Patientenlifter & Bettenlifter
Mobile & stationäre Lifter für die häusliche Pflege

Patientenlifter-Wandlifter

Umsetzen, Umlagern und Hilfestellung beim Aufstehen sind tägliche Bestandteile der häuslichen Pflege. Für Pflegebedürftige sollten diese Bewegungen so schmerzfrei und angenehm wie möglich sein. Patientenlifter sind Hilfsmittel, die Ihren Angehörigen im Pflegealltag unterstützen. Dabei sind sie auch für pflegende Personen eine große Entlastung.

Patientenlifter kommen in einer Vielzahl an unterschiedlichen Modellen, sodass sich für jedes Wohnumfeld und jedes Krankheitsbild ein passender Lifter findet. Grundlegend wird zwischen mobilen und stationären Modellen unterschieden. Da sie als technische Hilfsmittel gelten, werden die Kosten vieler Patientenlifter von der Krankenkasse übernommen.

In unserem Ratgeber finden Sie die wichtigsten Informationen.

In den häufigsten Fragen finden Sie die wichtigsten Informationen im Überblick.

Stoppuhr-Icon Kurzgesagt: Patientenlifter

Stoppuhr-Icon Kurzgesagt

  • Der Lifter hilft, Ihren Angehörigen umzulagern oder aufzusetzen.
  • Die Krankenkasse übernimmt die Kosten auf Rezept.
  • Wichtig für die Kostenübernahme sind Kostenvoranschläge.

Was ist ein Patientenlift?

Patientenlifter

Patientenlifter, auch Betten- oder Personenlifter genannt, sind Hebehilfen und Hilfsmittel für den häuslichen Bereich. Sie dienen als Unterstützung beim Aufstehen, Umlagern oder Aufsetzen pflegebedürftiger Menschen, indem sie den Kraftakt dafür übernehmen. Der Personenlifter wird einfach per Knopfdruck bedient. Je nach Modell kann Ihr Angehöriger die Hebehilfe auch selbstständig verwenden.

Im Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen sind Patientenlifter unter der Kategorie „22 - Mobilitätshilfen“ gelistet und gelten als technisches Hilfsmittel für die Pflege. Je nach körperlicher Einschränkung und häuslichem Umfeld eignen sich verschiedene Modelle für die unterschiedlichsten Anwendungen. Es wird vor allem zwischen mobilen und stationären Liftern unterschieden, aber auch bezüglich Tragfähigkeit und Größe der Modelle.

  • Patientenlifter unterstützen Sie dabei, Ihren Angehörigen umzulagern und aufzurichten.
  • Als Mobilitätshilfe für die Pflege sind Patientenlifter im Hilfsmittelverzeichnis gelistet.
  • Manche Modelle werden von Ihrem Angehörigen selbstständig bedient.

Patientenlift-Modelle im Überblick

Wandlifter mit Hebebügeln im Bad

Im häuslichen Bereich gibt es in der Pflege viele Situationen, in denen Hilfe beim Aufstehen, Umsetzen oder Umlagern benötigt wird. Grundsätzlich gibt es mobile und stationäre Patientenlifter sowie Schienenliftsysteme. Mobile Lifter wie Gurtlifter sind mit Rollen ausgestattet und so in verschiedenen Räumen einsetzbar. Stationäre Personenlifter werden fest an der Wand oder Decke verschraubt.

Sowohl mobile als auch stationäre Pflegelifter werden in weitere Unterkategorien aufgeteilt, deren Einsatzmöglichkeiten und Funktionen wir Ihnen im Folgenden erklären. Ein Hinweis dazu: Es ist wichtig zu wissen, welches Zubehör es für die jeweiligen Modelle gibt. Dazu zählen beispielsweise Hebegurte und -tücher. Lassen Sie sich bezüglich der Eignung für Ihren Angehörigen unbedingt gut beraten.

Patientenlifter ModelleMobilMobiler PatientenlifterUmsetzlifterSchwerlastlifterStationärWandlifterStandlifterDeckenlifter

Mobile Pflegelifter

Mobile Modelle wie Gurtlifter kommen überall im Haus zum Einsatz. Sie sind mit Rollen am Fahrgestell ausgestattet, sodass Ihr Angehöriger mithilfe des Lifters sicher und komfortabel in andere Räume gelangt. Dafür werden sie mit Hebetüchern, -bügeln oder Gurten für einen komfortablen Sitz ausgestattet. Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten machen sie zu optimalen Begleitern in der häuslichen Pflege. Kompakte Modelle sind auch für engere Mietwohnungen geeignet.

Mobiler Hebelifter

Patientenlifter

Wenn von Patientenliftern die Rede ist, sind häufig mobile Hebelifter gemeint. Diese sind kompakte Modelle, die mit Rollen ausgestattet in der gesamten Wohnung eingesetzt werden. Sie bestehen aus einem vierrädrigen Fahrgestell und einem Hubarm. Dieser ist über einen Motor, eine Hebe-Hydraulik oder ein Kurbelsystem beweglich. Das Fahrgestell ist auch in der Breite verstellbar, sodass der Patient bis zum Boden abgesenkt wird.

Um den mobilen Lifter zu verwenden, benötigt Ihr Angehöriger teilweise Hilfe. Der Lifter ist  zwar je nach Modell elektrisch und selbstständig hoch- und runterfahrbar, aber für den sicheren Transport zwischen den Räumen muss der Lifter von einer anderen Person geschoben werden. Die Hebeleistung beträgt je nach Modell zwischen 130 und 150 Kilogramm. Für eine größere Hebeleistung gibt es spezielle Schwerlast-Patientenlifter.

  • Der große Vorteil mobiler Hebelifter ist dank der Rollen der variable Einsatzort.
  • Der Hubarm ist entweder hydraulisch oder elektronisch schwenk- und absenkbar.
  • Die Hebeleistung der mobilen Standardmodelle liegt zwischen 130 bis 150 Kilogramm.

    Fahrbare Aufstehhilfe & Umsetzlifter

    Patientenlifter

    Im Gegensatz zu anderen mobilen Pflegeliftern sind Umsetz- und Aufstehlifter nur teilkörperlasthebend. Das heißt, dass sie pflegebedürftige Menschen von einer sitzenden in eine aufrechte Position bewegen, beispielsweise vom Bett in den Stand und dann in den Rollstuhl. Hierzu wird ein Gurt um den Rumpf gelegt und Ihr Angehöriger positioniert seine Füße auf der Trittfläche des Aufstehlifters. Der elektrische Antrieb unterstützt das Aufrichten.

    Auch diese Modelle verfügen über ein breitenverstellbares Fahrgestell mit vier Rädern. Haltegriffe und Kniestützen am Lifter unterstützen die Stabilität Ihres Angehörigen optimal. Weiterhin ist dieses Modell nur mit Hilfe einer zweiten Person benutzbar. Für die sichere Nutzung sollten die Patienten über ausreichend Kraft in den Armen sowie eine gewisse Stabilität im Rumpf verfügen. Standardmodelle tragen etwa 130 Kilogramm.

    • Fahrbare Aufsteh- und Umsetzhilfen sind ideal für den Transfer in den Rollstuhl.
    • Sie ermöglichen den Übergang vom Sitzen in eine aufrechte Position.
    • Für die Nutzung benötigt Ihr Angehöriger Unterstützung und etwas Eigenkraft.

    Schwerlast-Patientenlifter

    Sollte die Standard-Hebeleistung von etwa 130 bis 150 Kilogramm nicht ausreichen, kommen Schwerlast-Patientenlifter zum Einsatz. Durch die besonders leistungsstarken Motoren verfügen Schwerlastlifter über eine Tragfähigkeit von 250 bis 385 Kilogramm. Sie sind serienmäßig motorisiert, um die Hubkraft zu gewährleisten. Viele Schwerlastlifter haben eine eingebaute Patientenwaage zur Gewichtskontrolle.

    Während andere Pflegelifter mit einer Zwei- oder Vier-Punkt Aufhängevorrichtung ausgestattet sind, haben Schwerlast-Personenlifter eine Sechs-Punkt-Aufhängung. Diese hilft, das Gewicht besser zu verteilen. Durch das Fahrgestell sind sie mobil, wobei im vorderen Bereich häufig beidseitig zwei Rollen verbaut sind. Diese erleichtern das Schieben und Manövrieren für die pflegende Person.

    • Schwerlastlifter tragen zwischen 250 und 385 Kilogramm.
    • Durch das angepasste Fahrgestell sind sie mithilfe einer zweiten Person mobil.
    • Ein Hebemotor sowie eine Sechs-Punkt-Aufhängung sorgen für Stabilität.

    Für unterwegs: Reiselifter & Klapplifter

    gluehbirne

    Reiselustige schätzen die Vorzüge von mobilen Reise- und Klappliftern, auch Minilifter genannt. Sie sind nicht nur platzsparend einklappbar, sondern bestehen auch aus besonders leichtem Material.

    So können Sie den Reiselifter schnell und einfach zusammenklappen und im Kofferraum verstauen. Klapplifter können auch als Gepäck im Flugzeug eingecheckt und auf größere Reisen mitgenommen werden.

    (Teil-)Stationäre Pflegelifter

    Stationäre Patientenlifter werden an der Wand oder zwischen Decke und Boden befestigt. Sie benötigen nur wenig Platz und werden je nach Modell selbstständig bedient. Je nach Patientenlifter ist eine Hubhöhe von bis zu zwei Metern realisierbar. Der große Vorteil ist, dass der Patient sie auch bei geringer Sitzstabilität verwendet. Einige stationäre Modelle lassen sich für andere Räumen rückstandslos ab- und aufbauen. 

    Wandlifter & Bettenlifter

    Patientenlifter

    Der Wandlifter, auch Bettenlifter genannt, steht zwischen mobilen und stationären Pflegeliftern: Die Wandhalterung wird fest mit der Bausubstanz verschraubt, der Hebearm kann aber ein- und ausgehängt werden. So ist es möglich, einen Wandlifter mit mehreren Halterungen in verschiedenen Zimmern zu nutzen. Der Hubarm ist schwenk- und meistens ausziehbar. Bettenlifter tragen etwa 140 bis 160 Kilogramm.

    Durch den flexiblen Hebearm wird der Wandlifter bei Bedarf weggeklappt oder abmontiert. Somit ist er äußerst platzsparend und auch für enge Räumlichkeiten wie kleine Bäder geeignet. Wichtig ist, dass die entsprechenden Wände das gesamte Gewicht von Lifter und Patient tragen. Den Einbau übernimmt daher ein Fachmann. Für die Nutzung benötigen pflegebedürftige Menschen die Hilfe einer zweiten Person, zum Beispiel um den Hebearm umzustecken.

    • Mit mehreren Wandhalterungen wird der Wandlifter in verschiedenen Räumen genutzt.
    • Der Lifter ist ideal für beengte Räume, da die Wandhalterung leicht abgebaut werden kann.
    • Je nach Modell haben Wandlifter eine Hebeleistung zwischen 140 und 160 Kilogramm.

    Klemm- und Standlifter

    Standlifter werden durch einen teleskopierbaren Standmast zwischen Boden und Decke verklemmt. Ihr Vorteil: Durch das Klemmsystem findet kein Eingriff in die Bausubstanz statt. Voraussetzung für die Nutzung ist eine ausreichende Stabilität in Boden und Decke. Der Transfer des Patienten erfolgt mithilfe einer Gurtwinde, an deren Ende Patientengurte oder -tragetücher eingehängt werden.

    Klemm- und Standlifter verfügen über eine Hublast von etwa 140 Kilogramm mit einer Hubhöhe von bis zu 1,70 Metern dank des Elektromotors. Für die Nutzung des Standlifters benötigt Ihr Angehöriger die Unterstützung einer zweiten Person. Durch ein Schienensystem kann der Standlift auch raumübergreifend genutzt werden. Wenige Handgriffe genügen, um den Standlifter ab- und in einem anderen Raum wiederaufzubauen.

    • Standlifter werden zwischen Decke und Boden geklemmt.
    • Der Standlifter findet schnell in vielen Räumen Einsatz.
    • Der Lifter trägt etwa 140 Kilogramm mit einer Hubhöhe von bis zu 1,70 Meter.


    Schwimmbad- und Poollifter

    gluehbirne

    Schwimmübungen werden in vielen Therapiekonzepten eingesetzt, aber der Weg in den Pool birgt eine gewisse Rutschgefahr. Wenn Ihr Angehöriger einen Pool hat, hilft ein Schwimmbadlifter beim sicheren Transport in das erfrischende Nass.

    Poollifter werden fest im Boden verschraubt und sind standardmäßig komplett wasserdicht. Das ist gerade für Pools im Außenbereich besonders wichtig. Wenn das Schwimmen Teil einer medizinischen Therapie ist, übernimmt die Kasse auch hier die Kosten.

    Deckenlifter & Schienenliftsysteme

    Patientenlifter

    Ein Schienen- und Deckenlifter wird mit einem Schienensegment an der Decke montiert. Ihr Angehöriger steigt selbstständig oder mithilfe einer Pflegeperson ein und fährt dank des fahrbaren Lifts beispielsweise vom Bett ins Badezimmer. Eine Fernbedienung ermöglicht bei Modellen mit Fahrantrieb die selbstständige Nutzung bei ausreichend Mobilität und Kraft. Ein Raumwechsel bedarf jedoch Unterstützung, da der Lift in eine andere Schiene umgesteckt wird.

    Durch die Montage an der Decke sind Schienenlifter platzsparend und sind somit für kleine Räume geeignet. Das Schienensystem kann individuell zusammengestellt und im Nachhinein erweitert werden. Voraussetzung ist, dass die Decken tragfähig genug sind. Standardmäßig haben die Lifter eine Hebeleistung von 150 Kilogramm mit einer Höhe von bis zu zwei Metern. Bei Bedarf und den passenden räumlichen Gegebenheiten sind auch Sondermodelle erhältlich.

    • Die Schienensegmente werden an der Decke befestigt.
    • Deckenlifter haben eine Hebeleistung von 150 Kilogramm.
    • Der Einsatz von Schienenliftsystemen ist mit Hilfe raumübergreifend möglich.

      Mein persönlicher Pflege-Tipp

      Sören Pauls, Stellvertretender Leiter der Pflegeberatung Verbund Pflegehilfe

      In unserer Pflegeberatung erlebe ich jeden Tag, dass Pflegebedürftige nicht wissen, was ihnen zusteht. Mein persönlicher Tipp an Sie ist daher: Mit Pflegegrad hat Ihr Angehöriger Anspruch auf einen Zuschuss von 4.000 Euro für die sogenannte Wohnumfeldverbesserung.

      Darunter fallen Maßnahmen, die das Wohnumfeld Ihres Angehörigen altersgerecht gestalten. Dazu gehören beispielsweise der Einbau eines Treppenlifts oder eine Badsanierung. Wir hoffen, dass Ihnen dieser Tipp hilft, den Pflegealltag Ihres Angehörigen zu erleichtern.

      Ihr Sören Pauls
      Stellvertretender Leiter der Pflegeberatung

    Wie werden elektrische Patientenlifter mit Strom versorgt?

    gluehbirne

    Elektrische Patientenlifter verfügen über einen leistungsstarken Akku. Dieser wird mit einem mitgelieferten Ladekabel an einer haushaltsüblichen Steckdose aufgeladen. Moderne Patientenlifter verbrauchen nur sehr wenig Strom.

    Ein voller Akku reicht für etwa 40 Verwendungen - nutzen Sie den Patientenlift also zweimal täglich, müssen Sie den Akku nur etwa alle drei Wochen aufladen. Geht der Akku während der Nutzung leer, greift die Notabsenkungs-Funktion und Ihr Angehöriger wird sachte in die Ausgangsposition heruntergefahren.

    Zubehör für Patientenlifter

    Patientenlifter

    Das Zubehör für Patientenlifter ist so vielseitig wie hilfreich. Dabei ist das wichtigste Zubehör das Tragetuch. Verschiedene Hersteller bieten ein vielfältiges Angebot, das grundsätzlich mit allen Modellen für die unterschiedlichsten Anwendungen kombiniert wird. Umsetztücher sind für den Transfer vom Liegen zum Sitzen geeignet. Sie bestehen aus Hebegurten und einem Transportbügel, der mit einem Haken an der Hebehilfe angebracht wird.

    Bei Bedarf gibt es spezielle Tragetücher mit Kopfstütze. Eingearbeitete Gewebeplatten im Rückenbereich sorgen für zusätzliche Entlastung. Für den Toilettengang sind Toilettengurte ideal. Alternativ gibt es gepolsterte Hebebügel, die um Oberkörper und Oberschenkel gelegt werden. Auch Patientenlifter-Waagen sind beliebtes Zubehör, die zwischen Lift und Sitztuch eingehängt werden. Für Reiselifter empfiehlt sich eine passende Transporttasche.

    In zwei Minuten zum Patientenlifter-Experten

    Was sind Patientenlifter und wie helfen sie in der täglichen Pflege? Erfahren Sie in diesem Video in nur zwei Minuten, was Patientenlifter kosten, wer die Kosten übernimmt und welches Modell das passende für Sie ist.

    Was kosten Patientenlifter?

    Die Kosten für Patientenlifter variieren je nach Modell und Hersteller. Damit Sie den Überblick nicht verlieren, haben wir Ihnen die Kosten in einer Tabelle zusammengestellt. Ein wichtiger Hinweis: Hierbei handelt es sich lediglich um Erfahrungswerte zu einer ersten Orientierung. Die genauen Kosten erfahren Sie nach einem Patientenlifter-Anbietervergleich und der genauen Auswahl des Modells.

    Patientenlift-ModellKostenHebeleistung Standardmodell
    Mobile Patientenlifterab 1.500 Euro~ 130 bis 150 Kilogramm
    Aufsteh- & Umsetzlifterab 3.000 Euro~ 130 Kilogramm
    Schwerlast-Patientenlifterab 4.000 Euro~ 250 bis 385 Kilogramm
    Wandlifterab 3.000 Euro~ 140 bis 160 Kilogramm
    Standlifterab 3.000 Euro~ 140 Kilogramm
    Schienen- & Deckenlifterab 4.000 Euro~ 150 Kilogramm
    Schwimmbad- & Poollifterab 5.500 Euro~ 160 Kilogramm

    Kostenübernahme für Patientenlifter

    Patientenlifter-Wandlifter

    Patientenlifter sind im Hilfsmittelverzeichnis in der Kategorie „22 – Mobilitätshilfen“ gelistet und gelten als doppelfunktionale Hilfsmittel. Das heißt, dass Kranken- und Pflegekassen die Kosten anteilig übernehmen. Voraussetzung dafür ist ein ärztliches Rezept, das die medizinische Notwendigkeit des Patientenlifters bescheinigt. Diese ist gegeben, wenn andere Lösungen nicht ausreichen und der Lift die Pflege zu Hause erleichtert.

    Den Antrag auf Kostenübernahme reichen Sie zusammen mit dem Rezept sowie Kostenvoranschlägen verschiedener Anbieter bei der Kasse ein. Geben Sie bei den Anbietern direkt an, dass ein Rezept vorliegt. So erhalten Sie Vorschläge von Modellen, die von der Kasse gezahlt werden. Als gesetzlich Versicherter zahlt Ihr Angehöriger nach der Bewilligung lediglich die gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro für die Hebehilfe.

    • Die Kostenübernahme ist bei der Kranken- und Pflegekasse möglich.
    • Für den Antrag benötigen Sie ein ärztliches Rezept.
    • Ihr Angehöriger zahlt dann nur die gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro.
    gluehbirne

    Gut zu wissen: Indikation beachten

    Die im Hilfsmittelverzeichnis vermerkte Indikation besagt, bei welchem Krankheitsbild das Hilfsmittel empfohlen wird. Für Patientenlifter bezieht diese sich vor allem auf die verschiedenen Einschränkungen der Mobilität.

    Im Antrag zur Kostenübernahme fragen viele Kranken- und Pflegekassen neben den Kostenvoranschlägen auch nach einer Begründung. Hier können Sie die Indikation gut nutzen und belegen, warum das Hilfsmittel notwendig für Ihren Angehörigen ist.

    Unterstützung im Alter

    Neben Hilfsmitteln gibt es verschiedene Unterstützungs­möglichkeiten für den Pflegealltag. Mit einer 24 Stunden Betreuung zieht eine Pflegekraft bei Ihrem Angehörigen ein und kümmert sich je nach Absprache um Pflege, Betreuung und Haushalt. So ist im Notfall und auch nachts jemand vor Ort. Eine 24 Stunden Pflege mit osteuropäischem Personal liegt preislich bei 1.900 bis 3.000 Euro pro Monat. Mit Pflegegrad verwenden Sie für die Finanzierung das Pflegegeld sowie den Entlastungs­betrag von 125 Euro monatlich.

    Bei einer Seniorenbetreuung kommt eine Betreuungskraft stundenweise zu Ihrem Angehörigen. Die Aufgabenbereiche sind vielfältig und richten sich nach den Wünschen Ihres Angehörigen. Dazu gehören zum Beispiel eine Einkaufs- und Haushaltshilfe, Unterstützung bei der Körperpflege oder gemeinsame Spaziergänge. Die Kosten für die Betreuung liegen bei etwa 25 bis 35 Euro pro Stunde. Als Zuschuss können Sie bei vorhandenem Pflegegrad den Entlastungsbetrag sowie bis zu 40 Prozent der Pflegesachleistungen nutzen. 

    Entlastung dank Patientenlifter
    Ein persönlicher Erfahrungsbericht von Alfred M.

    Seit seine Frau einen Rollstuhl braucht, hat sich der Alltag für Alfred M. stark verändert. Zuerst versucht das Ehepaar alleine zurechtzukommen, doch der neue Pflegealltag wird zur Belastung. Zusammen mit ihren Kindern finden sie eine große Hilfe in Form eines mobilen Patientenlifters.

    Alfred M.
    Alfred M. ist froh über die Unterstützung: Lifter und Pflegedienst sind ihm und seiner Frau eine wichtige Stütze im Alltag.

    Meine Frau war schon einige Jahre nicht mehr gut zu Fuß. Dann ist sie vor einigen Monaten gestürzt – seitdem ist sie auf einen Rollstuhl angewiesen. Wir sind beide nicht mehr die Jüngsten, aber haben versucht, den Alltag alleine zu bewältigen. Unsere Kinder sind uns eine große Hilfe, trotzdem gab es so viele Veränderungen. Mein Sohn hatte daher schon recht als er meinte: „Papa, so geht das nicht weiter. Ihr braucht doch Unterstützung!“ Da ich selbst oft überfordert war, konnte ich schlecht dagegen argumentieren. 

    Mein Sohn lag mir schon die ganze Zeit in den Ohren, dass uns mit dem Pflegegrad meiner Frau doch Hilfe zustünde. Ich habe mit Computern nicht viel am Hut, daher ging mein Sohn auf die Suche. Er fand den Verbund Pflegehilfe und sprach mit der Beraterin. So wurden wir auf den mobilen Patientenlifter gebracht. Über den Verbund erhielten wir Kontakte zu mehreren Anbietern. Da haben wir uns zu den Modellen beraten lassen und ein passendes gefunden.

    Das ist jetzt schon eine Weile her und unser Alltag ist um einiges leichter geworden. Die Kasse hat die Kostenübernahme bewilligt und vor einem Monat haben wir den Patientenlifter erhalten. So kommt meine Frau leichter in und aus dem Rollstuhl – sowohl für mich als auch den neuen Pflegedienst eine große Entlastung. Insgesamt bin ich sehr erleichtert, dass unser Sohn uns dazu bewegt hat, die Unterstützungsmöglichkeiten zu nutzen. Jetzt überlegen wir sogar, das Bad umbauen zu lassen. Nach der guten Erfahrung werden wir dafür auf jeden Fall wieder den Verbund Pflegehilfe kontaktieren.

    Wir danken Herrn M. vielmals für den Bericht. Alles Gute für Sie und Ihre Frau!

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    Antworten auf die häufigsten Fragen

    Patientenlifter

    Patientenlifter sind Hilfsmittel für die Entlastung in der täglichen Pflege. Die stationären oder fahrbaren Lifter unterstützen auch Sie oder eine Pflegeperson beim Aufrichten, Umsetzen und Transfer Ihres Angehörigen.

    Es gibt verschiedene Modelle je nach Einsatzbereich. Der mobile Patientenlifter auf Rollen wird flexibel im Wohnumfeld eingesetzt. Wandlifter dienen als sichere Umsetzhilfe zwischen Rollstuhl, Bett und Toilette. Der festinstallierte Deckenlifter auf Schienen ist besonders platzsparend.

    Als technisches Hilfsmittel werden die Kosten für den Patientenlifter von der Kranken- und Pflegekasse Ihres Angehörigen übernommen. Dazu benötigt er ein ärztliches Rezept, das die medizinische Notwendigkeit bescheinigt.

    Bei einer Kostenübernahme durch die Kranken- oder Pflegekasse zahlen Sie lediglich eine gesetzliche Zuzahlung in Höhe von 10 Euro pro verschriebenem Hilfsmittel.

    In seltenen Fällen wird die Kostenübernahme trotz Rezept abgelehnt. Dann sollten Sie binnen eines Monats schriftlich Widerspruch einlegen. Bitten Sie den Arzt um Unterstützung und nennen Sie im Widerspruch unbedingt die Indikation für den Patientenlifter.

    Die Kosten für einen Patientenlifter hängen von Modell und Hersteller ab. Mit etwa 1.500 Euro ist der mobile Patientenlifter die günstigste Variante. Für Umsetz-, Wand- und Standlifter sollten Sie mit Kosten von etwa 3.000 Euro rechnen. Die Kosten für Schwerlast-Patientenlifter beginnen bei etwa 4.000 Euro.

    Für den Einsatz unterwegs gibt es spezielle Reise- und Klapplifter. Diese werden bei Bedarf zusammengeklappt und platzsparend im Kofferraum verstaut. Sie können sie außerdem als Gepäck in Flugzeugen mitnehmen.

    Alle Patientenlifter bestehen aus einer Hebevorrichtung und einer Aufnahmehilfe. Elektrische Lifter werden per Knopfdruck bedient. Die Hebevorrichtung ist entweder rollbar oder wird an Wand oder Decke befestigt. Die Aufnahmehilfe besteht aus einem Hebetuch mit Gurten oder einem Hebebügel für einen stabilen Sitz und nimmt Ihren Angehörigen auf.

    Patientenlifter werden mit vielseitigen Optionen für Hebetücher, -bügeln und Gurten erweitert. Umsetztücher sind essentiell für den Transport vom Bett in den Rollstuhl. Muskelschwache Menschen profitieren von Tragetüchern mit Kopfstütze. Außerdem können Waagen in den Lifter eingehängt werden.

    Unser kostenloser Service für Sie: Gerne helfen unsere geschulten Berater Ihnen dabei, den passenden Patientenlifter zu finden. Auf Wunsch erhalten Sie drei Anbietervorschläge per E-Mail. Außerdem informieren wir Sie über sämtliche Zuschüsse für alle Bereiche der Pflege. 

    Herz und Hand Das sagen unsere Klienten