Verhinderungspflege, damit die Pflegeperson neue Kraft tanken kann

Kompetente Verhinderungspflege

Wenn Sie selbst pflegender Angehöriger sind, wissen Sie: Die eigenen Eltern oder andere Familienangehörige im Alter zu pflegen und zu betreuen, ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die viel Zeit einnimmt und oft kräftezehrend ist. Regelmäßige Erholungszeiten sind gerade deshalb wichtig und dienen der eigenen Regeneration und Entlastung. Mit der Verhinderungspflege ermöglicht der Gesetzgeber eine Vertretung, wenn die Pflegeperson in Urlaub oder aus anderen Gründen verhindert ist. Die Verhinderungspflege deckt alle Situationen ab, in denen der Pflegebedürftige vorübergehend nicht wie gewohnt zu Hause versorgt werden kann. Im ausführlichen Ratgeberartikel erfahren Sie, was Verhinderungspflege im Detail ist, wie man trotz Verhinderungspflege Pflegegeld beziehen kann, wer Anspruch auf Verhinderungspflege hat und wie man sie beantragt.

Leistungen

Was versteht man unter Verhinderungspflege?

Eine Person wird zu Hause gepflegt und die Pflegekraft fährt in Urlaub, ist einige Tage krank, hat einen wichtigen Termin oder ist aus einem anderen Grund verhindert: In all diesen Fällen tritt die Verhinderungspflege ein, die genau deshalb diesen Namen trägt. Die Verhinderungspflege soll die Versorgungslücke schließen, wenn die Pflegekraft vorübergehend nicht zur Verfügung steht. Diese Pflegeform wird wie folgt definiert:

„Pflegebedürftige mit offiziell zugewiesenem Pflegegrad 2, 3, 4 oder 5 haben Anspruch auf Verhinderungspflege, wenn sie seit mindestens einem halben Jahr von einem Angehörigen zu Hause gepflegt werden und dieser vorübergehend verhindert ist. Verhinderungspflege kann auch für nicht zusammenhängende Zeiträume in Anspruch genommen werden, und zwar stunden-, tage- oder wochenweise.“

Bis zu 42 Tage oder längstens sechs Wochen im Jahr hat die Pflegekraft einen rechtlichen Anspruch auf Auszeit. Konkret bedeutet das, dass die pflegende Person in dieser Zeit stundenweise, tageweise oder auch wochenweise vertreten wird. Die Vertretung können geschulte Pflegehilfskräfte eines professionellen ambulanten Pflegedienstes übernehmen, aber auch Angehörige, Verwandte, Nachbarn oder Freunde.

Leistungen der Verhinderungspflege

Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI ist eine Leistung der Pflegeversicherung. Hier das Wichtigste zu den Leistungen im Überblick:

Betreuung in der Verhinderungspflege
  • Kostenübernahme für Verhinderungspflege für bis zu 1.612 Euro pro Jahr
  • Jährlicher Anspruch auf bis zu sechs Wochen (42 Tage) Verhinderungspflege für jede Person mit Pflegegrad 2 oder höher
  • Der Zeitraum für die Verhinderungspflege muss nicht zusammenhängend sein. Auch kurze Zeiträume wie einzelne Stunden oder Tage können so überbrückt werden
  • Keine Kürzung des Pflegegelds bei Verhinderungspflege, wenn die Verhinderungspflege stundenweise erfolgt
  • Der Antrag auf Verhinderungspflege ist auch rückwirkend möglich
  • Grundpflege als Leistung der Verhinderungspflege: Unterstützung bei Körperpflege und Badbesuchen, beim Essen sowie bei der Mobilität
  • Hauswirtschaftliche Versorgung als Leistung der Verhinderungspflege: Unterstützung bei der Haushaltsführung, also beispielsweise beim Kochen, beim Einkaufen und Wäsche waschen
Gute Betreuung in der Kurzzeitpflege

Wichtig zu wissen:

Medizinische Behandlungspflege gehört NICHT zu den Leistungen der Verhinderungspflege. Grund: Diese wird vom Arzt verordnet, muss von einer examinierten Pflegekraft durchgeführt werden und wird von der Krankenkasse übernommen. Medizinische Behandlungspflege ist eine Leistung nach SGB V.

Wer erhält das Geld für die Verhinderungspflege?

Pflegt eine Privatperson die pflegebedürftige Person in der Verhinderungspflege, so werden die Leistungen der Pflegeversicherung, zu der auch das Pflegegeld gehört, an die pflegebedürftige Person überwiesen. Die Leistungen, sowohl Pflegegeld als auch der Betrag der Verhinderungspflege, sind prinzipiell dazu gedacht, die Pflegeperson für ihren Aufwand zu entschädigen und werden deshalb in der Regel an diese Person weitergegeben. Anders ist der Fall gelagert, wenn die Verhinderungspflege von einem Pflegedienst oder einer professionellen Pflegeperson übernommen wird, denn diese erhalten in der Regel das Geld direkt von der Pflegekasse.

Voraussetzungen

Verhinderungspflege: Welche Voraussetzungen sind dafür notwendig?

Im Januar 2017 haben die neuen Pflegegrade die bisher geltenden Pflegestufen abgelöst. Damit haben seit dem 01.01.2017 Personen mit anerkanntem Pflegegrad 2, Pflegegrad 3, Pflegegrad 4 und Pflegegrad 5 Anspruch auf Verhinderungspflege.

Weitere Voraussetzungen, um Verhinderungspflege zu beziehen: Die zu pflegende Person hat den offiziell zugewiesenen Pflegegrad seit mindestens sechs Monaten und bezieht entsprechend durch die Pflegekasse Pflegegeld. Für die Pflege zu Hause werden mindestens zehn Stunden pro Woche von einer Privatperson aufgewendet. Die Verhinderungspflege ist eine Leistung der Pflegeversicherung, die von sämtlichen gesetzlichen als auch privaten Anbietern gewährt wird.

Wer übernimmt die Verhinderungspflege?

Kompetente Verhinderungspflege

In Abstimmung mit der zu pflegenden Person können Sie als pflegender Angehöriger Ihre Vertretung bestimmen. Sie sollten nicht nur darauf achten, dass die Person fachlich qualifiziert, sondern auch persönlich geeignet ist. Bei den Personen, welche die Verhinderungspflege ausführen, muss es sich nicht um gelernte Pflegekräfte handeln. Prinzipiell haben Sie die Wahl: Verhinderungspflege kann von Familienangehörigen übernommen werden, oder aber von einem professionellen ambulanten Pflegedienst. Die Erstattung sieht in beiden Fällen aus wie folgt:

  • Verhinderungspflege durch Familienangehörige:



    Ein anderer Angehöriger kümmert sich während Ihrer Abwesenheit um den Pflegebedürftigen und übt diese Tätigkeit nicht erwerbsmäßig aus. Dieser Familienangehörige ist mit dem Patienten bis zum zweiten Grad verwandt oder verschwägert, es kann sich also um den Ehepartner, um Kinder oder den Schwiegersohn bzw. die Schwiegertochter handeln. In diesem Fall erhält der Pflegebedürftige Leistungen in Höhe des Pflegegeldes für maximal sechs Wochen, das entspricht dem 1,5-fachen des monatlichen Pflegegelds. Das Pflegegeld fällt je nach Pflegegrad unterschiedlich aus. Die Leistungen können allerdings auf bis zu 1.612 € aufgestockt werden – wenn nachgewiesen wird, dass besondere Aufwendungen der Pflegeperson notwendig sind. Dafür muss ein Nachweis über anfallende Fahrkosten oder Verdienstausfall erbracht werden.

    Rechenbeispiel:Liebevolle Betreuung in der Verhinderungspflege

    Pflegegeld des jeweiligen Pflegegrades
    / 28 Tage (4 Wochen Fortzahlung Pflegegeld)
    x 42 Tage (6 Wochen Dauer Inanspruchnahme Verhinderungspflege)
    _____________________________________________
    = 1,5-fache Pflegegeld während der Verhinderungspflege

    Zum Beispiel bei Pflegegrad 2: 316,00 EUR / 28 Tage x 42 Tage
    = 474,00 EUR

  • Verhinderungspflege durch ambulante Dienste oder eine stationäre Pflegeeinrichtung:


    Es kann ebenfalls ein ambulanter Pflegedienst mit professionell geschulten Pflegekräften während Ihrer Abwesenheit mit der Pflege beauftragt werden. Diese Form der Vertretung kann geeignet sein, wenn niemand sonst aus der Familie in der Nähe wohnt oder aber aus anderen Gründen die Pflege für diesen Zeitraum nicht übernehmen kann. In diesem Fall stehen pauschal 1.612 Euro pro Kalenderjahr bereit. Das gilt auch, wenn die Verhinderungspflege Nachbarn oder entfernte Verwandte ab dem zweiten Grad übernehmen. Ebenso stehen für die Verhinderungspflege 1.612 Euro Zuschuss zur Verfügung, wenn die Verhinderungspflege in einer stationären, von der Pflegekasse anerkannten Pflegeeinrichtung stattfindet.
Gute Betreuung in der Kurzzeitpflege

Stundenweise Verhinderungspflege

Es ist der Situation und den Pflegepersonen überlassen, ob sie die Verhinderungspflege mehrere Wochen am Stück oder über das Jahr verteilt in Anspruch nehmen wollen. Dass Sie sich diese Auszeiten nehmen und in dieser Zeit die Pflegeverantwortung komplett abgeben, ist besonders wichtig. Denn solche Auszeiten ermöglichen es Ihnen, dass Sie auch weiterhin Freundschaften pflegen und regelmäßig ausspannen können und dadurch leistungsfähig bleiben.

Überlegen Sie, welche Person aus Ihrer Familie, Verwandtschaft oder Nachbarschaft bereit wäre, beispielsweise einmal in der Woche für ein paar Stunden für Sie einzuspringen und den Angehörigen zu versorgen. Um Hilfe zu bitten, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern zeigt Ihr Verantwortungsgefühl: Gesund zu bleiben, das ist für Sie ebenso wichtig wie für Ihren pflegebedürftigen Angehörigen.

Die Variante der stundenweisen Verhinderungspflege kann beispielsweise in Anspruch genommen werden, wenn Sie als angehörige Pflegeperson für einen Abend zum Beispiel ins Theater oder Kino gehen möchten, oder tagsüber einen Termin haben, und für diese Zeit nicht für die Pflege der Person aufkommen können oder wollen. Eine Ersatzpflegekraft übernimmt dann die Unterstützung und wird stundenweise bezahlt. Es wird empfohlen, in solchen Fällen vorher mit der Pflegekasse abzuklären, wie die Kosten für die stundenweise Verhinderungspflege am besten abgerechnet werden. Das Pflegegeld wird in einem solchen Fall nicht gekürzt, sofern die Verhinderungspflege weniger als oder genau acht Stunden in einem Zeitraum von weniger als oder genau zwei Tagen in Anspruch nimmt. Solange Ihre Auszeiten unter acht Stunden bleiben, wird dafür kein ganzer Tag angerechnet.

Verhinderungspflege und trotzdem Pflegegeld weiter beziehen

Seit dem Inkrafttreten des Pflege-Neuausrichtungsgesetzes ist es so, dass während der Zeit der Verhinderungspflege das Pflegegeld weiterhin zur Hälfte gezahlt wird. Gut für Sie zu wissen: Das Pflegegeld wird nicht gekürzt, wenn die Verhinderungspflege nur stundenweise, das heißt weniger als oder genau acht Stunden täglich in Anspruch genommen wird. In diesem Fall gilt nur die Grenze der Erstattung von 1.612 Euro pro Jahr.

Antrag und Kostenerstattung

Verhinderungspflege beantragen – So geht‘s

Liebevolle Betreuung in der Verhinderungspflege

Um die Verhinderungspflege zu beantragen, muss ein „Antrag auf Leistungen der Pflegekasse bei Verhinderung einer Pflegeperson“ bei der Pflegeversicherung gestellt werden Die meisten Pflegekassen haben das Antragsformular online zum Download bereitgestellt. Verhinderungspflege muss manchmal allerdings innerhalb weniger Momente organisiert werden – zum Beispiel dann, wenn Sie selbst aufgrund von Krankheit, eines Unfalls oder eines wichtigen Termins ausfallen. Gerade weil es manchmal notwendig ist, dass unerwartet und kurzfristig Ersatz für die Pflege gefunden werden muss, muss nicht zwingend vor der Inanspruchnahme der Verhinderungspflege der Antrag gestellt werden. Leistungen der Verhinderungspflege müssen auch nicht im Voraus explizit von der Pflegekasse genehmigt werden. Im Allgemeinen empfehlen die Pflegekassen zwar, sich vor Antritt der Verhinderungspflege mit der Kasse in Verbindung zu setzen, um sich über die Höhe und Dauer der Leistungen umfassend beraten zu lassen, doch es kann auch bis zu vier Jahren hinterher rückwirkend abgerechnet werden. Achten Sie bzw. Ihre Vertretung einfach genau darauf, dass während der Verhinderungspflege alle Belege und Nachweise zu den Aufwendungen gesammelt werden, um sie später gesammelt bei der Pflegekasse einzureichen.

Gute Betreuung in der Kurzzeitpflege

Welche Aufwendungen können bei der Pflegekasse eingereicht und erstattet werden?

Während der Verhinderungspflege können vielerlei Kosten entstehen. Oft handelt es sich um Kosten für Pflegesachleistungen eines Pflegedienstes, aber auch um Fahrtkosten, die einer Privatperson durch längere Fahrten entstehen, oder um Verdienstausfall. Nahe Angehörige können höhere Aufwendungen für die Pflege Ihrer Angehörigen im Rahmen der Verhinderungspflege abrechnen, sofern das Pflegegeld dafür nicht ausreicht. Wenn beispielsweise Kinder zur Pflege ihrer pflegebedürftigen Eltern weitere Strecken zurücklegen müssen, können gemäß §5 Bundesreisekostengesetz (BRKG) 0,20 Euro pro Kilometer geltend gemacht werden. Auch der Verdienstausfall einer Privatperson, der zum Beispiel bei unbezahltem Urlaub entsteht, kann bis zu einem gewissen Maß ausgeglichen werden. Für die Kostenerstattung der Ausgaben reicht der Pflegebedürftige dann einfach den Antrag auf Verhinderungspflege bei seiner Pflegekasse ein.

Für alle Ausgaben, für die das Pflegegeld nicht ausreicht, ist wichtig: Der Antrag und die Erstattung der Kosten für eine Verhinderungspflege sind bis zu vier Jahren rückwirkend möglich. Achten Sie aber darauf, alle Quittungen aufzubewahren und die Ausgaben genau zu dokumentieren, da sie schriftlich bei der Pflegekasse nachgewiesen werden müssen. Wichtig zu wissen ist auch, dass der jährliche Kostenrahmen für die Verhinderungspflege die 1.612 Euro nicht überschreiten darf.

Checkliste: Was muss in den schriftlichen Antrag für Verhinderungspflege?

  • Datum, an dem die Verhinderungspflege begonnen hat oder beginnen wird
  • Zeitraum, in der die private Pflegeperson voraussichtlich vertreten werden muss
  • Angabe, ob die Pflege wochenweise, tageweise oder nur stundenweise übernommen werden muss
  • Angabe, wer die Verhinderungspflege übernimmt
  • Angabe, in welchem Verhältnis die vertretende Pflegeperson zum Pflegebedürftigen steht
  • Angabe, ob die vertretende Pflegeperson im Haushalt der pflegebedürftigen Person lebt
  • Angabe, ob die Hälfte des Anspruches auf Kurzzeitpflege ebenfalls für die Verhinderungspflege aufgebracht werden soll
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Verhinderungs- und Kurzzeitpflege

Was ist der Unterschied zwischen Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege?

In einem Jahr kann sowohl Kurzzeitpflege als auch Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden. Beide Pflegeformen beschreiben eine vorübergehende Unterstützung der Pflege, die bei der Pflegekasse geltend gemacht werden kann. Die Unterschiede gestalten sich wie folgt:

Kosten in der Verhinderungspflege
  • Die Verhinderungspflege wird in der Regel zu Hause geleistet, die Kurzzeitpflege nicht: Kurzzeitpflege kann laut Definition nur in einer entsprechenden stationären Pflegeeinrichtung durchgeführt werden.
  • Die Verhinderungspflege tritt in Kraft, wenn der Beweggrund für die Pflege bei einem pflegenden Familienangehörigen liegt, der zum Beispiel wegen Urlaub oder Krankheit vorübergehend nicht verfügbar ist. Die Kurzzeitpflege dagegen tritt ein, wenn der Beweggrund für Pflege bei dem Pflegebedürftigen liegt, zum Beispiel durch eine vorübergehende Verschlechterung des Gesundheitszustandes.
  • Der für die Pflege notwendige Pflegegrad kann bei der Kurzzeitpflege zur Not auch kurzfristig gefordert werden. Das ist bei der Verhinderungspflege anders: Hier muss der Pflegegrad 2 oder höher in Kombination mit der Pflege zu Hause seit mindestens einem halben Jahr bestehen, damit die Ersatzpflege beantragt werden kann.
  • Verhinderungspflege wird bis zu sechs Wochen oder 42 Tagen im Jahr bezuschusst, Kurzzeitpflege je nach Situation bis zu vier bzw. acht Wochen. Für beide Pflegeformen steht von der Pflegekasse ein Betrag von jeweils maximal 1.612 Euro zur Verfügung.

Gut für Sie zu wissen: Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege können miteinander gekoppelt werden.

Kombination Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege

Nutzen Sie doch einfach die Restmittel aus der Kurzzeitpflege für die Verhinderungspflege! Seit dem 1. Januar 2015 gibt es die Regelung, dass die Verhinderungspflege mit bis zu 50 % des Kurzzeit-Pflegebetrages ergänzt werden kann. Das entspricht einer Aufstockung von bis zu 806 Euro pro Kalenderjahr. Auf diese Weise können Sie als pflegender Angehöriger Ihre Auszeiten besser finanzieren, weil Sie zusätzlich den halben Leistungsbetrag der Kurzzeitpflege für die Kostenerstattung von Leistungen der Verhinderungspflege verwenden können. Insgesamt stehen somit 2.418 Euro pro Kalenderjahr für die Verhinderungspflege zur Verfügung. Besonders für Patienten, die bisher keine vollstationäre Kurzzeitpflege in Anspruch genommen haben, jedoch mehr Budget für die Verhinderungspflege benötigen, ist dies eine ökonomische Möglichkeit der Leistungsnutzung.

Die Kombination funktioniert natürlich auch umgekehrt: Benötigt ein Pflegebedürftiger im laufenden Jahr keine Verhinderungspflege, so kann er umgekehrt für acht Wochen Kurzzeitpflege sogar 3.224 Euro im Jahr beziehen. Zusammengefasst: Es lohnt sich, diese beiden Formen der Pflege zu kombinieren!

Praktisch erklärt: Verhinderungs- und Kurzzeitpflege

In diesem kurzen Video des Bundesministeriums für Gesundheit werden die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Pflegeformen kurz und kompakt erläutert.

Häufige Fragen

FAQ der Verhinderungspflege

Verhinderungspflege ist eine Art Pflege auf Zeit, die normalerweise zu Hause stattfindet. Eine ähnliche Pflegeform ist die Kurzzeitpflege, die in den meisten Fällten einen Pflegegrad des Bedürftigen voraussetzt und auf mehrere Wochen im Jahr begrenzt ist. Bei der Kurzzeitpflege muss der Pflegegrad allerdings noch nicht sechs Monate bestehen, sondern kann auch kurzfristig beantragt werden. Der Grund zur Antragsstellung liegt bei der der Kurzzeitpflege außerdem bei dem zu Pflegenden und nicht bei der Pflegeperson. Die Pflegeform Tagespflege und Nachtpflege beinhalten eine mehrstündige stationäre oder ambulante Pflege und sind auf keine Dauer im Jahr beschränkt.

Pflegt eine Privatperson die pflegebedürftige Person in der Verhinderungspflege, so werden die Leistungen der Pflegeversicherung, zu der auch das Pflegegeld gehört, an die pflegebedürftige Person überwiesen. Die Leistungen, sowohl Pflegegeld als auch der Betrag der Verhinderungspflege, sind prinzipiell dazu gedacht, die Pflegeperson für ihren Aufwand zu entschädigen und werden deshalb in der Regel an diese Person weitergegeben. Anders ist der Fall gelagert, wenn die Verhinderungspflege von einem Pflegedienst oder einer professionellen Pflegeperson übernommen wird, denn diese erhalten in der Regel das Geld direkt von der Pflegekasse.

Seit dem Inkrafttreten des Pflege-Neuausrichtungsgesetzes ist es so, dass während der Zeit der Verhinderungspflege das Pflegegeld weiterhin zur Hälfte gezahlt wird. Gut für Sie zu wissen: Das Pflegegeld wird nicht gekürzt, wenn die Verhinderungspflege nur stundenweise, das heißt weniger als oder genau acht Stunden täglich in Anspruch genommen wird. In diesem Fall gilt lediglich die Grenze der Erstattung von 1.612 Euro pro Jahr.

Die Pflegehilfe unterstützt Sie und übernimmt auf Wunsch die Beantragung und die Organisation für die Verhinderungspflege. Dabei werden nur geprüfte Einrichtungen mit entsprechender Pflegezulassung und für sehr gut bewertete Pflegedienste berücksichtigt. Nachdem einer der fachlich geschulten Berater Sie kompetent und kostenlos am Telefon beraten hat, leitet die Pflegehilfe die notwendigen Schritte ein, damit Sie möglichst schnell an die Verhinderungspflege kommen. Die Pflegehilfe hat ein deutschlandweites Netzwerk an Partnern, die sich durch jahrelange Erfahrung in diesem Bereich auszeichnen. Dieses Wissen teilt der Verband Pflegehilfe gerne mit Ihnen.

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Das sagen andere über uns

Ohne Unterstützung der Pflegehilfe hätten wir die Pflegestufe 1 für unsere Oma nicht bekommen. Die Investition in eine gute Beratung hat sich gelohnt.

Hans L.

Wir möchten uns für die erfolgreiche, fachlich kompetente und schnelle Hilfe der Pflegehilfe bedanken. Mit der Arbeit unseres Beraters waren wir sehr zufrieden. Wir werden Sie in jedem Fall weiterempfehlen.

Ilona J.

Dank Ihrer engagierten Unterstützung wurde meiner Frau die Pflegestufe 2 zuerkannt. Ohne die Hilfe von kompetenten Profis wäre die Anerkennung einer Pflegestufe wahrscheinlich nicht so erfolgreich verlaufen.

Dietmar S.

Mit der Pflegehilfe haben wir schnell und problemlos eine Seniorenbetreuung für meine Eltern in Dresden gefunden. Bei Problemen ist Herr Vaque, unser Berater, aber auch heute noch eine große Unterstützung!

K. Mahler

Vielen Dank für die Hilfe. Ich habe wirklich nicht gewusst, dass es eine so schöne Seniorenresidenz gleich in unserer Nähe gibt.

D. Schröder

Mit der Pflegehilfe habe ich eine individuelle und trotzdem bezahlbare Betreuung für meine Eltern gefunden. Am meisten freue ich mich darüber, dass die beiden nun sicher und trotzdem zu Hause wohnen können.

J. Schuster

Vielen Dank für die Unterstützung. Wir sind froh, uns mit der Pflegehilfe in Verbindung gesetzt zu haben. Wie werden Sie jederzeit weiter empfehlen!

Ottmar & Elfriede W.

Danke für Ihr Durchhaltevermögen Herr Morath und Ihre kompetente Beratung. Ohne Sie hätte meine Mutter bestimmt nicht die Pflegestufe 2 bekommen.

Franziska J.

Sie haben uns sehr gut auf die Begutachtung durch den MDK vorbereitet, was letztendlich zu einem positiven Ergebnis geführt hat. Vielen herzlichen dank dafür.

Robert W.

Der Service der Pflegehilfe war eine starke Unterstützung um aus dem riesigen Pflegeangebot genau die richtige Lösung für uns zu finden.

J. Schuster

Frau Röger, meine Beraterin hat mir und meinen Vater bei der Suche nach einem Seniorenheim sehr geholfen! Es tut gut, in einer schweren Zeit professionelle Unterstützung an seiner Seite zu wissen.

K. Ackermann

Sympathisch finde ich, dass meine Beraterin sich noch immer nach meiner Mutter erkundigt, obwohl der Kontakt schon ein Jahr zurückliegt.

Ute T.

Von einer Bekannten haben wir den Tipp bekommen, die Pflegehilfe zu kontaktieren. Zum Glück haben wir das getan! Nach nicht einmal zwei Monaten wurde die zuvor abgelehnte Pflegestufe 1 bewilligt. Vielen Dank für Ihre tolle Unterstützung!

Familie G.

Dank Ihrer kompetenten Hilfe wurde uns das Pflegegeld bewilligt und sogar rückwirkend ausgezahlt. Dafür bedanken wir uns sehr.

Gudrun V.

Nach 2-maliger Ablehnung der Pflegestufe 2 ist es Pflegehilfe auf Anhieb gelungen, diese für meine Mutter durchzusetzen. Dafür danke ich Ihnen sehr!

Hedwig V.