Pflegeeinrichtungen
Arten stationärer Pflege im Überblick

Großes Haus einer Pflegeeinrichtung

Neben dem klassischen Pflegeheim gibt es verschiedene stationäre Pflege- und Wohnkonzepte für Senioren. Welches für Ihren Angehörigen geeignet ist, hängt unter anderem von seinem Gesundheitszustand ab. Auch seine Ansprüche an Komfort und Betreuungsangebot spielen eine Rolle. Auf dieser Seite fasst der Verband Pflegehilfe die wichtigsten Informationen zu den einzelnen Wohnformen zusammen.

Sie haben wenig Zeit? Einen kurzen Überblick erhalten Sie unter „Häufige Fragen“.

Wohnformen im Überblick

Unter dem Begriff „Pflegeeinrichtungen“ werden alle Arten von stationärer Unterbringung zusammengefasst. Die Wohnformen unterscheiden sich nach Intensität und Dauer der Pflege sowie der Ausstattung der Einrichtungen. Der Verband Pflegehilfe stellt Ihnen die drei Möglichkeiten der stationären Unterbringung im Alter vor:

  1. Pflegeheim
  2. Betreutes Wohnen
  3. Seniorenresidenz

Bei der Suche nach einer geeigneten Einrichtung hilft außerdem die Checkliste des Verband Pflegehilfe.

Pflege- und Altenheim

Seniorin mit Pflegekraft im Pflegeheim

Die Begriffe Altenheim, Altersheim, Seniorenheim und Pflegeheim sind gleichbedeutend. In dieser Wohnform wird Ihr Angehöriger rund um die Uhr von Fachpersonal gepflegt.

Er erhält eine soziale Betreuung und hat Kontakt zu anderen Senioren. Ihr Angehöriger wohnt entweder in einem Einzel- oder zusammen mit dem Partner in einem Doppelzimmer.

Der Umzug in ein Pflegeheim ist eine Alternative zur Pflege zu Hause und ist besonders bei hohem Pflege- und Betreuungsbedarf sinnvoll.

  • Ihr Eigenanteil liegt bei durchschnittlich 1.770 Euro im Monat.
  • Die Pflegekasse zahlt je nach Pflegegrad unterschiedliche Beträge zu. Die höchste Zuzahlung bei Pflegegrad 5 beträgt 2.005 Euro im Monat.
Birne

Objektive Bewertung

Der Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) prüft jährlich alle Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Er vergibt eine Pflege-Gesamtnote, die die Pflegeeinrichtungen gut sichtbar aushängen müssen.

Betreutes Wohnen& Seniorenresidenzen

Seniorin im Betreuten Wohnen

Die Begriffe Seniorenresidenz und Betreutes Wohnen sind rechtlich nicht geschützt. Grundsätzlich gilt: Die Bewohner sind beim Einzug meist noch selbstständig.

Beim Betreuten Wohnen lebt Ihr Angehöriger selbstständig in einer barrierefreien Wohnung. Benötigt er Pflege, übernimmt meist ein ambulanter Pflegedienst die Versorgung.

Seniorenresidenzen bieten mehr Komfort zu einem höheren Preis. Die Wohnungen sind in der Regel größer und es gibt ein umfangreiches Zusatzangebot.

  • Die Mieten liegen zwischen 1.000 und mehreren tausend Euro.
  • Hat Ihr Angehöriger einen Pflegegrad, zahlt die Pflegekasse ein Pflegegeld. Außerdem übernimmt sie die Kosten für die Pflegesachleistungen.

Senioren-WG

Bewohner einer Senioren-WG sitzen gemeinsam auf dem Sofa.

In einer Senioren-WG leben mehrere Senioren in einer barrierefreien Wohnung zusammen. Sie unterstützen sich gegenseitig und leisten sich Gesellschaft. So bleiben sie länger selbstständig.

Die Bewohner teilen sich die alltäglichen Aufgaben und organi­sieren gemeinsam ihre Pflege. Eine sogenannte Präsenz­kraft hilft bei allgemeinen organisatorischen Aufgaben und im Haushalt.

Erfüllen die Wohngruppen die gesetzlichen Voraussetzungen, fördern die Pflegekassen die Wohnform mit dem sogenannten Wohngruppen­zuschlag.

  • Die Mieten liegen in der Regel zwischen 600 und 1.000 Euro.
  • Die Pflegekasse zahlt pro Bewohner 214 Euro im Monat. Gründer einer WG erhalten eine Anschubfinanzierung von 2.500 Euro pro Person oder maximal 10.000 Euro pro Wohngruppe.

Besondere Pflegeformen

Händedruck: Unterstützung in besonderen Situationen

Die Kurzzeitpflege und die Intensivpflege sind zwei besondere Fälle der stationären Pflege. Die Kurzzeitpflege ist eine zeitweise Pflege in einem Pflegeheim.

Intensivpflege findet stationär im Krankenhaus und in qualifizierten Pflegeheimen oder ambulant in einer Senioren-WG oder zu Hause statt.

Kurzzeitpflege

Pflegerin puzzelt mit Seniorin in Kurzzeitpflege

Ihr Angehöriger wurde aus dem Krankenhaus entlassen, benötigt aber weiterhin Pflege? Die Kurzzeitpflege überbrückt solche Krisensituationen.

Ihr Angehöriger wird vorübergehend vollstationär in einem Pflegeheim versorgt. Jedes Jahr stehen Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 56 Tage Kurzzeitpflege zu.

Pflegen Sie Ihren Angehörigen zu Hause, können Sie die Kurzzeitpflege als vorübergehende Entlastung oder als Verhinderungspflege nutzen.

  • Sie zahlen die Hotelkosten und einen Eigenanteil an den Pflegekosten.
  • Jährlich zahlt Ihre Pflegekasse bis zu 1.612 Euro. Sie können das Budget mit dem Verhinderungspflegegeld auf 3.224 Euro aufstocken.

Intensivpflege

Beatmungspatien in Intensivpflege

Die Intensivpflege wird im Fall der akuten oder lebensbedrohlichen Erkrankung notwendig. Eine entsprechende Versorgung kann ambulant oder stationär stattfinden.

Die stationäre Intensivpflege ist bei sehr schweren Erkrankungen notwendig. In einer Klinik oder einer speziellen Pflegeeinrichtung sind jederzeit Pflegefachkräfte vor Ort.

Oft erholen sich Betroffene in einer häuslichen Umgebung schneller. Mit ambulanten Intensivpflegediensten oder in Pflege-WGs ist die Versorgung sichergestellt.

  • Bei stationärer Pflege zahlen Sie die Hotelkosten und einen Eigenanteil.
  • Ihre Krankenkasse finanziert eine ambulante Intensivpflege vollständig. Ihre Pflegekasse bezuschusst Grundpflege und Pflegehilfsmittel.
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Häufige Fragen

Pflegeeinrichtungen

Es werden fünf verschiedene Formen von Pflegeeinrichtungen angeboten:

  1. Pflegeheime, in denen Sie rund um die Uhr von Pflegefachkräften betreut und versorgt werden.
  2. Betreutes Wohnen, wo Sie selbstbestimmt barrierefrei Leben und jederzeit Hilfe anfordern können.
  3. Seniorenresidenzen, die Betreutes Wohnen mit Komfort und Luxus verbinden.
  4. Kurzzeitpflege, Versorgungslücken schließt und hilft, Krisensituationen zu bewältigen.
  5. Intensivpflege, die schwerstpflegebedürftigen und lebensbedrohlich Erkrankten eine komplexe Gesundheitspflege und Versorgung bietet.
  • In einem Pflegeheim sind rund um die Uhr Pflegefachkräfte auf Bereitschaft, die Ihren Angehörigen professionell versorgen.
  • Beim Betreuten Wohnen sind die Bewohner häufig noch mobil und es genügt, wenn der ambulante Pflegedienst einmal am Tag oder auf Abruf vorbeikommt.
  • Seniorenresidenzen gehören aufgrund der Ausstattung und Freizeitgestaltung zu einer gehobenen Preisklasse.
  • Kurzzeit-Pflegeplätze stehen zur Verfügung, wenn Sie zum Beispiel nach einem Krankenhausaufenthalt vorrübergehende Pflege benötigen.
  • Die Intensivpflege wird im Fall einer akuten oder lebensbedrohlichen Erkrankung notwendig.
  • Bei einem Pflegeheim zahlen Sie durchschnittlich 1.770 Euro im Monat.
  • Die Mieten bei Betreutem Wohnen starten bei 1.100 Euro.
  • In einer Seniorenresidenz zahlen Sie je nach Angebot mehrere tausend Euro Miete.
  • In Kurzzeitpflege werden durchscnittlich 20 bis 30 Euro pro Tag für Unterkunft und Verpflegung fällig. Zum Teil haben Sie außerdem einen Eigenanteil an den Pflegekosten.
  • Bei stationärer Intensivpflege zahlen Sie in der Regel 20 bis 30 Euro pro Tag für Unterkunft und Verpflegung.
  • Am wichtigsten sind die Pflege- und Qualitätsstandards. Auskunft gibt die Pflege-Gesamtnote des MDK.
  • Achten Sie auf das äußere Erscheinungsbild. Ist die Einrichtung sauber? Wirken die Bewohner zufrieden?
  • Die Lage sollte Ihnen ebenfalls wichtig sein. Entspricht diese Ihren Anforderungen? Ist die Einrichtung gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen?
  • Vergleichen Sie auch die Preise Ihrer Wunscheinrichtungen.
  • Unsere geschulten Berater helfen Ihnen, die richtige Pflegeform für Ihren Angehörigen zu finden.
  • Sie erhalten auf Wunsch sofort eine Liste mit Anbietern in Ihrer Region.
  • Für die individuelle Beratung benötigen wir einige Informationen. Nutzen Sie einfach das Formular oben. Unsere Berater melden sich bei Ihnen!