Fragen und Antworten.

Vorsorgevollmacht - Die wichtigsten Kriterien

  • Schriftliche Form: Die Vorsorgevollmacht ist eine sinnvolle, schriftliche Form der Vorsorge. Sie benennen darin eine andere Person, die für Sie rechtsverbindliche Erklärungen abgeben darf, wenn Sie das selbst nicht mehr können. Rechtlich gesehen ist die Vorsorgevollmacht ein Auftrag. Die Vollmacht kann uneingeschränkt gelten – dann ähnelt sie einer Generalvollmacht. Sie können aber auch ausgewählte Angelegenheiten bestimmen, für die die Vollmacht gelten soll.
  • Gültigkeit: Dritten gegenüber gilt die Vollmacht ab dem Zeitpunkt der Ausstellung. Allerdings tritt die Bevollmächtigung erst dann in Kraft, wenn Sie die enthaltenen Aufgaben nicht mehr selbst bewältigen können, der Vollmachtgeber also nicht mehr geschäftsfähig ist.
  • Zielgruppe: Jeder Mensch ab 18, egal, ob verheiratet oder nicht, sollte sicherstellen, dass im Notfall eine Person seines Vertrauens über ärztliche Eingriffe, medizinische Behandlungen oder Regelungen zum Vermögen entscheiden darf, falls er das selbst nicht mehr kann.
  • Gesetzlicher Betreuer: Wer keine Vollmacht erteilt hat, bekommt im Ernstfall einen rechtlichen Betreuer durch das Betreuungsgericht gestellt. Sind Sie nach einem Unfall oder Schlaganfall nicht mehr ansprechbar, spricht der eingesetzte Betreuer mit, wenn es Vermögensfragen oder einen ärztlichen Eingriff geht. Der eingesetzte Betreuer kann ein Angehöriger oder aber eine fremde Person sein. Vor allem in letzterem Fall besteht die Gefahr, dass Entscheidungen nicht unbedingt in Ihrem Sinne getroffen werden. Sorgen Sie vor und bevollmächtigen Sie eine Person, der Sie vertrauen!

Keine garantierte Vertretung des Ehepartners!

troete

Besonders bei schon lange verheirateten Ehepartnern ist die Vorstellung weit verbreitet, dass man sich in Notfällen automatisch gegenseitig vertreten kann, wenn der Andere dazu nicht mehr in der Lage ist.

Doch Fehlanzeige: Der Gesetzgeber behandelt Ehepartner grundsätzlich als zwei einzelne, eigenständige Personen, die selbst für sich entscheiden. Ähnlich ist der Fall bei Eltern und ihren erwachsenen Kindern gelagert. Ihr Ehepartner oder Ihre Kinder sind nicht automatisch Ihre gesetzlichen Vertreter!

Damit das Gericht im Ernstfall nicht einen rechtlichen Betreuer einsetzt, sollten Sie rechtzeitig mit einer Vollmacht vorbeugen.

Inhalte der Vorsorgevollmacht

älteres Paar sitzt mit Pflegerin am Tisch und bespricht eine Vollmacht

Sie als Vollmachtgeber bestimmen selbst, wem und für welche Angelegenheiten Sie eine Vollmacht erteilen möchten. Sie kann sowohl umfassend für alle denkbaren persönlichen und vermögensrechtlichen Angelegenheiten erteilt werden, als auch individuell für verschiedene Bereiche, zum Beispiel nur für gesundheitliche Angelegenheiten.

Checkliste: Diese Angelegenheiten können Sie in Ihrer
Vorsorgevollmacht regeln

  1. Fragen der Gesundheitssorge und Pflegebedürftigkeit
  2. Regelung des Aufenthalts sowie Wohnungsangelegenheiten
  3. Vertretung gegenüber Behörden und vor Gericht
  4. Regelung vermögensrechtlicher Angelegenheiten
  5. Immobiliengeschäfte (nur mit notarieller Beglaubigung!)
  6. Erteilung einer Untervollmacht
  7. Regelung von Post und Telefon
  8. Entscheidung über freiheitsentziehende Maßnahmen (z.B. Unterbringung
    in einem Heim)

Achten Sie auf konkrete Formulierungen!

Kugelschreiber und Brille liegen auf einer Vollmacht

Da eine Vorsorgevollmacht nur teilweise Ihre medizinischen Angelegenheiten regeln kann, sollten Sie immer darauf achten, die Anweisungen so konkret wie möglich zu formulieren und unerwünschte Dinge vorab auszuschließen. Das heißt, auch wenn Sie eine bestimmte Maßnahme für sich nicht möchten, zum Beispiel die Unterbringung in einem Pflegeheim, sollten Sie das auch schriftlich festhalten. Dies gilt auch für alle anderen Angelegenheiten, denn durch eine möglichst ausdrückliche Formulierung werden Unklarheiten oder Missbrauch ausgeschlossen!

Falls Sie die Vollmacht gegenüber dem Bevollmächtigten widerrufen möchten, müssen Sie ihm dies schriftlich mitteilen. Die Originalvollmacht und alle Kopien sollten vernichtet und der Widerruf im zentralen Vorsorgeregister festgehalten werden. So bleibt der Widerruf auch nachvollziehbar. Die Vorsorgevollmacht kann jederzeit widerrufen werden, sofern der Vollmachtgeber noch geschäftsfähig ist. Ist das nicht mehr der Fall, tritt die Vollmacht entsprechend in Kraft.

Die Vorsorgevollmacht gilt nicht automatisch über den Tod des Vollmachtgebers hinaus. Um zu vermeiden, dass die Vollmacht mit dessen Tod erlischt, sollten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Vollmacht über den Tod hinaus gelten soll!

Patientenverfügung statt Vorsorgevollmacht

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Mit einer Patientenverfügung legen Sie fest, welche Behandlungen Sie zulassen möchten und welche nicht, falls Sie dies nichtmehr selbst mitteilen können. Dies kann zum Beispiel die künstliche Beatmung oder Wiederbelebungsversuche betreffen. Im Gegensatz zur Vorsorgevollmacht bevollmächtigen Sie damit keine Person, sondern halten Ihre Wünsche in medizinischen Fragen fest.

Vor- und Nachteile der Einzelvertretung und Doppelvertretung

Falls Sie mehrere Personen bevollmächtigen wollen, können Sie auch eine Doppelvollmacht erteilen. Hierbei werden zwei Personen als Bevollmächtigte eingesetzt, die dann entweder nur gemeinsam auftreten dürfen oder den Vollmachtgeber einzeln vertreten. Die gemeinsame Vertretung hat den Nachteil, dass keiner alleine handeln kann, wenn einer der Bevollmächtigten abwesend sein sollte.

Bei der Einzelvertretung besteht der Vorteil darin, dass sich die Bevollmächtigten gegenseitig kontrollieren und im Falle der Abwesenheit eines Bevollmächtigten der andere Bevollmächtigte weiterhin handeln kann. Allerdings besteht die Gefahr von Streitigkeiten unter den bevollmächtigten.


Vertrauensperson bestimmen

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Um Schwierigkeiten zu vermeiden, ist es meistens sinnvoll, nur eine Person zu bevollmächtigen, der Sie vollkommen vertrauen. Bei zu vielen Bevollmächtigten besteht die Gefahr von Meinungsverschiedenheiten unter den Personen.

Auch empfiehlt sich eine möglichst umfassende Vollmacht, da sich die Person dann um alle möglichen und eventuell noch auftretenden Angelegenheiten kümmern kann! Lassen Sie sich im Zweifel von einem Notar beraten.

Kosten

Vorsorgevollmacht - Form, Beglaubigung und Kosten

Grundsätzlich ist die Vollmachtsurkunde nicht an eine bestimmte Form gebunden. Sie sollte aber unbedingt schriftlich verfasst sein, da mündliche Vereinbarungen keine Rechtskraft besitzen. Durch die Niederschrift bleibt der Wille des Vollmachtgebers nachvollziehbar.

Senioren_Essen

Die Urkunde kann handschriftlich oder maschinell verfasst werden. Bei einer handschriftlich verfassten Vollmacht die Gefahr der Fälschung geringer. Es gibt vorgefertigte Formulare, die Sie verwenden können. Solche Vordrucke können Sie sich beim Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz kostenlos herunterladen. In jedem Fall muss die Vollmacht mit Ort und Datum eigenhändig unterschrieben werden.

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Eine individuell verfasste Vollmacht ist aussagekräftiger als ein Vordruck!

Wenn Sie Ihre Vorsorgevollmacht individuell und mit einem Notar erstellen, kann Ihre Vollmacht schwer angefochten werden. Kostenlose Muster sind eher allgemein.

Die Vollmacht sollte im Zentralen Vorsorgeregister registriert werden, damit sie einsehbar bleibt. Dafür fällt eine einmalige Gebühr zwischen €13 und €18,50 an. Eine zusätzliche Absicherung bietet die Beglaubigung durch die Betreuungsbehörde. Dabei wird die Identität des Vollmachtgebers geprüft, was die Akzeptanz der Urkunde erhöht. Die Gebühren liegen bei €10.

Richterhammer

Ein Notar kann Ihre Vollmacht außerdem beglaubigen und beurkunden lassen. Bei einer Beurkundung stellt der Notar eine Urkunde aus und bestätigt damit, dass der Vollmachtgeber die Vollmacht so wie sie ihm vorliegt abgegeben hat. Eine notarielle Beurkundung der Vollmacht bietet die größte Rechtssicherheit.

Bei Immobiliengeschäften ist mindestens eine notarielle Beglaubigung notwendig. Bei der Beglaubigung wird durch einen Notar die Echtheit einer Abschrift oder der Unterschrift bestätigt. Für bestimmte Rechtsgeschäfte ist die Beurkundung unumgänglich. Dabei wird durch den Notar die Geschäftsfähigkeit des Vollmachtgebers geprüft.

Der Notar verwahrt die Originalvollmacht und kann auch helfen, die passenden Formulierungen zu finden, um Ihren Willen bestmöglich auszudrücken. Die Kosten hierfür sind notarunabhängig festgelegt und richten sich nach Ihrem Vermögen. Bei einem Vermögen von €100.000 betragen die Kosten für die Beurkundung etwa €165.

Vorsorgevollmacht - Das ist wichtig!

Erfahren Sie hier alles Wichtige zum Thema: Warum ist eine Vorsorgevollmacht sinnvoll? Wie kann ich eine Vollmacht verfassen?



Bei Unsicherheiten zum Notar

gluehlampe

Wenn Sie Fragen oder Zweifel haben, lassen Sie sich durch einen Notar beraten, da eine Vorsorgevollmacht der Durchsetzung Ihres Willens dient! Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz bietet Ihnen ebenfalls wichtige Informationen und alle Formulare zum kostenfreien Download.

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Häufige Fragen

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Mit einer Vorsorgevollmacht bevollmächtigen Sie eine Person, stellvertretend für Sie Entscheidungen treffen zu dürfen. Sollten Sie durch einen Unfall, Krankheit oder Alter nichtmehr selbst dazu in der Lage sein, können Sie Ihre Angelegenheiten so von einer dritten Person regeln lassen. Eine Vorsorgevollmacht ersetzt die gesetzliche Betreuung durch einen gerichtlichen Betreuer. Sie können selbst entscheiden, für welche Angelegenheiten Sie die Person bevollmächtigen und was Sie mit Ihrer Vollmacht regeln möchten.

Prinzipiell all das, was Sie möchten. Sie können die Vollmacht allumfassend ausstellen, sodass alle Ihre Angelegenheiten dadurch geregelt werden. Es ist jedoch auch möglich, nur einzelne Bereiche darin festzuhalten. Dies können Sie individuell entscheiden, um Ihrem Willen bestmöglich nachzukommen. Grundsätzlich gilt, dass Sie am besten alles, was Sie erlauben und auch nicht erlauben möchten, explizit ausformulieren sollten. Dadurch verhindern Sie im Zweifelsfall Uneinigkeiten und machen Ihren Willen klar ersichtlich.

Die Vorsorgevollmacht ist nicht zwingend an eine feste Form gebunden. Sie sollte in jedem Fall schriftlich verfasst werden oder mit einem Vordruck. Solche Muster können Sie sich herunterladen und einfach verwenden. Die Vollmacht muss mit Ort und Datum eigenhändig unterschrieben werden. Sie müssen Ihre Vollmacht nicht beglaubigen oder beurkunden lassen, allerdings erhöht dies die Beweiskraft sehr. In gewissen Fällen ist dies sogar notwendig, nämlich dann, wenn der Bevollmächtigte für Sie Immobilien- oder Finanzgeschäfte tätigen soll.

Eine Patientenverfügung betrifft ausschließlich Ihre medizinische Versorgung. Sie bevollmächtigen damit niemanden, sondern legen fest, wie Sie im Ernstfall medizinisch versorgt werden möchten. Eine Patientenverfügung richtet sich direkt an Ärzte, denen so Ihr Wille ersichtlich ist. Es handelt sich dabei nicht um eine Vollmacht!

Ja, das ist möglich. Sie können zum Beispiel mehrere Personen für verschiedene Bereiche bevollmächtigen. Dann benötigt jeder aber eine eigene Vollmachtsurkunde! Sie können in Ihrer Vorsorgevollmacht auch festhalten, dass mehrere Personen nur gemeinsam Entscheidungen treffen dürfen, zum Beispiel Ihre Kinder. Das kann allerdings leicht zu Meinungsverschiedenheiten unter den Personen führen. Mit einer Doppelvollmacht können Sie zwei Personen bevollmächtigen, die dann entweder nur gemeinsam oder nur getrennt voneinander handeln dürfen.

Das können Sie selbst in Ihrer Vollmacht festlegen. Sie kann über den Tod hinaus gelten, sofern Sie dies so angeben. Ansonsten ist im Zweifel davon auszugehen, dass die Vollmacht mit dem Tod des Vollmachtgebers erlischt. Die Vollmacht gilt prinzipiell ab der Ausstellung, allerdings nur gegenüber Dritten. Gegenüber dem Bevollmächtigten gilt die getroffene Vereinbarung. In der Regel ist das der Zeitpunkt, ab dem der Vollmachtgeber nichtmehr geschäftsfähig ist.

Ja, das ist möglich. Dazu muss aber die Geschäftsfähigkeit des Vollmachtgebers vorausgesetzt sein. Ist das der Fall, sollten im Zuge des Widerrufs alle ausgehändigten Kopien oder Urkunden vom Bevollmächtigten unbedingt zurückgefordert werden! Sie müssen den Widerruf der Vollmacht dem Bevollmächtigten mitteilen. Darüber hinaus ist es sinnvoll, den Widerruf auch im Zentralen Vorsorgeregister registrieren zu lassen, damit er jederzeit ersichtlich ist.

Die Vollmacht kann über den Tod hinaus gelten, allerdings sollten Sie unbedingt darauf achten, dies ausdrücklich in der Vollmacht festzuhalten! Tun Sie dies nicht, ist davon auszugehen, dass die Vollmacht mit dem Tod des Vollmachtgebers erlischt. Soll die Vollmacht also über dessen Tod hinaus rechtskräftig sein, was oft nützlich ist, muss das in der Vollmachtsurkunde explizit geregelt sein.

Das kommt darauf an, ob Sie Ihre Vollmachtsurkunde von einem Notar beurkunden lassen und ob Sie sie im Zentralen Vorsorgeregister registrieren lassen. Die Registrierung stellt sicher, dass das Gericht im Ernstfall schnell auf Ihre Vollmacht zugreifen kann, bevor ein Betreuer bestellt wird und kostet einmalig zwischen €13 und €18,50. Der genaue Betrag richtet sich nach dem Weg der Anmeldung und der Zahl der registrierten bevollmächtigten Personen. Die Kosten für eine notarielle Beurkundung richten sich nach Ihrem Vermögenswert und werden individuell berechnet. Bei einem Vermögenswert von €100.000 kostet die Beurkundung beispielsweise €165, bei einem Wert von €250.000 €300.

Ihre Vorsorgevollmacht ist auch ohne notarielle Beglaubigung gültig. Diese ist nur unter bestimmten Voraussetzungen erforderlich, nämlich dann, wenn der Bevollmächtigte Immobilien verwalten soll oder finanzielle Angelegenheiten regeln muss. Banken akzeptieren sogar oft nur vom Notar beurkundete Vollmachten. Sie müssen Ihre Vollmacht also nicht unbedingt beglaubigen lassen, die Beweiskraft erhöht sich durch die notarielle Bestätigung allerdings sehr. Geht die Vollmacht über medizinische Angelegenheiten hinaus, ist der Gang zum Notar durchaus sinnvoll.

Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sie sollten Ihre Vollmacht an einem Ort aufbewahren, den Ihr Bevollmächtigter kennt und der bei Bedarf für diesen leicht zugänglich ist. Sie können die Vollmacht auch mit anderen wichtigen Unterlagen aufbewahren, aber dann darauf achten, dass sie leicht gefunden werden kann. Es ist auch möglich, die Vollmacht einer weiteren Vertrauensperson zu überlassen, die diese dann bei Bedarf dem Bevollmächtigten übergibt. Auch die Aufbewahrung beim Notar ist möglich und bietet die größte Sicherheit. Es empfiehlt sich außerdem sehr, einen Hinweis auf die Existenz einer Vollmacht und deren Aufbewahrungsort mit sich zu tragen