Verhinderungspflege
Wochen- oder stundenweise Entlastung beantragen

Die Verhinderungspflegekraft hält die Hand der Seniorin.

Mit der Verhinderungspflege ist gesichert, dass Ihr Angehöriger auch in Ihrer Abwesenheit gut versorgt ist. Die Pflege Ihres Angehörigen ist Herzenssache – trotzdem bleibt sie eine fordernde Aufgabe. Ihnen steht zu, sich zu erholen. Hierzu können Sie Verhinderungspflege entweder wochen- oder stundenweise beantragen.

Weshalb Sie an der Pflege Ihres Angehörigen verhindert sind, ist unerheblich. Es kann ein wichtiger Termin oder Ihr lang ersehnter Urlaub sein, aber auch, wenn Sie selbst erkranken. Sie können den Verhinderungspflege Antrag auch nachträglich stellen. Erfahren Sie hier, wie lange Sie hierfür Zeit haben und wie Sie die Kosten erstattet bekommen.

Informieren Sie sich hier ausführlich über folgende Themen:

Wer kann Verhinderungspflege übernehmen?

Grundsätzlich wird zwischen einer erwerbsmäßigen und einer nicht-erwerbsmäßigen Verhinderungspflege unterschieden. Nicht-erwerbsmäßig pflegende Personen sind Angehörige, Lebenspartner, Nachbarn, Freunde oder Bekannte Ihres Angehörigen. Unter erwerbsmäßiger Verhinderungspflege sind zugelassene ambulante Pflegedienste oder familienentlastende Dienste zusammengefasst. Beide dieser Einrichtungen können für Sie wochen- oder stundenweise Verhinderungspflege leisten.

Die Auswahl der Stellvertretung hängt davon ab, wie lange Sie vertreten werden müssen und ob Verwandte und Bekannte für die Pflege Ihres Angehörigen verfügbar sind. Informieren Sie sich im Vorfeld, wer eine Vertretung für Sie übernehmen könnte. In unvorhersehbaren Situationen sind Sie so besser vorbereitet. Gerne unterstützen wir Sie kostenlos bei der Suche nach einer professionellen Verhinderungspflege.

Video: Das Wichtigste in Kürze

Wo finden Sie eine gute Verhinderungspflege? Welche Voraussetzungen gibt es für den Zuschuss? In diesem Video erfahren Sie alles, was Sie über Verhinderungspflege wissen müssen – kurz und verständlich erklärt.

Kosten & Zuschüsse

Drei Stapel Ein- und Zwei-Euro Münzen auf 50, 100 und 500 Euro Scheinen.

Durch eine Verhinderungspflege entstehen für Sie keine Kosten. Ihre Vertretung erhält eine Aufwandsentschädigung von maximal 1.612 Euro von Ihrer Pflegekasse. Nach § 39 SGB XI steht Ihnen dieses Budget pro Kalenderjahr zur Verfügung und kann auch rückwirkend gezahlt werden.

Welche Kosten von der Pflegekasse erstattet werden, hängt davon ab, wer Ihren Angehörigen in Ihrer Abwesenheit pflegt. Wir haben für Sie alle wichtigen Informationen zusammengestellt, sodass Sie Ihre Zuschüsse maximal ausschöpfen können.

Die Zuschüsse im Überblick

  • Bekannte und entfernte Verwandte: Übernehmen Bekannte die wochen- oder stundenweise Verhinderungspflege Ihres Angehörigen, zahlt die Pflegekasse Aufwandsentschädigungen von bis zu 1.612 Euro. Das Geld wird an den Pflegebedürftigen überwiesen.
  • Nahe Verwandte: Wird die Pflege durch eine Person durchgeführt, die mit Ihrem Angehörigen bis zum zweiten Grade verwandt oder verschwägert ist oder in einer häuslichen Gemeinschaft lebt, sind die Leistungen der Pflegekasse für eine Verhinderungspflege auf den 1,5 fachen Betrag Ihres Pflegegeldes beschränkt.
  • Professionelle Pflegekräfte: Ambulante Pflegedienste rechnen bis zu 1.612 Euro im Jahr für die professionelle Ersatzpflege Ihres Angehörigen ab. Die Dienste übernehmen tage- oder wochenweise die Pflege Ihres Angehörigen. Der Pflegedienst erhält das Geld direkt von der Pflegekasse.
  • 24-Stunden-Pflegekräfte: Übernehmen 24 Stunden Pflegekräfte die Verhinderungspflege, wird diese mit bis zu 1.612 Euro im Jahr bezuschusst. Die Pflegekraft übernimmt die Betreuung Ihres Angehörigen in Ihrer Abwesenheit.

Zuschüsse kombinieren

Sie können die Zuschüsse der Verhinderungspflege mit nicht verwendeten Mitteln aus der Kurzzeitpflege kombinieren. Die 1.612 Euro werden mit 50 Prozent des Kurzzeitpflegebetrags auf bis zu 2.418 Euro im Jahr aufgestockt. Zuschüsse, die Sie im Kalenderjahr nicht verbraucht haben, verfallen zum 31.12. des Jahres. Nutzen Sie die Ihnen zustehenden Finanzierungsmöglichkeiten sorgfältig. Mit dem 01.01. des neuen Jahres entsteht ein neuer Anspruch auf insgesamt 2.418 Euro.

Wie rechnen Sie die Zuschüsse ab?

Verhinderungspflege wird stunden- oder tageweise abgerechnet. Übernehmen Verwandte oder Freunde die Ersatzpflege, können Sie pauschal nach Stundenlohn abrechnen. Zusätzlich werden Fahrtgeld und Verdienstausfälle erstattet, wenn Sie Belege vorlegen. Diese reichen Sie direkt bei der Pflegekasse ein. Im Idealfall stellen Sie den Antrag auf Verhinderungspflege vorab – die Pflegekasse erstattet Ihnen die Kosten der Verhinderungspflege aber bis zu 4 Jahre rückwirkend. Nutzen Sie diesen Anspruch.

Die Überweisung des Geldes dauert in der Regel vier bis sechs Wochen. Vereinbaren Sie mit Ihrer Vertretung eine direkte Zahlung durch die Pflegekasse, müssen Sie nicht in Vorleistung treten. Die Kostenübernahme für die Verhinderungspflege beantragen Sie direkt bei Ihrer Pflegekasse. Übernimmt ein Verwandter die Ersatzpflege, werden eventuell entstehende Fahrtkosten und Verdienstausfälle ebenfalls über die Pflegekasse abgerechnet.

In dem Antrag auf Erstattung der Kosten müssen Sie meist vier Sachen beantworten:

  1. Wann benötigen Sie eine Ersatzpflege?
  2. Wer übernimmt die Ersatzpflege?
  3. Warum sind Sie an der Pflege verhindert?
  4. Wie viel haben Sie für die Pflege im genannten Zeitraum bezahlt?

Achten Sie darauf, Belege und Quittungen aufzuheben. Die meisten Kassen stellen Formulare online zum Herunterladen bereit. So können Sie den Verhinderungspflege Antrag bequem Zuhause ausfüllen.

Wann wird das Pflegegeld gekürzt?

Bei einer stundenweisen Verhinderungspflege, die weniger als acht Stunden am Tag dauert, wird das Pflegegeld nicht gekürzt. Sie erhalten auch weiterhin den vollen Betrag. Außerdem wird Ersatzpflege, in der Sie weniger als acht Stunden abwesend sind, nicht von den Ihnen zustehenden 42 Tagen (sechs Wochen) Verhinderungspflege pro Kalenderjahr abgezogen.

Sind Sie in der Zeit der Verhinderungspflege mehr als acht Stunden pro Tag abwesend, erhalten Sie das Pflegegeld nur am ersten und letzten Tag der Verhinderungspflege durch eine Ersatzpflegeperson vollständig von der Pflegekasse. An den restlichen Tagen wird Ihnen ein anteiliges Pflegegeld von 50 Prozent gezahlt. Die Renten- und Arbeitslosigkeitsversicherungsbeträge werden weiter von der Pflegekasse geleistet.

Beachten Sie: Bei der Kürzung des Pflegegeldes ist nicht entscheidend, wie lange die Ersatzpflegeperson die Verhinderungspflege ausübt, sondern wie lange Sie als reguläre Pflegeperson abwesend sind! Sind Sie neun Stunden verhindert, wird Ihnen ein ganzer Tag berechnet, auch wenn die Ersatzpflegeperson nur wenige Stunden bei Ihrem Angehörigen war.

Wir verdeutlichen die Kosten von Verhinderungspflege und die Pflegegeldkürzung an einem Beispiel:

Verhinderungspflege beantragen

Wenn Sie sich entschieden haben, wer die Pflege in Ihrer Abwesenheit übernimmt, stellen Sie den Antrag auf Verhinderungspflege direkt bei Ihrer Pflegekasse. Der Vorgang ist einfach: Sie müssen lediglich angeben, wie lange Sie die Ersatzpflege in Anspruch nehmen, weshalb Sie an der Pflege verhindert sind und ob Ihr Angehöriger mit der Ersatzpflegekraft verwandt oder verschwägert ist.

Wichtig beim Antrag ist, dass Sie Ihren Angehörigen mindestens sechs Monate zuhause gepflegt haben müssen, bevor Sie das erste Mal Anspruch auf Verhinderungspflege haben (nach § 39 SGB XI). Außerdem muss Ihr pflegebedürftiger Angehöriger zum Zeitpunkt der Verhinderung mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft sein.

Reichen die Mittel der Verhinderungspflege zur Finanzierung der Leistung nicht aus, werden zur Verfügung stehende Ansprüche aus der Kurzzeitpflege übertragen. Sie können diese Option direkt im Antrag vermerken. Die meisten Kassen stellen für den Verhinderungspflege Antrag online Formulare zum Herunterladen bereit. So können Sie Ihre Zuschüsse bequem von zuhause aus beantragen.

Vor- & Nachteile

Zu Ihrer Übersicht haben wir die Vor- und Nachteile der Verhinderungspflege zusammengefasst:

  • Die Verhinderungspflege entlastet Sie direkt. Sie verdienen eine Auszeit.
  • Bei einer Versorgung durch Angehörige, Bekannte oder einen selbstständigen Pflegedienst bleibt Ihr Angehöriger in seinem eigenen Wohnumfeld.
  • Vertreten Angehörige des Pflegebedürftigen Sie in Ihrer Abwesenheit, werden Sie mit dem 1,5 fachen Betrag des Pflegegeldes finanziell unterstützt.
  • Sind Sie weniger als acht Stunden abwesend, erhält Ihr Angehöriger Pflegegeld.
  • Sind Sie länger als acht Stunden abwesend, erhält Ihr Angehöriger 50 Prozent anteiliges Pflegegeld. Renten- und Arbeitslosigkeitsversicherungsbeträge werden ebenfalls weiter geleistet.
  • Bei der Vertretung durch einen ambulanten Dienst oder eine selbstständige Pflegekraft entstehen durch Zuschüsse von bis zu 1.612 Euro im Jahr für Sie keine Kosten.
  • Zusätzlich können Sie diese Zuschüsse mit Ansprüchen aus der Kurzzeitpflege auf bis zu 2.416 Euro aufstocken.
  • Der Antrag ist unkompliziert. Die meisten Kassen stellen das Formular online zur Verfügung.
  • Kann keiner Ihrer Verwandten oder Bekannten die Verhinderungspflege übernehmen, müssen Sie einen professionellen Pflegedienst beauftragen. Hierbei helfen wir Ihnen aber gerne kostenlos und unverbindlich.
  • Um Anspruch auf Verhinderungspflege zu haben, muss Ihr Angehöriger mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft sein.
  • Außerdem müssen Sie Ihren Angehörigen vor der erstmaligen Beantragung von Verhinderungspflege mindestens sechs Monate in der häuslichen Umgebung gepflegt haben.

Ihre Alternative: Kurzzeitpflege

Ihr Angehöriger hat im Jahr bis zu acht Wochen Anspruch auf Kurzzeitpflege. Ab Pflegegrad 2 wird sie finanziell unterstützt. Bei der Kurzzeitpflege wird Ihr Angehöriger in einem Pflegeheim versorgt. Sie greift dann, wenn Sie keine private Vertretung finden und auch ambulante Dienste nicht verfügbar sind. Beachten Sie, dass die oft langen Wartelisten der Pflegeheime auch hier gelten.

Wir haben die Unterschiede zwischen Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege für zusammengefasst:

Verhinderungspflege

  • Die Verhinderungspflege findet bis zu sechs Wochen bei Ihrem Angehörigen zu Hause statt und wird ab Pflegegrad 2 mit bis zu 1.612 Euro im Jahr durch die Kasse bezuschusst.
  • Durch 50 Prozent des Kurzzeitpflegebudgets kann der Betrag auf 2.418 Euro aufgestockt werden. Für Sie entstehen keine zusätzlichen Kosten.
  • Die Pflege übernehmen Angehörige, Bekannte, ein Pflegedienst oder eine selbstständige Pflegekraft.

Kurzzeitpflege

  • Die Kurzzeitpflege findet bis zu acht Wochen im Jahr in einem Pflegeheim statt und wird ab Pflegegrad 2 mit bis zu 1.612 Euro durch die Pflegekasse bezuschusst.
  • Unter bestimmten Voraussetzungen gibt die Krankenkasse weitere Zuschüsse. Der Betrag kann mit 100 Prozent der Verhinderungspflege auf 3.224 Euro aufgestockt werden.
  • Zusätzlich entstehen Unterbringungs- und Pflegekosten. Die Pflege Ihres Angehörigen übernehmen Pflegefachkräfte oder Pflegehelfer.

Verhinderungspflege für meinen Vater
Unser Erfahrungsbericht

Karina H. und ihr Mann lächeln glücklich bei einem Spaziergang in der Natur. Dank der Verhinderungspflege konnten sie gemeinsam verreisen.“
Konnte sich dank der Verhinderungspflege einen kleinen Traum verwirklichen: Sandra E., hier gemeinsam mit ihrem Mann Heiko.

Nachdem mein Vater den zweiten Schlaganfall erlitt, hat sich bei uns in der Familie einiges geändert. Eine dieser Veränderung war, dass ich meine Arbeit als Verwaltungsangestellte aufgegeben habe, um mich um meinen Vater zu kümmern. Es ist oft sehr belastend, denn viele wissen nicht, dass mit einem schweren Schlaganfall auch oft eine Persönlichkeitsveränderung einhergeht. Mein Vater war schon immer ein Sturbock, aber jetzt will er manche Dinge sofort. Wenn es nicht passiert, wird er grantig. Ich kenne ihn und weiß, dass er das nicht so meint.

Mein Mann hat mich zu unserem Hochzeitstag mit einer Kurzreise nach Wien überrascht, weil ich schon immer die Kunsthalle sehen wollte. Ich hatte anfangs ein schlechtes Gefühl dabei, meinen Vater in andere Hände zu geben. Aber auch ich brauche mal eine Auszeit. Da in meiner Familie leider niemand die Pflege meines Vaters übernehmen konnte, haben wir uns nach anderen Optionen erkundigt. Ich dachte, ich müsste die gesamten Kosten selbst zahlen – als ich sah, wie viel die Pflegekasse übernimmt, war ich überrascht!

Ich konnte mir nicht nur die Kosten für die Pflege während dem Urlaub in Wien erstatten lassen, sondern rückwirkend auch vom letzten Jahr. Ich war damals krank und unsere Nachbarin musste für zwei Tage kurzfristig einspringen. Wenn ich diese Informationen nicht gehabt hätte, wäre ich auf den Kosten sitzengeblieben. Informieren lohnt sich also! Für die Zukunft weiß ich jetzt genau, was zu machen ist, wenn ich mal nicht verfügbar bin.

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Damit Ihr Angehöriger auch dann gut versorgt ist, wenn Sie mal nicht da sind.

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Antworten auf die häufigen Fragen

Die Ersatzpflegekraft kümmert sich während der Verhinderungspflege liebevoll um die Seniorin.
  • Die Verhinderungspflege ist Ihre Vertretung in der Pflege Ihres Angehörigen, falls Sie im Erholungsurlaub oder wegen Krankheit nicht verfügbar sind.
  • Sie können die Verhinderungspflege stunden-, tage-, oder wochenweise bei der Pflegeversicherung Ihres Angehörigen beantragen.
  • Pro Kalenderjahr bekommen Sie die nachgewiesenen Kosten für bis zu sechs Wochen Verhinderungspflege von der Pflegekasse erstattet.
  • Jede private Pflegeperson eines Pflegebedürftigen hat Anspruch auf Vertretung durch Verhinderungspflege.
  • Voraussetzung: Ihr Angehöriger ist mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft.
  • Zudem müssen Sie Ihren Angehörigen mindesten sechs Monate in häuslicher Umgebung gepflegt haben.
  • Sie können sich durch Nachbarn, Bekannte, Verwandte oder ambulante Pflegedienste vertreten lassen. Auch eine 24 Stunden Pflegekraft kann die Verhinderungspflege übernehmen.
  • Beachten Sie, dass private Vertretungen die Pflege nicht erwerbsmäßig übernehmen dürfen.
  • Erwerbsmäßigkeit liegt vor, wenn die Verhinderungspflege länger als sechs Wochen dauert und die Ersatzpflegeperson im letzten Jahr bereits einen anderen Pflegebedürftigen länger als eine Woche versorgt hat.
  • Die Pflegeversicherung übernimmt für Sie jährlich Kosten von bis zu 1.612 Euro für die Verhinderungspflege.
  • Zusätzlich dürfen Sie 50 Prozent des Kurzzeitpflegebetrags für Ihre Verhinderungspflege nutzen. So können Sie den Leistungsbetrag auf bis zu 2.418 Euro aufstocken.
  • Vertritt Sie ein ambulanter Pflegedienst, rechnet dieser direkt mit der Pflegekasse ab und Sie müssen nicht in Vorleistung treten.
  • Ja.Sie erhalten bei der Verhinderungspflege weiterhin die Hälfte des bisher bezogenen anteiligen Pflegegeldes.
  • Für den ersten und letzten Tag der Verhinderungspflege haben Sie Anspruch auf den vollen Betrag des Pflegegeldes, in der Zeit dazwischen stehen Ihnen 50 Prozent der Pflegegeldleistung zu.
  • Die Pflegeversicherung zahlt in der Vetretungszeit auch Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge weiter.
  • Wenn Sie weniger als acht Stunden am Tag verhindert sind, zahlt Ihnen die Pflegeversicherung das Pflegegeld in voller Höhe weiter.
  • Die Verhinderungspflege
    • findet bei Ihrem Angehörigen zu Hause statt,
    • kann bis zu sechs Wochen in Anspruch genommen werden und
    • wird von Privatpersonen oder ambulanten Pflegediensten übernommen.
  • Bei einer Kurzzeitpflege
    • haben Sie Anspruch auf bis zu acht Wochen Unterstützung.
    • wird Ihr Angehöriger in einer stationären Pflegeeinrichtung betreut.
    • kümmern sich Pflegefachkräfte um Ihren Angehörigen.
  • Jedes Jahr stehen Ihnen bis zu 1.612 Euro für maximal sechs Wochen Verhinderungspflege zu, sofern Ihr Angehöriger mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft ist und Sie ihn bereits sechs Monate in häuslicher Umgebung gepflegt haben.
  • Sie haben auch die Möglichkeit, 50 Prozent des Kurzzeitpflegebetrags für die Verhinderungspflege zu nutzen.
  • Damit stehen Ihnen bis zu 2.418 Euro im Kalenderjahr für die Verhinderungspflege zur Verfügung.
  • Den Antrag auf Verhinderungspflege stellen Sie bei der Pflegekasse Ihres Angehörigen.
  • Idealerweise stellen Sie den Antrag vorab, im Notfall können Sie die Leistungen auch rückwirkend beantragen.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Angehöriger selbst oder eine bevollmächtige Person den Antrag stellen muss.
  • Sie haben erst Anspruch auf bis zu sechs Wochen Verhinderungspflege, wenn Ihr Angehöriger mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft ist.
  • Achten Sie auch darauf, dass Sie Ihren Angehörigen mindestens sechs Monate zuvor in häuslicher Umgebung gepflegt haben müssen.
  • Sie können den Leistungsbetrag der Verhinderungspflege mit dem der Kurzzeitpflege kombinieren. So erhalten Sie jährlich Zuschüsse in Höhe von bis zu 2.418 Euro.
  • Unsere geschulten Berater informieren Sie kostenlos und unverbindlich über die verschiedenen Optionen.
  • Wir stehen Ihnen zur Seite und helfen Ihnen, das richtige Pflegemodell für Ihren Angehörigen zu finden.
  • Gerne vermitteln wir Ihnen auch ambulante Dienste, die in Ihrer Abwesenheit die Verhinderungspflege übernehmen.