Pflegebetten – Komfort und Entlastung

Zimmer

Senioren haben oft spezielle Anforderungen an ihr Bett: Sie kommen nur schwer aus dem sehr niedrigen Bett oder brauchen Hilfe beim Positionswechsel. Mit einem Senioren- oder Pflegebett haben Betroffene wieder Sicherheit, können leichter aufstehen und erhalten würdevoll ihre Eigenständigkeit.

Erfahren Sie, ab wann sich ein Pflegebett für Sie lohnt und welche Optionen für Ihre Beschwerden sinnvoll sind. Der Verband Pflegehilfe unterstützt Sie dabei, das richtige Pflegebett für Sie zu finden und informiert Sie über die Kosten der Anschaffung und Fördermöglichkeiten.

Sie haben wenig Zeit? Einen kurzen Überblick erhalten Sie in Fragen und Antworten.

Welche Pflegebetten gibt es?

Je nach Pflegebedürftigkeit bieten sich vier verschiedene Arten von Pflegebetten an:

  1. Seniorenbetten: Darunter versteht man Bettenrahmen, die eine höhere Sitzkante haben und so einen einfachen Ein- und Ausstieg bieten. Zusammen mit einem verstellbaren Pflege-Einlegerahmen wird das Bett zu einer idealen Hilfe für Menschen, die krankheits- oder altersbedingt fast ausschließlich im Bett liegen. Wenn Sie zusätzlich noch Aufstehhilfen für das Bett nutzen, können Sie sich die Funktionen, die Sie brauchen, individuell zusammenstellen.
  2. Aufstehbetten: Sie haben den Vorteil, dass die pflegebedürftige Person mittels einer elektrisch drehbaren Liegefläche in eine Sitzposition und dann in eine Aufstehposition gefahren werden kann. Dem Patienten wird so das Aufstehen erleichtert. Zusätzlich zur Liegefunktion bietet das Aufstehbett also eine sehr angenehme Sitzposition, ähnlich wie in einem Sessel.
  3. Niederflurbetten: Diese Betten sind hervorragend für kleine Personen geeignet, da sie besonders weit abgesenkt werden können. Senioren können leichter aus dem Bett ein- und aussteigen und das Sturzrisiko wird minimiert. Demenz- oder Alzheimerpatienten können diese Betten ebenfalls nutzen, denn auch für sie bietet die Absenkung mehr Sicherheit und Komfort, wenn sie aus dem Bett steigen.
  4. Schwerlastbetten: Schwerlastbetten sind speziell für besonders schwere Menschen konstruiert. Durch ihr stabiles Material und ihre Konstruktionsweise bieten sie Sicherheit und Komfort. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Liegefläche breiter ausfällt als bei einem normalen Bett. Je nach Modell können die Schwerlastbetten mit bis zu 500kg belastet werden. Bitte denken Sie daran, dass nicht nur das Bett Ihr Gewicht tragen können muss, sondern dass auch die Statik des Hauses auf diese punktuell hohe Last ausgerichtet sein muss.

Wie ist ein Pflegebett ausgestattet?

Bett mit Decke und Buch

Jeder, der im Urlaub schon einmal schlecht geschlafen hat, weiß: Jedes Bett ist nur so gut wie seine Matratze. Für Pflegebetten gibt es spezielle Matratzen, die sich den Bewegungen des Lattenrosts anpassen. Damit verbessert sich Ihre Schlafqualität erheblich.

Wenn das Aufrichten und Aussteigen aus dem Bett trotz der Höhe des Betts und der beweglichen Lattenroste immer noch zu schwer ist, kann Ihnen verschiedenes ergonomisches Zubehör helfen.

Ab wann lohnt sich ein Pflegebett?

Pflegebetten sind sowohl eine Hilfe für Sie, um ein eigenständigeres Leben zu führen, als auch eine große Entlastung für Ihre Angehörigen und Pfleger. Das Besondere am Pflegebett: Sie können den Liege- und Sitzwinkel stufenlos einstellen und die Sitzhöhe je nach Wunsch verstellen. Das lindert Ihre Schmerzen und erleichtert die Pflege. Durch die hohe Einstiegshöhe von Pflegebetten wird das Ein- und Aussteigen erheblich vereinfacht und sicherer gemacht.

Bett mit Nachttisch und Lampe

Ein Pflegebett bekommen Sie dann von Ihrem Arzt verschrieben, wenn der größte Teil der Pflege im Bett stattfindet. Wenn Sie zum Beispiel im Pflegebett essen und Sie dort gewaschen werden, sind Pflegebetten für Sie die richtige Wahl und werden von der Kasse übernommen.

Aber auch wenn Sie noch nicht pflegebedürftig sind, kann für Sie ein Seniorenbett mit Einlegerahmen eine komfortable Alternative bieten. Diese können Schmerzen lindern, Selbstständigkeit fördern und zu gesünderem Schlaf beitragen.



Was ist der Unterschied zwischen Pflege- und Krankenbetten?

Verstellbares Seniorenbett

Pflegebetten und Krankenbetten beschreiben dasselbe Produkt. Es sind Betten, die sich auf- und abfahren lassen und einen stufenlos verstellbaren Lattenrost haben. So können Sie sich sowohl aufrichten als auch flach hinlegen.

Die unterschiedlichen Namen erschließen sich aus dem Grund der Nutzung: Nach einem Unfall oder einer Krankheit kann zur Genesung ein Krankenbett von der Krankenkasse zur Verfügung gestellt werden. Eine pflegebedürftige Person mit Pflegegrad bekommt von der Pflegekasse ein Pflegebett.

Finanzierung & Zuschüsse

Was kostet ein Pflegebett?

Geldscheine und Münzen

Die Preise für neue Standard-Pflegebetten beginnen bei etwa €750.

Bei Pflegebetten ist auch ein Gebraucht-Kauf möglich. Vor allem bei Krankenbetten, die nicht lange in Gebrauch waren, ist ein gebrauchtes Modell mit Ihrer eigenen Matratze so gut wie neu.

Wann wird ein Pflegebett gefördert?

Ein Pflegebett wird dann von der Pflegeversicherung bezahlt, wenn eine der drei gesetzlichen Bedingungen nach §40 SGB XI erfüllt ist:

  1. Das Pflegehilfsmittel muss die Pflege erleichtern
  2. Die Leiden des Patienten müssen gelindert werden
  3. Dem Patienten muss eine selbstständigere Lebensführung ermöglicht werden

Finanzierung mit Pflegegrad

Wenn Sie einen Pflegegrad haben, lohnt es sich, das Pflegebett direkt bei der Pflegekasse zu beantragen. Ein Gutachter des Medizinischen Diensts der Krankenkasse stellt während eines Hausbesuchs fest, ob Bedarf besteht. Damit ist in der Regel die Pflegekasse für Ihr Pflegebett verantwortlich und stellt Ihnen dieses entweder leihweise zur Verfügung oder übernimmt die Anschaffungskosten.

Finanzierung ohne Pflegegrad

Krankenbetten liegen immer in der Verantwortung Ihrer Krankenkasse. Im Notfall stellt diese Ihnen leihweise ein Krankenbett zur Verfügung.

Pflegebetten zählen als „Technische Pflegehilfsmittel“ und werden von der Krankenkasse übernommen, wenn Sie eine Verordnung von Ihrem Arzt bekommen. Dies kann sich auch lohnen, wenn das Gutachten des MDK zu lange dauern würde und Ihr Arzt Ihnen zeitnah ein Rezept ausstellen kann.

Außerdem haben Sie die Möglichkeit, ein Pflegebett in einem Sanitätshaus zu leihen. Das Sanitätshaus gewährleistet dann auch die Zuverlässigkeit und Funktionstüchtigkeit des Hilfsmittels.

Welches Pflegebett zahlt die Krankenkasse?

geld

Wenn ein Pflegehilfsmittel im Hilfsmittelverzeichnis des GKV Spitzenverbandes aufgeführt ist und Sie einen Pflegegrad oder ein Rezept von Ihrem Arzt haben, wird das Modell in der Regel bewilligt. Das in unserem Angebotsvergleich angegebene Pflegebett ist hierin enthalten. Allerdings geben Krankenkassen Pflegehilfsmittel vorzugsweise leihweise heraus.

Pflegehilfsmittel können Sie bei Neuanschaffung einen Eigenanteil von 10% des Kaufpreises, aber nicht mehr als €25, kosten.

Was mache ich, wenn ich keine Finanzierung erhalte?

Wenn die Kranken- und Pflegekassen die Finanzierung eines Bettes verweigern, gibt es eine günstigere Alternative: Ein Einlegerahmen in einem Seniorenbett. Dieser bietet gleichzeitig eine hohe Sitzfläche, sodass das Aufstehen und Setzen leichtfällt. Zudem ist der Einlegerahmen stufenlos verstellbar, genau wie beim Standardmodell eines Pflegebetts.

Ehepaar Telefon Planung

Außerdem können Sie Pflegebetten in einem Sanitätshaus oder Onlinefachhandel mieten. Dann entfallen die hohen Einmalkosten und Sie zahlen einen monatlichen Betrag. Übrigens handelt es sich bei der Bereitstellung durch die Kranken- oder Pflegekassen ebenfalls oft um eine Leihgabe durch einen Kooperationspartner der Pflegeversicherung.

Steuerliche Absetzbarkeit

Wenn Sie sich dazu entschließen, das Pflegebett selbst zu zahlen, sind die Ausgaben von der Steuer absetzbar. Wenn Sie das Rezept oder das Gutachten beim Finanzamt vorlegen, können Sie die Ausgaben als „Außergewöhnliche Belastung“ von der Steuer absetzen.

Nützliches Zubehör für Ihr Pflegebett

Entscheiden Sie selbst, welche Hilfsmittel für Sie oder Ihren Angehörigen Sinn machen:

  1. Aufstehhilfe: Für sicheren Halt - als Hilfe beim Umdrehen und Aufrichten sowie zur Sturzprophylaxe
  2. Patientenlifter: Erleichtert das Aufstehen, wenn der Pflegebedürftige nicht mehr aus eigener Kraft aus dem Bett kommt
  3. Hausnotrufsystem liegt auf dem Tisch
  4. Beistelltisch mit Ablageplatte: Möglichst höhenverstellbar und fahrbar
  5. Hausnotruf: Per Tastendruck können Sie eine Rückrufbitte erhalten oder ein Mitarbeiter schaut nach Ihnen
  6. Nachttisch auf Rollen: Stauraum für Pflegezubehör und alles, was nachts benötigt wird
  7. Beistelltisch: Bequeme Möglichkeit, um Ihre Mahlzeiten vom Bett aus einzunehmen
  8. Sicherheits-Bettlampe: Keine Hitzeentwicklung und einfache Montage am Bettrahmen
  9. Waschbarer Bettschutz: Hilfe bei Inkontinenz durch schnelltrocknende Betteinlage unter dem Bettlaken
  10. Dekubitus-Matratze: Entlastet immer wieder verschiedene Körperstellen und hilft gegen Druckgeschwüre
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Häufige Fragen

Rollstuhl_draußen

Ein Pflegebett erfüllt drei wichtige Funktionen. Erstens lindert der verstellbare Lattenrost Schmerzen und spart wichtige Kraft. Zweitens ermöglicht Ihnen die hohe und verstellbare Sitzfläche, eigenständig aufzustehen. Drittens erleichtert es Ihrem Pfleger die Arbeit und schützt so auch dessen Gesundheit. Während Punkt eins und zwei durch ein hohes Seniorenbettgestell und einen Einlegerahmen gelöst wird, ist die Gesundheit Ihres Pflegers nur durch ein höhenverstellbares Bett wirklich gesichert.

Beide Begriffe beschreiben dasselbe Produkt. Ein Pflegebett wird für Menschen mit Pflegegrad verwendet und ist oft aus Holz gefertigt. Es soll sich damit ideal an das häusliche Umfeld anpassen. Ein Krankenbett wird nach einem Unfall oder zur Übergangspflege verwendet. Ansonsten sind die Modelle und deren Funktionen gleich.

Demenzpatienten sind oft sehr unruhig und stehen nachts häufig aus dem Bett auf, weil Sie das Gefühl haben, noch etwas erledigen zu müssen. Sie sind besonders sturzgefährdet, können beim Aussteigen aus einem hohen Bett fallen und sich dabei verletzen. Niederflurbetten können so weit abgesenkt werden, dass sich das Bett knapp über dem Boden befindet. So kann die Person auch beim Verlassen des Bettes nicht mehr schwer stürzen.

Ja, die sogenannten Schwerlastbetten können bis zu 500kg tragen und sind extra für adipöse, das heißt sehr schwere Menschen konstruiert. Sie sind besonders stabil gebaut und erleichtern das Aufstehen aus dem Bett. Fragen Sie bei Bedarf nach einer extra breiten Liegefläche.

Seniorenbetten mit einer speziellen Dekubitus-Matratze sind besonders geeignet für Menschen mit wundgelegenen Körperstellen oder Druckgeschwüren (Dekubitus). Die Matratze hat luftgefüllte Kammern und entlastet immer wieder verschiedene Körperstellen. Ein Lagern des Pflegebedürftigen wird aber nicht ersetzt und ist weiterhin notwendig, um ein Wundliegen zu verhindern.

Der Spitzenverband der deutschen Krankenkassen hat ein Hilfsmittelverzeichnis, in dem unterschiedliche Modelle aufgeführt werden. Produkte, die hierin aufgenommen werden, haben einen Test auf Funktionstüchtigkeit bestanden. Wenn Sie den Bedarf an einem Pflegebett nachweisen können, werden diese Modelle finanziell immer unterstützt.

Der Verband Pflegehilfe fühlt sich berufen, Sie bestmöglich bei der Suche nach Pflegeprodukten und -dienstleistungen zu unterstützen. Daher beraten Sie unsere professionell geschulten Berater gerne kostenlos über die besten regionalen Pflegebetten-Anbieter. Diese werden Ihnen dann, wenn Sie dies wollen, unverbindliche Angebote machen, aus denen Sie sich das beste aussuchen können.