Kurzzeitpflegeplatz
Einen freien Platz auch im Notfall finden

In der Kurzzeitpflege werden Senioren vorübergehend vollstationär im Pflegeheim aufgenommen und rund um die Uhr betreut.

Wenn Sie die Pflege Ihres Angehörigen vorübergehend nicht wahrnehmen können, müssen Sie schnell einen Kurzzeitpflegeplatz finden, um Lücken in seiner Versorgung zu verhindern. So ist Ihr Angehöriger in Ihrer Abwesenheit oder bei temporär erhöhter Pflegebedürftigkeit in guten Händen.

Nach einem Sturz oder einem Unfall ist eine schnelle Lösung erforderlich. Die häusliche Pflege reicht nicht mehr aus, um den Pflegeansprüchen gerecht zu werden. Nutzen Sie die Kurzzeitpflege, um wertvolle Zeit für Entscheidungen über die zukünftige Pflegeform für Ihren Angehörigen zu finden.

Dabei helfen wir Ihnen gerne. Hierzu haben wir alles zum Thema Kurzzeitpflegeplatz zusammengestellt:

In den häufigen Fragen finden Sie alle wichtigen Informationen in einer kompakten Übersicht.

Corona-Sonderregelung zur Kurzzeitpflege
Sonderregelungen bis vorerst 30.09.2020

  • Aufgrund von Covid-19 wurde das Budget der Kurzzeitpflege in stationĂ€ren Rehabilitations- und Vorsorgeeinrichtungen erhöht. Pflegebedürftige haben ein Budget von 2.418 Euro für die Finanzierung der Kurzzeitpflege zur Verfügung. Die Aufstockung durch das Verhinderungspflegebudget bleibt erhalten: Insgesamt 4.030 Euro sind fĂŒr die Kurzzeitpflege abrufbar.

    Für eine Dauer von maximal 14 Tagen kann eine Ersatzversorgung in einer Einrichtung, die Leistungen zur medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation erbringt, in Anspruch genommen werden. In dieser Zeit muss der vorherige Pflegeplatz im Pflegeheim freigehalten werden. Dadurch ist sichergestellt, dass der Pflegebedürftige eine nahtlose Versorgung erhĂ€lt.

  • Das Budget für die Kurzzeitpflege in stationĂ€ren Rehabilitations- und Vorsorgeeinrichtungen wird von 1.612 Euro auf 2.418 Euro erhöht.
  • Mit ungenutzten Leistungen aus der Verhinderungspflege ist dieses Budget auf 4.030 Euro aufstockbar.
  • Ist die Unterbringung in der bisherigen stationĂ€ren Pflegeeinrichtung nicht zu gewĂ€hrleisten, können Pflegebedürftige bis zu 14 Tage lang in einer Einrichtung zur medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation gepflegt werden.
  • Der bisherige Pflegeplatz ist in dieser zweiwöchigen Periode für den Pflegebedürftigen freizuhalten, sodass ein nahtloser Anschluss an die Versorgung sichergestellt ist.

Was ist Kurzzeitpflege?

Die Kurzzeitpflege findet in Pflegeheimen statt, die oft von schönen Grünanlagen umgeben sind.

Bei der Kurzzeitpflege handelt es sich um eine überbrückende Pflege, die Ihnen hilft, Krisensituationen zu bewältigen. Sie schließt Versorgungslücken, wenn Ihr Angehöriger plötzlich pflegebedürftig wird oder für wenige Tage oder Wochen eine umfassendere Pflege braucht. Nach Operationen wird die Kurzzeitpflege für die Genesung genutzt, bis Ihr Angehöriger in sein Zuhause zurückkehren kann.

Für die Kurzzeitpflege zieht Ihr Angehöriger vorübergehend vollstationär in ein Pflegeheim ein. Die stationäre Aufnahme ist nötig, um eine umfassende Pflege zu garantieren. Er wird hier medizinisch versorgt und betreut, bis Sie die Pflege wieder aufnehmen können. Nutzen Sie diese Zeit, um die weitere Pflege zu organisieren.

Pflegebedürftige ab Pflegegrad 2 haben Anspruch auf acht Wochen Kurzzeitpflege pro Jahr. Kurzzeitpflegeplätze müssen Sie im Voraus beantragen – die Kosten werden nicht rückwirkend übernommen. Stellen Sie den Antrag deshalb rechtzeitig und bevor Sie planen, die Kurzzeitpflege in Anspruch zu nehmen. Beachten Sie außerdem, dass es in vielen Pflegeeinrichtungen lange Wartelisten für Kurzzeitpflegeplätze gibt.

Kurzzeitpflege im Notfall

In den Anträgen der Kranken- und Pflegekassen werden die Gründe für die Inanspruchnahme der Kurzzeitpflege oft als Krisensituationen bezeichnet. Das sind unvorhersehbare Ereignisse, die eine vollstationäre Pflege nötig machen. Wir stellen Ihnen drei Beispiele für Krisensituationen vor:

  1. Plötzliche Pflegebedürftigkeit
    Ist Ihr Angehöriger nach einem Unfall oder einer schweren Erkrankung plötzlich pflegebedürftig, ist oft nicht genug Zeit, um die weitere Pflege zu planen. Die Kurzzeitpflege schließt diese Versorgungslücke, indem Sie Ihren Angehörigen vorübergehend stationär aufnimmt.
  2. Pflegebedürftigkeit vorübergehend erhöht
    Falls Sie Ihren Angehörigen zu Hause pflegen und sich sein gesundheitlicher Zustand verschlimmert, übernimmt die Kurzzeitpflege vorübergehend die professionelle Versorgung. Dies kann beispielsweise nach einer Operation der Fall sein. Die vollstationäre Aufnahme überbrückt die gesteigerte Pflegebedürftigkeit.
  3. Pflegeperson verhindert oder krank
    Wenn Sie als pflegender Angehöriger verhindert oder krank sind, haben Sie Anspruch auf sechs Wochen Verhinderungspflege pro Kalenderjahr. Wenn Sie keine private Vertretung finden, übernehmen Pflegeheime die Versorgung Ihres Angehörigen für die Zeit Ihrer Abwesenheit.

Welche Zuschüsse gibt es?

Bei der Kurzzeitpflege sind die Zuschüsse unabhängig vom Pflegegrad. Die Pflegekasse zahlt Ihrem Angehörigen einen Zuschuss von 1.612 Euro im Jahr für die vorübergehende Unterbringung und die dadurch entstehenden Kosten. Allerdings schöpfen Personen mit höheren Pflegegraden die 1.612 Euro durch die aufwendigeren Pflegeleistungen auch schneller aus.

Die Kosten der Kurzzeitpflege setzen sich aus Unterkunft, Verpflegung, Investitions­pauschale und Pflegeleistungen zusammen. Wie viel Ihr Angehöriger im Einzelfall zahlt, variiert von Einrichtung zu Einrichtung. Im Bundesdurchschnitt kostet Kurzzeitpflege 588 Euro pro Woche bei Pflegegrad 2. Etwa die Hälfte dieser Kosten (294 Euro) sind Pflegeleistungen, die von der Kasse übernommen werden.

  • Ab Pflegegrad 2 steht Ihnen ein jährliches Budget von 1.612 Euro für die Kurzzeitpflege zur Verfügung.
  • Sollten 1.612 Euro nicht reichen, können Sie zusätzlich ungenutzte Födermittel aus der Verhinderungspflege abrufen.
  • Maximal ergeben sich so 3.224 Euro für insgesamt acht Wochen Kurzzeitpflege im Kalenderjahr.
  • Pflegehilfe
    Pflegehilfe

Wie hoch ist der Eigenanteil für Kurzzeitpflege?

In der Kurzzeitpflege beträgt der Eigenanteil 294 Euro pro Woche im Bundesdurchschnitt. Diesen Teil zahlt Ihr Angehöriger selbst. Der Eigenanteil wird nicht mit dem verfügbaren Jahresbudget von 1.612 Euro verrechnet. Ihr Angehöriger kann den Entlastungsbetrag von 125 Euro nutzen, um die Kurzzeitpflege zu finanzieren. Außerdem wird in der Kurzzeitpflege das Pflegegeld zur Hälfte weitergezahlt.

Die Kosten für Verpflegung und Unterkunft werden nicht von der Kasse übernommen. Diese sogenannten Hotelkosten betragen etwa 154 Euro pro Woche. Die andere Komponente des Eigenanteils ist die sogenannte Investitionspauschale. Hierdurch finanzieren Pflegeheime Renovierungs- und Umbauarbeiten. Ihr Angehöriger zahlt in der Kurzzeitpflege eine durchschnittliche Investitionspauschale von 140 Euro pro Woche.

  • Hotel- und Investitionskosten tragen Sie privat. Diese variieren je nach Einrichtung, betragen jedoch ungefähr 300 Euro pro Woche.
  • Pflegeleistungen werden von der Pflegekasse übernommen und betragen ebenfalls etwa 300 Euro pro Woche.
  • Beachten Sie, dass es sich bei diesen Angaben lediglich um Richtwerte handelt, genaue Informationen erhalten Sie direkt bei der Einzeleinrichtung.

Kurzzeitpflege beantragen – So geht's

Der Antrag auf Kurzzeitpflege ist unkompliziert, sollte aber frühzeitig gestellt werden.

Den Antrag für die Kurzzeitpflege stellen Sie direkt bei der Pflegekasse. Im Falle einer Verschreibung durch den Hausarzt reichen Sie ihn bei der Krankenkasse ein. Die meisten Kassen stellen hierzu Anträge zum Herunterladen bereit. So haben Sie die Möglichkeit, bequem von zuhause aus einen Kurzzeitpflegeplatz zu finden.

Wichtig ist, dass Sie den Antrag so früh wie möglich stellen. Kurzzeitpflege bedeutet nicht, dass sie besonders schnell genehmigt wird, sondern weist lediglich auf die kurze Dauer der stationären Unterbringung hin. Mitunter kann die Genehmigung bis zu zwei Wochen dauern. Planen Sie bei vorhersehbaren Ereignissen wie Operationen oder Urlauben ein mehrwöchiges Zeitfenster zwischen Antrag und Start der Kurzzeitpflege ein.

Im Antrag auf Kurzzeitpflege fragen die Kassen nach:

  1. Angaben zum Pflegebedürftigen
    Wie bei jedem Antrag wird hier nach Name, Wohnort und Geburtsdatum gefragt. Oft wird auch nach dem Namen der abwesenden Pflegeperson verlangt. Außerdem müssen Sie die Versichertennummer Ihres Angehörigen angeben.
  2. Angaben zum Grund
    Da die Pflege Ihres Angehörigen nicht durch eine ambulante oder teilstationäre Pflege gesichert werden kann, müssen Sie den Grund Ihrer Abwesenheit angeben. Dann kann Ihr Angehöriger vollstationär aufgenommen werden.
  3. Angaben zum Zeitraum
    Die Kasse fragt nach dem Zeitraum, in dem die Pflege Ihres Angehörigen übernommen werden soll. Auf manchen Anträgen ist es möglich, mehrere Zeiträume zu nennen.
  4. Angaben zur Einrichtung
    Die meisten Kassen fragen, ob Sie eine bevorzugte Einrichtung haben. Ist dort ein Platz frei, übernimmt das gewählte Pflegeheim die Kurzzeitpflege. Wir schicken Ihnen gerne eine Liste von Anbietern, die freie Plätze haben.
  5. Angaben zur Aufstockung
    Falls das Zuschussbudget ausgeschöpft wird, können Sie nicht verbrauchte Mittel aus der Verhinderungspflege verwenden. Hier fragen die Kassen oft bereits auf dem Antrag, ob Sie die Zuschüsse in diesem Fall kombinieren möchten.

Video: Alles Wichtige zur Kurzzeitpflege

Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre Ansprüche in der Kurzzeitpflege. In nur 74 Sekunden erfahren Sie, welche Zuschüsse Sie für die Kurzzeitpflege erhalten und wie Sie das Budget aufstocken können.

Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad

Die Seniorin bekommt Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad nach einem Unfall vom Arzt verschrieben.

Seit dem 01.01.2016 haben auch Personen ohne Pflegegrad Anspruch auf Kurzzeitpflege. Wenn Ihr Angehöriger nach einem Unfall oder einer Krankheit plötzlich pflegebedürftig ist, haben Sie trotzdem die Möglichkeit, Versorgungsengpässe mit der Kurzzeitpflege zu schließen. Die Zeit der stationären Pflege ermöglicht, weitere Maßnahmen zu treffen, um danach weiter zu Hause versorgt zu werden.

Es ist ratsam, bereits während der Kurzzeitpflege einen Pflegegrad zu beantragen, wenn die Pflegebedürftigkeit voraussichtlich auf Dauer bestehen wird. Zunächst kommt in diesem Fall die Krankenkasse für die Kosten der Pflegeleistungen auf, Hotel- und Investitionskosten tragen Sie beziehungsweise Ihr Angehöriger aber privat. Sollte danach auch weiterhin Pflege benötigt werden, können mit vorhandenem Pflegegrad finanzielle Förderungen wie Pflegegeld und Pflegesachleistungen bezogen werden.

  • Die Kurzzeitpflege wird im Falle eines Unfalls oder einer Krankheit meist nahtlos an den Krankenhausaufenthalt angegliedert.
  • So ist die Versorgung Ihres Angehörigen auch in plötzlichen Situationen jederzeit gesichert.
  • Ohne Pflegegrad übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Pflegeleistungen Ihres Angehörigen.
  • Die sogenannten Hotelkosten, also Unterbringung und Verpflegung, sowie Investitionskosten, tragen Sie privat.
Birne

Wichtiger Hinweis!

Die Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad ist nur für Notfälle gedacht, bei denen die Pflegebedürftigkeit kurzzeitig durch einen Unfall, eine Operation oder eine Krankheit bedingt ist. Zur Entlastung pflegender Angehöriger, zum Beispiel als Urlaubsvertretung, wird Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad nicht gewährt.

Vor- und Nachteile der Kurzzeitpflege

Damit Sie eine durchdachte Entscheidung treffen können, müssen Sie sowohl die Vor- als auch die Nachteile der Kurzzeitpflege bedenken. Wir haben diese hierzu kompakt für Sie zusammengefasst:

  • Die Pflege- oder Krankenkassen zahlen jährlich bis zu 1.612 Euro Zuschuss zur Kurzzeitpflege.
  • Sie können dieses Budget auf 3.224 Euro aufstocken, wenn Sie es mit ungenutzten Zuschüssen der Verhinderungspflege kombinieren.
  • Die Kurzzeitpflege überbrückt Krisensituationen, in denen die Pflege sonst nicht gewährleistet ist.
  • Auch Alleinstehende sind bei vorübergehender Pflegebedürftigkeit gut versorgt.
  • Die Kurzzeitpflege entlastet Sie als pflegenden Angehörigen.
  • Sie haben Zeit, die weitere Pflege zu planen während Ihr Angehöriger sich in der Kurzzeitpflege befindet.
  • Die Versorgungs- und Unterbringungskosten zahlen Sie privat.
  • Das Budget der Kurzzeitpflege deckt die Pflegekosten oft nicht vollständig.
  • Die Wartelisten für die Einrichtungen sind meist lang.

Ihre Alternative zur Kurzzeitpflege

Alternativ zur Kurzzeitpflege gibt es auch weitere Optionen, die Pflege zu organisieren.

Neben der Kurzzeitpflege gibt es andere Alternativen, um kurzfristige Situationen mit gesteigertem Pflegebedarf zu überbrücken. Nicht immer ist eine vollstationäre Aufnahme Ihres Angehörigen nötig, denn viele Pflegeleistungen sind auch im eigenen Zuhause möglich. Sollten Sie aufgrund der langen Wartelisten keinen Platz für eine stationäre Kurzzeitpflege gefunden haben, stellen wir Ihnen hier Ausweichmöglichkeiten vor.

Sind Sie als pflegender Angehöriger abwesend, können Sie neben der Kurzzeitpflege auch die Verhinderungspflege in Anspruch nehmen. Ihr Angehöriger wird hier weiter zu Hause gepflegt. Ambulante Dienste, aber auch Bekannte oder Verwandte können die Versorgung übernehmen. Sie haben im Jahr bis zu sechs Wochen Anspruch auf Verhinderungspflege.

Ist Ihr Angehöriger nur leicht pflegebedürftig, kann er auch weiter zu Hause gepflegt werden. Ambulante Dienste oder eine Seniorenbetreuung übernehmen die Pflege stundenweise. Sind Sie nur wenige Stunden täglich verhindert und Ihr Angehöriger ist weitesgehend selbstständig, kann er weiter zu Hause gepflegt werden.

Grundsätzlich gibt es für Kurzzeit- und Verhinderungspflege die gleichen Zuschüsse. Für beide Formen der Ersatzpflege stehen Ihnen jeweils 1.612 Euro zur Verfügung. Allerdings ist die Aufstockung unterschiedlich, je nachdem welche Ersatzpflege sie wählen. Außerdem variiert der Ort der Ersatzpflege.

  • Kurzzeitpflege findet stationär in einem Pflegeheim statt. Das jährliche Budget beträgt 1.612 Euro, beziehungsweise 3.224 Euro mit Aufstockung durch 100 Prozent der Zuschüsse aus der Verhinderungspflege. Der maximale Zeitraum beträgt acht Wochen pro Jahr.
  • Verhinderungspflege findet ambulant zu Hause statt. Das Jahresbudget beträgt 1.612 Euro und kann durch 50 Prozent der Zuschüsse aus der Kurzzeitpflege auf 2.418 Euro aufgestockt werden. Pro Jahr sind maximal sechs Wochen Verhinderungspflege möglich.

Kurzzeitpflege nach dem Sturz
Ein persönlicher Erfahrungsbericht von Renate M.

In schweren Zeiten ist guter Rat teuer - oder auch nicht: Denn nach der kostenlosen Beratung konnte Renate M. schnell eine Entscheidung treffen, die ihrer Mutter nach einem Unfall weiterhelfen konnte. Hier berichtet sie von ihren Erfahrungen mit der Kurzzeitpflege.
Die Mutter von Renate M. trinkt zu Hause einen Kaffee.
Die Mutter von Renate M. ist stolz, dass ihre Tochter im entscheidenden Moment den richtigen Entschluss getroffen hat.

Als meine Mutter nach einem Oberschenkelhalsbruch wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden sollte, war ich erstmal schockiert. Sie konnte gar nicht laufen und war deswegen auf den Rollstuhl angewiesen. Noch dazu kam, dass ich nur wenige Tage hatte, um alles in der Wohnung vorzubereiten. Und das bei einer Wohnung im dritten Stock, ohne Aufzug.

Es war damals ja auch noch völlig unklar, wie viel Pflege meine Mutter nach der Genesung wirklich brauchen wird. In dem Moment war ich einfach nur völlig überfordert. Ich stand gefühlt ganz alleine da und musste nebenbei noch schnell eine andere Lösung finden. Meine beste Entscheidung war, mich beraten zu lassen.

Am Telefon wurde mir eine Kurzzeitpflege empfohlen. Außerdem habe ich direkt Vorschläge zu Einrichtungen mit freien Plätzen bekommen, eine davon nur wenige Autominuten vom Krankenhaus entfernt. In den drei Wochen Kurzzeitpflege konnte ich die Wohnung ganz in Ruhe vorbereiten und weitere Schritte organisieren. Eine wirklich große Erleichterung – Danke nochmal!

Inzwischen ist meine Mutter zwar wieder zuhause, aber in Zukunft werde ich gelassener an solche Situationen gehen. Jetzt weiß ich ja, was zu tun ist. Wenn ich anderen pflegenden Angehörigen noch einen Tipp geben kann: Lasst euch beraten. Ihr seid nicht alleine, auch wenn es erstmal so wirkt.

Wir danken Frau Renate M. für den aufschlussreichen Bericht und wünschen weiterhin alles Gute.

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  • Alles über Zuschüsse & Förderungen
  • Praktische Checklisten und Tipps
  • Die Vor- und Nachteile im Überblick
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Antworten auf die häufigen Fragen

In der Kurzzeitpflege finden Senioren neue Bekannte und entlasten pflegende Angehörige.

Die Kurzzeitpflege schließt Versorgungslücken in der Pflege. Der Pflegebedürftige wird vorübergehend vollstationär in einem Pflegeheim aufgenommen. Dort wird er betreut, bis Sie die weitere Pflege wieder aufnehmen oder eine häusliche Pflege wieder möglich ist.

Der Antrag wird direkt bei der Pflege- oder Krankenkasse gestellt. Die meisten Kassen stellen Formulare zum Herunterladen auf ihren Webseiten bereit. Die Kurzzeitpflege sollte möglichst frühzeitig beantragt werden. So ist genug Zeit, einen geeigneten Platz für die Kurzzeitpflege zu finden.

Die Kosten für Verpflegung und Unterkunft betragen circa 154 Euro pro Woche. Hinzu kommt außerdem eine Investitionspauschale von etwa 140 Euro pro Woche. So kommt es zu Gesamtkosten von etwa 300 Euro pro Woche. Wie viel Pflegebedürftige im Einzelnen zahlen, unterscheidet sich von Einrichtung zu Einrichtung.

Die Kurzzeitpflege findet bis zu acht Wochen am Stück statt. Dieser Zeitraum kann je nach Bedarf eingeteilt werden. Es sind sowohl wenige Tage als auch mehrere Wochen möglich.

Jeder Pflegebedürftige hat im Jahr bis zu acht Wochen Anspruch auf Kurzzeitpflege. Entscheidend ist die Dauer und nicht die Anzahl der Aufenthalte. Ob also acht Mal eine Woche oder die acht Wochen am Stück verwendet werden, ist egal.

Die Kurzzeitpflege findet in einem Pflegeheim statt. Dort wird der Pflegebedürftige stationär aufgenommen und erhält sein eigenes Zimmer. Nicht alle Pflegeheime bieten Kurzzeitpflege an.

Ab Pflegegrad 2 stehen jährlich 1.612 Euro für die Kurzzeitpflege zur Verfügung. Sollte das nicht ausreichen, um die Kurzzeitpflege zu finanzieren, können ungenutzte Fördermittel aus der Verhinderungspflege abgerufen werden. So sind bis zu 3.224 Euro für die Finanzierung der Kurzzeitpflege vorhanden.

Die Pflegekasse übernimmt die Kosten für die Pflegeleistungen. Diese betragen durchschnittlich 300 Euro pro Woche. Diese werden mit dem verfügbaren Budget von 1.612 Euro pro Kalenderjahr verrechnet.

Seit Januar 2016 haben auch Personen ohne Pflegegrad Anspruch auf Kurzzeitpflege, zum Beispiel wenn nach einem Unfall oder einer Krankheit eine plötzliche Pflegebedürftigkeit besteht. Zunächst kommt in diesem Fall die Krankenkasse für die Pflegekosten in der Kurzzeitpflege auf, die Kosten für Verpflegung und Unterkunft müssen jedoch privat getragen werden.

Unsere geschulten Berater helfen Ihnen unverbindlich weiter. Gerne beantworten wir Ihnen telefonisch alle Fragen, die Sie haben. Auf Wunsch senden wir Ihnen drei kostenlose Vergleichsangebote per E-Mail zu.