Wohngemeinschaften für Senioren
Kosten, Zuschüsse & Voraussetzungen im Überblick

Senioren bei einem gemeinsamen Kartenspiel

Neben Pflegeheim und der Pflege im eigenen Zuhause stellt eine Senioren-WG eine wertvolle Alternative dar, die ein eigen­ständiges Leben in einer Gemeinschaft ermöglicht. In dieser Wohnform leben ältere Menschen zusammen, die auf diese Weise gemeinsam und mit professioneller Unterstützung ihren Alltag meistern. Die Bewohner übernehmen oft selbst Aufgaben und leisten so einen wichtigen Beitrag für die Gruppe.

Nicht selten entsteht in der Wohngemeinschaft eine zweite Familie. Auch für Sie als Angehörigen ist es wichtig zu wissen, dass die gut organisierte Pflege mit einer harmonischen Gemeinschaft einhergeht. In einer Senioren-Wohngruppe hat Ihr Angehöriger die Möglichkeit, sich als Teil eines großen Ganzen zu verstehen, zu dem er mit seinen persönlichen Fähigkeiten und Talenten beiträgt. Mit Pflegegrad hat Ihr Angehöriger Anspruch auf vielseitige Zuschüsse, unter anderem den monatlichen Wohngruppenzuschlag.

Auf dieser Seite informieren wir Sie über die Wohnform Senioren-WG.

Eine Übersicht mit allen wichtigen Informationen finden Sie in den häufigsten Fragen.

Stoppuhr-Icon Kurzgesagt: Senioren-WGs

Stoppuhr-Icon Kurzgesagt

  • Eine Senioren-WG bietet einen betreuten Alltag in Gemeinschaft.
  • Ihr Angehöriger erhält 214 € Wohngruppenzuschlag im Monat.
  • Es muss ein Vertrag mit einer Präsenzperson vorliegen.

Was ist eine Senioren-WG?

Die Bewohner der Senioren-WG beim gemeinsamen Fernsehen.

In einer Senioren-Wohngemeinschaft leben ältere Menschen in verschieden großen Gruppen mit circa drei bis zwölf Personen zusammen. Wie genau die Gemeinschaft sich organisiert, beispielsweise mit Betreuung oder Pflege, hängt von der Gruppe ab. Mittlerweile gibt es viele Angebote von Wohlfahrtsverbänden, die die WGs professionell betreuen. So kann Ihr Angehöriger in eine bestehende WG einziehen oder eine neue gründen.

Das Leben in einer Senioren-WG ist ein Leben in Gemeinschaft: Ihr Angehöriger profitiert von einem starken sozialen Netz innerhalb der Senioren-Wohngruppe. Die Gemeinschaftsräume laden zum Verweilen ein, oft unternehmen die Senioren gemeinsame Ausflüge. Trotzdem können sie sich zurückzuziehen. Dies ermöglicht das eigene Zimmer oder Appartement mit Zugang zu den Gruppenräumen.

Neben den anderen Bewohnern steht Ihrem Angehörigen je nach Wohnform erfahrenes Betreuungs- und Pflegepersonal zur Seite. So wissen Sie, dass er gut versorgt wird und im Notfall schnell jemand vor Ort ist. Auch ambulante Pflegedienste kommen für pflegerische Aufgaben oft zum Einsatz. Der Vorteil von Pflege-WGs ist, dass das Pflegepersonal bei Bedarf mehrere Personen versorgen kann und keine zusätzlichen Anfahrtswege hat.

  • In einer Pflege-WG wohnen Senioren als Gemeinschaft zusammen.
  • Ihr Angehöriger bezieht ein eigenes Zimmer oder Appartement.
  • Wohngemeinschaften werden selbst organisiert oder professionell betreut.
  • Je nach WG begleitet Betreuungs- und Pflegepersonal die Senioren im Alltag.

Für wen ist eine Senioren-WG geeignet?

Eine Gruppe Senioren, die gemeinsam lachen

Viele Menschen leben im Alter alleine. Dies kann zu Einsamkeit oder sogar Altersdepression führen. Eine Senioren-WG ist dann eine gute Option. Die Wohngemeinschaft eignet sich für Menschen, die gesellig und kommunikativ sind und ein Interesse daran haben, sich in die Gruppe einzubringen. Auch eine gewisse Mobilität sollte vorhanden sein und für die Pflege sollte die Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes ausreichen.

In der Gemeinschaft finden oft zahlreiche Aktivitäten statt, die den Tag in guter Gesellschaft füllen. Je nach Wohnform und Gesundheitszustand übernehmen die Bewohner auch Aufgaben. Diese helfen, Struktur in den Alltag zu bringen. Daher ist auch Kompromissbereitschaft gefragt, denn wie in jeder Gemeinschaft müssen sich die WG-Bewohner aneinander anpassen und aufeinander Rücksicht nehmen.

Rechtliche Voraussetzungen

Bei der Gründung einer neuen oder dem Einzug in eine bestehende Wohngemeinschaft gibt es einige rechtliche Punkte zu beachten. Wichtig sind vor allem klare und vorab abgestimmte Regelungen. Dabei geht um verschiedene Verträge und Vereinbarungen, wozu auch der Mietvertrag gehört. Hier empfiehlt es sich, dass jeder Bewohner einen eigenen Mietvertag mit dem Vermieter abschließt. So werden Probleme beim Auszug der Bewohner umgangen.

Auch die Aufgaben der Präsenzkraft sowie des Pflegedienstes sollten vertraglich festgehalten werden. Dies ist für die Präsenzkraft besonders wichtig, da sie keine pflegerischen Tätigkeiten übernimmt, sondern sich um Betreuung sowie verwaltende und hauswirtschaftliche Aufgaben kümmert. Dafür muss die Präsenzperson von den WG-Bewohnern gemeinsam beauftragt werden. Auch dafür ist ein Vertrag nötig, damit die WG Anspruch auf den Wohngruppenzuschlag hat.

Wenn Ihr Angehöriger in eine trägergestützte Senioren-WG zieht, die pflegerische Leistungen anbietet, wird das Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz (WBVT) relevant.1 Der Heimvertrag, den er mit dem Träger abschließt, unterliegt den Anforderungen dieses Gesetzes. Als Verbraucherschutzgesetz wird Ihr Angehöriger damit in Ansprüchen und Versorgung unterstützt. Das Gesetz kommt auch bei der vollstationären Pflege zur Geltung.

gluehbirne

Sonderform: Demenz-WGs

Auch für Menschen mit Demenz gibt es immer mehr Angebote, in eine WG zu ziehen. Hier wohnen an Demenz erkrankte Menschen unter Begleitung und Betreuung zusammen.

Diese wird häufig rund um die Uhr sichergestellt und richtet sich nach den Bedürfnissen der Bewohner. Angehörige werden auf diese Weise entlastet, kümmern sich in der Regel aber viel um organisatorische Angelegenheiten, die die Bewohner nicht selbst erledigen können.

Was kostet eine Senioren-WG?

Eine Seniorin, die mit einem Taschenrechner die Kosten checkt

Für den Einzug in eine Senioren-WG gibt es zwei Möglichkeiten: mieten oder kaufen. Welche Option für Ihren Angehörigen die beste ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören persönliche Präferenzen bezüglich der Alten-WG und der gewünschten Lage. Natürlich spielt die Verfügbarkeit von freien Plätzen eine große Rolle. Auch Angehörige setzen sich oft mit der Frage auseinander, da sie gerade bei pflegebedürftigen Personen viel mitentscheiden und organisieren.

Der Kauf eignet sich vor allem bei Eigenkapital. Immobilien gelten neben der Nutzung als Wertanlage, sodass nicht nur Ihr Angehöriger von dem Kauf profitiert. Weiterhin ist Ihr Angehöriger vor Mieterhöhungen geschützt und hat große Freiräume in der persönlichen Gestaltung. Die Kaufpreise für geeignete Immobilien unterliegen starken Schwankungen je nach Lage, Größe und Ausstattung.

Der große Vorteil beim Mieten ist die Flexibilität. Sollten sich die Lebensumstände ändern, ist ein Aus- oder Umzug unkompliziert. Auch um die Instandhaltung der Immobilie müssen Sie sich nicht kümmern. Preise für Senioren-WGs richten sich nach dem jeweiligen Mietspiegel und sind von Lage, Ausstattung und Größe abhängig. Wichtig zu beachten ist, dass auch Ausgaben für Betreuung und Pflege hinzukommen.

Zuschüsse für eine Senioren-WG

Eine Gruppe Senioren bei einem gemeinsamen Ausflug im Park

Um älteren Menschen das selbstständige Leben im vertrauten Umfeld so lange wie möglich zu erlauben, gibt es mit vorhandenem Pflegegrad zahlreiche Zuschüsse. Diese gelten auch für Senioren-WGs. Mit dem Wohngruppenzuschlag wird diese alternative Wohnform sogar besonders gefördert. Dieser beträgt monatlich pauschal 214 Euro pro Person und gilt zusätzlich zu anderen Leistungen.

Voraussetzung hierfür ist, dass Ihr Angehöriger mit mindestens zwei weiteren Pflegebedürftigen in einer Pflege-WG zusammenlebt. Außerdem müssen die Bewohner gemeinsam eine Präsenzkraft beauftragen. Diese unterstützt die WG durch allgemeine betreuende, verwaltende und hauswirtschaftliche Tätigkeiten. Die Präsenzkraft ist hierbei unabhängig von der individuellen pflegerischen Versorgung der Senioren.

Wenn Pflegebedürftigkeit besteht, kann ein ambulanter Pflegedienst beauftragt werden, um die Bewohner der Wohngemeinschaft zu versorgen. Ab Pflegegrad 2 stehen Ihrem Angehörigen Pflegesachleistungen zu, durch die ein Pflegedienst finanziert wird. Die Höhe der Leistung steigt mit jedem Pflegegrad an und der ambulante Dienst rechnet direkt mit der zuständigen Pflegekasse ab. Mit Pflegegrad steht Ihrem Angehörigen der monatliche Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro zu.

Eine Senioren-WG gründen

Nicht immer findet sich eine passende bestehende Wohngemeinschaft. In diesem Fall können Sie und Ihr Angehöriger eine neue WG gründen. Der große Vorteil ist, dass Sie Lage und Modell individuell bestimmen. Eine gute Anbindung, nahe gelegene Einkaufsmöglichkeiten sowie ein grünes Umfeld sind gute Voraussetzungen, um sich im Alter wohlzufühlen. Wie Sie dafür vorgehen, erklären wir Ihnen im Folgenden:

  1. Planen Sie genügend Zeit für die Gründung ein. Dies ist empfehlenswert, da vieles gut vorbereitet und entschieden werden muss.
  2. Suchen Sie interessierte Mitbewohner, die mit Ihrem Angehörigen in die WG ziehen möchten.
  3. Suchen Sie eine geeignete Wohnung oder ein Haus und überlegen Sie, was eher infrage kommt – kaufen oder mieten?
  4. Klären Sie rechtliche Fragen zur WG-Gründung vorab. Häufig bietet es sich beispielsweise an, einen Verein zu gründen.
  5. Besprechen Sie gemeinsam, wie die WG organisiert wird – Welche Kosten kommen auf die Bewohner hinzu? Soll es Pflege und Betreuung geben?

Bei Anrecht auf den Wohngruppenzuschlag steht Ihrem Angehörigen und seinen Mitbewohnern mit Pflegegrad für die Neugründung einer Pflege-WG eine Anschubfinanzierung zu. Damit werden für den altersgerechten Umbau des gemeinsamen Wohnraums bei der Pflegekasse 2.500 Euro pro Person beantragt. Der Gesamtbetrag ist jedoch auf 10.000 Euro begrenzt. Der Antrag muss innerhalb eines Jahres nach der Gründung gestellt werden.

Um den Alltag so angenehm und altersgerecht wie möglich zu gestalten, steht Bewohnern mit Pflegegrad finanzielle Unterstützung zu. Jede Person kann für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bis zu 4.000 Euro Zuschuss bei der Pflegekasse beantragen. Dazu zählen zum Beispiel ein Treppenlift oder der Umbau der Badewanne in eine ebenerdige Dusche. Wenn mehrere Personen in der WG Anspruch auf den Zuschuss haben, können insgesamt bis zu 16.000 Euro beantragt werden.

Ebenso steht Pflegebedürftigen für zusätzliche Sicherheit ein kostenloser Hausnotruf zu, über den jederzeit die Notrufzentrale alarmiert und somit Hilfe gerufen werden kann. Für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch erhält Ihr Angehöriger monatlich einen Zuschuss von bis zu 60 Euro von der Pflegekasse. Dazu gehören beispielsweise Einmal-Handschuhe sowie Desinfektionsmittel.

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Gut zu wissen: Pflegeimmobilien als Kapitalanlage

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Alternativen zur Senioren-WG

Eine Pflegekraft, die liebevoll eine Decke über die Beine eines im Rollstuhl sitzenden Senioren legt

Sollte Ihr Angehöriger in einer Alten-WG nicht den richtigen Weg für sich sehen, gibt es andere Möglichkeiten der häuslichen Pflege. Um die richtige Entscheidung zu treffen, lohnt es sich über die Alternativen gut informiert zu sein. Wir geben Ihnen im Folgenden einen ersten Überblick.

Wenn Ihr Angehöriger viel Unterstützung im Alltag benötigt und Sie ihn ungerne alleine lassen, bietet sich eine 24 Stunden Pflege an. Hier zieht die Betreuungskraft bei Ihrem Angehörigen ein und kümmert sich um Pflege, Haushalt und Betreuung. So hat er Gesellschaft und Sie wissen ihn in guten Händen. Eine 24 Stunden Pflege mit osteuropäischem Personal kostet monatlich zwischen 1.900 und 3.000 Euro.

Eine stundenweise Seniorenbetreuung eignet sich, wenn Ihr Angehöriger viele Bereiche des Alltags selbstständig meistern kann. Als Alltagshelfer unterstützt die Betreuungskraft stundenweise in den Bereichen, in denen Ihr Angehöriger Hilfe benötigt – beim Einkaufen, als Begleitung zu Terminen oder sie kommt einfach zur Gesellschaft. In der Regel liegen die Preise für eine Seniorenbetreuung bei 25 bis 35 Euro pro Stunde.

Eine weitere Möglichkeit ist das betreute Wohnen. Hier lebt Ihr Angehöriger selbstständig in einer barrierefreien Wohnung, die oft an eine Einrichtung angebunden ist. In der Regel können Hausnotruf, Essensservice oder Fahrdienste als Zusatzleistung genutzt werden. Ihr Angehöriger ist so gut versorgt, kann aber weiterhin so selbstständig wie möglich leben. Die Kosten für betreutes Wohnen variieren je nach Lage und Einrichtung.

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Antworten auf die häufigsten Fragen

In einer Senioren-WG ist Ihr Angehöriger nie alleine.

In einer Pflege-Wohngemeinschaft leben mehrere ältere Menschen als Gemeinschaft in einer Wohnung oder einem Haus zusammen. Oft gibt es gemeinsame Aktivitäten und der Alltag wird mit oder ohne Betreuung zusammen verbracht. Jeder Bewohner hat ein eigenes Zimmer oder eine eigene Wohnung.

Wenn Ihr Angehöriger Freude am geselligen Zusammenleben hat und seinen Alltag gerne mit anderen Menschen verbringt, ist er gut für eine Pflege-Wohngemeinschaft geeignet. Pflegebedürftige Bewohner profitieren so von dieser alternativen Wohnform, aber auch Senioren, die nur gelegentlich Hilfe benötigen.

Die Kosten für ein WG-Zimmer variieren stark und richten sich nach dem örtlichen Mietspiegel. Dabei spielen Größe, Ausstattung und eventuelle Kosten für Pflege und Betreuung eine große Rolle.

Mit Pflegegrad hat Ihr Angehöriger Anspruch auf den Wohngruppenzuschlag, der monatlich 214 Euro beträgt. Ein Pflegedienst kann ab Pflege­grad 2 über die Pflegesachleistungen finanziert werden. Außerdem steht Pflegebedürftigen der Entlastungsbetrag von 125 Euro monatlich zu, der beispielsweise für die Bezahlung einer Präsenz- oder Betreuungskraft verwendet wird.

Den Wohngruppenzuschlag erhalten WG-Mitglieder mit Pflegegrad als Zuschuss. Dieser beträgt monatlich 214 Euro. Anspruch auf den Zuschlag besteht, wenn in der WG mindestens drei pflegebedürftige Personen leben. Weiterhin muss die Gemeinschaft durch eine Präsenzkraft betreut werden.

Mit Pflegegrad stehen Bewohnern einer Senioren-WG verschiedene Zuschüsse von der Pflegekasse zu. Dazu gehören die folgenden:

  • Eine Anschubfinanzierung von 2.500 Euro pro Person, aber insgesamt maximal 10.000 Euro bei der Gründung der WG.
  • Bis zu 4.000 Euro Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, wie zum Beispiel einem Treppenlift.
  • Ein kostenloser Hausnotruf.
  • Bis zu 60 Euro monatlich für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch.

Für die Gründung suchen Sie Mitbewohner und eine geeignete Immobilie. Achten Sie hier auf eine passende Lage mit guter Anbindung und Einkaufsmöglichkeiten. Klären Sie unbedingt vorab rechtliche Fragen und besprechen Sie, wie die Bewohner das WG-Leben gestalten möchten.

Grundsätzlich kann das Leben in einer Senioren-Hausgemeinschaft individuell gestaltet werden. Um den Wohngruppenzuschlag zu erhalten, muss sie jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehört unter anderem, dass mindestens zwei weitere Bewohner über einen Pflegegrad verfügen.

Häufig bieten Wohnbaugesellschaften, Kommunen oder Wohlfahrtsverbände trägergestützte Pflege-WG an. Wenn Sie eine private Senioren-WG suchen, bieten sich lokale Kleinanzeigen, das schwarze Brett im Seniorenzentrum oder Online-Portale an.

Für die Pflege Ihres Angehörigen können Sie einen ambulanten Pflegedienst beauftragen. Häufig sucht die Wohngemeinschaft zusammen einen Pflegedienst, der die Bewohner versorgt.

In einer solchen Wohngemeinschaft leben an Demenz erkrankte Personen zusammen. Sie werden durch speziell geschultes Pflegepersonal begleitet und betreut.

Wir beraten zu allen Themen rund um Pflege, seniorengerechtem Wohnen und einem möglichst selbstständigen Leben im Alter. Unsere geschulten Berater informieren Sie zu verschiedenen Möglichkeiten und Zuschüssen. Bei Bedarf vermitteln wir Ihnen gerne Anbieter – vollkommen kostenfrei und unverbindlich.

Herz und Hand Das sagen unsere Klienten


1 Bundesamt für Justiz: "Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz - WBVG"  zurück zum Text