Patientenlifter & Bettenlifter
Entlastung durch Lifter in der Pflege

Patientenlifter-Wandlifter

Für jede Wohnung und jedes Krankheitsbild gibt es den passenden Patientenlift. Grundliegend unterscheidet man zwischen mobilen und stationären Arten von Patientenliften. Jedes Modell hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Wir stellen Ihnen die Modelle im Einzelnen vor und erklären, für welche Pflegesituation der Patientenlifter geeignet ist.

Sie sind sich nicht sicher, welches Modell das richtige für Ihren Angehörigen ist? Wir unterstützen Sie gerne unverbindlich bei der Suche nach dem passenden Pflegelift und helfen Ihnen dabei, die Kostenübernahme durch die Krankenkasse zu gewährleisten. In unserem Ratgeber finden Sie alle Patientenlift-Modelle in der Übersicht.

In den häufigsten Fragen finden Sie die wichtigsten Informationen im Überblick.

Kurzgesagt: Patientenlifter

Kurzgesagt

  • Der Lift hilft, Ihren Angehörigen umzulagern oder aufzusetzen.
  • Die Krankenkasse übernimmt die Kosten auf Rezept.
  • Wichtig für die Kostenübernahme sind Kostenvoranschläge.

Was ist ein Patientenlift?

Patientenlifter

Für viele pflegende Angehörige wird es zunehmend schwieriger, den Pflegebedürftigen umzulagern und aufzurichten. Viele kommen so schnell an Ihre körperlichen Grenzen – es drohen Muskelschmerzen oder gar Verletzungen. Das muss nicht sein: Patientenlifter übernehmen den Kraftakt beim Aufstehen, Umlagern oder Aufsetzen. Dadurch sorgen Patientenlifter für einen reibungslosen Ablauf in der häuslichen Pflege.

Patientenlifte werden auch als Pflegelifter, Bettenlifter, Personenlifter oder Hebelifter bezeichnet. Der Patientenlift wird einfach per Knopfdruck bedient. Je nach Modell kann Ihr Angehöriger den Lift auch selbstständig verwenden. Im Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen sind Patientenlifte unter der Kategorie „22 - Mobilitätshilfen“ gelistet und gelten als technisches Hilfsmittel für die Pflege. Dadurch erhalten Sie für Pflegelifte Zuschüsse der Kranken- oder Pflegekasse.

  • Patientenlifter werden auch als Pflegelift, Bettenlift, Personenlifter oder Hebelifter bezeichnet.
  • Als Mobilitätshilfe für die Pflege sind Patientenlifte im Hilfsmittelverzeichnis gelistet.
  • Der Patientenlifter unterstützt Sie dabei, Ihren Angehörigen umzulagern und aufzurichten.
  • Manche Pflegelifter sind selbstständig bedienbar, sodass Ihr Angehöriger keine Hilfe beim Aufrichten benötigt.

Welche Patientenlift-Modelle gibt es?

Wandlifter mit Hebebügeln im Bad

In der häuslichen Pflege gibt es viele Situationen, in denen Hilfe beim Aufstehen, Umsetzen oder -lagern benötigt wird. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen mobilen und stationären Patientenliftern sowie Schienenliftsystemen. Mobile Lifter sind mit Rollen ausgestattet und so in und zwischen verschiedenen Räumen einsetzbar. Stationäre Patientenlifter werden fest an der Wand oder der Decke verschraubt.

Sowohl mobile als auch stationäre Pflegelifter sind in weitere Unterkategorien aufgeteilt. Wir stellen Ihnen die Modelle vor und erklären, für welche Pflegesituation sie geeignet sind. Außerdem finden Sie hier eine Übersicht von Zubehör für Patientenlifte, zum Beispiel Patientengurte und Hebetücher. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welcher Patientenlift der richtige für Ihren Angehörigen ist, kontaktieren Sie unsere kostenlose Patientenlift-Beratung.

Patientenlifter ModelleMobilMobiler PatientenlifterUmsetzlifterSchwerlastlifterStationärWandlifterStandlifterDeckenlifter

Mobile Pflegelifter

Mobile Patientenlifter kommen in der ganzen Wohnung zum Einsatz. Sie unterstützen Sie dabei, Ihren Angehörigen aufzurichten und umzusetzen. Mobile Pflegelifte sind mit Rollen am Fahrgestell ausgestattet, mit denen der Transport in andere Räume angenehm für Sie und Ihren Angehörigen wird. Sie werden je nach Bedarf mit Hebetüchern oder -bügeln ausgestattet.

Auch bei den mobilen Pflegeliftern gibt es unterschiedliche Kategorien, die je nach Situation, Pflegebedürftigkeit und Wohnsituation alle ihre individuellen Vorteile haben. Die vielseitigen Einsatzgebiete von mobilen Pflegeliftern machen Sie zu einem guten Begleiter im Pflegealltag. Kompakte Modelle eignen sich auch für engere Mietwohnungen.

Mobiler Patientenlifter

Patientenlifter

Wenn von Patientenliften die Rede ist, sind meist mobile Hebehilfen gemeint. Denn mobile Patientenlifte sind sehr kompakt und durch ihre Rollen in der gesamten Wohnung einsetzbar. Um den mobilen Patientenlift zu verwenden, benötigt Ihr Angehöriger Hilfe von Ihnen oder einer Pflegekraft. Denn die Mobillifter sind elektrisch hoch- und runterfahrbar, zum Transport zwischen den Räumen muss der Patientenlifter aber durch eine andere Person geschoben werden.

Mobile Patientenlifte werden im Hilfsmittelverzeichnis als „fahrbare Lifter zur Fremdbedienung“ bezeichnet. Sie bestehen aus einem vierrädrigen Fahrgestell und einem Hubarm. Der Hubarm ist beweglich: Entweder über einen Motor, eine Hebe-Hydraulik oder ein Kurbelsystem. Das Fahrgestell ist in der Breite verstellbar. Der Patient kann mit Mobilliftern bis auf Bodenniveau gehoben oder gesenkt werden.

Die Hebeleistung von mobilen Hebeliftern reicht je nach Modell von 130 bis 150 Kilogramm. Für eine größere Hebeleistung gibt es spezielle Schwerlast-Patientenlifter. Der große Vorteil der mobilen Patientenlifter ist der variable Einsatzort – von Schlafzimmer über Wohn- bis hin zum Badezimmer ist der Mobillifter ein vielseitiges Hilfsmittel in der täglichen Pflege, dass Sie als pflegenden Angehörigen entlastet und vor Verletzungen schützt.

  • Mobile Patientenlifter, auch Mobillifter genannt, sind durch ihre Rollen in mehreren Räumen einsetzbar.
  • Die Hebeleistung der mobilen Standardmodelle liegt zwischen 130 bis 150 Kilogramm.
  • Der Hubarm ist entweder hydraulisch oder elektronisch schwenk- und absenkbar.

Fahrbare Aufstehhilfe & Umsetzlifter

Patientenlifter

Eine Unterkategorie der mobilen Patientenlifter sind die Aufsteh- und Umsetzlifter. Sie sind den mobilen Patientenliftern sehr ähnlich: auch sie verfügen über ein vierrädriges Fahrgestell, dass breitenverstellbar ist. Bei Aufstehliftern ist der Hubarm der Hebe- und Absenkvorrichtung in der Regel elektrisch. Zusätzlich sind Haltegriffe und Kniestützen am Umsetz- und Aufstehlifter angebracht, die die Stabilität Ihres Angehörigen unterstützen.

Im Gegensatz zu den anderen mobilen Pflegeliftern sind Aufsteh- und Umsetzlifter nur teilkörperlasthebend, bewegen Ihren Angehörigen also von einer sitzenden in eine aufrechte Position. So kommt Ihr Angehöriger beispielsweise von einem Sessel in den Stand, und dann in den Rollstuhl. Hierzu wird ein Gurt um den Rumpf gelegt und Ihr Angehöriger positioniert seine Füße auf der Trittfläche des Aufstehlifters. Der elektrische Antrieb unterstützt das Aufrichten.

Auch die Aufsteh- und Umsetzlifter sind nur mit der Hilfe einer zweiten Person benutzbar. Außerdem benötigt Ihr Angehöriger etwas Eigenkraft in den Armen und eine gewisse Stabilität im Rumpf, um diesen Patientenlift zu nutzen. Bei einer schweren Pflegebedürftigkeit sind Aufsteh- und Umsetzlifter eher ungeeignet. Oft werden sie für das Umsetzen zwischen Bett und Rollstuhl verwendet. Standardmodelle tragen etwa 130 Kilogramm.

  • Um einen Aufsteh- und Umsetzlifter nutzen zu können, benötigt Ihr Angehöriger Unterstützung und Eigenkraft.
  • Modelle mit Elektro-Antrieb schonen Sie beim Aufrichten Ihres Angehörigen, indem Sie Ihnen den Großteil der benötigten Kraft abnehmen.
  • Standardmodelle haben eine Hebeleistung von etwa 130 Kilogramm und sind ideal für den Transfer in den Rollstuhl.

Schwerlast-Patientenlifter

Wenn die Standard-Hebeleistung von etwa 130 bis 150 Kilogramm nicht ausreicht, kommen Schwerlast-Patientenlifter zum Einsatz. Durch die besonders leistungsstarken Motoren tragen Schwerlastlifter 250 bis 385 Kilogramm problemlos von A nach B. Schwerlast-Patientenlifter sind serienmäßig motorisiert, um die besondere Hubkraft zu leisten. Viele Schwerlastlifter haben eine eingebaute Patientenwaage zur Gewichtskontrolle.

Während andere Pflegelifter mit einer Zwei- oder Vier-Punkt Aufhängevorrichtung ausgestattet sind, haben Schwerlast-Patientenlifter eine Sechs-Punkt-Aufhängung. Diese hilft, das Gewicht besser zu verteilen. Sie haben ein Fahrgestell und sind somit eine Form der mobilen Patientenlifter. Im vorderen Bereich des Fahrgestells haben sie beidseitig zwei Rollen verbaut, um das Schieben zwischen den Räumen für Sie leichter zu machen.

  • Schwerlastlifter tragen zwischen 250 und 358 Kilogramm und sind mit leistungsfähigen Hebemotoren ausgestattet.
  • Robuste Materialien und eine Sechs-Punkt-Aufhängungsaufrichtung sorgen für Stabilität.
  • Mit Schwerlast-Tragetüchern und einer Liftwaage sind sie ideal für die Pflege bei Adipositas.

Für Unterwegs: Reiselifter & Klapplifter

Glühlampe

Reiselustige schätzen die Vorzüge von mobilen Reise- und Klappliftern, auch Minilifter genannt. Sie sind nicht nur platzsparend einklappbar, sondern auch aus besonders leichten Materialen hergestellt.

So können Sie den Reiselifter einfach zusammenklappen und im Kofferraum verstauen. Klapplifter können auch als Gepäck im Flugzeug eingecheckt werden und auf größere Reisen mitgenommen werden.

(Teil-)Stationäre Pflegelifter

Stationäre Patientenlifter werden an der Wand oder zwischen Decke und Boden befestigt. Sie benötigen nur wenig Platz und manche Modelle sind auch ohne eine Hilfsperson selbstständig bedienbar. Je nach Patientenlift ist eine Hubhöhe von bis zu zwei Metern realisierbar. Wie bei den mobilen Patientenliftern gibt es auch hier Schwerlast-Modelle, die mehr als die Standard-Hebeleistung von etwa 140 Kilogramm tragen.

Großer Vorteil der stationären Patientenlifter ist, dass Ihr Angehöriger sie auch dann verwenden kann, wenn er eine geringe Sitzstabilität hat. Somit eignen sich Wand- und Deckenlifter für jeden Pflegegrad. Stationäre Modelle lassen sich für eine Nutzung in anderen Räumen rückstandslos ab- und wieder aufbauen. Daher werden sie oft auch als teilstationäre Lifter bezeichnet. Der größere Funktionsumfang lässt sich durch Zubehör wie spezialisierte Hebetücher weiter ausbauen.

Wandlifter

Patientenlifter

Der Wandlifter wird oft als Bettenlifter bezeichnet und steht zwischen mobilen und stationären Pflegeliften: Die Wandhalterungen wird fest mit der Bausubstanz verschraubt, der Hebearm des Wandlifters kann aber ein- und ausgehängt werden. So ist es möglich, einen Wandlift mit mehreren Halterungen in verschiedenen Zimmern zu verwenden. Der Hubarm ist schwenk- und meistens ausziehbar. Wandlifter tragen etwa 140 bis 160 Kilogramm.

Der Radius, in dem der Wandlifter eingesetzt werden kann, wird durch eine verschiebbare Haltevorrichtung weiter ausgeweitet. Wenn der Wandlifter nicht benötigt wird, kann er weggeklappt oder ganz abmontiert werden. Somit ist der Wandlifter sehr platzsparend und auch in beengten Räumlichkeiten problemlos einsetzbar. Gerade in Badezimmern ist oft wenig Platz – hier hilft der Wandlifter bei dem Transfer zwischen Rollstuhl und Toilette.

Damit der Wandlifter eingebaut werden kann, muss die Wand mit dem Gesamtgewicht des Patientenlifters und dem Körpergewicht kombiniert belastbar sein. Der Einbau wird von einem Fachmann vorgenommen. Sollte Ihre Wand nicht stabil genug sein, wird das bereits bei der Erstberatung vor Ort durch einen Baustatik-Test bemerkt. Um den Wandlift zu benutzen, braucht Ihr Angehöriger Hilfe einer zweiten Person, zum Beispiel um den Hebearm umzustecken.

  • Je nach Modell haben Wandlifter eine Hebeleistung zwischen 140 und 160 Kilogramm.
  • Voraussetzung ist, dass Ihre Wände fest genug sind, um das Gewicht von Lift und Person zu tragen.
  • Werden mehrere Wandhalterungen angebracht, kann der Wandlifter in verschiedenen Räumen genutzt werden.
  • Da er besonders platzsparend ist, ist er ideal für beengte Räume geeignet und kann mit wenigen Handgriffen bis auf die Wandhalterung abgebaut werden.

Klemm- und Standlifter

Standlifter werden durch einen teleskopierbaren Standmast zwischen Boden und Decke verklemmt. Ihr Vorteil: Durch das Klemmsystem muss kein Eingriff in die Bausubstanz stattfinden. So bleiben auch keine Bohr- oder Dübellöcher zurück. Wenige Handgriffe genügen, um den Standlifter ab- und in einem anderen Raum wiederaufzubauen. Voraussetzung ist ein stabiler Boden und eine stabile Decke.

Das Eigengewicht des Standlifters und das Körpergewicht Ihres Angehörigen wird über zwei Auflageflächen an den jeweiligen Enden der Teleskopstange verteilt. Dadurch beträgt die Hublast von Standliftern etwa 140 Kilogramm. Der leistungsstarke Elektromotor sorgt außerdem für eine Hubhöhe von bis zu 1,70 Metern. Für die Nutzung des Standliftes benötigt Ihr Angehöriger Unterstützung von einer zweiten Person.

Neben der Boden-Decken-Stange besteht der Standlift aus einer Gurtwinde, mit der Ihr Angehöriger angehoben und herabgelassen wird. Am Ende des Gurtes wird Zubehör wie Patientengurte oder -tragetücher eingehängt, in denen Ihr Angehöriger während der Benutzung bequem Platz findet. Oft finden Standlifter im Badezimmer Anwendung. Durch ein Schienensystem kann der Standlift auch raumübergreifend genutzt werden.

  • Durch den Teleskopmast werden Standlifter einfach zwischen Decke und Boden geklemmt.
  • So müssen weder Bohr- noch Dübellöcher gemacht werden und der Standlifter findet schnell in vielen Räumen Einsatz.
  • Der starke Elektromotor erlaubt eine Hubhöhe von bis zu 1,70 Meter und trägt etwa 140 Kilogramm.

Schwimmbad- und Poollifter

Glühlampe

Schwimmübungen werden in vielen Therapiekonzepten eingesetzt, aber der Weg in den Pool birgt die Gefahr, auszurutschen. Wenn Ihr Angehöriger einen Pool hat, hilft ein Schwimmbadlifter beim sicheren Transport ins erfrischende Nass.

Poollifter werden fest im Boden verschraubt und sind standardmäßig komplett wasserdicht. Der Elektronik können weder Spritzer aus dem Schwimmbecken noch Wind und Wetter etwas anhaben. Das ist gerade für Pools im Außenbereich besonders wichtig. Wenn das Schwimmen Teil einer medizinischen Therapie ist, übernimmt die Kasse auch hier die Kosten.

Deckenlifter & Schienenliftsysteme

Patientenlifter

Schienen- und Deckenlifter haben einen entscheidenden Vorteil: Ihr Angehöriger kann den Patientenlift selbstständig nutzen, sofern er mit einem Fahrantrieb ausgestattet ist und in einem einzelnen Raum verwendet wird. Deckenlifter verfügen über ein Schienenprofil oder eine Laufschiene. Diese wird direkt an der Zimmerdecke montiert – so sind raumübergreifende Deckenlifter für die Pflege problemlos möglich.

Einfache Modelle bestehen aus einem geraden Schienensegment, zum Beispiel vom Schlafzimmer Ihres Angehörigen bis ins Badezimmer. So kann Ihr Angehöriger vom Bett in den Schienenlift einsteigen, ins Badezimmer schweben und bis auf die Toilette hinabgesenkt werden. Hilfe benötigt er allerdings beim Raumwechsel, denn dort muss der Deckenlift von der einen Schiene in die andere umgesteckt werden.

Spezielle Patientengurte ermöglichen, mitsamt dem Gurtsystem hygienisch und unkompliziert die Toilette zu benutzen. Das Schienensystem kann individuell zusammengestellt und auch im Nachhinein erweitert werden. Die „Kreuzungen“ der verschiedenen Schienensegmente werden durch Weichen oder Drehteller verzweigt. Eine Fernbedienung ermöglicht es Ihrem Angehörigen, den Deckenlifter zum Positionswechsel vollkommen selbstständig zu verwenden.

Auch für diesen Patientenlift ist eine ausreichende Tragkraft der Decke vorausgesetzt. Deckenlifter haben standardmäßig eine Hebeleistung von 150 Kilogramm und heben problemlos bis zu einer Höhe von zwei Metern. Abhängig von der Tragfähigkeit Ihrer Decken sind Sondermodelle möglich, die eine größere Hebekraft haben. Durch die Montage an der Decke benötigen Schienenlifter praktisch keinen Platz und sind somit ideal für kleine und beengte Räume geeignet.

  • Mit einer Hebeleistung von 150 Kilogramm sind Deckenlifter ein starker Begleiter in der häuslichen Pflege.
  • Die Schienensegmente werden an der Decke befestigt und können bei Bedarf im Nachhinein erweitert werden.
  • Der Einsatz von Schienenliftsystemen ist auch raumübergreifend möglich, wenn Ihr Angehöriger Hilfe beim Schienenwechsel erhält.

Wie werden elektrische Patientenlifter mit Strom versorgt?

Glühlampe

Elektrische Patientenlifter verfügen über einen leistungsstarken Akku. Dieser wird mit einem mitgelieferten Ladekabel an einer haushaltsüblichen Steckdose aufgeladen. Moderne Patientenlifter verbrauchen nur sehr wenig Strom.

Ein voller Akku reicht für etwa 40 Verwendungen - verwenden Sie den Patientenlift also zweimal täglich, müssen Sie den Akku nur etwa alle drei Wochen aufladen. Geht der Akku während der Nutzung leer, greift die Notabsenkungs-Funktion und Ihr Angehöriger wird sachte in die Ausgangsposition heruntergefahren.

Welches Patientenlifter-Zubehör gibt es?

Patientenlifter

Das Zubehör für Patientenlifte ist vielseitig. Das wichtigste Zubehör sind Tragetücher. Jeder Hersteller von Pflegeliftern hat ein breites Angebot an verschiedenen Tragetüchern, die grundsätzlich mit allen Modellen kombiniert werden können. Umsetztücher sind für den Transport von der Liege- in eine Sitzposition geeignet und bestehen aus Befestigungsgurten und einem Transportbügel, der mit einem Haken am Patientenlifter angebracht wird.

Wenn Ihr Angehöriger nicht genug Kraft hat, seinen Kopf aufrecht zu halten, gibt es spezielle Tragetücher mit Kopfstütze. Eingearbeitete Gewebeplatten im Rückenbereich sorgen für zusätzliche Entlastung. Für den Toilettengang sind Toilettengurte ideal. Alternativ gibt es gepolsterte Hebebügel, die um Oberkörper und Oberschenkel gelegt werden. Je nach Gurt- und Tuchart werden Zwei- oder Vier-Punkt Aufhängevorrichtungen benötigt.

Auch Patientenlifter-Waagen sind beliebtes Zubehör. Ähnlich einer Kofferwage werden diese zwischen dem Patientenlift und dem Sitztuch eingehängt. So können Sie Ihren Angehörigen komfortabel und ohne Kraftaufwand wiegen. Moderne Patientenlift-Waagen haben auch eine BMI-Anzeige. Für Reiselifter ist eine Transporttasche empfehlenswert, um den Patientenlift unterwegs immer sicher zu verstauen.

In zwei Minuten zum Patientenlifter-Experten

Was sind Patientenlifter und wie helfen sie in der täglichen Pflege? Erfahren Sie in diesem Video in nur zwei Minuten, was Patientenlifter kosten, wer die Kosten übernimmt und welches Modell das passende für Sie ist.

Was kosten Patientenlifter?

Die Kosten von Patientenliftern variieren je nach Modell und Hersteller. Damit Sie den Überblick nicht verlieren, haben wir Ihnen die Kosten in einer Tabelle zusammengestellt. Beachten Sie: Hierbei handelt es sich lediglich um Erfahrungswerte zu einer ersten Orientierung. Die genauen Kosten erfahren Sie nach einem Patientenlift-Anbietervergleich und der Auswahl eines genauen Modells.

Patientenlift-ModellKostenHebeleistung Standardmodell
Mobile Patientenlifterab 1.500 Euro~ 150-130 Kilogramm
Aufsteh- & Umsetzlifterab 3.000 Euro~ 130 Kilogramm
Schwerlast-Patientenlifterab 4.000 Euro~ 250 bis 385 Kilogramm
Wandlifterab 3.000 Euro~ 140 bis 160 Kilogramm
Standlifterab 3.000 Euro~ 140 Kilogramm
Schienen- & Deckenlifterab 4.000 Euro~ 150 Kilogramm
Schwimmbad- & Poollifterab 5.500 Euro~ 160 Kilogramm

Wer übernimmt die Kosten für Patientenlifter?

Patientenlifter-Wandlifter

Patientenlifter sind im Hilfsmittelverzeichnis in der Kategorie „22 – Mobilitätshilfen“ gelistet. Dadurch gelten sie als technisches Hilfsmittel für die Pflege und die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen. Voraussetzung hierfür ist, dass Ihr Angehöriger ein Rezept von seinem Arzt erhält. In diesem Rezept muss die medizinische Notwendigkeit des Patientenlifters bescheinigt werden.

Im Klartext: Reichen andere Liftlösungen nicht mehr aus und erleichtert der Pflegelift die häusliche Pflege, ist er medizinisch notwendig. Dabei ist es egal, ob Sie Ihren Angehörigen alleine pflegen oder ein ambulanter Pflegedienst Sie dabei unterstützt. Wenn Ihr Angehöriger in einer stationären Einrichtung lebt, übernimmt diese die Anschaffung des Pflegeliftes. Im Regelfall sind bereits mehrere Modelle vorhanden.

Wenn Ihr Angehöriger ein Rezept erhalten hat, kann er den Antrag auf Kostenübernahme gemeinsam mit den Kostenvoranschlägen von Pflegelift-Anbietern bei seiner Kranken- oder Pflegekasse einreichen. Geben Sie beim Anbieter direkt an, dass Sie ein Rezept haben. Dann werden Ihnen auch nur Vorschläge für Patientenlifter gemacht, die im Hilfsmittelverzeichnis gelistet sind und von der Kasse gezahlt werden.

Nachdem die Kostenübernahme bewilligt wurde, leiten Sie diese direkt dem Anbieter weiter. Danach kümmert sich dieser um alles Weitere. Als Hilfsmittel zahlen Sie lediglich eine gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro für den Patientenlift. Die Differenz wird von der Kasse übernommen. Bei Kosten von etwa 1.500 bis 5.000 Euro ist der Antrag auf Kostenübernahme also unbedingt zu empfehlen.

  • Als Hilfsmittel werden die Kosten der Patientenlifter von der Pflege- oder Krankenkasse übernommen.
  • Voraussetzung ist ein ärztliches Rezept, dass die medizinische Notwendigkeit des Pflegelifters belegt.
  • Die meisten Kassen fordern Kostenvoranschläge, die Sie sich bereits im Voraus einholen sollten.
  • Sobald die Kostenübernahme genehmigt wurde, kümmert sich der Anbieter um alles Weitere und Sie erhalten den Patientenlifter geliefert.
  • Als Hilfsmittel für die Pflege zahlen Sie dann nur eine gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro.

Gut zu wissen: Indikation beachten

Patientenlifter

Im Hilfsmittelverzeichnis ist zu jedem Hilfsmittel eine Indikation vermerkt. Diese besagt, bei welchem Krankheitsbild das Hilfsmittel empfohlen wird. Als Indikation für Patientenlifter wird eine „erheblich bis voll ausgeprägte Beeinträchtigung des Wechsels der Körperposition und des Gehens“ genannt. Hier reichen andere Lifter nicht mehr aus, um reibungslose Abläufe in der häuslichen Pflege zu gewährleisten.

Im Antrag fragen viele Kranken- und Pflegekassen neben den Kostenvoranschlägen auch nach einer Begründung. Beachten Sie die Indikation und richten Sie sich bereits in der Antragsstellung danach. Wenn der Antrag auf den Patientenlift als Hilfsmittel abgelehnt wurde, sollten Sie binnen vier Wochen Widerspruch einlegen und auch hier die Indikation unbedingt nennen. Denn: Je näher Sie mit der Begründung an die Indikation kommen, desto höher sind auch Ihre Chancen der Genehmigung.

Entlastung dank Patientenlifter
Ein persönlicher Erfahrungsbericht von Agathe L.

Als pflegender Angehöriger braucht man oft viel Kraft – auch körperlich. Als Agathe L. bemerkte, dass es ihr zunehmend schwerfiel, ihren Ehemann aus und ins Bett zu bringen, kam erst die Angst: Was, wenn sie ihren Mann bald nicht mehr zu Hause pflegen könnte? Doch dann kam die Lösung: ein mobiler Patientenlifter brachte Erleichterung.

Die Tochter und der pflegebedürftige Vater umarmen sich, sie sind froh über die Unterstützung der 24 Stunden Pflege.
Agathe L. ist jeden Tag aufs Neue froh, wie sehr der Patientenlifter sie und den Pflegedienst im Alltag erleichtert.

Bei der Pflege meines Mannes erhalte ich seit vielen Jahren tatkräftige Unterstützung von unserem Pflegedienst. Doch das Aufstehen und Zubettgehen ist ein Ritual, das mir wichtig ist. Und das wollte ich immer mit meinem Mann allein machen. Seine Muskeln haben stark abgebaut, und gerade morgens fühlt er sich oft verkrampft. Ich habe es schon kommen sehen, dass ich ihn auf lange Sicht nicht mehr allein aus dem Bett kriege.

Unser Pflegedienst ist Mitglied beim Verband Pflegehilfe. Eine der Pflegekräfte hat mich dann darauf aufmerksam gemacht, mich doch mal beraten zu lassen. Also habe ich mal angerufen. Die Beraterin war so hilfsbereit, das erlebt man heute kaum noch. Sie hat mir dann einen Patientenlift empfohlen. Das ist bestimmt zu teuer, meinte ich dann. Doch sie sagte, die Kasse würde für die Kosten aufkommen.

Zuerst konnte ich es gar nicht glauben. Aber tatsächlich, nach zwei Wochen kam der Bescheid. Über den Verband habe ich auch direkt einen Anbieter gefunden, der mir mehrere Modelle vorgestellt hat. Als der mobile Patientenlift dann bei uns daheim stand, war ich so froh. Es war ein wenig wie Weihnachten, denn ich mache alles für meinen Mann, und so selten etwas für mich. Der Lift ist ein Geschenk für uns beide.

Der Pflegealltag ist nicht nur morgens und abends leichter, auch tagsüber kommt der Lifter zum Einsatz. Und auch der Pflegedienst ist wirklich froh! Auch deren Arbeit ist nun einfacher geworden. Wir danken auf diesem Wege nochmal dem Verband. Ein paar Wochen danach hat mich dieselbe Beraterin sogar nochmal angerufen, um sich zu erkundigen, ob alles geklappt hat. Wirklich schön zu wissen, dass jemand sich für pflegende Angehörige einsetzt.

Wir danken Frau Agathe L. vielmals für ihren Bericht. Alles Gute für Sie!

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Antworten auf die häufigsten Fragen

Patientenlifter

Patientenlifter entlasten Sie in der täglichen Pflege. Die fahrbaren oder stationären Modelle unterstützen Sie beim Aufrichten, Umsetzen und Transportieren Ihres Angehörigen. Mobile Patientenlifter sind mit einem Fahrgestell mit Rollen ausgestattet und so in der gesamten Wohnung verwendbar. Motorisierte Modelle machen den Pflegealltag leichter, da sie Ihnen viel Kraftaufwand abnehmen.

Den mobilen Patientenlifter auf Rollen verwenden Sie überall dort, wo Ihr Angehöriger ihn gerade benötigt. Sie oder die Pflegekraft oder schieben den Lifter bequem von Raum zu Raum. Wandlifter machen das Umsetzen von Bett zu Rollstuhl oder Rollstuhl zu Toilette bequem und sicher.

Der festinstallierte Deckenlifter auf Schienen ist besonders platzsparend. Ihr Angehöriger kann ihn sogar selbstständig als Bettenlifter nutzen und allein in den Rollstuhl steigen oder in das Badezimmer gelangen. Hat er zuhause einen Pool, denken Sie über einen Schwimmbad-Lifter nach. So nutzt er den Pool trotz körperlicher Einschränkung weiterhin.

Als Hilfsmittel für die Pflege wird der Patientenlifter von der Kranken- oder Pflegekasse Ihres Angehörigen übernommen. Dazu benötigt er ein ärztliches Rezept, welches die medizinische Notwendigkeit bescheinigt. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Ihren Angehörigen allein oder mit der Unterstützung einer Pflegekraft versorgen. Wenn Ihr Angehöriger in einem Pflegeheim lebt, stellt die Einrichtung den Patientenlifter. In der Regel sind dort bereits mehrere Patientenlift-Modelle vorhanden.

Mit erfolgreicher Kostenübernahme durch die Kranken- oder Pflegekasse zahlen Sie lediglich eine gesetzliche Zuzahlung in Höhe von 10 Euro pro verschriebenem Hilfsmittel.

In seltenen Fällen wird die Kostenübernahme trotz Rezept abgelehnt. Dann sollten Sie binnen eines Monats schriftlich Widerspruch einlegen. Ziehen Sie den Arzt hinzu, der das Rezept ausgestellt hat. Im Widerspruchsschreiben sollten Sie unbedingt die Indikation nennen, also die Symptome, die den Patientenlift medizinisch notwendig machen. Kommen Sie in der Begründung der Indikation so nah wie möglich: Dann stehen die Chancen für einen erfolgreichen Widerspruch sehr gut.

Mit etwa 1.500 Euro ist der mobile Patientenlifter die günstigste Variante. Aber auch hier schwanken die Preise: sogenannte Schwerlast-Patientenlifter tragen bis zu 385 Kilogramm und starten bei 4.000 Euro Kosten. Für Umsetzlifter, Wandlifter und Standlifter sind Kosten von etwa 3.000 Euro zu erwarten. Am teuersten ist der Schwimmbad- oder Poollifter: Wegen seiner speziellen Bauweise starten die Preise bei etwa 5.500 Euro.

Bedenken Sie: Wenn Ihr Angehöriger eine ärtzliche Verschreibung erhält, übernimmt die Kranken- oder Pflegekasse die Kosten und Sie zahlen lediglich eine Zuzahlung von 10 Euro für den Patientenlifter – unabhängig von den Kosten.

Für den Einsatz unterwegs gibt es spezielle Reise- und Klapplifter. Diese werden bei Bedarf zusammengeklappt und platzsparend im Kofferraum verstaut. Diese Minilifter können außerdem als Gepäck in Flugzeugen mitgenommen werden. So haben Sie auch auf Reisen stets die Unterstützung des Patientenlifters an Ihrer Seite.

Alle Patientenlifter bestehen aus einer Hebevorrichtung und einer Aufnahmehilfe. Elektrische Patientenlifter werden per Knopfdruck bedient – manche Modelle können sogar selbstständig verwendet werden, ohne dass eine zweite Person helfen muss.

Die Hebevorrichtung ist entweder rollbar oder wird an Wand oder Decke befestigt und trägt, wenn der Patientenlifter elektrisch ist, den Motor in sich. Die Aufnahmehilfe nimmt Ihren Angehörigen auf. Sie besteht aus einem Hebetuch oder einem Hebebügel und ist sehr belastbar. Diese Produkte finden Sie auch unter „Patientengurte“.

Patientenlifter werden mit vielseitigen Optionen für Hebetücher und -bügel erweitert. Umsetztücher sind essenziell für den Transport vom Bett in den Rollstuhl. Muskelschwache Menschen profitieren von Tragetüchern mit Kopfstütze, die Komfort und Sicherheit bringen. Zwischen den Haken am Patientenlifter-Hubarm und der Aufhängung für Patiententücher kann eine Waage gehängt werden, mit der das Gewicht regelmäßig und schonend kontrolliert werden kann.

Unser kostenloser Service für Sie: Gerne helfen unsere geschulten Berater Ihnen dabei, den passenden Patientenlifter zu finden. Auf Wunsch erhalten Sie im Anschluss drei Anbietervorschläge per E-Mail, die Sie bequem von zuhause aus vergleichen können. Außerdem unterstützen unsere Pflegeberater Sie dabei, die Zuschüsse für alle Bereiche der Pflege zu erhalten.