Homelifte & Senkrechtlifte
Vorteile, Kosten & Anbieter

Senkrechtlift  im Innenbereich

Ein Homelift, auch Senkrechtlift genannt, ist ein Aufzug fĂŒr das private Zuhause. Ein Aufzug ist die bequemste Möglichkeit, die eigenen vier WĂ€nde Ihres Angehörigen barrierefrei zu gestalten. Er erreicht so alle Stockwerke seines Hauses mĂŒhelos mit dem Rollstuhl.

Die Modelle sind speziell fĂŒr den privaten Haushalt gebaut und daher platzsparender als die klassischen AufzĂŒge in öffentlichen GebĂ€uden. Meist sind die Kabinen groß genug, um mehreren Personen Platz zu bieten. Durch die hohe Traglast können Sie in einem Homelift auch grĂ¶ĂŸere Lasten wie zum Beispiel MöbelstĂŒcke zwischen den Stockwerken transportieren.

Mit den nachfolgenden Informationen begleiten wir Sie gerne auf dem Weg zu einem barrierefreien Zuhause.

In den häufigen Fragen haben wir die wichtigsten Informationen fĂŒr Sie zusammengefasst.

Was ist ein Homelift?

Homelifte außen mit Sichtschutz

Senkrechtlifte kommen immer dann zum Einsatz, wenn der Einbau eines Sitzlifts, Plattformlifts oder Hublifts nicht möglich ist. Das ist meistens der Fall, wenn ein Haus mehrere Stockwerke hat. Ein Homelift funktioniert genauso wie ein klassischer Aufzug.

Mit einem Homelift bewegt Ihr Angehöriger sich mit seinem Rollstuhl frei durch die Stockwerke seines Hauses. Per Knopfdruck ruft er den Senkrechtlift aus einem anderen Stockwerk. Ohne Probleme fĂ€hrt er entspannt in die Kabine ein und wĂ€hlt die gewĂŒnschte Etage aus. Der Aufzug befördert Ihren Angehörigen, oder auch schwere Lasten, sicher in das richtige Geschoss.

Ihr Angehöriger kann den Lift jederzeit ĂŒber einen Notstopp-Knopf anhalten oder den Notruf alarmieren. Sogar bei einem Stromausfall ist Ihr Angehöriger im Lift absolut sicher: Der Lift senkt sich automatisch langsam in die unterste Etage ab.

  • Ein hydraulischer Antrieb treibt den Lift ĂŒber eine Kette oder Spindel an.
  • Der Lift trĂ€gt in der Regel 300 bis 400 Kilogramm. Das entspricht etwa drei Personen inklusive eines Rollstuhls.
  • Dank einer Förderhöhe von bis zu 15 Metern befĂ€hrt der Lift zwei bis fĂŒnf Stockwerke.
  • Mit einer Geschwindigkeit von 0,15 Metern pro Sekunde befördert der Homelift zĂŒgig und sicher in die nĂ€chste Etage.
  • WĂŒnschen Sie einen ebenerdigen Zugang, ist eine Schachtgrube mit einer Tiefe von fĂŒnf bis elf Zentimetern nötig.

Wie wird ein Senkrechtlift eingebaut?

Senkrechtlift wird als fertiges Konstrukt geliefert.

Da Senkrechtlifte speziell fĂŒr die private Nutzung vorgesehen sind, sind sie besonders platzsparend konstruiert. Alle fĂŒr den Betrieb notwendigen technischen Elemente werden in der Anlage selbst untergebracht. Der Einbau ist in fast allen FĂ€llen möglich, da der Lift unabhĂ€ngig von der Treppensituation flexibel im Wohnbereich installiert wird. Eine GrundflĂ€che von 120 auf 150 Zentimetern reicht meistens aus.

Einen Senkrechtlift können Sie entweder im Haus oder auch außen einbauen lassen. Wenn Sie möchten, dass der Aufzug ebenerdig eingebaut wird, muss zunĂ€chst eine Grube von etwa zehn Zentimetern ausgehoben werden. So fĂ€hrt Ihr Angehöriger schwellenlos direkt in den Aufzug. WĂŒnschen Sie diese grĂ¶ĂŸere Maßnahme nicht, bringen Sie stattdessen eine kleine Rollstuhlrampe fĂŒr die Einfahrt an.

Der Senkrechtlift wird als Komplettanlage samt SchachtgerĂŒst geliefert und ist speziell fĂŒr den nachtrĂ€glichen Einbau ausgelegt. Ein Handwerkerteam kĂŒmmert sich um den fachgerechten Einbau. Das Design der Kabinenausstattung stellen Sie bei der Bestellung individuell nach Ihren WĂŒnschen zusammen.

Die Wartung hĂ€ngt von Ihrem gewĂ€hlten Homelift-Anbieter ab. In der Regel erfolgt die Wartung je nach Modell zwischen ein- und viermal pro Jahr. DafĂŒr fallen meist geringe Kosten an. Mit dieser Maßnahme verhindern Sie jedoch Defekte im Vorfeld und garantieren weiterhin eine reibungslose Nutzung.

Video: Alle Infos zu AufzĂŒgen & Homeliften

Wie Sie gĂŒnstig zu Ihrem Homelift kommen, wie der Einbau funktioniert und welche Förderungen Sie nutzen können erfahren Sie in diesem kurzen Video.

Was kostet ein Homelift?

MĂŒnzen und Scheine

Homelifte sind wesentlich gĂŒnstiger als klassische FahrstĂŒhle. Die Preise fĂŒr ein Standardmodell beginnen bei 15.000 Euro. AbhĂ€ngig von der Anzahl der Stockwerke und der gewĂŒnschten Ausstattung können die Kosten bis zu 40.000 Euro betragen. MĂŒssen Sie fĂŒr den Einbau WĂ€nde oder Decken einreißen oder durchbrechen, steigt der Preis fĂŒr die Installation.

Soll der Lift außen am Haus angebracht werden, mĂŒssen alle Elemente regendicht versiegelt und wetterfest sein. Dadurch sind Homelifte im Außenbereich grundsĂ€tzlich teurer als innen. Einen konkreten Kostenvoranschlag fĂŒr Ihren individuellen Senkrechtlift erstellt ein Fachmann nach der Besichtigung des Hauses. Bei diesem Termin klĂ€ren Sie außerdem, wo der Lift installiert werden soll.

Die Kosten fĂŒr die Wartung fallen zusĂ€tzlich an. Je nach Liftmodell variieret die notwendige Anzahl an Wartungen pro Jahr. In der Regel ist eine Wartung ein- bis viermal im Jahr ĂŒblich. DafĂŒr fallen pro Jahr, abhĂ€ngig von Ihrem Anbieter und der Anzahl der Wartungen, zusĂ€tzlich 200 bis 1.000 Euro an.

Zuschüsse fĂŒr den Senkrechtlift

Der Einbau eines Senkrechtlifts ist mit hohen Kosten verbunden. Doch keine Sorge, der Staat unterstĂŒtzt den Kauf von Liften durch ZuschĂŒsse und Fördermittel. Diese gelten vor allem fĂŒr Menschen mit Pflegegrad. Die ZuschĂŒsse decken die Einbaukosten meist nicht komplett. Einen Teil der Kosten trĂ€gt Ihr Angehöriger selbst.

Von der Pflegekasse erhĂ€lt ihr Angehöriger einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro ĂŒber die wohnumfeldverbessernden Maßnahmen. Durch diesen Betrag wird die Anschaffung deutlich gĂŒnstiger. Wohnen mehrere pflegebedĂŒrftige Personen in einer Senioren-WG zusammen, erhalten Sie bis zu 16.000 Euro Zuschuss fĂŒr die Wohnung. Mit diesem Zuschuss finanzieren die Bewohner bereits einen einfachen Standard-Homelift.

Homelift im Innenbereich

Die KfW-Bank unterstĂŒtzt altersgerechte Wohnraumsanierungen mit staatlichen Förderprogrammen. Unter dem Programm „Altersgerecht umbauen - Investitionszuschuss (455)“ gewĂ€hrt die KfW bis zu 6.250 Euro Zuschuss. Außerdem vergibt die KfW-Bank Kredite von bis zu 50.000 Euro mit einem sehr gĂŒnstigen Zins fĂŒr den Einbau eines Lifts (Programm „Altersgerecht Umbauen – Kredit 159“).

Körperlich eingeschrĂ€nkte Personen haben die Möglichkeit den Senkrechtlift als „Außergewöhnliche Belastung“ von der Steuer abzusetzen. Es ist wichtig, dass der Einbau des Senkrechtliftes aus gesundheitlichen GrĂŒnden notwendig ist. Ihr Angehöriger braucht dafĂŒr eine Bescheinigung seines Hausarztes.

Manche BundeslÀnder fördern den Einbau eines Senkrechtliftes mit regionalen Förderungsprogrammen oder einkommensabhÀngigen Baudarlehen. Berechtig sind hauptsÀchlich Haushalte mit mindestens einem Kind oder einem schwerbehinderten Angehörigen.

ZuschĂŒsse beantragen

ZuschĂŒsse beantragen

Beantragen Sie den Zuschuss bevor Sie die Bestellung fĂŒr den Homelift aufgeben. Fordern Sie bei der Pflegekasse Ihres Angehörigen das Formular zur Bezuschussung von wohnumfeldverbessernden Maßnahmen an. FĂŒllen Sie dieses aus und senden es an die Pflegekasse zurĂŒck.

Vor- & Nachteile

Wenn Sie sich fĂŒr einen Senkrechtlift entscheiden, tragen Sie aktiv zur Barriere- und Bewegungsfreiheit Ihres Angehörigen bei. Die entscheidenden Vor- und Nachteile, die Ihnen ein Senkrechtlift bietet, haben wir hier kurz fĂŒr Sie zusammengefasst:

  • Dank des Senkrechtlifts kann Ihr Angehöriger auch mit einem Rollstuhl bis ins hohe Alter in seinem eigenen Zuhause wohnen bleiben.
  • Der Lift ist dank Gegensprechanlage, Nottelefon und Überlastkontrolle absolut sicher.
  • Ein Senkrechtlift ist die bequemste Liftvariante.
  • Sie können den Homelift innen und außen einbauen lassen.
  • Durch die Tragkraft von bis zu 400 kg ist er stabil genug fĂŒr mehrere Personen.
  • WĂ€hrend des Umbau wird der Bereich des Einbaus nicht oder nur eingeschrĂ€nkt nutzbar sein.
  • Ein Senkrechtlift ist mit hohen Kosten verbunden. Eine gĂŒnstigere Alternative ist der Plattformlift.

Ihre Alternativen zum Homelift

Der Rollstuhllift oder Plattformlift ist die einfachste Möglichkeit fĂŒr Rollstuhlfahrer, Treppen im Innen- oder Außenbereich zu ĂŒberwinden. Die Anlage wird direkt an der Treppe installiert. Ihr Angehöriger fĂ€hrt bequem mit seinem Rollstuhl auf die Plattform auf und bedient den Lift per Knopfdruck. Der Rollstuhllift transportiert Ihren Angehörigen ĂŒber die Treppe hinweg in den nĂ€chsten Stock.

Ein Hublift eignet sich, wenn Ihr Angehöriger geringe Höhen zwischen einem und drei Metern ĂŒberwinden möchte. Das können zum Beispiel kleinere HĂŒrden wie die Treppe zur HaustĂŒr sein. Der Hersteller montiert den Lift direkt neben der Treppe. DafĂŒr ist eine freie FlĂ€che von etwa 120 bis 150 Zentimetern in Breite und LĂ€nge notwendig.

Ist Ihr Angehöriger nicht auf einen Rollstuhl angewiesen, hat aber Schwierigkeiten beim Treppensteigen, kommt ein Treppenlift in Frage. DafĂŒr muss er sich aus eigener Kraft setzen und wieder aufstehen können. Die Schiene wird an der Treppe befestigt. Darauf ist ein Sitz befestigt, der zwischen den Stockwerken sicher hin und her fĂ€hrt.

Aufzug im Eigenheim
Ein Erfahrungsbericht von Hildegard S.

Senioren freut sich ĂŒber Senkrechtlift
"Der Senkrechtlift ist sogar noch komfortabler als mein alter Sitzlift!", freut sich Hildegard S.

Als feststand, dass ich dauerhaft im Rollstuhl sitzen werde, musste schnell eine Lösung fĂŒr mein geliebtes Haus her. Bisher konnte ich mich mit dem Sitzlift zwischen den drei Stockwerken bewegen. Mit einem Rollstuhl kann ich den natĂŒrlich nicht benutzen – auch nicht mit UnterstĂŒtzung meiner Pflegekraft. Der Aufzug stellte sich schnell als die bequemste Möglichkeit raus. Da ich mit dem Treppenlift schon sehr zufrieden war, wĂ€hlte ich den gleichen Anbieter auch fĂŒr das neue Projekt.

Der Fachmann schaute sich das Treppenhaus genau an und informierte mich ĂŒber die verschiedenen Möglichkeiten. Schnell stand fest, dass das Treppenhaus meines alten Hauses zu schmal fĂŒr einen Lift ist. Daher blieb nur die Option, den Lift außen anzubringen. Praktischerweise gab es eine Gestaltungsmöglichkeit, sodass der Lift zur Hauswand passt. Um den Einstieg im Erdgeschoss zu vereinfachen, wurde eine Grube im Garten ausgehoben – jetzt ist der Lift ebenerdig. Ich komme ganz einfach mit dem Rollstuhl in den Aufzug.

Um die Umbaumaßnahmen am Haus kĂŒmmerte sich ein Handwerksbetrieb, der mir vom Lift-Anbieter empfohlen wurde. Der Einbau verlief recht schnell: Der Lift wurde als Ganzes geliefert und musste nur noch an die Hauswand angebracht werden. Seit dem Einbau des Aufzugs bin ich so mobil und selbststĂ€ndig zuhause unterwegs wie schon lange nicht mehr.

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Häufige Fragen

Senioren mit Pflegerin
  • Ein Homelift, auch Senkrechtlift genannt, funktioniert wie ein klassischer Aufzug. Er ist jedoch speziell fĂŒr den Einbau im privaten Eigenheim konstruiert.
  • Die Lifte sind platzsparender und extra fĂŒr einen nachtrĂ€glichen Einbau gedacht.
  • Den Homelift lassen Sie entweder im Innen- oder im Außenbereich einbauen.
  • Der Aufzug benötigt keinen Schacht und wird meistens als Komplettsystem angeliefert.
  • WĂŒnschen Sie einen ebenerdigen Zugang, muss zunĂ€chst eine Grube von zehn Zentimetern ausgehoben werden.
  • Der Senkrechtlift wird an einer beliebigen Stelle im Haus oder außen installiert.
  • DafĂŒr reicht eine GrundflĂ€che von 150 auf 120 Zentimeter aus.
  • Die Kosten fĂŒr ein Standardmodell beginnen bei etwa 15.000 Euro.
  • AbhĂ€ngig von der gewĂŒnschten Ausstattung und der Anzahl der Stockwerke betrĂ€gt der Preis bis zu 40.000 Euro.
  • Mit einem Pflegegrad erhĂ€lt Ihr Angehöriger bis zu 4.000 Euro Zuschuss von der Pflegekasse ĂŒber die wohnumfeldverbessernden Maßnahmen.
  • Die KfW-Bank gewĂ€hrt einen Zuschuss von bis zu 6.250 Euro unter dem Programm „Altersgerecht umbauen – Investitionszuschuss (455)“.
  • ZusĂ€tzlich setzt Ihr Angehöriger als körperlich eingeschrĂ€nkte Person den Einbau als „Außergewöhnliche Belastung“ von der Steuer ab.
  • Über einen Notstopp-Knopf hĂ€lt Ihr Angehöriger den Lift im Notfall an oder alarmiert den Notruf.
  • Bei einem Stromausfall senkt sich der Lift automatisch in die unterste Etage ab.
  • Auch mit einem Rollstuhl lebt Ihr Angehöriger so lange in seinen eigenen vier WĂ€nden.
  • Die Nutzung ist einfach, sicher und bequem.
  • Allerdings ist der Einbau mit hohen Kosten verbunden.
  • Ein Einbau ist sinnvoll, wenn das Zuhause Ihres Angehörigen sich ĂŒber mehrere Etagen erstreckt.
  • Mit einem Lift bewegt er sich dort auch mit einem RollstuhlselbststĂ€ndig fort.
  • Ja, Homelifte sind speziell fĂŒr die Nutzung mit einem Rollstuhl gedacht.
  • Außerdem transportieren Sie schwere Lasten, wie zum Beispiel Möbel, mit dem Homelift.
  • Wir beraten Sie telefonisch ausfĂŒhrlich rund um das Thema Homelifte.
  • Ihr persönlicher Berater klĂ€rt mit Ihnen alle Fragen, die Sie haben.
  • Anschließend stellt er Ihnen eine Auswahl passender Anbieter fĂŒr Homelifte zusammen und sendet Sie Ihnen per E-Mail zu.