Pflegeheim - Freien Pflegeplatz finden
Kosten, Zuschüsse & Eigenanteil im Überblick

Die Seniorinnen und Senioren im Pflegeheim haben Spaß bei einem gemeinsamen Spiel.

Das richtige Pflegeheim wird für viele Senioren zu einem neuen Zuhause, in dem auch neue Freunde gefunden werden. Es ist trotzdem eine schwere Entscheidung, den Angehörigen in ein Altersheim zu geben. Daher ist es wichtig, dass Sie diesen Schritt mit Bedacht und gemeinsam mit Ihrem Angehörigen gehen. Dabei möchten wir Sie gerne unterstützen.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie einen Pflegeplatz finden und was bei der Auswahl des passenden Altenheims wichtig ist. Seniorenheime bieten eine Rundumbetreuung: medizinisch und pflegerisch, Tag und Nacht. So eignet es sich auch bei starker Pflegebedürftigkeit und bei Demenz. Ihr Angehöriger ist stets liebevoll und rücksichtsvoll umsorgt, und Sie sind nur einen Besuch von ihm entfernt.

Wir haben für Sie alle Informationen zum Thema Pflegeheim zusammengestellt:

Die wichtigsten Informationen zum Pflegeheim erhalten Sie in den häufigsten Fragen.

Für wen eignet sich ein Pflegeheim?

Die Seniorin genießt die Sonne vor dem Pflegeheim.

Ein Pflegeheim eignet sich vor allem, wenn sich Ihr Angehöriger zuhause überfordert fühlt. Der Alltag bringt viele Herausforderungen mit sich, die bei steigender Pflegebedürftigkeit allein nicht mehr stemmbar sind. Ein Altersheim bietet Ihnen eine ganzheitliche medizinische und pflegerische Betreuung Ihres Angehörigen für eine sorgenfreie Zukunft.

In einem Pflegeheim ist Ihr Angehöriger rundum versorgt, denn er hat zu jeder Tages- und Nachtzeit Ansprechpartner, die ihm bei Sorgen und Fragen zur Seite stehen. Sein Zimmer wird gereinigt, seine Kleidung gewaschen und auch für sein leibliches Wohl ist durch schmackhafte Mahlzeiten gesorgt. Außerdem bieten viele Pflegeheime auch Kurzzeitpflege an, wenn Sie als pflegender Angehöriger verhindert sind.

Bei fortgeschrittener Pflegebedürftigkeit und Demenz sind Pflegeheime eine gute Entscheidung, denn Ihr Angehöriger profitiert von einer Kombination aus medizinischer Pflege und freundlicher Betreuung. Eine große Angst vieler Senioren ist die Einsamkeit: Im Pflegeheim ist Ihr Angehöriger nie allein, hat soziale Kontakte mit dem Personal und den anderen Bewohnern und kann natürlich weiterhin Besuch empfangen.

Spezielle Pflegeheime für Demenzkranke

Auch für Alzheimer- und Demenzpatienten ist eine vollstationäre Pflege geeignet. Große Pflegeheime mit etlichen Zimmern und langen Fluren sind für Demenzkranke allerdings ein undurchschaubares Labyrinth. Daher gibt es spezielle Pflegeheime für Demenzkranke mit Weglauftendenz. Hier leben die Senioren in kleinen Gruppen und werden von festen Pflegekräften gepflegt und betreut. Das schafft Vertrauen, und die Demenzpatienten haben einen festen Platz in einem sozialen Gefüge.

Immer häufiger werden diese Kleingruppen in Seniorenheimen nach dem sogenannten „Domus-Prinzip“ zusammengestellt. Das Domus-Prinzip beschreibt ein Wohn- und Betreuungskonzept für Demenzkranke in Altenheimen, in dem eine begrenzte Anzahl an Senioren mit fortgeschrittener Demenz zusammenleben. Hierdurch entsteht eine homogene Gruppe: Die Senioren haben ähnliche Bedürfnisse, demenzbedingte Eigenarten werden akzeptiert und jeder Bewohner hat eine hauptverantwortliche Pflege- und Bezugsperson.

  • Für Demenzkranke mit Weglauftendenz gibt es spezielle Pflegeheime mit einem individuellen Betreuungs- und Pflegekonzept.
  • Die Senioren leben in einer Kleingruppe in einer seperaten Abteilung zusammen, in der die Demenz ähnlich weit fortgeschritten ist.
  • Demenzgeschulte Pflegekräfte sind rund um die Uhr verfügbar und die Räum­lichkeiten sind auf die Bedürfnisse der Senioren angepasst.

Was kostet ein Pflegeheim?

Die Seniorin errechnet die Pflegeheim Kosten.

Die Kosten für einen Platz im Seniorenzentrum liegen bei etwa 2.770 Euro im Monat. Ihr Eigenanteil liegt im Bundesdurchschnitt bei 2.000 Euro. Diese Preise variieren stark je nach Standort und Ausstattung des Pflegeheims. Vor allem das Bundesland ist ein großer Faktor bei den Kostenunterschieden. In unserer Pflegeheimkosten-Infografik erhalten Sie einen Vergleich aller Bundesländer.

Der Eigenanteil besteht aus dem Einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE), den Hotelkosten und den Investitionskosten. Der Einrichtungseinheitliche Eigenanteil im Pflegeheim ist für Pflegegrad 2-5 gleich. Die Hotelkosten umfassen die Unterkunft und die Verpflegung im Seniorenheim. Durch die Investitionskosten werden Umbau- und Erhaltungsmaßnahmen im Pflegeheim finanziert. Nutzt Ihr Angehöriger Zusatzleistungen der Pflegeeinrichtung, lässt er sich zum Beispiel die Haare schneiden oder mietet einen Raum für eine private Feier, zahlt er auch diese selbst.

Welche Zuschüsse gibt es für den Pflegeplatz?

Die Seniorin und die Pflegerin beim gemeinsamen Spaziergang in der Parkanlage des Pflegeheims.

Die Pflegekasse übernimmt die Kosten der Pflege Ihres Angehörigen. Das sind pflegerische Maßnahmen, wie zum Beispiel die medizinische Versorgung Ihres Angehörigen. Diese Kosten steigen mit zunehmender Pflegebedürftigkeit. Welchen Betrag die Kasse maximal für die Pflege Ihres Angehörigen übernimmt, hängt deshalb von seinem Pflegegrad ab.

Altersheime führen eine genaue Dokumentation über die Einzelanwendungen. Bei steigendem Pflegeaufwand werden die Kosten oft nicht durch die Übernahme der Pflegekasse gedeckt. Was über die dem Pflegegrad entsprechenden Zuschüssen hinaus geht, müssen Sie, beziehungsweise Ihr Angehöriger, privat tragen - Diese Kosten sind allerdings nach oben begrenzt.

Seit dem 1. Januar 2017 gilt der einrichtungseinheitliche Eigenanteil (kurz: EEE) für die Pflegegrade 2 bis 5 in stationären Altersheimen. Das bedeutet, Pflegebedürftige zahlen unabhängig vom Pflegegrad den gleichen Betrag. Daher müssen Sie auch im Falle einer steigenden Pflegebedürftigkeit Ihres Angehörigen nicht mit größeren Kosten für das Altersheim rechnen.

Die Pflegeheim-Kosten werden, abhängig vom Pflegegrad, wie folgt durch die Pflegekasse bezuschusst:

  • Pflegegrad 2: 770 Euro
  • Pflegegrad 3: 1.262 Euro
  • Pflegegrad 4: 1.775 Euro
  • Pflegegrad 5: 2.005 Euro

Entscheidet sich Ihr Angehöriger bei Pflegegrad 1 für einen Umzug in ein Altenpflegeheim, erhält er den Entlastungsbetrag von 125 Euro als Zuschuss.

Was sind Pflegeheim-Investitionskosten?

Tröte

Investitionskosten im Pflegeheim decken Kosten für Um- oder Ausbaumaßnahmen, Modernisierungen und Instandhaltung des Altenheims ab.

Falls Ihr Angehöriger diese Ausgaben nicht finanzieren kann, beteiligen sich in vielen Bundesländern die Sozialhilfeträger über das sogenannte Pflegewohngeld.

Wie hoch ist der Eigenanteil im Pflegeheim?

Neben der Ausstattung des Pflegeheims spielt auch die Lage eine große Rolle. Die meisten möchten in der Nähe des vorherigen Wohnortes bleiben – bei ihren Freunden und Verwandten. Besprechen Sie mit Ihrem Angehörigen, welche Standorte infrage kommen. Beachten Sie bei der Auswahl des Pflegeheims, dass die Kosten je nach Bundesland unterschiedlich sind.

Der Eigenanteil für einen Platz im Pflegeheim ist im zweiten Halbjahr 2020 im Bundesdurchschnitt auf über 2.000 Euro gestiegen. Mit einem durchschnittlichen Eigenanteil von 2.405 Euro liegt Nordrhein-Westfalen auf dem ersten Platz. In Sachsen-Anhalt ist der Eigenteil mit durchschnittlich 1.436 Euro am geringsten. In den ostdeutschen Ländern ist der Eigenanteil insgesamt zwar geringer, jedoch ist der Anstieg hier besonders steil.

Pflegeheim-Kosten in Deutschland

Nach Bundesland, in EUR je Monat* (Stand Juli 2020)

Pflegeheim Kosten: Die Infografik zeigt die Kosten für einen Pflegeplatz in den Bundesländern.

* berücksichtigt werden Investitionskosten, Unterkunft & Verpflegung (Hotelkosten) und der Einrichtungseinheitliche Eigenanteil (EEE)

Datenquelle: vdek

Wer zahlt, wenn die Rente nicht reicht?

Die Seniorin im Pflegeheim macht Handarbeit mit einer Besucherin.

Plätze im Pflegeheim kosten oft viel. Wenn das Vermögen oder die Rente Ihres Angehörigen nicht ausreicht, steht ihm die sogenannte „Hilfe zur Pflege“ vom Sozialamt zu, um das Altenheim zu finanzieren. Allerdings sind hieran Bedingungen gebunden: Die Unterbringungskosten müssen angemessen sein und die Kinder Ihres Angehörigen dürfen ein gewisses Grundvermögen nicht überschreiten.

Zum Elternunterhalt sind nur Verwandte ersten Grades verpflichtet (also auch Ehegatten). Reicht die Rente und das Grundvermögen Ihres Angehörigen nicht aus, um das Pflegeheim zu finanzieren, trägt der Sozialstaat die Kosten des Seniorenheims. Der Staat kann diese Kosten aber von Ihnen als Angehörigen ersten Grades zurückfordern, wenn Sie durch die Kostenübernahme nicht Ihren eigenen Lebensunterhalt gefährden.

Tröte

Angehörigen Entlastungsgesetz

Ab dem 01.01.2020 gilt das Angehörigen Entlastungsgesetz bundesweit. Hierdurch sollen Kinder und Eltern finanziell entlastet werden, deren Angehörige die Pflege nicht selbst finanzieren können. Die Einkommensgrenze wird ab dem 01.01.2020 auf 100.000 Euro angehoben (zuvor 21.600 Euro). Das Angehörigen Entlastungsgesetz gilt aber nur für Kinder und Eltern – bei Ehegatten greift weiterhin die alte Regelung.

Was ist die Pflegeheim-Warteliste?

Die Seniorin schaut sich die Pflegeheim-Warteliste an.

Pflegeplätze sind begehrt: Zur Zeit wird der Bedarf an Pflegeplätzen in Deutschland nur etwa zur Hälfte gedeckt. Daher gibt es in fast jedem Pflegeheim Wartelisten. Je nach Region sind die Pflegeheim-Wartelisten mitunter sehr lang. Wenn das gewünschte Seniorenheim momentan keine freien Pflegeplätze hat, kann Ihr Angehöriger sich auf die Warteliste setzen lassen und wird benachrichtigt, wenn ein Pflegeplatz frei ist.

Alternativ können Sie die Pflegeheim-Warteliste umgehen, indem Sie mehrere Pflegeheime vergleichen und so die Kapazitäten von vielen Heimbetreibern abfragen. Gerne schickt Ihnen unsere kostenlose Pflegeheim-Beratung eine Liste mit allen Pflegeheimen in der Nähe zu. Dadurch stehen die Chancen, schnell einen Pflegeplatz zu finden, deutlich besser. Um die Zeit auf der Pflegeheim-Warteliste zu überbrücken, kann Ihr Angehöriger auch vorübergehend in ein alternatives Seniorenheim einziehen. Sobald der Pflegeplatz im Wunsch-Altenheim frei ist, kann er dort sein Zimmer beziehen.

Pflegeheim: Die Vor- & Nachteile

Oft ist es schwer, den geliebten Angehörigen in ein Altersheim zu geben. Aber für viele Senioren ist das Altenheim genau die richtige Lösung, um die umfangreiche Pflege sicherzustellen. Diese ist zu Hause manchmal nicht mehr möglich. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir die Vor- & Nachteile von Seniorenheimen für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Angehöriger wird rund um die Uhr professionell betreut.
  • Ein Pflegeheim bietet eine Kombination aus medizinischer und betreuender Pflege.
  • Viele Pflegeheime organisieren ein vielfältiges Freizeitangebot, an dem Ihr Angehöriger teilnehmen kann.
  • Auch bei einer schweren Pflegebedürftigkeit wird Ihr Angehöriger in einem Seniorenheim optimal versorgt.
  • Ihr Angehöriger profitiert von sozialen Kontakten mit dem Personal, anderen Bewohnern und Besuchern.
  • Die Wartelisten für Plätze in Pflegeheimen sind oft lang.
  • Ihr Angehöriger muss in das Altenheim umziehen.
  • Die Kosten für einen Platz im Seniorenheim werden nur teilweise von der Pflegekasse übernommen.

Ihre Alternativen zum Seniorenheim

Alternative zum Pflegeheim: Die Seniorin wollte mit Ihrem Hund weiter zu Hause gepflegt werden.

Viele Senioren möchten das eigene Zuhause nur ungern zurücklassen. Bei diesem selbstverständlichen Wunsch, möchten wir helfen. Die eigenen vier Wände sind für Ihren Angehörigen ein unverzichtbares Gut? Dann sprechen Sie mit ihm über Alternativen zum Pflegeheim. Meist reicht eine 24-Stunden-Pflege in Kombination mit einem ambulanten Pflegedienst aus, um Pflegebedürftige sowohl betreuerisch, als auch medizinisch zu versorgen.

Ihr Vorteil: Die Pflege kann wesentlich schneller beginnen, denn die langen Wartelisten von Seniorenheimen sind hier nicht vorhanden. Durch vielseitige Pflegeangebote kann der Umzug in eine Einrichtung herausgezögert, und in manchen Fällen sogar komplett vermieden werden. Wenn Sie Ihren Angehörigen zu Hause pflegen möchten, ob alleine oder mit Unterstützung, sind Umbauten oft eine erste Maßnahme, um das eigene Zuhause pflegegerecht zu gestalten.

  1. Eine beliebte Alternative zum Altenheim ist die 24-Stunden-Betreuung. Eine Pflegekraft zieht bei Ihrem Angehörigen ein und übernimmt die Pflege und alle anfallenden Arbeiten im Haushalt.
  2. Im Betreuten Wohnen lebt Ihr Angehöriger selbstständig in einer Wohnung. Er kann je nach Bedarf verschiedene Leistungen dazu buchen, zum Beispiel einen Einkaufs- oder Verpflegungsservice.
  3. Eine Senioren WG eignet sich für selbstständige Senioren, die gerne aktiv in einer Gemeinschaft wohnen möchten. Hier kümmern sich eine Präsenzkraft und ambulante Dienste um das Wohl der Bewohner.

Wie finden Sie das richtige Pflegeheim?

Pflegeheim finden: Die Seniorin sitzt vor dem Pflegeheim im Grünen und ist froh, einen Pflegeplatz gefunden zu haben.

Das richtige Altenheim für Ihren Angehörigen zu finden ist eine Aufgabe, die anfangs einschüchternd wirkt. Wir raten daher zu einem geplanten Vorgehen: Sprechen Sie mit Ihrem Angehörigen über seine Wünsche, lassen Sie sich beraten und besuchen Sie die in Frage kommenden Pflegeheime gemeinsam mit Ihrem Angehörigen.

Gerade für die Besuche potenzieller Altersheime sollten Sie sich Zeit nehmen. Diese Zeit sparen Sie durch eine professionelle Beratung bei der Vorauswahl. Hierbei helfen wir Ihnen gerne kostenlos und persönlich. Teilen Sie sich die Suche in diese Zwischenschritte ein, ist der Ablauf für Sie und Ihren Angehörigen problemlos und angenehm.

Die anderen Bewohner sind Ihr direkter Zugang zu wertvollen Erfahrungen über den Alltag im Seniorenheim. Suchen Sie ein persönliches Gespräch. Scheuen Sie sich auch nicht davor, dem Pflegepersonal Fragen zu stellen. Entspanntes, freundliches Personal und gepflegte, gut gelaunte Bewohner sind exzellente Hinweise auf eine gute Betreuung im Altenheim.

Wird das Seniorenheim das neue Zuhause Ihres Angehörigen, ist neben der Atmosphäre im Altenheim selbst auch die direkte Umgebung wichtig. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und reflektieren Sie den Besuch im Seniorenheim gemeinsam mit Ihrem Angehörigen. Denn die innere Zufriedenheit, die mit dem Gefühl zu Hause zu sein einhergeht, ist unersetzlich.

  • Sprechen Sie mit Ihrem Angehörigen über seine individuellen Wünsche.
  • Lassen Sie sich professionell beraten und vergleichen Sie verschiedene Altenheime.
  • Nehmen Sie sich genug Zeit für persönliche Besuche in den Pflegeheimen.
  • Suchen Sie Kontakt zu den Bewohnern, um mehr zum Alltag im Heim zu erfahren.
  • Sprechen Sie außerdem auch mit dem Pflegepersonal vor Ort.
  • Lassen Sie den Besuch auf sich wirken, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Pflegeheim: In 100 Sekunden erklärt

Wie finden Sie das richtige Seniorenheim für Ihren Angehörigen? Die wichtigsten Informationen finden Sie hier noch einmal in einem kurzen Video zusammen­gefasst. In nur 100 Sekunden schaffen Sie sich so eine erste Orientierung.

Checkliste: Das richtige Pflegeheim finden

Die Checkliste hilft dabei, einen Überblick über die persönlichen Anforderungen zu behalten.

Wir empfehlen eine Liste zu erstellen, sodass Sie bei einem persönlichen Besuch in einem Seniorenheim alle wichtigen Auswahlkriterien berücksichtigen. Sicherlich kennen Sie Ihren Angehörigen gut und können beurteilen, was ihm persönlich wichtig ist. Sprechen Sie trotzdem mit Ihrem Angehörigen über seine Prioritäten und erstellen Sie eine gemeinsame Liste.

Diese Checkliste sollte sich nach den Wünschen Ihres Angehörigen richten - betrachten Sie die nachfolgenden Punkte daher als Inspiration. Unerlässlich ist der Blick auf das Personal. Freundliches, zuvorkommendes Pflegepersonal zeugt von einer guten Atmosphäre im Heimalltag. Das ist unabhängig von Sonderwünschen ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

  • Liegt das Pflegeheim in der Nähe und wie ist es an die Infrastruktur angebunden? Sind Ärzte und Geschäfte gut erreichbar?
  • Ist das Altenheim auch für Besucher Ihres Angehörigen gut erreichbar? Wie ist die Parkplatzsituation beziehungsweise die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel?
  • Gefallen Ihrem Angehörigen das Altenheim und die Privatzimmer? Hat er die Möglichkeit, eigene Möbel mitzubringen?
  • Soziale Kontakte innerhalb des Pflegeheims sind wichtig: Gibt es genügend Freizeitangebote, die Ihrem Angehörigen zusagen?
  • Ist der Speiseplan abwechslungsreich und ausgewogen? Was sagen die anderen Bewohner zu den Mahlzeiten?
  • Suchen Sie, wenn möglich, auch den Dialog mit anderen Bewohnern: Geht das Seniorenheim auf persönliche Wünsche der Bewohner ein?

Bedenken Sie, dass das perfekte Seniorenzentrum vielleicht nicht existiert. Setzen Sie Prioritäten: was ist wünschenswert, was ist unerlässlich? So stellen Sie sicher, dass sowohl Sie als auch Ihr Angehöriger mit der Auswahl des Pflegeheims rundum zufrieden sind.

Glückliches Leben im Seniorenheim
Ein persönlicher Erfahrungsbericht von Elke K.

Elke K. hatte Sorgen, keinen freien Heimplatz für ihre Mutter zu finden. Doch sie hatte Glück: Das neue Zuhause Ihrer Mutter im Altenheim ist nicht nur in der Nähe, sondern hat auch eine wunderschöne Parkanlage, die zu gemeinsamen Spaziergängen einlädt.

Die Mutter von Elke K. fühlt sich sehr wohl in ihrem Pflegeheim mit großer Parkanlage.
Elke K.'s Mutter hat im Seniorenheim ein neues Zuhause gefunden und verbringt am liebsten die Nachtmittage in der schönen Parkanlage.

Eigentlich hatte ich mehr Bedenken, keinen freien Platz in einem Heim zu finden, als dass es meiner Mutter nicht gefallen würde. Man hört ja immer so viel von Platzmangel und endlosen Wartelisten. Mir war natürlich vor allem wichtig, dass meine Mutter gut gepflegt wird. Bei Pflegegrad 4 ist das schon eine relativ komplizierte Geschichte und für mich auch mit viel Unterstützung durch Pflegedienste nicht mehr machbar!

Großes Lob an die Beratung vom Verband Pflegehilfe, die Pflegeberaterin war freundlich, kompetent und hat mir viele Ängste genommen. Ich habe dann drei Pflegeheime besichtigt und letztlich meine zwei Favoriten auch mit Frau Mama. Sie war von der charmanten Art des Personals und dem höflichen Umgangston in beiden Pflegeheimen ganz begeistert, den ganzen Heimweg hat sie über nichts anderes gesprochen.

Es war dann aber alles weitaus schneller und einfacher als anfangs erwartet. Unser Problem war eher die Qual der Wahl als langes Warten! Und die Art Probleme hat man doch gerne. Das eine Heim konnte durch eine schönere Grünanlage überzeugen. Die Entscheidung fiel uns aber wirklich nicht leicht.

Das Pflegeheim ist in der Nähe und besonders hervorheben muss ich auch die Aufteilung der verschiedenen Bereiche – farblich gestaltet, super für die Orientierung. Sowohl für die Bewohner als auch für Besucher, die zum ersten Mal da sind. Was soll ich sagen, Mama ist glücklich und dann bin ich es auch!

Wird danken Frau Elke K. für ihren Bericht und wünschen der ganzen Familie weiterhin alles Gute.

Kostenlose Broschüre: Pflegeheime

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  • Die Vor- und Nachteile im Überblick
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Antworten auf die häufigsten Fragen

In der Grünanlage des Seniorenheims sitzen vertreiben sich die Bewohner gemeinsam die Zeit an einem sonnigen Nachmittag.

Ein Pflegeheim ist eine stationäre Pflegeeinrichtung, in der Senioren Tag und Nacht von erfahrenem Pflegepersonal versorgt werden. Das Pflegeheim übernimmt die Pflege und Betreuung und bietet ein vielfältiges Freizeit- und Kulturprogramm an.

Viele Altenheime haben lange Wartelisten. Wenn schnell ein Platz gebraucht wird, sollten verschiedene Standorte in Betracht gezogen werden. Damit steigt die Chance, einen Pflegeplatz zu finden, immens.

Der Eigenanteil der Kosten für ein Pflegeheim beträgt im Bundesdurchschnitt circa 2.000 Euro. Zum Eigenanteil gehören der EEE (Einrichtungseinheitlicher Eigenanteil), Ausgaben für Unterkunft und Verpflegung (sogenannte Hotelkosten) und Investitionskosten hinzu.

Die Kosten variieren je nach Bundesland: In Nordrhein-Westfalen zahlen Pflegebedürftige mit 2.405 Euro am meisten für einen Platz im Pflegeheim, in Sachsen-Anhalt ist der Eigenanteil mit 1.436 Euro am geringsten.

In Deutschland gibt es nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes 14.500 Pflegeheime. Die meisten Seniorenheime befinden sich in Nordrhein-Westfalen (2.800) und Bayern (1.885).

In einem einzelnen Pflegeheim leben im Bundesdurchschnitt etwa 65 Senioren. Ausnahmen sind Hamburg und Berlin – hier leben etwa 85 Senioren in einem Altenheim. Die meisten Senioren, die in einem vollstationären Pflegeheim leben, haben Pflegegrad 3.

Die Heimaufsichtsbehörde prüft Seniorenheime einmal im Jahr auf eine angemessene Qualität in der Betreuung und Pflege. Auch der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) und der Prüfdienst der Privaten Krankenversicherung (PKV) führen jährliche Qualitätsprüfungen durch. Sollten sich Bewohner oder Angehörige beschweren, werden unangekündigte Zusatzkontrollen durchgeführt.

Pflegeheime sollten immer persönlich besichtigt werden. Jeder Pflegebedürftige hat unterschiedliche Ansprüche an die Einrichtung – in jedem Fall sind gut gelaunte Bewohner und freundliches Personal ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Fragen Sie bei einem Erstbesuch auch nach Freizeit- und Kulturprogrammen, an denen die Bewohner teilnehmen können.

Oft können Pflegebedürftige auch weiterhin zu Hause versorgt werden. Dazu sind Umbauten nötig, die durch die Pflegekasse bezuschusst oder komplett übernommen werden. Ein seniorengerechtes Zuhause und eine Kombination aus 24 Stunden Pflege und einem ambulanten Pflegedienst ist eine oft gewählte Alternative zum Pflegeheim. Auch Einrichtungen für betreutes Wohnen sind eine gute Option.

Viele Seniorenheime verlangen eine Heimnotwendigkeitsbescheinigung, in der die Kasse die Kostenübernahme bestätigt. Vereinbaren Sie dann am besten einen Beratungstermin mit dem Pflegeheimpersonal, dort können Sie sich persönlich vorstellen und werden über die weiteren Schritte informiert.

Unsere geschulten Berater erstellen eine Liste der Pflegeheime in Ihrer Nähe und schicken Ihnen die Kontaktdaten per E-Mail zu. Zusätzlich suchen unsere Berater einen freien Pflegeplatz in einem Seniorenheim, sodass Sie sich nicht mit Wartelisten auseinandersetzen müssen. Die Suche nach einem Pflegeplatz im Altenheim ist meist schon nach einem Telefonat beendet.