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Antrag auf wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

Antrag bereits gestellt?

Im eigenen Zuhause sollte Ihr Angeh├Âriger sich zu jederzeit m├Âglichst sicher f├╝hlen und weitestgehend eigenst├Ąndig handeln k├Ânnen. Aufgrund einer Krankheit oder Mobilit├Ątseinschr├Ąnkung ist dies zwar nicht immer m├Âglich, dennoch sollte der Wohnbereich barrierefrei und sicher gestaltet sein.

Die Pflegekasse bezuschusst die sogenannten wohnumfeldverbessernden Ma├čnahmen mit bis zu 4.000 Euro, sodass Ihr Angeh├Âriger die Kosten f├╝r notwendige Umbauten nicht allein finanzieren muss. Sollten die Ma├čnahmen mehr als 4.000 Euro kosten, muss Ihr Angeh├Âriger einen Eigenanteil selbst tragen.

Bei der entsprechenden Antragsstellung sollten einige Dinge beachtet werden, sodass einer Bezuschussung nichts im Wege steht.

Informieren Sie sich hier ausf├╝hrlich ├╝ber die Antragsstellung f├╝r die wohnumfeldverbessernden Ma├čnahmen.

In den h├Ąufigsten Fragen finden Sie die wichtigsten Informationen.

Stoppuhr-Icon Kurzgesagt: Antrag auf Wohnumfeldverbesserung
  • Der Antrag kann formlos bei der Pflegekasse erfolgen.
  • Grundvoraussetzung f├╝r den Zuschuss ist ein Pflegegrad.
  • Die Bearbeitungsdauer betr├Ągt nur bis zu acht Werktage.

So beantragen Sie die wohnumfeldverbessernden Ma├čnahmen

Das Zuhause Ihres Angeh├Ârigen muss im fortschreitenden Alter oft weiteren Anforderungen gen├╝gen, sodass ein eigenst├Ąndiges Leben weiterhin m├Âglich bleibt. Aber auch f├╝r pflegende Angeh├Ârige oder ausgebildete Pflegefachkr├Ąfte kann ein Umbau f├╝r eine Erleichterung bei der Pflege sorgen.

Die m├Âglichen Verbesserungen in den vier W├Ąnden Ihres Angeh├Ârigen, k├Ânnen ganze Umbauma├čnahmen, aber auch die Anbringung von Haltegriffen oder Notrufkn├Âpfen meinen - angepasst an die Bed├╝rfnisse Ihres Angeh├Ârigen.

Um einen Antrag bei der Pflegekasse zu stellen, sollten einige Voraussetzungen und wichtige Angaben ber├╝cksichtigt werden. Sind diese Voraussetzungen erf├╝llt, steht einem Zuschuss f├╝r den Umbau nichts im Wege.

Der Verlauf der Antragsstellung ist recht ├╝berschaubar. Sie oder Ihr Angeh├Âriger k├Ânnen einen formlosen oder vorgefertigten Antrag bei der Pflegekasse auf Wohnumfeldverbesserung einreichen. In diesem Antrag beschreiben Sie die notwendigen Umbauma├čnahmen und begr├╝nden diese entsprechend.

Jedoch sollten Sie weiterhin auch in einem formlosen Antrag darauf achten, notwendige Pflichtangaben zus├Ątzlich zu t├Ątigen. Pr├╝fen Sie zudem die Vorgaben der Pflegekasse, um vor einer Begutachtung entsprechend vorbereitet zu sein.

Den Antrag stellen Sie bei der Pflegekasse am besten vor Beginn der Umbauma├čnahmen, sodass Sie die Gesamtkosten kalkulieren k├Ânnen. Der r├╝ckwirkende Erhalt des Zuschusses ist grunds├Ątzlich zwar m├Âglich, gestaltet sich aber deutlich schwieriger.

Sollte sich der Gesundheitszustand Ihres Angeh├Ârigen mit der Zeit verschlechtern und weitere Ma├čnahmen sollten notwendig werden, kann der Zuschuss unter Umst├Ąnden auch nochmal beantragt werden. Das Verfahren ist dann das gleiche, wie bei der Erstbeantragung.

Sie m├Âchten sich einen Gesamteindruck zum Thema wohnumfeldverbessernde Ma├čnahmen verschaffen? Dann lesen Sie gerne auf unserer Hauptseite weiter.

Pflichtangaben & Voraussetzungen f├╝r die Antragsstellung

wohnraumverbesserung-antrag-badezimmerDer Umbau zu einem barrierefreien Zuhause kann schnell teuer werden, wenn das Zuhause Ihres Angeh├Ârigen nicht vorab barrierefrei geplant und gebaut wurde. Der Zuschuss der Pflegekasse soll dieser finanziellen Belastung entgegenwirken.

Die Antragsstellung auf einen Zuschuss f├╝r wohnumfeldverbessernde Ma├čnahmen kann zwar formlos erfolgen, dennoch sollten einige Pflichtangaben unbedingt beachtet werden. Sollten der Pflegekasse Angaben fehlen, kann sich die Bearbeitung des Antrags entsprechend verz├Âgern.

Zu den Pflichtangaben z├Ąhlen zun├Ąchst einmal der Name, die Versichertennummer und Kontoverbindung Ihres Angeh├Ârigen. Weiterhin muss angegeben werden, ob es sich um eine Eigentums- oder Mietimmobilie handelt, die Ihr Angeh├Âriger bewohnt und eine Auflistung der Ma├čnahmen, die dort durchgef├╝hrt werden sollten. Die Notwendigkeit der gew├╝nschten Ma├čnahmen m├╝ssen ebenfalls begr├╝ndet werden, durch aktuelle Fotoaufnahmen und eine Auflistung der Einschr├Ąnkungen Ihres Angeh├Ârigen. Es sollte eindeutig gemacht werden, wie diese Ma├čnahmen die Selbst├Ąndigkeit oder Pflege Ihres Angeh├Ârigen erleichtern bzw. erm├Âglichen.

Zudem sollten Sie sich vor der Antragsstellung bereits Kostenvoranschl├Ąge von verschiedenen Anbietern einholen und diese mitschicken, sodass ein Eindruck entstehen kann, wie hoch die Kosten f├╝r die entsprechenden Ma├čnahmen in etwa sein werden. Au├čerdem wird die Information ben├Âtigt, ob bereits andere Ma├čnahmen durchgef├╝hrt und entsprechend bezuschusst wurden.

Die Pflegekasse pr├╝ft die Kostenvoranschl├Ąge genau, daher sollten die einzelnen Posten der Umbauma├čnahme detailliert aufgelistet sein. Dazu z├Ąhlen die Materialkosten, Arbeitskosten sowie die Kosten f├╝r eine Genehmigung.

Die Grundvoraussetzung f├╝r den Zuschuss der Pflegekasse nach ┬ž 40 SGB XI ist ein anerkannter Pflegegrad Ihres Angeh├Ârigen. Ein Pflegegrad wird nach der entsprechenden Antragsstellung immer nach einer Begutachtung des Medizinischen Dienst der Krankenkasse oder MedicProof in der h├Ąuslichen Umgebung Ihres Angeh├Ârigen erteilt. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Faktoren der Pflegesituation ber├╝cksichtigt wurden.

Sollte sich die Pflegebed├╝rftigkeit Ihres Angeh├Ârigen verschlechtern, kann ein erneuter Antrag auf H├Âherstufung des Pflegegrades bei der Pflegekasse gestellt werden. Da sich viele Leistungen durch einen h├Âheren Pflegegrad ├Ąndern.

F├╝r die Antragsstellung f├╝r wohnumfeldverbessernde Ma├čnahmen ist die H├Âhe des Pflegegrades nicht relevant, es wird immer ein Zuschuss von maximal 4.000 Euro gew├Ąhrt. Der Zuschuss wird nur gew├Ąhrleistet f├╝r die Wohnumgebung, in der Ihr Angeh├Âriger dauerhaft lebt.

Icon Glühbirne

Unser Pflegegrad-Rechner

Sollte Ihr Angeh├Âriger noch keinen anerkannten Pflegegrad haben, lohnt sich eine Beantragung, da so Geld- und Sachleistungen der Pflegekasse genutzt werden k├Ânnen. Mit unserem Pflegegrad-Rechner erhalten Sie vorab eine Selbsteinsch├Ątzung und k├Ânnen m├Âgliche Zusch├╝sse und Leistungen besser einkalkulieren.

Angabe der Ma├čnahmen

Zu den Pflichtangaben eines Antrags f├╝r wohnumfeldverbessernde Ma├čnahmen z├Ąhlen die Beschreibung und Nennung der gew├╝nschten Ma├čnahme samt einer Begr├╝ndung f├╝r die Durchf├╝hrung. Im Anschluss werden Ihre Angaben gepr├╝ft und die Notwendigkeit f├╝r Ihren Angeh├Ârigen festgestellt.

Die Pflegekasse bezuschusst Ma├čnahmen, die mit einem wesentlichen Eingriff in die Bausubstanz einhergehen und damit auf Dauer vorhanden sind. Dazu geh├Âren beispielsweise fest installierte Rampen, der Austausch einer Wanne zur Dusche oder eine Verbreitung der vorhandenen T├╝ren. Auch Umbauten au├čerhalb der Wohnung k├Ânnen bezuschusst werden, wenn zum Beispiel ein Personenaufzug ben├Âtigt wird.

Weiterhin Ma├čnahmen, die den Wohnraum Ihres Angeh├Ârigen so anpassen, dass bestehende H├╝rden ├╝berwunden werden k├Ânnen, wie beispielsweise Treppenstufen. Hierzu z├Ąhlt der Einbau eines Treppenlifts, Plattform- und Hublifts.

Weitere Ma├čnahmen betreffen technische Hilfsmittel, wie beispielsweise absenkbare H├Ąngeschr├Ąnke und h├Âhenangepasste K├╝chenger├Ąte.

Sollte der Wohnraum Ihres Angeh├Ârigen nicht an seine Bed├╝rfnisse und Einschr├Ąnkungen angepasst werden k├Ânnen, kann der Zuschuss der Pflegekasse auch f├╝r aufkommende Umzugskosten verwendet werden. Sollten im neuen Wohnraum weitere Anpassungen notwendig sein, wird dennoch maximal nur 4.000 Euro Zuschuss seitens der Pflegekasse gew├Ąhrt.

F├╝r viele pflegebed├╝rftige Personen ist ein Umbau zu einem barrierefreien Bad sehr wichtig und unbedingt notwendig, um der K├Ârperhygiene weiterhin nachgehen zu k├Ânnen. Zu einer altersgerechten Komplettbadsanierung z├Ąhlen verschiedene Einzelma├čnahmen, wie der Einbau einer ebenerdigen Dusche, das Verlegen von rutschfesten Fliesen, die Anbringung neuer Armaturen sowie einer H├Âhenanpassung von Toilette und Waschtisch.

Personen, die unter einer fortschreitenden Demenz leiden, ben├Âtigen wiederum andere Wohnraumverbesserungen, wie beispielsweise die Beseitigung von Stolperfallen, der Einbau einer Herd- und Fenstersicherung oder Bewegungsmelder.

Alle Ma├čnahmen, die zum Zeitpunkt der Bewilligung des Zuschusses, notwendig sind z├Ąhlen als eine Verbesserungsma├čnahme. Auch, wenn ein Umbau aus mehreren Einzelma├čnahmen besteht.

Bearbeitung des Antrags der Pflegekasse

Den Antrag f├╝r wohnumfeldverbessernde Ma├čnahmen k├Ânnen Sie per Post, pers├Ânlich oder online bei der Pflegekasse stellen. Sollte Ihr Angeh├Âriger zur Miete leben, m├╝ssen Sie vorab eigenverantwortlich eine Zustimmung des Vermieters einholen.

Nach der Antragstellung pr├╝ft die Pflegekasse Ihren Antrag, denn es d├╝rfen nur Kosten ├╝bernommen werden, die notwendig sowie wirtschaftlich sind. Dazu pr├╝ft in einigen F├Ąllen ein Gutachter des Medizinischen Dienst der Krankenkasse innerhalb eines Beratungstermins im Zuhause Ihres Angeh├Ârigen, ob die gew├╝nschten Ma├čnahmen tats├Ąchlich notwendig sind und alle Voraussetzungen erf├╝llt sind. Sie sollten dabei auf den Bescheid der Pflegekasse warten, bevor Sie mit den Umbauma├čnahmen beginnen.

Die Bearbeitungsdauer ist in den meisten F├Ąllen recht kurz, sodass Sie innerhalb von acht Werktagen bereits eine R├╝ckmeldung erhalten. In komplexeren Einzelf├Ąllen oder wenn entsprechende Unterlagen sowie Dokumente fehlen, kann die Bearbeitungsdauer auch deutlich l├Ąnger dauern. Wird der Medizinische Dienst der Krankenkasse zur Pr├╝fung eingeschaltet, betr├Ągt die Bearbeitung circa f├╝nf Wochen.

Im Anschluss erhalten Sie einen positiven Bescheid oder eine Empfehlung zu einfacheren L├Âsungen als die beantragte Ma├čnahme, die ebenfalls den Alltag Ihres Angeh├Ârigen unterst├╝tzt, wie beispielsweise der Einsatz von Hilfsmitteln.

Sollte die Pflegekasse sich innerhalb von f├╝nf Wochen bei Einschaltung des Medizinischen Dienst nicht ├╝ber den vorliegenden Antrag entscheiden, muss Sie dies Ihrem Angeh├Ârigen samt einer Begr├╝ndung mitteilen. Erfolgt diese Mitteilung nicht im entsprechenden Zeitraum, gilt der Zuschuss nach Ablauf der Frist als genehmigt. Sollte der Medizinische Dienst nicht eingeschaltet werden, gilt eine Frist zur R├╝ckmeldung von drei Wochen f├╝r die Pflegekasse.

Bei Vorlage eines positiven Bescheides k├Ânnen Sie mit den Umbauten beginnen und entsprechende Anbieter beauftragen. Nach Abschluss der Ma├čnahme und sobald die Rechnungen der Handwerker und Anbieter vorliegen, sollten Sie diese bei der Pflegekasse einreichen. Hierbei reicht ebenfalls ein formloses Schreiben, in dem Sie Bezug auf die Genehmigung des Erstantrags nehmen. Im n├Ąchsten Schritt ├╝berweist die Pflegekasse den entstandenen Betrag bis 4.000 Euro auf das angegebene Konto.

Widerspruch einlegen

Sollte der Antrag Ihres Angeh├Ârigen auf Bezuschussung von wohnumfeldverbessernden Ma├čnahmen abgelehnt werden, ist die Pflegekasse nach ┬ž 35 Abs. 1 SGB X verpflichtet, die Entscheidung zu begr├╝nden. Zudem werden Vorschl├Ąge gemacht, wie sich die Barrieren im Zuhause Ihres Angeh├Ârigen alternativ und deutlich einfacher abbauen lassen. Pr├╝fen Sie im ersten Schritt diese Empfehlungen.

Eine Ablehnung seitens der Pflegekasse kommt verh├Ąltnism├Ą├čig selten vor. Sollte es dennoch passieren und die alternativen Empfehlungen stellen keine realistische L├Âsung f├╝r Ihren Angeh├Ârigen dar, sollten Sie unbedingt einen Widerspruch einlegen. Dies sollten Sie schriftlich und innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der Ablehnung tun. Dieser Widerspruch muss eine Begr├╝ndung enthalten, weshalb die Ma├čnahme f├╝r Ihren Angeh├Ârigen notwendig ist. Hilfreich ist hierbei ein Attest des Arztes Ihres Angeh├Ârigen, der die Notwendigkeit best├Ątigt.

Durch den Eingang des Widerspruchs ist die Pflegekasse verpflichtet, den Antrag Ihres Angeh├Ârigen erneut zu pr├╝fen. Auf Ihren Angeh├Ârigen kommen dadurch keine Kosten zu.

Wann sollte ein Antrag bei der Pflegekasse gestellt werden?

Die Kosten sowie m├Âgliche Zusch├╝sse f├╝r einen Umbau sollten immer vorab kalkuliert werden. Daher empfiehlt es sich, den Antrag vor Beginn der Umbauarbeiten zu stellen. Sie haben aber die M├Âglichkeit den Zuschuss f├╝r die wohnumfeldverbessernden Ma├čnahmen auch nachtr├Ąglich zu stellen, die Genehmigung seitens der Pflegekasse wird dadurch jedoch deutlich komplizierter.wohnraumverbesserung-antrag-treppenlift

Ihr Angeh├Âriger ist bei einer nachtr├Ąglichen Beantragung in der Beweispflicht f├╝r die Notwendigkeit der Ma├čnahmen, dadurch gestaltet sich der Erhalt deutlich langwieriger. Alle entstanden Rechnungen m├╝ssen aufbewahrt worden sein und mit den Zahlungsnachweisen bei der Pflegekasse eingereicht werden. K├Ânnen Sie die Notwendigkeit r├╝ckwirkend nicht mehr nachweisen, erhalten Sie keinen Zuschuss und bleiben auf den vollen Kosten sitzen.

Es kommt vor, dass der Medizinische Dienst der Krankenkasse eine kosteng├╝nstigere M├Âglichkeit zur Verbesserung des Wohnraums Ihres Angeh├Ârigen vorgeschlagen h├Ątte. Beispielsweise kann in einigen F├Ąllen statt einer aufwendigen Badsanierung, der Einsatz eines Badewannenlifters vorgeschlagen werden. In diesem Fall wird der r├╝ckwirkende Zuschuss f├╝r die altersgerechte Badsanierung abgelehnt.

Wie oft ist eine Antragsstellung m├Âglich?

Alle Ma├čnahmen, die zum Zeitpunkt der Antragsstellung notwendig sind, werden als eine Ma├čnahme gewertet, auch wenn der Umbau aus mehreren Einzelma├čnahmen bestehen sollte. Dadurch werden alle notwendigen Ma├čnahmen zu einem Zeitpunkt mit insgesamt maximal 4.000 Euro bezuschusst.wohnraumverbesserung-antrag-ebenerdige-dusche

Sollte sich jedoch der Pflegebedarf oder die Pflegesituation Ihres Angeh├Ârigen ├Ąndern und weitere Ma├čnahmen zur Wohnumfeldverbesserung werden erforderlich, handelt es sich nach ┬ž 40 Abs. 4 SGB XI um eine neue Ma├čnahme. Hier haben Sie also die M├Âglichkeit einen neuen Antrag zu stellen, sodass der Umbau im Zuhause Ihres Angeh├Ârigen erneut bezuschusst wird.

Bei einer erneuten Antragsstellung zur Wohnumfeldverbesserung gelten dieselben Regelungen wie beim Erstantrag. Die zweite Ma├čnahme muss demnach die h├Ąusliche Pflege Ihres Angeh├Ârigen weiterhin erleichtern. Zudem muss sich die Situation Ihres Angeh├Ârigen so ver├Ąndert haben, dass die erneute Ma├čnahme notwendig ist, weiterhin darf das bestehende Problem bei der Umsetzung der ersten Beantragung noch nicht bestanden haben.

Eine Sonderregelung gilt f├╝r das Gemeinschaftswohnen. Leben mehrere Pflegebed├╝rftige in einer Wohngemeinschaft zusammen, sind auch mehrere Personen zuschussberechtigt. F├╝r dieselbe Ma├čnahme kann daher f├╝r maximal vier pflegebed├╝rftige Personen der Zuschuss gleichzeitig beantragt werden, wodurch sich ein Gesamtbetrag pro Ma├čnahmen auf 16.000 Euro belaufen kann.

Weitere Leistungen & Zusch├╝sse der Pflegekasse

Neben dem Antrag auf wohnumfeldverbessernde Ma├čnahmen, haben Sie noch weitere M├Âglichkeiten Leistungen seitens der Pflegekasse zu erhalten. Voraussetzung f├╝r alle Geld- und Sachleistungen der Pflegekasse ist ein vorhandener Pflegegrad Ihres Angeh├Ârigen. Sollte Ihr Angeh├Âriger noch keine Einstufung beantragt haben, sollte er dies tun, da er bereits ab Pflegegrad 1 Zusch├╝sse erh├Ąlt.

Ab Pflegegrad 1 hat Ihr Angeh├Âriger neben dem Zuschuss f├╝r Wohnumfeldverbesserungen, einen Anspruch auf die sogenannte Entlastungsleistung. Diese meint eine Sachleistung f├╝r die h├Ąusliche Pflege in H├Âhe von 125 Euro monatlich. Das Geld wird dabei nicht auf das Konto Ihres Angeh├Ârigen ├╝berwiesen, sondern ist als Leistungsbudget zu verstehen, wobei die Kosten r├╝ckwirkend von der Pflegekasse erstattet werden. Genutzt werden kann der Entlastungsbetrag beispielsweise f├╝r Haushaltshilfen, Tagesbetreuungen oder Besuchsdienste.

Ab Pflegegrad 2 und bei h├Ąuslicher Pflege hat Ihr Angeh├Âriger einen Anspruch auf Pflegegeld. Oft wird das Pflegegeld als Entlohnung f├╝r die private Pflegeperson verwendet und kann daher auch direkt an diese ├╝berwiesen werden. Die H├Âhe des Pflegegeldes ist dabei abh├Ąngig von der H├Âhe des Pflegegrades. In der folgenden Tabelle sehen Sie das monatliche Pflegegeld bei entsprechendem Pflegegrad:

Pflegegrad
Pflegegeld
Pflegegrad 1

Pflegegrad 2
316 Euro
Pflegegrad 3
545 Euro
Pflegegrad 4
728 Euro
Pflegegrad 5
901 Euro

Neben dem Pflegegeld hat Ihr Angeh├Âriger ab Pflegegrad 2 ebenfalls Anspruch auf die sogenannten Pflegesachleistungen. Im Gegensatz zum Pflegegeld sind die Pflegesachleistungen als Budget f├╝r Pflegeaufwendungen f├╝r Pflegedienste oder selbstst├Ąndige Pflegekr├Ąfte zu verstehen. Diese Leistungen der Pflegekasse dient der Finanzierung der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung. Der entsprechende Dienstleister rechnet dabei direkt mit der Pflegekasse ab, wodurch Ihr Angeh├Âriger nicht in Vorkasse treten muss.

Pflegesachleistungen m├╝ssen zus├Ątzlich beantragt werden, der Erhalt erfolgt demnach nicht automatisch bei bestehendem Pflegegrad. Der Antrag kann formlos erfolgen und im besten Falle vor Beauftragung eines Pflegedienstes. Bezieht Ihr Angeh├Âriger zus├Ątzlich Pflegegeld, m├╝ssen die sogenannten Kombinationsleistungen beantragt werden.

Die H├Âhe der Pflegesachleistungen ist abh├Ąngig von der H├Âhe des Pflegegrades. In der folgenden Tabelle sehen Sie die Pflegeleistungen bei entsprechendem Pflegegrad:

Pflegegrad
Leistung
Pflegegrad 1

Pflegegrad 2
724 Euro
Pflegegrad 3
1.363 Euro
Pflegegrad 4
1.693 Euro
Pflegegrad 5
2.095 Euro
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Wohnumfeldverbessernde Ma├čnahmen sind Anpassungen bzw. Umbauten im h├Ąuslichen Umfeld Ihres Angeh├Ârigen, um die h├Ąusliche Pflege zu erleichtern oder zu erm├Âglichen. Zudem ist das Ziel, eine selbst├Ąndigere Lebensweise trotz Einschr├Ąnkungen zu gew├Ąhrleisten.

Der Zuschuss der Pflegekasse soll als finanzielle Unterst├╝tzung bei einer notwendigen Wohnraumanpassung dienen. Pro geplanter Ma├čnahme werden maximal 4.000 Euro bezuschusst.

Der Antrag kann direkt bei der Pflegekasse gestellt werden. Hierf├╝r reicht ein formloses Schreiben oder ein vorgefertigter Antrag.

Die grunds├Ątzliche Voraussetzung f├╝r die Beantragung der wohnumfeldverbessenden Ma├čnahmen und einer anschlie├čenden Kosten├╝bernahme ist ein vorhandener Pflegegrad Ihres Angeh├Ârigen.

Zu den Pflichtangaben im entsprechenden Antrag z├Ąhlen der Name, die Versicherungsnummer, sowie die Kontoverbindung Ihres Angeh├Ârigen. Weiterhin m├╝ssen die entsprechenden gew├╝nschten Ma├čnahmen aufgezeigt und die Notwendigkeit begr├╝ndet werden. Kostenvoranschl├Ąge verschiedener Anbieter geh├Âren ebenfalls zum Antrag.

Die Bearbeitungsdauer ist davon abh├Ąngig, ob der Medizinische Dienst der Krankenkasse zur Begutachtung des Zuhauses Ihres Angeh├Ârigen eingeschaltet wird. Sollte dies nicht der Fall sein, bel├Ąuft sich die Bearbeitungsdauer bei Vorliegen aller notwendiger Unterlagen und Dokumente auf bis zu acht Tagen.

Bei Einschaltung des Medizinischen Dienst kann die Bearbeitung bis zu f├╝nf Wochen dauern.

Sollte der Zuschuss f├╝r Wohnumfeldverbesserung abgelehnt werden, sollten Sie einen Widerspruch einlegen. Daf├╝r haben Sie 30 Tage nach Erhalt der Ablehnung Zeit. Der Widerspruch muss entsprechend schriftlich erfolgen.

Sollte sich an der Pflegesituation Ihres Angeh├Ârigen etwas ├Ąndern, kann der Zuschuss der Pflegekasse erneut beantragt werden. Wohnen mehrere pflegebed├╝rftige Personen gemeinsam in einem Haushalt, kann der volle Zuschuss pro Ma├čnahme von bis zu vier Personen beantragt werden, wodurch sich eine Gesamtsumme von 16.000 Euro pro Ma├čnahme ergeben kann.

Es empfiehlt sich den Antrag auf Wohnumfeldverbesserung vor Beginn der Umbauten zustellen, sodass die entstehenden Kosten f├╝r Ihren Angeh├Ârigen kalkulierbar bleiben.

Wenn Sie den Zuschuss der Pflegekasse in H├Âhe von 4.000 Euro beantragen m├Âchten, senden wir Ihnen gerne Kostenvoranschl├Ąge f├╝r Ihren Zuschussantrag zu. Dieser Service ist f├╝r Sie kostenlos. Sie erreichen uns t├Ąglich von 8 bis 20 Uhr unter 06131/49 32 041.