Pflegesachleistungen
Was ist das?

Pflegesachleistungen: Geld liegt gestapelt auf dem Tisch

„Pflegesachleistungen“ sind ein Budget, mit dem Ihre Pflegekasse die Arbeit eines ambulanten Pflegedienstes bezahlt. Ihr Angehöriger hat Anspruch, wenn er mindestens Pflegegrad 2 hat. Je höher der Pflegegrad Ihres Angehörigen, desto größer ist auch das Budget für die Leistungen eines ambulanten Pflegedienstes.

Der Verband Pflegehilfe beantwortet die wichtigsten Fragen:

In den häufigen Fragen haben wir diese Informationen übersichtlich zusammengefasst.

Begriffsdefinition

Mann stützt sich erschöpft auf Antragsdokumente.

Die Pflegesachleistungen sind eine zweckgebundene Leistung Ihrer Pflegekasse. Anders als das Pflegegeld erhalten Sie das Geld nicht persönlich. Es handelt sich dabei um ein Budget, über das ambulante Pflegedienste ihre Tätigkeiten abrechnen.

Ihr Budget

  1. Pflegegrad 1: Keine Pflegesachleistungen
  2. Pflegegrad 2: 689 Euro
  3. Pflegegrad 3: 1.298 Euro
  4. Pflegegrad 4: 1.612 Euro
  5. Pflegegrad 5: 1.995 Euro

Sonderregelung: Pflegegrad 1

Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 haben keinen Anspruch auf Pflegesachleistungen. Anders als Menschen mit höheren Pflegegraden dürfen sie den Entlastungsbetrag für „körperbezogene Maßnahmen“ verwenden.

Pflegesachleistungen kurz & verständlich erklärt

Was Pflegesachleistungen sind und wie Sie sie am besten nutzen, erfahren Sie in diesem kurzen Video.

Wer hat Anspruch?

Beim Antrag auf eine Einstufung in einen Pflegegrad geben Sie bereits an, ob Sie Unterstützung von einem Pflegedienst wünschen. Erkennt die Pflegekasse Pflegegrad 2 oder höher an, hat Ihr Angehöriger automatisch Anspruch auf Pflegesachleistungen.

  1. Ihr Angehöriger hat Pflegegrad 2, 3, 4 oder 5. Die Pflegesachleistungen werden rückwirkend ab dem Tag der Antragstellung bezahlt.
  2. Ein Pflegedienst unterstützt Sie bei der häuslichen Pflege oder übernimmt sie vollständig.
  3. Sie pflegen Ihren Angehörigen in einem häuslichen Umfeld. Das ist in der eigenen Wohnung, einer Seniorenresidenz, einer Einrichtung für Betreutes Wohnen oder einer Senioren-WG gegeben.

Kombinationspflege

Übernimmt ein Pflegedienst nur einen Teil der Pflege, haben Sie zusätzlich zu den Pflegesachleistungen Anspruch auf Pflegegeld. Die beiden Gelder werden anteilig miteinander verrechnet. Rechnet der Pflegedienst das Budget vollständig ab, erhält Ihr Angehöriger kein weiteres Pflegegeld.

Grafik Kombinationspflege Beispiel

Beispielrechnung

Frau Schmitt hat Pflegegrad 2 und nimmt Dienstleistungen eines Pflegedienstes in Höhe von 207 Euro (30 Prozent) in Anspruch.

Zusätzlich erhält Sie 70 Prozent Ihres Pflegegeldes, also 221 Euro. Ihre Kombinationsleistung beträgt insgesamt 428 Euro pro Monat.

Der Umwandlungsanspruch

Sie haben die Pflegesachleistungen nicht vollständig ausgeschöpft? Bis zu 40 Prozent der Pflegesachleistung können Sie in einen zusätzlichen Entlastungsbetrag umwandeln. Dieses Geld dürfen Sie für die eigene Betreuung, die Entlastung der pflegenden Angehörigen oder Ähnliches verwenden.

Ob Sie die Pflegesachleistungen für Pflegedienste verwenden oder umwandeln, macht für die Kombinationsleistungen jedoch keinen Unterschied. Nutzen Sie die Pflegesachleistungen vollständig, erhalten Sie kein zusätzliches Pflegegeld.

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Häufige Fragen

Gestapelte Münzen: Ihr Anspruch auf Pflegesachleistungen
  • Durch Pflegesachleistungen wird der Pflegebedürftige finanziell unterstützt, wenn er für die häusliche Pflege und Betreuung einen ambulanten Pflegedienst engagiert.
  • Pflegebedürftige mit mindestens Pflegegrad 2, die zumindest teilweise von einem ambulanten Pflegedienst gepflegt werden, erhalten Pflegesachleistungen.
  • Die Leistungen sind nach dem Pflegegrad gestaffelt. Das heißt für Sie: Je höher der Pflegegrad ist, desto mehr Sachleistungen erhält Ihr Angehöriger.
  • Die genauen Beträge finden Sie hier.
  • Wenn Sie ausschließlich von Ihren Angehörigen in der häuslichen Umgebung gepflegt und betreut werden, erhalten Sie das Pflegegeld.
  • Wenn Sie einen professionellen, von der Pflegekasse anerkannten Pflegedienst dafür beauftragen, rechnet er seine Arbeit über die Pflegesachleistungen ab.
  • Teilen Sie sich die Pflege mit einem Pflegedienst, werden beide Gelder in der Kombinationsleistung miteinander verrechnet.
  • Wenn Sie das Budget für die Pflegesachleistungen nicht komplett aufbrauchen, können Sie bis zu 40 % des Betrags für die eigene stundenweise Betreuung oder für die Entlastung Ihrer pflegenden Angehörigen verwenden.
  • Den Betrag des sogenannten Umwandlungsanspruchs können Sie zusätzlich zu den 125 Euro Betreuungs- und Entlastungsleistungen verwenden.
  • Wenn Sie zu Hause von einem Angehörigen gepflegt werden aber zusätzlich die Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes benötigen, können sie die Pflegesachleistungen und das Pflegegeld miteinander kombinieren.
  • Beachten Sie, dass sich das Pflegegeld um den Prozentsatz verringert, in welchem die Pflegesachleistung in Anspruch genommen wird.
  • Nein. Um die Pflegesachleistung beantragen zu können und die Leistungen des Pflegedienstes nutzen zu können, müssen Sie einen Pflegegrad besitzen.

  • Nein, nur Pflegedienste können die Pflegesachleistungen mit Ihrer Pflegegkasse abrechnen.
  • Sie haben allerdings die Möglichkeit, bis zu 40 Prozent der Pflegesachleistungen in den Entlastungsbetrag umzuwandeln. Diesen Betrag können Sie auch für die 24-Stunden-Pflegekraft einsetzen.