Pflegeheime und Altenheime

Gute Betreuung im Pflegeheim

Die Entscheidung, professionelle Hilfe anzunehmen und die eigene Mutter, den Vater oder den Partner in eine Einrichtung für vollstationäre Pflege zu geben, wird meistens so lange wie möglich hinausgeschoben. Lässt die Gesundheit oder Mobilität ein selbstständiges Leben im eigenen Haus nicht mehr zu, ist der Umzug in ein Pflege- oder Altenheim tatsächlich ein sehr schwieriger Schritt, aber oftmals die beste Entscheidung, sowohl für den Pflegebedürftigen, als auch für die Angehörigen.

Auf diesen Seiten informiert der Verband Pflegehilfe Sie kompakt und übersichtlich zu allem, was Sie zu einer Unterbringung in einem Seniorenheim wissen müssen. Es ist hierbei besonders wichtig, die schwarzen Schafe unter den Anbietern erkennen zu können, die es im Bereich der Pflegeeinrichtungen leider häufig gibt. Wie erkennt und findet man seriöse und bezahlbare Einrichtungen in der Nähe? Mit welchen Kosten ist zu rechnen und welche Förderungen können Sie beantragen? Außerdem geben wir Tipps und Tricks für den Einzug, die sowohl für den Pflegebedürftigen als auch für die Angehörigen eine große Erleichterung darstellen.

Definition

Für wen eignet sich die Unterbringung in einem Pflege- und Altenheim?

Gute Betreuung im Pflegeheim

Die Bezeichnungen „Pflegeheim“ und „Altenheim“ werden hier gleichbedeutend verwendet. Für den Umzug in eine sogenannte „stationäre Wohneinrichtung für pflegebedürftige Senioren“ gibt es mehrere Gründe. Für alle Senioren, die nicht mehr in der Lage sind, einen eigenen Haushalt zu führen, ist ein Pflegeheim meist die beste Entscheidung. Gerade für Personen mit einem sehr hohen Pflege- und Betreuungsbedarf ist der Umzug empfehlenswert, vor allem, wenn Sie keine pflegebereiten Angehörigen direkt an ihrer Seite haben und eine ambulante oder teilstationäre Pflege nicht mehr ausreicht. Es können körperliche Einschränkungen sein, die das eigenständige Leben schwierig bis unmöglich machen, aber auch geistige Erkrankungen wie zum Beispiel Demenz. Die Betreuung und Pflege der Bewohner in einem Pflege- oder Altenheim erfolgt je nach Bedarf. Fehlende soziale Kontakte können ebenfalls dafür sprechen, in eine Pflegeeinrichtung umzuziehen. Denn hier haben Senioren die Möglichkeit, neue Bekanntschaften zu schließen und in netter Gesellschaft ihre Freizeit zu verbringen. Außerdem setzen zahlreiche Einrichtungen inzwischen auf das Konzept der Hausgemeinschaft: Die Bewohner sollen in den Heimen so viel Normalität wie möglich erfahren, leben in einem wohnungsähnlichen Umfeld und beteiligen sich so gut wie möglich an den Haushaltsaktivitäten.

Was kann ein Pflegeheim leisten?

In ganz Deutschland gibt es derzeit 10.424 Pflege- und Altenheime mit vollstationärer Dauerpflege. In einem Pflegeheim wird nicht nur die Pflege und Betreuung der Betroffenen rund um die Uhr gewährleistet, sondern auch die Wohn- und Gemeinschaftsräume sind alters- und behindertengerecht eingerichtet. In einigen Einrichtungen gibt es je nach Schwerpunkt auch besondere Pflegebereiche, in denen zum Beispiel speziell Demenzerkrankte, Patienten mit einer psychischen Krankheit oder behinderte Menschen behandelt werden. Weiterhin besteht in vielen Pflegeheimen die Möglichkeit der Kurzzeitpflege oder Verhinderungspflege sowie Tagespflege und Nachtpflege - je nach Bedarf ist also oft auch eine teilstationäre Betreuung möglich. In einer guten Einrichtung gilt deshalb der Grundsatz: „So viel Eigenständigkeit wie möglich, so viel Betreuung wie nötigt!“

Der Unterschied von Pflege- und Altenheimen zum Betreuten Wohnen besteht darin, dass in den Heimen eine vollstationäre Pflege gegeben ist, das heißt, entsprechende Fachkräfte stehen rund um die Uhr zur Verfügung. Beim Betreuten Wohnen sind die Bewohner oft noch rüstiger und es genügt, wenn die ambulanten Dienste einmal am Tag oder auf Abruf vorbeikommen. Der Unterschied von Heimen zu Seniorenresidenzen wiederum besteht darin, dass diese eher zum hochpreisigen Segment gehören. Die Zusatzangebote, die Seniorenresidenzen im Bereich der Ausstattung und Freizeitgestaltung bieten, haben entsprechende Mehrkosten und kommen deshalb nicht für alle Senioren in Frage.

Welche Träger von Pflegeheimen gibt es?

Träger von Pflegeheimen

Es gibt drei institutionelle Formen von Trägern:

  1. Freigemeinnützige, von Kirchen oder karitativ-sozialen Einrichtungen geführte Pfegeheime
  2. Privat geführte Pfegeheime mit unterschiedlichen betriebswirtschaftlichen Zielen
  3. Staatliche, von der Gemeinde oder dem Kreis geführte Pfegeheime

Freigemeinnützige Träger übernehmen mit bis zu 60 Prozent den Großteil der in Deutschland bestehenden Pflegeheime. Darauf folgt mit etwa 30 Prozent die Übernahme durch private Träger. Etwa 10 Prozent der Heime werden durch öffentliche Träger verwaltet. Eine Sonderform der Einrichtungen stellt das Betreute Wohnen dar. Dies ist an etwa jede fünfte Einrichtung angegliedert. Staatliche und gemeinnützige Träger erhalten unter Umständen Fördermittel, zinsgünstige Darlehen oder Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln für den Bau einer Pflegeeinrichtung. Private oder kommerzielle Bewirtschafter erhalten kaum finanzielle Unterstützung, weshalb diese Einrichtungen für den Bewohner oft teurer ausfallen.

Gute Betreuung im Pflegeheim
Wie ist die Pflegesituation in einem Pflegeheim gelöst?

Das Pflegepersonal unterstützt die Patienten in ihrem Tagesablauf. Zum Pflegepersonal gehören hochqualifizierte und ausgebildete Pflegekräfte, aber auch Ehrenamtliche oder junge Menschen, die ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren oder durch ein Praktikum einen Einblick in den Beruf bekommen möchten. Die medizinische oder pflegerische Versorgung der Patienten erfolgt ausschließlich durch ausgebildete Fachkräfte. Es ist vorgeschrieben, dass mindestens die Hälfte des Personals examiniert ist. Die Beschäftigung von in Vollzeit arbeitenden Kräften und Teilzeitkräften verhält sich etwa 35 zu 57 Prozent. Für den Nachtdienst muss vorschriftsgemäß wenigstens eine Fachkraft anwesend sein.

Doch aufgepasst: Obwohl in Pflegeheimen sehr viele Bewohner mit zum Teil mehreren und schweren Krankheiten und Behinderungen leben, ist die allgemein- und fachärztliche Versorgung oft unzureichend. Fragen Sie bei der Auswahl Ihres Pflegeheims daher unbedingt nach, wie es mit der ärztlichen Versorgung in der Einrichtung aussieht und sprechen Sie, wenn möglich, mit Bewohnern über deren Erfahrungen diesbezüglich.

Das Problem der mangelhaften Versorgung in den Pflegeheimen

Viele Einrichtungen kritisieren, dass sie aufgrund verschärfter Leistungsvergütungsregelungen nicht mehr genügend qualifiziertes Personal beschäftigen und bezahlen könnten. Einem Bericht des Sozialverbands Deutschland (SoVD) zufolge starben im Jahr 2004 in deutschen Altenheimen über 10.000 Menschen wegen mangelhafter Versorgung. Der Bericht gilt als umstritten – was allerdings als sicher gilt, ist, dass die Lage in vielen Altenpflegeeinrichtungen nach wie vor dramatisch ist. Immerhin können dank des Pflegestärkungsgesetzes I seit dem Jahr 2015 rund doppelt so viele Betreuungskräfte finanziert werden wie bisher. Bezahlt wird dies von den Pflegekassen. Bei den zusätzlichen Kräften handelt es sich jedoch nicht um Pflegefachkräfte, sondern um Betreuer. Diese sind vor allem für die Beschäftigung der Heimbewohner verantwortlich. Dem Pflegefachkräftemangel wirkt das nicht entgegen. Deshalb ist bei der Auswahl des Pflegeheims besondere Vorsicht gefragt!

Ausstattung und Qualität

Welche zusätzlichen Angebote gibt es in Pflegeheimen?

Vor Ort befinden sich in einem Pflegesheim oft Serviceleistungen wie Friseure, Masseure und kleine Geschäfte. Außerdem gibt es ein je nach Einrichtung unterschiedlich gestaltetes Freizeitangebot. Machen Sie sich am besten eine Liste der Zusatzangebote, die Sie als besonders wichtig empfinden und fragen Sie bei den Pflegeheimen, die für Sie in Frage kommen, gezielt danach. Folgende Zusatz-Ausstattungen und Programmpunkte sind möglich und kosten einen Aufpreis je nach Leistung:

  1. Körperpflege: Friseur, Massagen, Maniküre und Pediküre
  2. Bewegung, Unterhaltung und Freizeit: Gemeinsame Spaziergänge oder Walking-Ausflüge, Bibliothek und Café
  3. Umfassende Unterstützung bei der Pflege: Vermittlung von Arztterminen, Therapien und Krankentransporten sowie eine individuelle Gesundheits- und Pflegeberatung
  4. Verwaltungshilfen: Unterstützung beim Behördenverkehr und Amtsterminen
  5. Seelsorge und Andachtsraum sowie bei Bedarf psychosoziale Begleitung im Haus – sowohl für Bewohner als auch für Angehörige –
  6. Kleiderreinigungs- und Wäscheservice oder Wasch- und Trockenautomaten für die eigene Bedienung
  7. Einkaufsservice auf Wunsch mehrmals wöchentlich
  8. Einzugshilfe durch betriebsinterne Haustechniker

Wie sieht der typische Tagesablauf in einem Pflegeheim aus?

Der Tagesablauf hängt sehr von den Interessen und der Verfassung des Pflegebedürftigen ab, aber auch von der Flexibilität, die eine bestimmte Einrichtung zulässt oder eben nicht. Um ein Auftreten von Änderungen so gering wie möglich zu halten, bekommt der Bewohner normalerweise eine feste pflegende Bezugsperson. Das Freizeitangebot sorgt in einem Pflegeheim für Abwechslung. Genutzt wird es vor allem von den vitaleren Bewohnern. Zu den Standardprogrammen in einem Pflegeheim gehören Spaziergänge, Krankengymnastik, therapeutische Angebote und Freizeitgruppen. Bewohner, die in ihrer Bewegung oder der psychischen Verfassung stärker beeinträchtigt sind, werden durch den Aufenthalt in den Gemeinschaftsräumen, soweit es möglich ist, sozial integriert und beschäftigt. Der Tagesablauf sieht in den meisten Einrichtungen ähnlich aus - mit möglichen zeitlichen Abweichungen kann ein Tagesablauf im Altenheim wie folgt aussehen:

  1. Zwischen 6:00 Uhr und 7:00 Uhr: Wecken der Bewohner
  2. Im Anschluss: Teilweise oder vollständige Grundpflege und gegebenenfalls Medikamenteneinnahme
  3. Zwischen 7:00 Uhr und 9:00 Uhr: Frühstück mit Auswahl an Speisen
  4. Im Verlaufe des Vormittages kann Besuch empfangen werden und die Teilnahme der Bewohner am Freizeitprogramm ist möglich. Je nach Bedarf gibt es eine kleine Zwischenmahlzeit
  5. Ab ca. 11:30 Uhr: Mittagessen im Speisesaal, anschließend Mittagsschlaf, je nach Bedarf
  6. Am Nachmittag: Mögliche Teilnahme am Freizeitprogramm
  7. Zwischen 14:30 Uhr und 15:30 Uhr: Kaffeetrinken
  8. Zwischen 17:30 Uhr bis 18:30 Uhr: Abendessen im Speisesaal
  9. Danach: Vorbereitung auf die Nachtruhe und Grundpflege
  10. Ab 20:00 Uhr: Lesen oder fernsehen auf dem Zimmer und Nachtruhe

Die Vergabe von Medikamenten ist an die individuellen Bedürfnisse des Bewohners angepasst und kann deshalb zu unterschiedlichen Zeiten erfolgen.

Gute Betreuung im Pflegeheim
Woran erkennen Sie die objektive Qualität einer Pflegeeinrichtung?

Was Viele nicht wissen: In Deutschland werden alle stationären Pflegeeinrichtungen vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) bewertet und bekommen eine sogenannte Pflege-Gesamtnote von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft). Diese weitestgehend neutrale Gesamtnote muss von der Pflegeeinrichtung gut sichtbar ausgehängt werden. Die Note wird jährlich neu vergeben und setzt sich aus vielen Einzelnoten zusammen. Die Kriterien für die Vergabe der Pflegenote sind:

  1. Die Qualität der sozialen Betreuung und Alltagsgestaltung
  2. Die Intensität der Pflege und medizinischen Versorgung
  3. Der Umgang mit Demenzkranken
  4. Die Wohnqualität
  5. Die Verpflegung
  6. Die Hauswirtschaft
  7. Die allgemeine Sauberkeit und Hygiene

Sämtliche Pflege-Gesamtnoten sind im Internet einsehbar. Schauen Sie dort doch einmal nach, wie die Heime, für die Sie sich interessieren, bewertet wurden!

Weitere Zertifizierungen

Es gibt außerdem Zertifizierungsverfahren, denen sich Pflegeheime freiwillig unterziehen können. Dazu gehören beispielsweise die Qualitätssiegel für Pflegeheime des Instituts für Qualitätskennzeichnung von sozialen Dienstleistungen oder der „grüne Haken“ der Heimverzeichnis GmbH.

Zur kontinuierlichen Kontrolle der Pflegequalität:

Die regelmäßige Qualitätsüberwachung der Heime erfolgt durch den MDK und der Heimaufsicht der Stadt oder des Landkreises. Beschwerden über schlechte Betreuung oder sonstige Missstände in einem Heim müssen die MDK-Prüfer mit einer „anlassbezogenen Prüfung“ nachgehen.

Welche gesetzlichen Vorgaben gibt es in Heimen?

In Deutschland bestimmen das Pflegeversicherungsrecht (SGB XI) und Sozialhilferecht (SGB XII) die Rahmenbedingungen für die Anerkennung und Finanzierung von Pflegeheimen. Auf dieser gesetzlichen Grundlage schließen Kostenträger und Heimträger Rahmenvereinbarungen, in denen auch Qualitäts-Mindeststandards definiert werden. Des Weiteren unterliegen Pflege- und Altenheime der Heimaufsicht, die je nach Träger oft bei den Stadt- oder Kreis-Sozialämtern angesiedelt ist, aber auch bei den Gesundheitsämtern. Die Heimaufsicht achtet unter anderem darauf, dass die gesetzlichen Mindestanforderungen an die personelle Ausstattung eingehalten werden. Im Auftrag der Pflegekassen führt der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) Qualitätsprüfungen der Heime durch.

Checklisten für Auswahl & Umzug

Ihr Weg zur richtigen Pflegeeinrichtung in vier Schritten

Halten Sie schon frühzeitig nach dem richtigen Pflegeheim für sich selbst, Ihre Eltern oder Ihren Partner Ausschau, damit für den Ernstfall bereits Alles geregelt ist. Folgende Schritte helfen Ihnen dabei, später Komplikationen und Stress zu vermeiden.

  1. Vorauswahl treffen:
    Halten Sie Ausschau nach Pflegeheimen in dem Gebiet, in dem Sie oder der Pflegebedürftige gerne leben möchte. Informationen dazu erhalten Sie beispielsweise beim Verband Pflegehilfe, bei den Kommunen oder bei den Sozialdiensten der Krankenhäuser. Vergleichen Sie das Infomaterial im Hinblick auf Lage, Angebot und Pflegekonzept. Noch bevor Sie einige Heime in die engere Auswahl ziehen, achten Sie auf eine gute oder sehr gute Pflegenote. Diese gibt Ihnen einen ersten objektiven Eindruck davon, wie das Qualitätsmanagement geregelt ist und in welchem Maße die Bewohner aktiviert und betreut werden.
  2. Der persönliche Besuch und Ihr Bauchgefühl:
    Schauen Sie sich die Unterkunft unbedingt selbst an (am besten mehrmals!), statt sich auf Empfehlungen oder Besuche Ihrer Verwandten zu verlassen. Fahren Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln hin, schließlich wollen Sie dort ja auch damit mobil sein. Achten Sie nicht nur auf das Offensichtliche wie die Einrichtung, sondern lassen Sie vor allem die Freundlichkeit des Personals, Gerüche und Stimmung unter den Bewohnern auf sich wirken. Am authentischsten wird Ihr Eindruck, wenn Sie unangemeldet vorbeikommen. Vielleicht wird es Ihnen sogar möglich, einmal bei den Freizeitaktivitäten teilzunehmen. Sie sollten sich spontan sicher, heimisch und geborgen fühlen. Wenn möglich, nehmen Sie sich bei der Besichtigung einen Verwandten oder Bekannten mit, der Sie bei der Entscheidung unterstützen kann.
  3. Kosten vergleichen:
    Wenn Sie mehrere potenzielle Pflegeheime finden, die für Sie in Frage kommen, vergleichen Sie die Preise. Bei den Pflegekassen erhalten Sie Preisvergleichslisten, die Ihnen hierbei helfen. Sie werden sehen, dass die Preise für Pflegeheime selbst im gleichen Bundesland sehr unterschiedlich und mitunter auch ziemlich hoch ausfallen können. Fordern Sie konkrete, schriftliche Angebote von den Seniorenheimen an und prüfen Sie diese genau. Je nach Zusatzangebot und Träger betragen die Kosten für einen Heimplatz rund 2.000 bis 3.500 Euro pro Monat.
  4. Probewohnen:
    Nutzen Sie bei der Pflegeheimsuche die Möglichkeit des Probewohnens für Ihren Angehörigen, entweder durch ein spezielles „Schnupper-Angebot“ oder im Rahmen der Kurzzeitpflege. Pflegebedürftige haben im Rahmen der Pflegeleistungen Anspruch auf bis zu 56 Tage Kurzzeitpflege pro Jahr in einer stationären Einrichtung. Wenn diese Kurzzeitpflege im möglichen zukünftigen Seniorenheim verbracht wird, lernt der Betroffene die Einrichtung schon vorab kennen und Sie können beobachten, ob die Einrichtung zu Ihm passt oder nicht. Sie haben außerdem das Recht, mit einem „Schnupper-Angebot“ bis zu 14 Tage in einem ausgewählten Pflegeheim auf Probe zu wohnen. Das wurde durch den Gesetzgeber mit dem Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz (WBVG) möglich gemacht. Um eine optimale Unterkunft und Betreuung zu bekommen, ist ein kurzer Besichtigungstermin meist nicht ausreichend. Nur wer mehrere Tage das Umfeld beobachten kann, hat auch die Möglichkeit, sich einen umfassenderen Eindruck zu verschaffen. Dieses Angebot sollten Sie nutzen!

Auswahlkriterien für die endgültige Entscheidung Ihrer Einrichtung

Die Pflegeheim-Anbieter unterscheiden sich im Hinblick auf Kosten und Qualität stark voneinander – und gerade im Hinblick auf Pflege gibt es leider immer wieder schwarze Schafe auf dem Markt. Sie sollten bei Ihrer Auswahl deshalb ganz genau hinsehen. Der Verband Pflegehilfe hat Ihnen nach langjähriger Arbeit im Bereich Pflege diese Checkliste zusammengestellt, mit der Sie für die Auswahl Ihrer Einrichtung gut gewappnet sind und sicherer treffen können. Überlegen Sie sich am besten im Vorfeld gemeinsam, welche Punkte Ihnen und Ihren Angehörigen besonders wichtig sind. Der Eine möchte ein großes Freizeitangebot, der Andere legt Wert auf eine gesunde und abwechslungsreiche Küche und Viele möchten helle und geräumige Zimmer. Der Eine möchte eine luxuriöse Seniorenresidenz, der Andere fühlt sich in einem christlich geführten Pflegeheim wohler.

  1. Die Ausstattung des Hauses: Folgende Fragen können Sie sich beim Rundgang stellen: Sind die Aufzüge leicht erreichbar oder müssen Sie weit gehen, bis Sie einen Lift finden? Fühlt man sich in den Aufenthaltsräumen und im Speisesaal spontan wohl? Gibt es einen gemütlichen Bereich, in dem Sie sich mit Ihren Besuchern aufhalten können? Bedenken Sie, dass Sie mehr Besuch bekommen werden, wenn sich Ihre Gäste wohlfühlen. Im Zimmer oder Apartment sollten Sie auf genügend PIatz achten, vor allem im Bad, sowie auf Haltegriffe zur eigenen Sicherheit. Dürfen Sie Ihre eigenen Möbel mitbringen?
  2. Die Größe des Heims: Wünschen Sie sich für Ihren Angehörigen lieber ein kleines, persönliches Haus oder ein großes Heim, das mit einem reichhaltigeren Leistungsspektrum punktet? Achten Sie vor allem darauf, dass Alles ordentlich instandgehalten wird und die Unterkunft eher einen Wohn- als Krankenhauscharakter hat.
  3. Die Lage der Einrichtung: Deren Wichtigkeit sollte nicht unterschätzt werden, da die Lage und Erreichbarkeit mit der Lebensqualität des Bewohners unmittelbar zusammenhängt. Idealerweise sollte sich die Einrichtung in einer ruhigen Umgebung befinden und dennoch zentrumsnah sein. Nur mit einer guten Verkehrsanbindung können Sie wichtige Dinge wie zum Beispiel Behördengänge, Arztbesuche oder Einkäufe zu Fuß oder mit dem Bus erledigen. Auch weitere Freizeitangebote gibt es in der Stadt eher als auf dem Land. Ebenfalls ist es für Ihren Besuch von Vorteil, wenn die Unterkunft nicht zu abgelegen ist. Wenn das Heim in der Nähe Ihres bisherigen Wohnorts gelegen ist, können soziale Kontakte leichter erhalten bleiben.
  4. Expertise des Personals: Achten Sie auf das Aussehen und die Kleidung der Bewohner: Machen diese einen gepflegten Eindruck? Daraus können Sie einen Eindruck gewinnen, wie engagiert das Personal arbeitet. Klopft das Personal an, bevor es ein Zimmer betritt, und wie respektvoll und wertschätzend geht es mit den Bewohnern um? Hören Sie sich diesbezüglich am besten einmal bei den Bewohnern um und fragen Sie nach deren Eindruck. Die Werte Zeit und echtes Miteinander sollten großgeschrieben werden. Die Pflegekräfte sollten Sie unterstützen, wo nötig, aber Ihnen gleichzeitig ermöglichen, Ihr Leben so eigenständig wie möglich weiterzuführen.
  5. Spezielle Ausrichtung des Pflegeheims: Einige Pflegeheime haben sich inzwischen auf die Pflege und Unterbringung von Patienten mit Demenz spezialisiert – sowohl in Bezug auf die Ausbildung der Pflegekräfte als auch in Bezug auf das Angebot zur Beschäftigung für Demenzkranke. Ideal sind Demenzpflegeheime, die auf dem Hausgemeinschaftskonzept basieren. Einschlägig geschultes Fachpersonal begleitet die Bewohner durch einen klar strukturierten Alltag und beteiligt Sie an den häuslichen Tätigkeiten. Achten Sie darauf, wie das Heim mit den Themen Fixierung und medikamentöse Ruhigstellung umgeht und ob es spezielle Förderangebote gibt.
  6. Tagesstrukturierung und Beschäftigungsangebote: Können Bewohner Ihren Tagesablauf individuell gestalten oder sind sie an starre Tagespläne und Essenszeiten gebunden? Können die Bewohner sich einbringen und zum Beispiel hauswirtschaftliche Tätigkeiten übernehmen, um fit und aktiv zu bleiben? Welche Freizeit- und Fitnessangebote gibt es?
  7. Die Verköstigung: Wenn möglich, kosten Sie einmal das Essen und achten Sie auf gesunde, abwechslungsreiche und ausgewogene Mahlzeiten. Gibt es Wahlmenüs? Sind die Essenszeiten flexibel?
  8. Haustiere: Ist es den Bewohnern erlaubt, Ihre Haustiere ins Heim mitzubringen? Das muss in jedem Fall gesondert mit der Heimleitung besprochen werden.
  9. Qualitätsstandards: Ihr größtes Augenmerk bei der Entscheidung sollte den Pflege- und Qualitätsstandards gelten, denn unabhängig vom Preis kann die Versorgungsqualität zu wünschen übrig lassen. Da Pflegeheime dem Heimrecht unterliegen, werden sie somit obligatorisch von Heimaufsicht und dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) begutachtet. Das Ergebnis der Gutachten sollte gut sichtbar in der Einrichtung ausgehängt sein. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, verlangen Sie Einsicht in die Prüfungsprotokolle.
  10. Der Heimvertrag: Neben der Grundlage und Philosophie der Heimführung sowie der Pflegearbeit sollte der Heimvertrag nachvollziehbar alle Kostenpunkte auflisten. Es empfiehlt sich, den Heimvertrag vor dem Unterzeichnen von einem Anwalt oder der Verbraucherzentrale prüfen zu lassen.

Der Umzug steht an - Was ist jetzt wichtig?

Wenn Sie sich zusammen mit Ihrem Angehörigen dafür entschieden haben, dass ein Heimplatz die beste Lösung für die Situation ist, und ist ein passender Einrichtungsplatz gefunden, so steht der Umzug an. Häufig muss ein kompletter Hausstand aufgelöst werden und viele organisatorische Dinge müssen erledigt werden. Mit der Checkliste für den Umzug gelingt Ihnen der Übergang stressfrei. An Folgendes müssen Sie denken:

  1. Mietvertrag für Wohnung oder Haus kündigen: Beachten Sie die regulären Kündigungsfristen. Nur, wenn ein Härtegrund vorliegt, kann der Mietvertrag vorzeitig beendet werden. Eventuell steht auch ein Immobilienverkauf vor dem Umzug an.
  2. Laufende Verträge und Versicherungen überprüfen und gegebenenfalls kündigen. Die Hausratsversicherung, bestimmte Lieferdienste und Abonnements oder Daueraufträge bei der Bank benötigen Sie gegebenenfalls nicht mehr.
  3. Telefon und GEZ ab- oder ummelden.
  4. Unbedingt mitnehmen: Personalausweis, Versichertenkarte, Pflegehilfsmittel, Rezepte, Hilfsmittelverordnungen, Hygiene- und Toilettenartikel, Kleidung, etwas Bargeld.
  5. Behördengänge und Ummeldung des Wohnorts: Pflegekasse/Krankenkasse darüber benachrichtigen, dass Sie in ein Pflegeheim umziehen: Antrag auf Übernahme der Kosten für vollstationäre Unterbringung ausfüllen und der Pflegekasse zusenden.
Investition ins Pflegeheim

Wussten Sie, dass man auch in Pflegeheime investieren kann?

Den Prognosen des Statistischen Bundesamtes zufolge werden bis zum Jahr 2030 rund 320.000 neue Pflegeheimplätze benötigt. Der Bedarf ist durch aktuelle Bauprojekte bei Weitem nicht gedeckt, so dass die Nachfrage nach Pflegeimmobilien enorm ansteigen wird. Eine Pflegeimmobilie als Kapitalanlage bietet zahlreiche Vorteile, nicht zuletzt für die eigene Altersvorsorge: Durch das bevorzugte Belegungsrecht kann man bei eigener Pflegebedürftigkeit jederzeit in das erworbene Apartment einziehen.

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Kosten

Wie hoch sind die Kosten für die Unterbringung? Wie setzen sich die Kosten zusammen?

Richtig Pflegeheime vergleichen und rechnen

Die Betriebskostenfinanzierung für alle Einrichtungen der Altenhilfe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist gesetzlich unterschiedlich geregelt. Dabei wird von einer amtlichen Stelle ein Vergütungssatz pro Tag und Bewohner festgesetzt, der die Wohnungskosten für Unterkunft und Verpflegung und die Pflege in Form von Tagespauschalen getrennt enthält. Der Bewohner bezahlt mit seinen Rentenbezügen sowie durch Inanspruchnahme der staatlichen oder der privaten Pflegeversicherung.

Die Höhe der Kosten für einen Heimplatz variieren stark und sind abhängig von Faktoren wie der Region, der Einrichtung, dem Anspruch des Pflegebedürftigen und Spezialleistungen. Der monatlich zu zahlende Betrag für die Unterbringung in einem Altenpflegeheim beträgt durchschnittlich 2.770 Euro pro Monat. Dieser Betrag wurde errechnet aus allen Bundesländern. Der Betrag unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland allerdings sehr: Sachsen liegt mit einem Beitrag von etwa 2.250 Euro zum Beispiel deutlich unter Hamburg mit einem Beitrag von etwa 3.040 Euro.

Die Kosten für den Aufenthalt in einem Pflegeheim setzen sich aus vier Komponenten zusammen. Auf dieser Grundlage setzt sich dann die Bemessung des Heimentgeltes zusammen:

  1. Pflegekosten oder Pflegesatz: Die reinen Pflegekosten werden anteilig oder ganz von der Pflegekasse übernommen, wenn ein Pflegegrad vorliegt. Entscheidend bei der Kostenübernahme der Pflegekosten ist der Pflegegrad des Bedürftigen. Nach diesem richtet sich der Pflegesatz, welcher durch die Pflegekasse übernommen wird. Bei bestehender gesetzlicher Pflegeversicherung und einer mindestens erheblichen Pflegebedürftigkeit hat der Bewohner Anspruch auf eine Leistungspauschale. Diese umfasst die Kosten beziehungsweise den Teil des Entgeltes, das für pflegebedingte Unkosten, soziale Betreuung und medizinische Behandlung entsteht. Dies ist laut § 43 Abs. 2 SGB XI mit folgenden maximalen Beiträgen der Pflegekasse für die vollstationäre Pflege geregelt:
    1. Pflegegrad I: 125 Euro
    2. Pflegegrad II: 770 Euro
    3. Pflegegrad III: 1.262 Euro
    4. Pflegegrad IV: 1.775 Euro
    5. Pflegegrad V: 2.005 Euro
  2. Unterkunfts- und Verpflegungskosten: Diese sogenannten "Hotelkosten", welche die Kosten für Unterkunft und Verpflegung umfassen, werden nicht von der Pflegekasse getragen, sondern müssen vom Heimbewohner selbst übernommen werden. Dies regelt § 4 Abs. 2 Satz 2 SGB XI. Die Unterbringungskosten entsprechen der eigentlichen Zimmermiete und die Verpflegungskosten umfassen die Ausgaben für Essen und Trinken.
  3. Investitionskosten: Diese Kosten, die zunächst die Träger aufbringen, sind von Pflegeeinrichtung zu Pflegeeinrichtung ganz unterschiedlich. Damit werden die Bewohner an den Herstellungs-, Anschaffungs-, Abnutzungs- und Abschreibungskosten von Gebäuden und technischen Anlagen beteiligt. Es handelt sich hierbei um einen nicht zu unterschätzenden monatlichen Betrag.
  4. Investitionskosten: Diese Kosten, die zunächst die Träger aufbringen, sind von Pflegeeinrichtung zu Pflegeeinrichtung ganz unterschiedlich. Damit werden die Bewohner an den Herstellungs-, Anschaffungs-, Abnutzungs- und Abschreibungskosten von Gebäuden und technischen Anlagen beteiligt. Es handelt sich hierbei um einen nicht zu unterschätzenden monatlichen Betrag.
  5. Zusatzkosten für Wahlleistungen: Kosten für Zusatzleistungen müssen ebenfalls vom Bewohner selbst getragen werden.

Mithilfe des Heimvertrages werden aus allen Komponenten die Entgelte festgelegt, welche letztendlich durch den Heimbewohner aufgebracht werden müssen. Diese werden an den Träger des Pflegeheims gezahlt, um den laufenden Betrieb finanzieren zu können.

Gute Betreuung im Pflegeheim
Wer übernimmt die Kosten für den Aufenthalt?

Generell lässt sich sagen: Die Pflegekasse kommt ausschließlich für die Pflegekosten auf. Dazu gehören der Pflegeaufwand, die medizinische Behandlungspflege und die soziale Betreuung. Die sogenannten „Hotelkosten“ für Unterbringung und Verpflegung und andere zusätzliche Leistungen werden von dem Pflegebedürftigen übernommen.

Die Höhe des Heimentgeltes wird vor allem durch die Höhe der von der Pflegeversicherung erbrachten Leistungen bestimmt. In Deutschland ist eine gesetzliche Pflegeversicherung vorgeschrieben. Deshalb benötigen die Pflegeheime eine Zulassung durch die Pflegekasse, die mit dem Abschluss eines Versorgungsvertrages erfolgt. Die Vertragspartner setzen sich auf der einen Seite aus dem Träger der Pflegeeinrichtung und auf der anderen Seite aus den Landesverbänden der Pflegekassen zusammen. Die überörtlichen Träger der Sozialhilfe im Land müssen ihre Zustimmung geben. Die Versorgungsverträge regeln die Höhe der Entgelte für die Pflege- und Betreuungsleistungen, welche sich nach speziellen Pflegesatzvereinbarungen richten müssen. Diese Pflegesatzvereinbarungen werden zwischen dem Träger des Pflegeheims und den Kostenträgern beschlossen. Die Höhe der Entgelte für die Leistungen sind die sogenannten Pflegesätze.

Kann der Pflegebedürftige die Kosten nicht selbst bezahlen, müssen der Ehepartner, die Kinder oder das Sozialamt die restlichen Kosten abdecken. Wer eine private Pflegezusatzversicherung hat, bekommt die entstandenen Mehrkosten entsprechend von der privaten Versicherung erstattet. Allerdings muss die private Pflegeversicherung rechtzeitig abgeschlossen werden, um im Bedarfsfall gut abgesichert zu sein.

Wer steuerpflichtig ist, kann unter gewissen Voraussetzungen die Kosten, welche selbst getragen werden müssen, steuerlich absetzen. Dies gilt auch für Kinder, die sich an den Pflegekosten ihrer Eltern beteiligen. Das zuständige Finanzamt oder ein Steuerberater können hierzu nähere Informationen geben.

Welche Förderungen sind möglich?

Richtig Pflegeheime vergleichen und rechnen

Beträge, die über die Pflegepauschalen der Pflegeversicherung hinausgehen und nicht durch den Pflegebedürftigen getragen werden können, werden von den kreisfreien Städten oder den Landkreisen als Sozialhilfeträger, übernommen. In dem Fall, wenn der Pflegebedürftige oder seine Angehörigen nicht für die Kosten für den Aufenthalt in einem Altenheim aufkommen können, werden diese also übernommen.

Wenn der Heimbewohner Leistungen der sozialen Pflegeversicherung beanspruchen kann, werden die Entgeltbeträge für die Betreuung und Pflege direkt mit der Pflegekasse abgerechnet. Dies ist durch das Sachleistungsprinzip geregelt. Hierbei ist zu beachten, dass das Pflegeheim durch die Pflegekassen in Deutschland zugelassen sein muss. Lediglich der Restbetrag, der nicht durch die Pflegekasse abgedeckt wird, wird dann vom Bewohner übernommen.

Vor der Kostenübernahme wird jedoch geprüft, ob die Kinder der Pflegebedürftigen die Kosten tragen können. Dies regelt der sogenannte "Elternunterhalt" nach §§ 1601ff BGB. Demnach sind Kinder ihren Eltern und Schwiegereltern gegenüber einstandspflichtig. Das Sozialamt darf die Einkommens- und Vermögensverhältnisse prüfen und sich diese offenlegen lassen. Bei einer vorliegenden Leistungsfähigkeit des Kindes oder der Kinder, wird ein sogenannter "angemessener Selbstbehalt" berechnet. Liegen noch andere Unterhaltsverpflichtungen vor, wird laut § 1609 BGB der Nächste in der Rangfolge der Unterhaltsberechtigten benachrichtigt und geprüft.

Entscheidungshilfe: Pflegeheim ja oder nein?

Die Vorteile, die vollstationäre Pflegeeinrichtungen für Ihren Angehörigen bieten, sind:

  1. Sicherheit durch Pflege und Betreuung rund um die Uhr
  2. Medizinische Versorgung und schnelle Hilfe im Notfall
  3. Belastung durch eigene Haushaltsführung und -organisation entfällt
  4. Soziale Kontakte mit Gleichaltrigen werden erleichtert
  5. Organisierte Beschäftigungsmöglichkeiten und Freizeitaktivitäten
  6. Entlastung der pflegenden Angehörigen, was Zeit für entspannte gemeinsame Unternehmungen schafft

Folgende mögliche Nachteile könnten sich aus dem Umzug ergeben:

  1. Zusammenleben mit anderen Senioren und zum Teil mit Schwerst- oder Demenzkranken kann die eigene Eigenständigkeit einschränken
  2. Viele Senioren möchten in dieser Lebensphase keinen Umzug mehr mitmachen. Je nach Situation kann in diesem Falle eine 24-Stunden-Betreuung eine Alternative sein
  3. Begrenzte psychosoziale Betreuung aufgrund Zeitmangels des Personals ist die Realität
  4. Starre Tagesabläufe und vorgegebene Aufsteh- und Zu-Bett-Geh-Zeiten

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Häufige Fragen

Fragen zu Pflegeeinrichtungen

Was Viele nicht wissen: In Deutschland werden alle Pflegeeinrichtungen, zu denen auch Pflege- und Altenheime zählen, vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) bewertet und bekommen eine sogenannte Pflege-Gesamtnote. Diese Gesamtnote muss von der Pflegeeinrichtung gut sichtbar ausgehängt werden. Die Note wird jährlich neu vergeben und setzt sich aus vielen Einzelnoten zusammen: die Qualität der sozialen Betreuung und Alltagsgestaltung, die Intensität der Pflege und medizinischen Versorgung, dem Umgang mit Demenzkranken, die Wohnqualität, die Verpflegung, die Hauswirtschaft und die allgemeine Sauberkeit und Hygiene. Sämtliche Pflege-Gesamtnoten sind im Internet einsehbar. Schauen Sie dort doch einmal nach, wie die Heime, für die Sie sich interessieren, bewertet wurden!

Für alle Senioren, die nicht mehr in der Lage sind, einen eigenen Haushalt zu führen, ist ein Pflegeheim meist die beste Entscheidung. Gerade für Personen mit einem sehr hohen Pflege- und Betreuungsbedarf ist der Umzug empfehlenswert, vor allem, wenn sie keine pflegebereiten Angehörigen direkt an ihrer Seite haben und eine ambulante oder teilstationäre Pflege nicht mehr ausreicht. Es können körperliche Einschränkungen sein, die das eigenständige Leben schwierig bis unmöglich machen, aber auch geistige Erkrankungen wie zum Beispiel Demenz. Die Betreuung und Pflege der Bewohner in einem Pflege- oder Altenheim erfolgt je nach Bedarf. Fehlende soziale Kontakte können ebenfalls dafür sprechen, in eine Pflegeeinrichtung umzuziehen. Denn hier haben Senioren die Möglichkeit, neue Bekanntschaften zu schließen und in netter Gesellschaft ihre Freizeit zu verbringen.

Die Pflegehilfe als Verband eigenständiger Pflegeanbieter kann auf Wunsch für Sie deutschlandweit mit „sehr gut“ bewertete Pflege- und Altersheime finden. Nur zertifizierte, speziell ausgestattete und anerkannte Einrichtungen werden in diese Auswahl mit aufgenommen. Nach der telefonischen Beratung leitet die Pflegehilfe die notwendigen Schritte ein, nimmt Ihre individuellen Wünsche auf oder beantwortet Ihnen Fragen zu dem Thema, die Ihnen noch unklar geblieben sind. Die Pflegehilfe hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit breitem Fachwissen Pflegebedürftigen und deren Angehörigen beratend zur Seite zu stehen. Die Pflegehilfe ist dazu da, die richtige Pflegelösung für Ihre individuellen Bedürfnisse zu finden. Diese Beratung und Hilfestellung ist für Sie kostenlos und unverbindlich.

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Das sagen andere über uns

Ohne Unterstützung der Pflegehilfe hätten wir die Pflegestufe 1 für unsere Oma nicht bekommen. Die Investition in eine gute Beratung hat sich gelohnt.

Hans L.

Wir möchten uns für die erfolgreiche, fachlich kompetente und schnelle Hilfe der Pflegehilfe bedanken. Mit der Arbeit unseres Beraters waren wir sehr zufrieden. Wir werden Sie in jedem Fall weiterempfehlen.

Ilona J.

Dank Ihrer engagierten Unterstützung wurde meiner Frau die Pflegestufe 2 zuerkannt. Ohne die Hilfe von kompetenten Profis wäre die Anerkennung einer Pflegestufe wahrscheinlich nicht so erfolgreich verlaufen.

Dietmar S.

Mit der Pflegehilfe haben wir schnell und problemlos eine Seniorenbetreuung für meine Eltern in Dresden gefunden. Bei Problemen ist Herr Vaque, unser Berater, aber auch heute noch eine große Unterstützung!

K. Mahler

Vielen Dank für die Hilfe. Ich habe wirklich nicht gewusst, dass es eine so schöne Seniorenresidenz gleich in unserer Nähe gibt.

D. Schröder

Mit der Pflegehilfe habe ich eine individuelle und trotzdem bezahlbare Betreuung für meine Eltern gefunden. Am meisten freue ich mich darüber, dass die beiden nun sicher und trotzdem zu Hause wohnen können.

J. Schuster

Vielen Dank für die Unterstützung. Wir sind froh, uns mit der Pflegehilfe in Verbindung gesetzt zu haben. Wie werden Sie jederzeit weiter empfehlen!

Ottmar & Elfriede W.

Danke für Ihr Durchhaltevermögen Herr Morath und Ihre kompetente Beratung. Ohne Sie hätte meine Mutter bestimmt nicht die Pflegestufe 2 bekommen.

Franziska J.

Sie haben uns sehr gut auf die Begutachtung durch den MDK vorbereitet, was letztendlich zu einem positiven Ergebnis geführt hat. Vielen herzlichen dank dafür.

Robert W.

Der Service der Pflegehilfe war eine starke Unterstützung um aus dem riesigen Pflegeangebot genau die richtige Lösung für uns zu finden.

J. Schuster

Frau Röger, meine Beraterin hat mir und meinen Vater bei der Suche nach einem Seniorenheim sehr geholfen! Es tut gut, in einer schweren Zeit professionelle Unterstützung an seiner Seite zu wissen.

K. Ackermann

Sympathisch finde ich, dass meine Beraterin sich noch immer nach meiner Mutter erkundigt, obwohl der Kontakt schon ein Jahr zurückliegt.

Ute T.

Von einer Bekannten haben wir den Tipp bekommen, die Pflegehilfe zu kontaktieren. Zum Glück haben wir das getan! Nach nicht einmal zwei Monaten wurde die zuvor abgelehnte Pflegestufe 1 bewilligt. Vielen Dank für Ihre tolle Unterstützung!

Familie G.

Dank Ihrer kompetenten Hilfe wurde uns das Pflegegeld bewilligt und sogar rückwirkend ausgezahlt. Dafür bedanken wir uns sehr.

Gudrun V.

Nach 2-maliger Ablehnung der Pflegestufe 2 ist es Pflegehilfe auf Anhieb gelungen, diese für meine Mutter durchzusetzen. Dafür danke ich Ihnen sehr!

Hedwig V.