Hörgeräte für Senioren
Modelle, Kosten & Vergleich

Houml;rgeräte fuuml;r Senioren

Über zwei Millionen Menschen in Deutschland tragen ein Hörgerät. Laut aktuellen Studien sind mehr als sechs Millionen Personen mittel- oder hochgradig schwerhörig. Moderne Hörgeräte sind nicht nur sehr komfortabel, sondern auch klein und somit unauffällig: Im Alltag bemerken Sie Ihr Hörgerät nur durch die große Verbesserung Ihres Hörvermögens.

Mit einem Hörgerät holen Sie sich ein großes Stück Lebensqualität zurück. Erfahren Sie in unserem Ratgeber alles über die vielseitigen Modelle, was Hörgeräte kosten und wie Sie Zuschüsse erhalten, um beim Kauf zu sparen. Außerdem stellen wir Ihnen die vielseitigen Möglichkeiten vor, moderne Hörgeräte mit Zubehör perfekt an Ihren Alltag anzupassen.

Erfahren Sie mehr zu den folgenden Themen:

In den häufigsten Fragen finden Sie die wichtigsten Informationen in der Übersicht.

Kurzgesagt: Hörgeräte

Kurzgesagt

  • Ein Hörgerät verbessert das Hörvermögen und die Orientierung.
  • Auf Rezept gewährt die Krankenkasse bis zu 1.500 Euro Zuschuss.
  • Auch Tinnitus kann mit einem Hörgerät therapiert werden.

Was ist ein Hörgerät?

Hoergeraet in Hand

Hörgeräte gibt es in verschiedenen Formen und Größen, aber eines haben alle gemeinsam: Sie haben ein Mikrofon, einen Verstärker und einen Lautsprecher. Das Mikrofon nimmt den Schall auf und wandelt ihn in elektrische Impulse um. Im inneren des Hörgeräts befindet sich winzig kleine, aber sehr leistungsstarke Elektronik, die auf jedes Signal unterschiedlich reagiert, um es bestmöglich umzuwandeln.

Moderne Hörgeräte funktionieren als binaurale Einheit. Binaurale Hörsysteme bestehen aus zwei Hörgeräten: Eins für jedes Ohr. Der Vorteil binauraler Hörsysteme liegt in der dadurch gebildeten Klangeinheit. Die räumliche Orientierung wird nachhaltig verbessert. Hörgeschädigten Menschen fällt es oft schwer, die Richtung zu deuten, aus der ein Geräusch kommt. Dieses Problem wird durch binaurale Hörgeräte behoben.

Zum Hören gehört mehr als bloßes Sprachverständnis. Gerade räumliches Hören ist für die Orientierung unentbehrlich. Menschen, die an einer Schwerhörigkeit leiden, ziehen sich daher oft aus Situationen zurück, in denen sie mit großen Menschenansammlungen oder schwierigen akustischen Verhältnissen konfrontiert sind. Ein Hörgerät bringt mit der Steigerung des Hörvermögens auch eine gesteigerte Lebensqualität zurück.

Die Vorteile von Hörgeräten sind vielseitig. Seit den ersten Anfängen mit Hörtrichtern ist in der Hörgeräteakustik viel passiert – moderne Hörgeräte überzeugen durch eine Kombination aus der Verstärkung erwünschter und dem Unterdrücken unerwünschter Geräusche. Das Hörgerät erkennt Störgeräusche automatisch und blendet diese aus. Dadurch sind Unterhaltungen auch in lauten Räumen problemlos möglich.

Hoergeraet in Hand

Die Tage auffälliger Hörgeräte sind längst vorbei: Moderne Hörgeräte sind klein und verschwinden nahezu unsichtbar im Gehörgang. Hörgeräte verstärken akustische Wellen, indem Sie den Schall ins Ohr leiten, ihn in ein elektrisches Signal umwandeln und verstärken. Je nach Stärke der Hörschädigung werden die Signale verstärkt – so ist das Hörgerät jede akustische Herausforderung genau angepasst.

Naturverbundene Menschen schätzen auch die Windgeräuschunterdrückung. So ist der Sonntagsspaziergang auch bei Wind und Wetter von einer klaren Akustik begleitet. Auch Hall wird durch das Hörgerät unterdrückt. Stimmen erkennt das Hörgerät ebenfalls automatisch und verstärkt sie akustisch. So verstehen Sie Ihren Gesprächspartner wieder klar und deutlich, ganz unabhängig von Umgebungsgeräuschen.

Wie funktionieren Hörgeräte?

  1. Zwei Mikrofone nehmen den Schall auf, der in elektrische Impulse umgewandelt und in einem Mikrochip aufbereitet wird.
  2. Das ankommende Signal wird verarbeitet: Störgeräusche werden minimiert; die relevanten Geräusche werden herausgefiltert.
  3. Die aufbereiteten und verstärkten Töne erreichen den Lautsprecher.
  4. Abhängig von der Bauform des Hörgeräts werden die Töne in den Gehörgang transportiert.
  5. Die Impulse werden vom Gehirn aufgenommen und dort verarbeitet.

Für wen sind Hörgeräte geeignet?

Mehr als 19 Prozent der Deutschen über 14 Jahren sind hörbeeinträchtigt – hiervon sind fast ein Drittel hochgradig schwerhörig. Aber nur der kleinste Teil aller Betroffenen nutzt ein Hörgerät, um den Hörverlust auszugleichen. Es gibt Hörgeräte für fast alle Arten von Hörverlust. Viele Modelle sind bereits für kleines Geld zu haben und fast unsichtbar in den Alltag integrierbar. Ab 30 Dezibel Hörverlust zahlt die Krankenkasse Zuschüsse.

Hörsysteme eignen sich auch dazu, um eine sogenannte Hypakusis auszugleichen. Diese Krankheit wird auch als Verstehverlust bezeichnet – wenn mehrere Menschen in einem Raum sprechen, fällt es Hypakusis-Patienten schwer, Gesprächen zu folgen. Oft haben Betroffene das Gefühl, der Gesprächspartner würde nuscheln oder dass die verschiedenen Gespräche sich überlagern.

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Die folgenden Symptome lassen sich durch ein Hörgerät ausgleichen:

  1. Schwerhörigkeit im Alter, ein- oder beidseitig
  2. Tinnitus oder Ohrgeräusche
  3. Hörsturz
  4. Otosklerose (Knochenfehlbildung im Innenohr)
  5. Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS)

Video: Alle Infos zu Hörgeräten

Wie funktionieren Hörgeräte? Was kostet ein hochwertiges Hörgerät und wie finanzieren Sie das Hilfsmittel? Erfahren Sie hier alles, was Sie über Hörgeräte unbedingt wissen müssen.

Welche Hörgerät-Modelle gibt es?

Hörgeräte gibt es in verschiedenen Ausführungen, sodass Sie nach Ihren Bedürfnissen auswählen können. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Hinter-dem-Ohr-Hörgeräten und In-dem-Ohr-Hörgeräten. In dem Ohr Hörgeräte sind für leichte bis mittelgradige Hörschädigungen geeignet. Für stark hörgeschädigte Menschen kommt das leistungsstärkere Hinter-dem-Ohr-Hörgerät infrage.

Sowohl HdO- als auch IdO-Hörgeräte sind in vielen unterschiedlichen Variationen erhältlich. Hier sind die Unterschiede nicht nur optischer Natur – auch bei den Zusatzfunktionen gibt es für jeden Geschmack das passende Extra. Das beliebteste Zubehör ist in modernen Hörsystemen schon fast Standard: Eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone. Dadurch wird das Gespräch direkt über das Hörgerät übertragen.

Hinter-dem-Ohr Hörgerät (HdO-Hörgerät)

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HdO-Hörgeräte werden wegen Ihrer Langlebigkeit, der starken Leistung und den vielseitigen Zusatzoptionen besonders gerne gewählt. Sie sind zum Ausgleich leichter bis starker Hörschädigungen geeignet. Die gesamte Technik befindet sich im kompakten Gehäuse, welches hinter dem Ohr getragen wird und so kaum auffällt.

Durch eine leicht bedienbare Taste lassen sich individuelle Anpassungen vornehmen. Dazu muss das Hörgerät nicht abgenommen werden. Der Hörschlauch leitet die verstärkten und gefilterten Schallwellen in die Otoplastik. Den Hörschlauch gibt es in verschiedenen Ausführungen – dargestellt auf dem Bild ist ein normaler Hörschlauch. Dünne Hörschläuche sind noch dezenter und im Alltag für das Gegenüber kaum wahrnehmbar.

Die Otoplastik sitzt direkt im Gehörgang und wird genau angepasst, um den Tragekomfort zu maximieren. Ein kleines Fach versteckt die leistungsstarke Batterie. Bei täglicher Benutzung hält die Batterie bis zu drei Wochen. Moderne Hörgeräte verfügen über einen Akku, der immer wieder aufgeladen werden kann und den Batterietausch damit hinfällig macht.

In-dem-Ohr Hörgerät (IdO-Hörgerät)

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Dieses Modell überzeugt durch seine Dezenz: In-dem-Ohr Hörgeräte sind aus den meisten Blickwinkeln vollkommen unsichtbar. Hier unterscheidet man zwischen drei Modellen: Concha-Hörgeräte sind die größten IdO-Modelle und werden in der Ohrmuschel getragen. Gehörgangs-Hörgeräte sitzen im Gehörgang und sind etwas kleiner als die Concha-Geräte. CIC-Hörgeräte sind das kleinste Modell und verschwinden komplett im Gehörgang.

IdO-Hörgeräte sind vor allem bei leichten Hörschädigungen ideal. Sie werden individuell angepasst, denn das Ohr ist so individuell wie der Fingerabdruck des Menschen. Manche Modelle sind mit Silikon ummantelt, welches sich genau an den Gehörgang anpasst. Dadurch ist das Tragen besonders komfortabel. Aufgrund der geringeren Größe werden in IdO-Hörgeräten auch kleinere Batterien verbaut, wodurch diese öfter gewechselt werden müssen als bei HdO-Hörgeräten.

Gerade Brillenträger wissen die Vorzüge der IdO-Hörgeräte zu schätzen. Durch das Wegfallen des Hörschlauches sitzt der Brillenbügel wie zuvor auf dem Ohr. Ein Nachteil ist, dass In-dem-Ohr-Hörgeräte nur eingeschränkt mit anderen Geräten, wie einem Smartphone, gekoppelt werden können. Direktes Telefonieren über das IdO-Hörgerät ist nicht möglich. Über Smartphone-Apps ist es aber auch bei IdO-Hörgeräten möglich, Einstellungen direkt über das Handy vorzunehmen.

Benötige ich ein Hörgerät?

  1. Haben Sie in letzter Zeit vermehrt Probleme, Gesprächen zu folgen oder müssen Ge­sprächspartner bitten, Gesagtes zu wiederholen?
  2. Haben Sie das Gefühl, der Fernseher ist zu leise, während es von anderen Personen als normale Lautstärke empfunden wird?
  3. Überhören Sie Ihr Telefon oder sogar die Türklingel? Müssen Familienmitglieder und Bekannte öfter nach Ihnen rufen, bis Sie sie wahrnehmen?
  4. Erschrecken Sie sich gar öfter, weil Sie das Gefühl haben, Personen würden sich von hinten an Sie heranschleichen, auch wenn diese normal auf Sie zukommen?

Wenn Sie eine oder mehrere dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, leiden Sie vielleicht an einer Hörschädigung. Dann sollten Sie einen Termin bei Ihrem HNO-Arzt vereinbaren, um einen Hörtest vorzunehmen. Dieser Test ist für Sie als Versicherter kostenlos.

Hörgeräte zur Tinnitus-Therapie

Glühlampe

Wussten Sie, dass Hörgeräte inzwischen vermehrt für Tinnitus-Patienten eingesetzt werden? Die Klanganteile im Bereich des Tinnitus werden durch moderne Technik aus der Hörgeräte-Übertragung entfernt.

Zuvor wurden die Tinnitus-Töne durch andere Geräusche wie ein sanftes Rauschen überlagert – inzwischen werden betroffene Frequenzen durch die sogenannten „Tinnitus Noiser“ geräuschlos gefiltert. Diese Technologie schafft nachhaltige Entlastung im Alltag.

Was kosten Hörgeräte?

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Hörgeräte gibt es in unterschiedlichen Preisklassen. Den grundlegenden Bedarf decken bereits Hörgeräte zwischen 15 und 500 Euro. Sie sind optimal für den alltäglichen Gebrauch: In dieser Klasse finden Sie schon moderne Hörgeräte, die über einstellbare Programme sowie automatische Hörprogramme verfügen.

Teurere Modelle variieren preislich zwischen 500 und 1.800 Euro. Der Funktionsumfang dieser Hörgeräte ist weitaus größer, sie sind durch Anpassungen besonders komfortabel und sie sind in vielseitigen Designs verfügbar. Außerdem lassen sie sich, wenn es sich um spezielle digitale Modelle mit Bluetooth handelt, mit Ihrem Fernseher oder Smartphone verbinden.

Stellt Ihr Arzt bei Ihnen eine Schwerhörigkeit fest, kann er Ihnen ein Hörgerät per Rezept verordnen. Es ist gesetzlich festgelegt, dass Hörgeräte-Anbieter mindestens ein sogenanntes "Nulltarif-Hörgerät" anbieten. Für dieses zahlen Sie lediglich die gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro - die restlichen Kosten übernimmt die Krankenkasse. Außerdem tragen die meisten Krankenkassen einen Festbetrag für die Reparatur und Wartung der Geräte.

  • Einsteigermodelle kosten zwischen 15 und 500 Euro. Diese Hörgeräte haben einen guten Funktionsumfang, der für alltägliche Situationen ausreicht.
  • Besser ausgestattete Hörgeräte kosten zwischen 500 und 1.800 Euro, bieten aber auch weitaus mehr Funktionen, wie zum Beispiel eine Bluetooth-Verbindung.
  • Für sogenannte Nulltarif-Hörgeräte zahlen Sie mit einem Rezept nur 10 Euro dazu - den Rest übernimmt die Krankenkasse.

Welche Zuschüsse für Hörgeräte gibt es?

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Wenn Sie ein ärztliches Rezept erhalten, welches die medizinische Notwendigkeit eines oder zweier Hörgeräte bescheinigt, zahlen Sie für Einsteigermodelle nur eine Zuzahlung von 10 Euro. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten von einem Hörgerät in Höhe von 784,94 Euro. Kostet das Hörgerät mehr, zahlen Sie die Differenz privat.

Für binaurale Hörsysteme, also zwei Hörgeräte, zahlt die Krankenkasse bis zu 1.500 Euro Zuschuss. Da es sich um zwei Hörgeräte handelt, wird die gesetzliche Zuzahlung auch zweifach fällig. Somit zahlen Sie für binaurale Hörsysteme einen Eigenanteil von 20 Euro für Einsteigermodelle. Damit die Kosten übernommen werden, müssen einige Mindeststandards von der Hörhilfe erfüllt werden.

Das Hörgerät muss digital sein und mindestens über vier Kanäle verfügen, die getrennt voneinander regelbar sind. Außerdem muss das Hörgerät mindestens drei verstellbare Programme besitzen, damit es von der Krankenkasse als Hilfsmittel bezuschusst wird. Weitere Voraussetzungen sind eine Rückkopplungsunterdrückung und eine Schallunterdrückung. Damit stellen die Krankenkassen sicher, dass die Hörgeräte über eine medizinische Wirksamkeit verfügen.

So funktioniert die Kostenübernahme durch die Krankenkasse:

  • Lassen Sie sich von Ihrem HNO-Arzt ein Rezept ausstellen. Hierzu hat der Ohrenarzt einen Vordruck: Die "Ohrenärztliche Verordnung einer Hörhilfe".
  • Vergleichen Sie im Anschluss verschiedene Hörgeräte-Anbieter und lassen Sie sich professionell beraten, um die richtige Hörhilfe auszuwählen.
  • Beachten Sie die Mindestanforderungen an Hörgeräte für die Kostenübernahme. Teilen Sie dem Anbieter direkt mit, dass Sie ein ärztliches Rezept haben.
  • Wenn Sie ein neues Hörgerät benötigen, können Sie erneut Zuschüsse beantragen. Sie bekommen den Zuschuss von bis zu 1.500 Euro alle sechs Jahre.

Welche Alternativen zu Hörgeräten gibt es?

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Eine preislich günstigere Alternative zu Hörgeräten sind sogenannte Hörverstärker. Sie gelten nicht als medizinisches Hilfsmittel - dadurch werden Hörverstärker auch nicht von der Krankenkasse bezuschusst. Wenn Sie ein Rezept Ihres HNO-Arztes haben, zahlen Sie für ein Hörgerät lediglich eine gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro, und somit weniger als für einen Hörverstärker.

Im Gegensatz zu einem klassischen Hörgerät sollte der Einsatz jedoch zeitlich begrenzt sein, denn Hörverstärker intensivieren den Klang und die Lautstärke aller Geräusche, selbst wenn sie unangenehm sind oder wenn es sich um Störgeräusche handelt. Das können zum Beispiel Windrauschen oder das gleichmäßige Geräusch vorbeifahrender Autos sein.

Anders als Hörgeräte haben Hörverstärker keine eingebauten Filteroptionen, die Störgeräusche automatisch erkennen. Somit lassen sich Hörverstärker auch nicht individuell anpassen, haben keine Zusatzfunktionen und eine deutlich geringere Klangqualität als Hörgeräte. Hörverstärker eignen sich nur bei einer leichten Hörschädigung, da sie mit der modernen Technik von Hörgeräten nicht mithalten können.

Hörgeräte und Hörverstärker im Vergleich

HörgerätHörverstärker
Bei schwerem Hörverlust geeignet
Individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt
Zuschuss durch die Krankenkasse möglich
Filtert störende Geräusche
Kostengünstig
Für langfristige Verwendung geeignet

Endlich wieder die Enkel lachen hören
Ein persönlicher Erfahrungsbericht von Olaf W.

Der Hörverlust kommt oft schleichend: Olaf W. war schockiert, als seine Familie ihn auf sein Desinteresse ansprach. "Meine Frau dachte, ich hör ihr nicht mehr zu", sagte er im Gespräch mit unserer Redakteurin. In Wahrheit konnte Herr W. manche Dinge nicht mehr hören. Seit er seine Hörgeräte trägt, ist er wieder der Mittelpunkt jeder Konversation.

Die Tochter und der pflegebedürftige Vater umarmen sich, sie sind froh über die Unterstützung der 24 Stunden Pflege.
Mit seinem Hörgerät kann Olaf W. wieder voll und ganz am Leben teilnehmen.

Für mich gibt es nur wenige Dinge, die wichtig sind. Und an erster Stelle stehen meine Frau Desi, mein Sohn und meine zwei Enkel. Nach über 30 Jahren Ehe kennt man sich gut. Meiner Frau ist dann aufgefallen, dass ich mich verändert habe. Sie meinte, ich würde ihr nicht mehr zuhören. Erstmal habe ich mir dabei nichts gedacht, aber dann hat sie einmal gesagt, wie schön es doch ist, die Enkel im Garten spielen zu hören.

Ich konnte es nicht hören. Als ich drüber nachdachte, sind mir viele Dinge eingefallen, die in den letzten Monaten leiser geworden sind: Das Ticken unserer Wanduhr, das Surren vom Kühlschrank... Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen! Oder eher von den Ohren... Ich bin im Alter tatsächlich schwerhörig geworden. Dabei war ich früher Jäger und konnte die Klopfer von weitem im Dickicht hören!

Nachdem ich beim Arzt war, hab ich im Internet recherchiert. Ich wollte nicht so viel Geld ausgeben, wir sparen immer alles für den gemeinsamen Urlaub mit meinem Sohn, unserer Schwiegertochter und den Enkeln. Der Verband Pflegehilfe hat mir geholfen, verschiedene Anbieter zu vergleichen. Jetzt hab ich beidseitig Hörgeräte und kann meine Enkel endlich wieder lachen hören, wenn sie im Garten spielen. Und ich sage Ihnen, dass ist das schönste Geräusch auf der ganzen Welt.

Wir danken Herrn W. vielmals für seinen schönen Erfahrungsbericht.

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Antworten auf die häufigsten Fragen

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Hörgeräte gleichen, je nach Modell, einen leichten bis schwerwiegenden Hörschaden aus. Wenn das räumliche Hören eingeschränkt ist, fällt die Orientierung schwer und es wird anstrengend, Gesprächen mit mehreren Teilnehmern zu folgen. Binaurale Hörsysteme aus zwei Hörgeräten helfen, das räumliche Hören wiederherzustellen.

Bei sogenannten Hörgeräten zum Nulltarif fällt eine gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro an, wenn ein ärztliches Rezept vorliegt. Ohne Rezept kosten Einsteigermodelle zwischen 15 und 500 Euro, moderne Hörgeräte mit Zusatzfunktionen können auch bis zu 1.800 Euro kosten.

Wenn ein ärztliches Rezept vorhanden ist, wird das Hörgerät über die Hörgeräteverordnung mit bis zu 784,94 Euro von der Krankenkasse bezuschusst. Wenn zwei Hörgeräte nötig sind, werden bis zu 1.500 Euro von der Kasse übernommen. Nicht übernommen wird die gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro pro Hörgerät.

Wenn Sie aufgrund einer Hörschädigung ein Hörgerät benötigen, kann Ihnen jeder HNO-Arzt nach einem Hörtest ein Rezept über die Hörgeräteverordnung ausstellen.

Hörgeräte bestehen aus einem Mikrofon, einem Verstärker und einem Lautsprecher. Das Mikrofon wandelt akustische Schallwellen in elektrische Impulse um. Die verbaute Technik verstärkt diese Signale, sodass auch Hörgeschädigte die Töne hören. Nicht erwünschte Störgeräusche, wie Wind oder Rauschen, werden in modernen Hörgeräten automatisch erkannt und geräuschlos gefiltert.

Für die Tinnitus-Therapie gibt es spezielle Hörgeräte, die die Frequenz des Tinnitus filtern. Lange war es lediglich möglich, den Tinnitus durch andere Geräusche zu überdecken. Inzwischen können moderne Hörgeräte mit einem Tinnitus Noiser die betroffenen Frequenzen geräuschlos filtern.

Eine schnelle Reinigung ist mit Desinfektionsspray täglich möglich. Etwas gründlicher wird es in Kombination mit einem trockenen Tuch, mit dem auch grobe Verschmutzungen entfernt werden. Für die Reinigung der Otoplastik gibt es spezielle Reinigungstabletten, die in Wasser aufgelöst werden. Achten Sie darauf, die Elektronik des Hörgeräts möglichst trocken zu reinigen.

Laut Hörmittelverordnung haben Sie alle sechs Jahre erneut Anspruch auf die vollen Zuschüsse der Krankenkasse. Hierzu brauchen Sie allerdings auch ein neues Rezept des HNO-Arztes. Die gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro wird dann erneut fällig.

Moderne Hörgeräte verfügen über eine Bluetooth-Schnittstelle, mit der sich das Gerät direkt mit dem Smartphone oder anderen elektronischen Geräten verbinden lässt. Das ist für Personen, die viel telefonieren, Radio hören oder fernsehen sehr empfehlenswert. Chronische Tinnitus-Patienten profitieren von einem sogenannten Tinnitus-Noiser, der die Frequenzen des Tinnitus automatisch filtert und somit ausblendet.

Wir möchten Ihnen gerne dabei helfen, das passende Hörgerät zu finden. Hierzu bieten wir eine kostenlose Beratung zu Hörgeräten und allen weiteren Themen aus dem Bereich der Pflege. Im Anschluss senden wir Ihnen eine Liste mit Anbietern zu, die Sie dazu verwenden können, sich einen Überblick zu verschaffen und bei der Krankenkasse Zuschüsse für das Hörgerät zu beantragen.