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Die Kosten der Kurzzeitpflege

Wie viel kostet die Kurzzeitpflege?

Die Versorgung von Pflegebed├╝rftigen sicherzustellen, ist das oberste Ziel der Kurzzeitpflege. Jede Person hat dabei andere Bed├╝rfnisse, die sich nicht immer im h├Ąuslichen Umfeld erf├╝llen lassen. Die Kurzzeitpflege bietet Ihrem Angeh├Ârigen die M├Âglichkeit, sich f├╝r begrenzte Zeit in station├Ąre Pflege zu begeben.

Die Kurzzeitpflege wird auch h├Ąufig nach Krankenhausaufenthalten notwendig, wenn es im h├Ąuslichen Umfeld keine ausreichenden Betreuungsm├Âglichkeiten gibt. Weitere Gr├╝nde f├╝r eine Kurzzeitpflege k├Ânnen sein, dass die pflegende Person verhindert ist durch Krankheit oder Urlaub, dass eine Pflegebed├╝rftigkeit sehr pl├Âtzlich eingetreten ist oder ein Pflegebed├╝rftiger f├╝r eine gewisse Zeit eine intensivere Pflege und Betreuung ben├Âtigt.

Die Kosten f├╝r eine station├Ąre Einrichtung setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen. Diese sind zu gr├Â├čten Teilen die Pflegekosten, Investitionskosten und Kosten f├╝r Unterkunft und Versorgung, sowie Kosten f├╝r Zusatzleistungen. Der tats├Ąchliche Eigenanteil, der auf Sie und Ihren Angeh├Ârigen zukommt, unterscheidet sich und ist dabei anh├Ąngig von Bundesland, Pflegeeinrichtung und ben├Âtigten Zusatzleistungen.

Informieren Sie sich hier ├╝ber die Kosten der Kurzzeitpflege und welcher Eigenanteil sich dadurch ergibt.

In den h├Ąufigsten Fragen finden Sie die wichtigsten Informationen.

Stoppuhr-Icon Kurzgesagt: Kosten der Kurzzeitpflege
  • Pflegekosten bilden die h├Âchste Kostenposition.
  • Die Pflegekasse bezuschusst nur die Pflegekosten.
  • Der durchschnittliche Eigenanteil betr├Ągt 294 Euro pro Woche.

Wovon h├Ąngen die Kosten der Kurzzeitpflege ab?

kurzzeitpflege_kosten_faktorenDie Kurzzeitpflege kann eine Ma├čnahme sein, die Pflege f├╝r Ihren Angeh├Ârigen in schwierigen Situationen weiterhin sicherzustellen.

Kurzzeitpflege bedeutet, Ihr Angeh├Âriger wird f├╝r eine gewisse Zeit in einem Pflegeheim untergebracht. Dies kann beispielsweise eine Option sein, wenn nach einem Krankenhausaufenthalt klar wird, dass Ihr Angeh├Âriger in Zukunft mehr Hilfe ben├Âtigt oder Sie als Angeh├Âriger eine verdiente Pause von der Pflege ben├Âtigen. Somit haben Sie die Zeit, das Wichtigste f├╝r eine gute Betreuung in den eigenen vier W├Ąnden zu organisieren und die Wohnung bzw. das Haus barrierefrei umzubauen. Die Dauer der Kurzzeitpflege ist dabei auf 56 Tage, also acht Wochen im Jahr begrenzt. Diese Zeitspanne ist gleichzeitig die maximale H├Âhe der Kosten├╝bernahme seitens der Pflegekasse.

Diese Pflegeform ist eine Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung, auf die Ihr Angeh├Âriger ab Pflegegrad 2 Anspruch hat. Dabei zahlt die Pflegeversicherung einen Pauschalbetrag von 1.774 Euro im Jahr und dies unabh├Ąngig davon, ob Pflegegrad 2ÔÇô5 besteht. Dazu kommen 100 Prozent des nicht genutzten Budgets der Verhinderungspflege, so ergibt sich ein m├Âglicher Gesamtbetrag von 3.386 pro Jahr. Bei einem anerkannten Pflegegrad 1 zahlt die Pflegekasse keinen Zuschuss zur Kurzzeitpflege. Ab Pflegegrad 1 erhalten Pflegebed├╝rftige jedoch einen sogenannten Entlastungsbetrag in H├Âhe von 125 Euro monatlich, dieser kann f├╝r die Kostendeckung der Kurzzeitpflege im Pflegeheim verwendet werden.

Die Kosten f├╝r die Kurzzeitpflege setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, diese sind wie bei der station├Ąren Langzeitpflege vor allem Kosten f├╝r Pflege und Betreuung, einschlie├člich die medizinische Versorgung. Weiterhin Investitionskosten f├╝r beispielsweise Instandhaltungen sowie Hotelkosten, demnach Kosten f├╝r Unterkunft und Versorgung.

Kosten, die ├╝ber den Zuschuss hinaus gehen, m├╝ssen Sie oder Ihr Angeh├Âriger als sogenannten Eigenanteil selbst zahlen. Die Pflegekasse bezuschusst hierbei lediglich die Kosten f├╝r pflegerische T├Ątigkeiten. Voraussetzung hierbei ist aber immer die Zulassung der station├Ąren Pflegeeinrichtung zur Kurzzeitpflege. Die Kosten f├╝r Investitionen sowie Unterkunft und Versorgung im Pflegeheim z├Ąhlt prinzipiell zum Eigenanteil f├╝r Ihren Angeh├Ârigen, kann jedoch mit dem Entlastungsbetrag mitfinanziert werden.

Personen ohne Pflegegrad, die aufgrund eines Unfalls oder einer schweren Krankheit kurzfristig eine Kurzzeitpflege ben├Âtigen, haben die M├Âglichkeit, die Kurzzeitpflege als ├ťbergangspflege in Anspruch zunehmen. Hierbei muss der Antrag zur Finanzierung nicht bei der Pflegekasse, sondern bei der Krankenkasse gestellt werden. Auch die Krankenkasse bezuschusst keine Kosten f├╝r Unterbringung und Versorgung sowie f├╝r Investitionen.

Wie hoch die eigenen Kosten f├╝r Ihren Angeh├Ârigen letzten Endes ausfallen, variiert von Einrichtung zu Einrichtung. Im Bundesdurchschnitt liegen die Kosten bei etwa 588 Euro pro Woche bei Pflegegrad 2. Dabei wird etwa die H├Ąlfte, also 294 Euro durch die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen abgedeckt.

Sie m├Âchten sich einen Gesamteindruck zum Thema Kurzzeitpflege verschaffen? Dann lesen Sie gerne auf unserer Hauptseite weiter.

Pflegekosten

kurzzeitpflege_pflegekostenEine Position bei den Kosten der Kurzzeitpflege nehmen die Pflegekosten ein. Die Leistung hierbei sind die Grundpflege und Behandlungspflege, wie Duschen, Baden, Hilfe beim An- und Ausziehen, das Wechseln von Verb├Ąnden und die Kontrolle von Wunden sowie alle weiteren vom Arzt verordneten bzw. notwendigen medizinischen und pflegerischen Leistungen. Abgedeckt werden ebenfalls Medikamente, technische Hilfsmittel, wie Rollatoren und Hilfsmittel zum Verbrauch, wie Handschuhe, Desinfektionsmittel und Mundschutze.

Weiterhin z├Ąhlen zu den Leistungen die soziale Betreuung, hier bieten verschiedene Einrichtungen gegebenenfalls Besch├Ąftigungsangebote, die nicht unter Zusatzleistungen fallen.

Seit Januar 2017 gibt es den sogenannten einrichtungseinheitlichen Eigenanteil f├╝r die Pflegekosten im Pflegeheim. Ab Pflegegrad 2 zahlen also alle Pflegebed├╝rftigen die gleiche H├Âhe der Pflegekosten ÔÇô diese unterscheiden sich aber von Einrichtung zu Einrichtung. Diese Regelung trifft jedoch nicht auf die Kurzzeitpflege zu. Hierbei bezuschusst die Pflegekasse die Pflegekosten mit einheitlich 1.174 Euro.

Der Zuschuss der Pflegekasse bei der Kurzzeitpflege steigt bei h├Âherem Pflegegrad 2 bis 5 nicht. In vielen Einrichtungen steigen aber die Pflegekosten bei h├Âherem Pflegegrad, wodurch der Zuschuss bei h├Âherem Pflegegrad schneller aufgebraucht wird. ├ťbliche Tagess├Ątze bei der Kurzzeitpflege bewegen sich zwischen 60 und 100 Euro.

Hotelkosten

Die Kostenposition Unterbringung und Verpflegung sind vergleichbar mit den Kosten eines Hotelzimmers mit Vollpension, daher werden diese Kosten auch Hotelkosten genannt. Die Finanzierung der Kosten liegt bei Ihnen und Ihrem Angeh├Ârigen und werden nicht bezuschusst. Aufkommenden Kosten sind daher als Eigenanteil zu tragen, da Kosten f├╝r Unterbringung und Verpflegung nicht nur in einem Pflegeheim entstehen, sondern auch im eigenen Zuhause.

Die Kosten unterscheiden sich von der Gr├Â├če und Ausstattung des Zimmers und von den Leistungen, die im entsprechenden Pflegeheim angeboten werden. Der Pflegegrad Ihres Angeh├Ârigen ist bei dieser Kostenposition erstmal nicht relevant. Hierbei ist im Durchschnitt mit etwa 20 bis 30 Euro pro Tag zu rechnen.

Einzelne Bestandteile sind hierbei die Reinigung des Zimmers, die Wartung des gesamten Geb├Ąudes, die Entsorgung des M├╝lls sowie weitere Leistung rund um die wohnliche Versorgung Ihres Angeh├Ârigen.

Dazu kommen die Bereitstellung und Zubereitung von Speisen und Getr├Ąnken, die ebenfalls unter diese Kostenposition fallen. Sollte Ihr Angeh├Âriger nicht in der Lage sein, seine t├Ągliche Nahrung eigenst├Ąndig aufzunehmen und wird daher mit einer Magensonde ern├Ąhrt, so sind die Einrichtungen verpflichtet, die Kosten der Verpflegung entsprechend zu reduzieren.

Senioren mit anerkanntem Pflegegrad 1 haben keinen Anspruch auf Kurzzeitpflege. Jedoch besteht die M├Âglichkeit, diese mit Leistungen aus dem Entlastungsbetrag zu finanzieren. Unabh├Ąngig vom Pflegegrad erhalten pflegebed├╝rftige Personen einen Zuschuss von 125 Euro pro Monat. Pro Jahr stehen Ihrem Angeh├Ârigen damit 1.500 Euro zur Verf├╝gung, die f├╝r die Kurzzeitpflege verwendet werden k├Ânnen und somit die Gesamtkosten reduzieren.

Der Betrag muss nicht jeden Monat genutzt werden, sondern kann angespart und zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt verwendet werden. Behalten Sie daf├╝r die Rechnungen Ihres Angeh├Ârigen und reichen Sie diese nach Inanspruchnahme bei der Pflegekasse ein. So erh├Ąlt Ihr Angeh├Âriger die Kosten in H├Âhe des Entlastungsbetrages von der Pflegekasse zur├╝ck.

Icon Glühbirne

Fehlende Pflegebedürftigkeit

Bei fehlender Pflegebed├╝rftigkeit werden die Kosten der Kurzzeitpflege unter gewissen Umst├Ąnden von der Krankenversicherung ├╝bernommen ÔÇô beispielsweise nach einem Krankenhausaufenthalt.

Sprechen Sie zur Gewissheit die Krankenkasse Ihres Angeh├Ârigen an.

Investitionskosten

Investitionskosten k├Ânnen von Pflegeheimen erhoben werden ÔÇô jedoch darf nicht jedes Bundesland im Rahmen der Kurzzeitpflege diese Kosten berechnen. Werden Sie jedoch erhoben, darf die Pflegeeinrichtung die Kosten anteilig auf alle Bewohner umlegen. Investitionskosten werden f├╝r die Herstellung, Anschaffung sowie der Instandsetzung von Geb├Ąuden und technischen Anlagen verwendet. Hierzu z├Ąhlen die Beschaffung und Instandhaltung der Immobilie und betrieblicher G├╝ter, wie beispielsweise Tische, St├╝hle und Betten. Dadurch ist es den Pflegeheimen m├Âglich, die Immobilie zu refinanzieren.

Werden im Rahmen der Kurzzeitpflege im gew├╝nschten Bundesland Investitionskosten bei Ihrem Angeh├Ârigen erhoben, sollten Sie ├Ąltere und stark renovierungsbed├╝rftige Geb├Ąude ausschlie├čen, da hier die Kosten entsprechend h├Âher ausfallen werden als bei einem Neubau.

Jede Pflegeeinrichtung erhebt unterschiedlich hohe Investitionskosten, im Durchschnitt k├Ânnen Sie hier mit 10 bis 20 Euro pro Tag rechnen. Erkundigen Sie sich daher vorher, ob Investitionskosten erhoben werden und wenn in welcher H├Âhe. Dabei k├Ânnen Sie verschiedene Anbieter miteinander vergleichen.

Befindet sich Ihr Angeh├Âriger 30 Tage in Kurzzeitpflege, k├Ânnen dabei Kosten in H├Âhe von 600 Euro entstehen, die zus├Ątzlich zu den Kosten f├╝r Unterbringung und Verpflegung sowie den Pflegekosten anfallen.

Wie hoch ist der Kurzzeitpflege-Eigenanteil?

Die Kurzeitpflege bedeutet f├╝r Sie und Ihren Angeh├Ârigen eigentlich immer auch ein Eigenanteil, da eben nur die Pflegekosten bezuschusst werden. Dies sollte Ihnen immer bewusst sein, bevor Sie und Ihr Angeh├Âriger sich f├╝r diese Pflegeart entscheiden. Im Bundesdurchschnitt betr├Ągt der Eigenanteil f├╝r Sie und Ihren Angeh├Ârigen 294 Euro pro Woche. Diesen Teil muss Ihr Angeh├Âriger selbst ├╝bernehmen.

Die Kosten f├╝r Unterbringung und Verpflegung werden nicht von der Pflegekasse ├╝bernommen und belaufen sich auf etwa 154 Euro pro Woche. Die Investitionskosten sind eine weitere Kostenposition, welche ebenfalls nicht von der Pflegekasse bezuschusst wird, hier k├Ânnen Sie teilweise mit einer Investitionspauschale von bis zu 140 Euro pro Woche rechnen. Sonderw├╝nsche, wie etwa ein gro├čes Einzelzimmer oder besondere Mahlzeiten, m├╝ssen Sie komplett aus eigener Tasche bezahlen, wodurch sich der Eigenanteil erneut erh├Âht. Kurzzeitpflege_kosten_patient_pflegerin

Der Kurzzeitpflege-Eigenanteil wird nicht mit dem verf├╝gbaren Jahresbudget von 1.774 Euro verrechnet. Den Entlastungsbetrag von 125 Euro, der Ihrem Angeh├Ârigen bereits ab Pflegegrad 1 zu steht, kann jedoch f├╝r die Finanzierung verwendet werden. Ungenutzte Beitr├Ąge werden dabei auf den Folgemonat ├╝bertragen, zum Jahresende kann ein Restbetrag bis zum 30. Juni im Folgejahr genutzt werden, danach verfallen die angesparten Betr├Ąge. Zudem wird w├Ąhrend der Kurzzeitpflege das Pflegegeld zur H├Ąlfte weitergezahlt.

F├╝r die Erstattung der Kosten k├Ânnen Sie die Rechnungen vom Pflegeheim bei der Pflegekasse einreichen oder mit dieser vereinbaren, dass die Pflegekasse direkt mit der Einrichtung abrechnet. Kann Ihr Angeh├Âriger den Eigenanteil nicht tragen, besteht die M├Âglichkeit beim Sozialamt die sogenannte Hilfe zur Pflege zu beantragen. Sonderw├╝nsche werden dabei vom Sozialamt nicht mit abgedeckt.

Bei diesen Angaben handelt es sich lediglich um Richtwerte, genaue Angaben erhalten Sie bei den jeweiligen Einrichtungen. Ein ausgiebiger Vergleich zwischen den Pflegeheimen kann sich hierbei sehr lohnen.

Beispielrechnung

Das folgende Kostenbeispiel soll m├Âgliche Kosten f├╝r die Inanspruchnahme der Kurzzeitpflege f├╝r 6 Wochen verdeutlichen. Das Beispiel dient nur der Veranschaulichung und muss nicht der Realit├Ąt entsprechen:

Herr Schneider hat Pflegegrad 3 und ist f├╝r 6 Wochen ab Februar im Rahmen der Kurzzeitpflege in einer Pflegeeinrichtung untergebracht. Sonst befindet er sich seit acht Monaten in h├Ąuslicher Pflege, hierbei unterst├╝tzt seine Tochter ihn.

Das Pflegeheim berechnet f├╝r die Zeit 3000 Euro Pflegekosten, 924 Euro Hotelkosten und 840 Euro Investitionskosten. Herr Schneider hat zu diesem Zeitpunkt noch keine Verhinderungspflege in Anspruch genommen. Zudem hat er keine Entlastungsleistungen erhalten.

Die Pflegekasse bezuschusst die anfallenden Pflegekosten mit einem maximalen Betrag von 1.774 Euro. Dieser wird ab Pflegegrad 2 ausgezahlt. Weiterhin verwendet er das nicht genutzte Budget der Verhinderungspflege, um den Zuschuss aufzustocken. So steigt der Zuschuss seitens der Pflegekasse auf 3.386 Euro an.

Art
Kosten
Erstattung
Pflege f├╝r 6 Wochen
3.000 Euro

Zuschuss Kurzzeitpflege

1.774 Euro
Zuschuss Verhinderungspflege

1.612 Euro
Hotelkosten
924 Euro

Investitionskosten
840 Euro

Entlastungsbetrag von 8 Monaten

1.000 Euro
Gesamt
4.764 Euro
4.386 Euro

Herr Schneider muss f├╝r die sechs Wochen Kurzzeitpflege demnach 378 Euro bezahlen.

Das folgende Kostenbeispiel soll m├Âgliche Kosten f├╝r die Inanspruchnahme der Kurzzeitpflege f├╝r 8 Wochen verdeutlichen. Das Beispiel dient nur der Veranschaulichung und muss nicht der Realit├Ąt entsprechen:

Frau Meyer hat Pflegegrad 2 und ist f├╝r acht Wochen ab Juli im Rahmen der Kurzzeitpflege in einer Pflegeeinrichtung untergebracht. Ansonsten befindet sie sich in h├Ąuslicher Pflege, die von ihrem Sohn teilweise ├╝bernommen wird.

Das Pflegeheim berechnet f├╝r die Zeit 4000 Euro Pflegekosten, 1.232 Euro Hotelkosten, 0 Euro Investitionskosten und 500 Euro f├╝r Zusatzleistungen. Frau Meyer hat zu diesem Zeitpunkt noch keine Verhinderungspflege in Anspruch genommen. Die Entlastungsleistungen wurde nicht genutzt und sind zum Juni verfallen.

Die Pflegekasse bezuschusst die anfallenden Pflegekosten mit einem maximalen Betrag von 1.774 Euro. Dieser wird ab Pflegegrad 2 ausgezahlt. Weiterhin verwendet sie das nicht genutzte Budget der Verhinderungspflege, um den Zuschuss aufzustocken. So steigt der Zuschuss seitens der Pflegekasse auf 3.386 Euro an.

Art
Kosten
Erstattung
Pflege f├╝r 8 Wochen
4.000 Euro

Zuschuss Kurzzeitpflege

1.774 Euro
Zuschuss Verhinderungspflege

1.612 Euro
Hotelkosten
1.232 Euro

Zusatzleistung
500 Euro

Gesamt
5.732 Euro
3.386 Euro

Frau Meyer muss f├╝r die acht Wochen Kurzzeitpflege demnach 2.346 Euro selbst bezahlen.

Wie unterscheiden sich Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege?

Bei der Kurzzeitpflege als auch bei der Verhinderungspflege handelt es sich um Leistungen zur Ersatzpflege. Eine Kurzzeitpflege erfolgt immer in einer Pflegeeinrichtung, die Verhinderungspflege hingegen ist eine h├Ąusliche Pflege und soll pflegende Angeh├Ârige entlasten.

Sie als pflegender Angeh├Âriger haben die M├Âglichkeit, sollte es Ihnen f├╝r einen gewissen Zeitraum nicht m├Âglich sein, die Pflege f├╝r Ihren Angeh├Ârigen zu bewerkstelligen, sich durch eine Ersatzperson tage- oder stundenweise vertreten zu lassen. Ersatzpersonen k├Ânnen andere Angeh├Âriger, Nachbarn, aber auch professionelle Pflegekr├Ąfte sein.

Anspruch auf Verhinderungspflege haben Sie nur dann, wenn Sie als Angeh├Âriger bereits seit mindestens sechs Monaten die h├Ąusliche Pflege ├╝bernommen haben und Ihr Angeh├Âriger mindestens einen anerkannten Pflegegrad 2 nachweisen kann. Ein Anspruch besteht bis zu sechs Wochen im Jahr und von maximal 1.1612 Euro. Bei der Kurzzeitpflege entf├Ąllt die Frist von sechs Monaten.

Nicht beanspruchte Leistungen k├Ânnen Sie auf die Kurzzeitpflege anrechnen lassen. Der Leistungsbetrag der Kurzzeitpflege kann sich so auf 3.224 Euro erh├Âhen. Nicht beanspruchte Leistungen der Kurzzeitpflege k├Ânnen nur bis zu 50 Prozent f├╝r die Verhinderungspflege verwendet werden. Daraus ergibt sich ein H├Âchstbetrag der Verhinderungspflege von 2.418 Euro pro Jahr.

In der folgenden Tabelle sind die Unterschiede noch einmal deutlich dargestellt:

Art
Verhinderungspflege
Kurzzeitpflege
Pflegeumgebung
Im eigenen Zuhause
In einer vollstation├Ąren Einrichtung
Umfang
Stunden- oder tageweise
Tage- oder Wochenweise
Pflegeperson
Pflegefachkraft, Angeh├Âriger, Bekannter
Professionelle Pflegekraft
Kostenbeteiligung der Pflegekasse
Bis zu 1612 Euro pro Kalenderjahr
Bis zu 1774 Euro pro Kalenderjahr
Dauer
Maximal 6 Wochen
Maximal 8 Wochen
Ab Pflegegrad
2
2
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Antworten auf die häufigsten Fragen

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Die Kurzzeitpflege ist eine Ersatzpflege f├╝r einen Zeitraum von bis zu acht Wochen. Der Pflegebed├╝rftige wird im Rahmen der Kurzzeitpflege vollstation├Ąr in einem Pflegeheim untergebracht. Dort wird dieser betreut, bis Sie die weitere Pflege wieder aufnehmen oder eine h├Ąusliche Pflege m├Âglich machen.

Im Bundesdurchschnitt bel├Ąuft sich die H├Âhe des Eigenanteils auf 294 Euro pro Woche.

Die Kurzzeitpflege ist grunds├Ątzlich f├╝r Personen mit einem anerkannten Pflegegrad vorgesehen. Eine Ausnahme bildet eine Kurzzeitpflege nach einem Krankenhausaufenthalt.

Kurzzeitpflege ohne anerkannten Pflegegrad ist durchaus m├Âglich, allerdings nur in Notsituationen vorgesehen, beispielsweise nach einem Krankenhausaufenthalt. In solch einem Fall ├╝bernimmt gegebenenfalls die Krankenkasse die Kosten der Kurzzeitpflege.

Die Pflegekasse bezuschusst die Kostenposition Pflegekosten mit maximal 1.774 Euro. Weiterhin kann ungenutztes Budget aus der Verhinderungspflege bis zu 100 Prozent genutzt werden, wodurch sich ein Zuschuss von 3.386 Euro ergibt.

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