Kurzzeitpflegeplatz
Einen freien Platz auch im Notfall finden

Senior im Rollstuhl in Kurzzeitpflege.

Ihr Angehöriger ist nach einem Unfall plötzlich pflegebedürftig? Sie pflegen ihn zu Hause, aber sein Zustand verschlimmert sich? Die Kurzzeitpflege unterstützt Sie in diesen Krisensituationen. Ihr Angehöriger zieht vorübergehend in ein Pflegeheim, bis Sie die weitere Pflege übernehmen können.

Auf dieser Seite erfahren Sie die wichtigsten Informationen zur Kurzzeitpflege:

Sie haben wenig Zeit? Unter „Häufige Fragen“ finden Sie eine kurze Übersicht.

Was ist Kurzzeitpflege?

Händedruck am Krankenbett.

Pflegebedürftige haben Anspruch auf acht Wochen Kurzzeit­pflege im Jahr. Dabei zieht Ihr Angehöriger für eine kurze Zeit in ein Pflegeheim. Dort wird er so lange versorgt, bis Sie die weitere Pflege leisten können.

Die Kurzzeitpflege soll dabei helfen, Krisensituationen zu bewältigen. Besonders Lücken in der Versorgung werden so geschlossen. Allerdings gibt es oft lange Wartelisten für Kurzzeitpflegeplätze.

Wer hat Anspruch?

  • Mindestens Pflegegrad 2
    Pflegebedürftige ab Pflegegrad 2 erhalten eine finanzielle Unterstützung für die Kurzzeitpflege. Auch mit Pflegegrad 1 kann Ihr Angehöriger eine Kurzzeitpflege nutzen. Allerdings tragen Sie die Kosten fast vollständig privat.
  • Die Kurzzeitpflege wurde von Ihrem Arzt verschrieben
    Nach einer Operation oder Krankheit brauchen viele vorübergehend Pflege. Ihr Arzt kann in solchen Fällen Kurzzeitpflege verschreiben – auch ohne einen Pflegegrad. Sie erhalten dann einen Zuschuss von Ihrer Krankenkasse.

Video: Das Wichtigste in Kürze

Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre Ansprüche in der Kurzzeitpflege. In nur 74 Sekunden haben wir die wichtigsten Informationen für Sie zusammen­gefasst.

Krisensituationen: Drei Beispiele

  • Plötzliche Pflegebedürftigkeit
    Viele Senioren, die nach einem Unfall oder einer schweren Erkrankung plötzlich pflegebedürftig sind, werden aus dem Krankenhaus entlassen, bevor die Angehörigen die weitere Pflege sicherstellen konnten. Diese Versorgungslücke schließt die Kurzzeitpflege.
  • Pflegebedürftigkeit vorübergehend erhöht
    Sie pflegen Ihren Angehörigen zu Hause und sein Zustand verschlimmert sich? Benötigt Ihr Angehöriger vorübergehend professionelle Pflege, übernimmt ein Pflegeheim seine Versorgung.
  • Pflegeperson verhindert oder krank
    Sie haben Anspruch auf sechs Wochen Verhinderungspflege. Wenn Sie keine private Vertretung finden, übernehmen Pflegeheime die Verhinderungspflege über die Kurzzeitpflege.

Kosten & Zuschüsse

Ihre Pflegekasse übernimmt die Kosten für die Pflege Ihres Angehörigen. Bis zu 1.612 Euro im Jahr stehen Ihnen für die Kurzzeitpflege zur Verfügung. Sie zahlen für die Verpflegung und Unterbringung – die sogenannten Hotelkosten.

Achtung: Meist reicht der Zuschuss der Pflegekassen nicht aus, um die Pflegekosten zu decken. Deshalb zahlen Sie oft zusätzlich einen Eigenanteil. Anders als bei einer dauerhaften Pflege im Pflegeheim ist dieser Eigenanteil nicht begrenzt.

  • Sie haben Anspruch auf acht Wochen Kurzzeitpflege im Jahr.
  • In dieser Zeit wird das Pflegegeld zur Hälfte weitergezahlt.
  • Nutzen Sie den Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro für Ihren Eigenanteil.

Kurzzeitpflege beantragen – So geht's

Familie besucht Angehörigen in der Kurzzeitpflege und berichtet von ihren Erfahrungen.

Mit einem anerkannten Pflegegrad hat Ihr Angehöriger Anspruch auf Kurzzeitpflege. Für die Kurzzeitpflege gibt es einen eigenen Antrag. Die meisten Pflegekassen stellen Ihnen das Formular als Download zur Verfügung. Dort geben Sie in der Regel an, warum Sie Kurzzeitpflege benötigen und in welchem Pflegeheim Ihr Angehöriger versorgt wird. Den Antrag dürfen auch andere Personen für Sie stellen.

Wer darf den Antrag stellen?

  • Sie selbst
  • Die Pflegekasse
  • Der Sozialdienst eines Pflegeheims oder Pflegedienstes
  • Der Sozialdienst eines Krankenhauses oder einer Reha-Einrichtung

Kurzzeitpflege im Notfall
Unser Erfahrungsbericht

Familie  besucht Angehörigen im Krankenbett in der Kurzzeitpflege.

Als meine Mutter nach einem Oberschenkelhalsbruch wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden sollte, war ich schockiert. Sie konnte nicht laufen und war deswegen auf ein Pflegebett und einen Rollstuhl angewiesen. Ich hatte nur wenige Tage, um alles vorzubereiten und zu organisieren. Das war für mich in der kurzen Zeit gar nicht zu schaffen. Es war ja auch noch nicht absehbar, wie viel Pflege meine Mutter in Zukunft wirklich brauchen wird.

In dem Moment war ich einfach nur überfordert und konnte noch gar keine Entscheidung treffen. Ich wusste nicht, ob ich sie in Zukunft Zuhause pflegen kann oder ob sie besser in ein Pflegeheim kommt. Ich stand also erstmal ganz alleine da und musste schnell eine andere Lösung finden. Ich habe dann von Freunden den Verband Pflegehilfe empfohlen bekommen.

Also habe ich dann auch direkt dort angerufen. Der Berater hat mich erstmal genau gefragt, was das Problem ist und hat mir dann eine Kurzzeitpflege empfohlen. Er konnte mir sogar so kurzfristig noch einen Kurzzeitpflegeplatz für meine Mutter vermitteln und das zum Glück auch noch direkt bei uns in der Nähe. Das war eine große Erleichterung, weil ich meine Mutter so regelmäßig besuchen konnte und gesehen habe, dass es ihr dort gut geht.

Vor- und Nachteile der Kurzzeitpflege

  • Durch die Kurzzeitpflege ist die Pflege jederzeit sichergestellt.
  • Auch Alleinstehende werden bei einer vorübergehenden Pflegebedürftigkeit gut versorgt.
  • Sie als pflegender Angehöriger werden entlastet.
  • Durch die Kurzzeitpflege haben Sie mehr Zeit, die Pflege Ihres Angehörigen zu planen.
  • Sie zahlen die Versorgungs- und Unterbringungskosten privat.
  • Das Kurzzeitpflegegeld deckt die Pflegekosten oft nicht.
  • Oft gibt es lange Wartelisten.
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Häufige Fragen

Senioring lächelt junge Frau an.
  • Wenn Sie Ihren pflegebedürftigen Angehörigen vorübergehend nicht zu Hause versorgen können, wird er in der Kurzzeitpflege in einem Pflegeheim versorgt.
  • Pflegebedürftige ab Pflegegrad 2 haben Anspruch auf acht Wochen Kurzzeitpflege im Jahr.
  • Grundsätzlich haben alle Personen mit mindestens Pflegegrad 2 Anspruch auf Kurzzeitpflege.
  • Verschreibt Ihr Arzt zum Beispiel nach einer Operation Kurzzeitpflege, übernimmt Ihre Krankenkasse die Pflegekosten.
  • Ihre Pflegekasse zahlt für die Pflegekosten.
  • Jedes Jahr bezahlt Sie maximal 1.612 Euro für die stationäre Pflege.
  • Sie können zusätzlich das Verhinderungspflegegeld für Kurzzeitpflege verwenden. Damit haben Sie jedes Jahr 3.224 Euro für Kurzzeitpflege zur Verfügung.
  • Die Kosten für Unterbringung und Verpflegung zahlen Sie jedoch privat.
  • Der Antrag für Kurzzeitpflege ist unkompliziert.
  • Das Formular können Sie bei den meisten Kassen herunterladen.
  • Dort müssen Sie nur angeben, warum Sie Kurzzeitpflege beantragen und wo Ihr Angehöriger in dieser Zeit versorgt wird.
  • Haben Sie die Mittel für Verhinderungspflege noch nicht aufgebraucht, können Sie den Rest für die Kurzzeitpflege nutzen.
  • Den Zuschuss für Verhinderungspflege können Sie komplett auf die Kurzzeitpflege übertragen. Damit haben Sie doppelt so viel Geld für Kurzzeitpflege (3.224 Euro) zur Verfügung.
  • Geschulte Berater beraten Sie individuell zur Kurzzeitpflege.
  • Auf Wunsch erhalten Sie drei Vergleichsangebote für freie Kurzzeitpflegeplätze.
  • Beantworten Sie dafür einfach oben im Formular einige Fragen. Unsere Berater melden sich bei Ihnen!
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