Pflege zu Hause
Pflegemodelle, Kosten & Vorteile im Vergleich

Die Seniorin wird zuhause gepflegt, denn hier fühlt sie sich am wohlsten.

Die Pflege zu Hause ist oft die erste Wahl, denn die meisten Pflegebedürftigen möchten in den eigenen vier Wänden alt werden. Wenn Sie Ihrem Angehörigen diesen Herzenswunsch erfüllen möchten, nehmen Sie eine große Aufgabe auf sich, mit der auch viel Verantwortung einhergeht.

Bevor die Pflege Ihres Angehörigen überhaupt beginnen kann, gibt es viel zu organisieren. Sie müssen Anträge stellen, Ihren Tagesablauf neu strukturieren, eventuell muss die Wohnung umgebaut werden – und zeitgleich müssen Sie sich an die neue Situation und Rolle gewöhnen.

In dieser herausfordernden Zeit begleiten wir Sie gerne und unterstützen Sie mit umfassenden Informationen:

In den häufigen Fragen finden Sie eine kompakte Übersicht über alle wichtigen Informationen.

Was gilt als „häusliche Pflege“?

Pflege durch Angehörige ist eine oft gewählte Möglichkeit - auch auf diesem Bild unterstützt die Tochter ihre Mutter gerade bei einem gemeinsamen Spaziergang.

Es gibt verschiedene Arten der Pflege zu Hause, deren Konzepte auf unterschiedlich ausgeprägte Pflegebedürftigkeit angepasst sind. Entscheiden Sie sich dazu, Ihren Angehörigen in seinem eigenen Zuhause zu pflegen, muss er nicht umziehen. Das ist eine große Erleichterung in der ohnehin schon turbulenten Zeit.

74 % aller Pflegebedürftigen in Deutschland werden zuhause gepflegt – das sind über 2,3 Millionen Menschen. Der Überbegriff Häusliche Pflege umspannt aber weit mehr als die Pflege durch Angehörige. Genauere Informationen zu den einzelnen Formen der Häuslichen Pflege sowie zu Kosten und Zuschüssen erhalten Sie in den jeweiligen Artikeln.

  • Mehr als die Hälfte aller zu Hause Gepflegten werden allein durch Angehörige versorgt. Wenn Sie sich entscheiden die Pflege Ihres Angehörigen zu übernehmen, werden Sie bei Bedarf zu Hause von ambulanten Pflegediensten unterstützt. Gerade bei steigender Pflegebedürftigkeit sind Fachkenntnisse notwendig, um eine umfangreiche Versorgung zu garantieren.
  • Bei der 24 Stunden Pflege zieht eine Betreuungskraft bei Ihrem Angehörigen ein und ist für Sie rund um die Uhr erreichbar. Vor allem bei leichten Einschränkungen ist die das eine gute Lösung. Sie übernimmt die tägliche Versorgung und ist ein vertrauter Ansprechpartner für Sie und Ihren Angehörigen. Ihr Angehöriger ist somit nie allein – auch in der Nacht ist im Notfall jemand für ihn da.
  • Die Stundenweise Seniorenbetreuung eignet sich bei leichter Pflegebedürftigkeit. Das Leistungsangebot ist vielfältig: Sie geht mit ihm spazieren, führt einfühlsame Gespräche oder hilft bei der täglichen Hygiene. Außerdem kocht und isst die Betreuungskraft gemeinsam mit Ihrem Angehörigen.
  • Im Betreuten Wohnen wohnt Ihr Angehöriger selbstständig in einer barrierefreien Wohnung. Durch Zusatzleistungen wird die Betreuung bei Bedarf erweitert. Falls Ihr Angehöriger im Laufe der Zeit weniger selbstständig wird, können Sie intensivere Pflegeleistungen hinzubuchen. Ihr Angehöriger muss in dieser Pflegeform umziehen.
  • Eine Senioren WG ist für aktive Senioren ideal. Die Mitbewohner unterstützen sich gegenseitig im Alltag und werden außerdem von einer Präsenzkraft betreut, die im Haushalt hilft und organisatorische Arbeiten übernimmt. Auch hier muss Ihr Angehöriger umziehen – es sei denn, er gründet eine WG im eigenen Zuhause.

Wer darf was?

Bei der Vielzahl unterschiedlicher Pflege- und Betreuungsangebote stehen Angehörige oft vor der Frage, welche zu der individuellen Pflegesituation passt. Ambulante Pflegedienste und die 24 Stunden Betreuung werden oft kombiniert, haben aber unterschiedliche Kompetenzen. Es ist wichtig zu bedenken, bei welchen Alltagsaufgaben Ihr Angehöriger Unterstützung benötigt. Eine Übersicht über die Aufgabenbereiche schafft die Tabelle:

Pflegedienst(24h-) Betreuer
Wundversorgung
Medikamente geben
Injektionen
Katheter/Magensonden
wechseln
Körperpflege
Toilettengang
Aus- und Ankleiden
Hilfe im Haushalt
Spaziergänge
Behördengänge
Begleitung zum Arzt

Die ersten Schritte

In der Planung der Pflege zu Hause sind die ersten Schritte oft die wichtigsten.

Ihr Angehöriger benötigt Pflege. Ein großer Einschnitt in sein Leben, aber auch in Ihren Alltag. Die Situation ist neu, und nicht selten auch belastend. Organisieren Sie die Pflege Ihres Angehörigen oder übernehmen diese sogar, steht Ihnen eine große Aufgabe mit viel Verantwortung bevor.

Bevor die Pflege Ihres Angehörigen aber wirklich beginnen kann, müssen viele Vorbereitungen getroffen werden. Um Ihnen diese Zeit der großen Änderungen zu erleichtern, haben wir die ersten Schritte für eine organisierte häusliche Pflege übersichtlich für Sie zusammengestellt.

  • Die Pflegekasse informieren
    Je früher Sie melden, dass Ihr Angehöriger pflegebedürftig ist, desto früher erhalten Sie finanzielle Unterstützung durch die Pflegekasse. Das Angebot an Zuschüssen ist vielfältig und entlastet Sie in der neuen Situation.
  • Lassen Sie sich beraten
    Eine professionelle Beratung schafft Klarheit. Wir helfen Ihnen gerne kostenlos und unverbindlich weiter. Pflege ist so individuell wie der Mensch selbst – so erfahren Sie, was für die ideale Versorgung Ihres Angehörigen wichtig ist.
  • Holen Sie sich Unterstützung
    Die Pflege Ihres Angehörigen ist eine komplexe Aufgabe. Scheuen Sie sich nicht davor, die Unterstützung anzufordern, die Sie und Ihr Angehöriger benötigen. Pflegehilfen wie 24-Stunden-Pflegekräfte oder ambulante Dienste sind eine große Erleichterung in der häuslichen Pflege.

Was Sie für die häusliche Pflege brauchen

Die Organisation der Pflege zu Hause ist gleich zu Anfang ein wichtiges Thema, um das gesprochen werden muss.

Wenn die ersten Schritte getan sind, geht es um die Organisation der häuslichen Pflege. Nicht selten sind Umbaumaßnahmen und die Anschaffung von Hilfsmitteln und Produkten für die Pflege nötig. Überprüfen Sie, welche Voraussetzungen gerade gegeben sind.

  • Barrierefreiheit: Auf einmal scheint die so bekannte Wohnung ein Hindernisparkour zu sein. Für wohnumfeldverbessernden Maßnahmen erhalten Sie einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro. Hilfsmittel wie Treppenlifte oder Badewannensitze erleichtern die häusliche Pflege oder ermöglichen sie erst. Manchmal ist es nötig, das Badezimmer barrierefrei umzubauen.
  • Pflegehilfsmittel: Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Mundschutz: In der häuslichen Pflege sind das Alltagsgegenstände. Die Pflegekasse übernimmt jeden Monat bis zu 40 Euro für Pflegehilfsmittel. Viele Dienstleister schicken Ihnen kostenlos eine von Ihnen zusammengestellte Auswahl monatlich zu. So sind Sie optimal ausgestattet.
  • Eine Vertretung: Ihr Angehöriger braucht 365 Tage im Jahr Pflege. Aber auch Sie benötigen mal eine Auszeit. Falls Sie krank werden oder in den Urlaub fahren, kümmert sich eine Vertretung bei der sogenannten Verhinderungspflege um Ihren Angehörigen. Informieren Sie sich bereits im Voraus, dann sind Sie im Ernstfall bestens vorbereitet.

Vor-& Nachteile

Die vielen neuen Eindrücke erschweren Betroffenen oft den Überblick. Um die richtige Entscheidung für Ihren Angehörigen zu treffen, haben wir die Vor- und Nachteile für Sie zusammengestellt.

  • Sie ermöglichen Ihrem Angehörigen, zu Hause alt zu werden.
  • Ihr Angehöriger erhält eine individuelle Pflege: Sie entscheiden gemeinsam, welche Unterstützung Sie wünschen.
  • Durch ambulante Dienste werden Sie in der medizinischen Versorgung unterstützt.
  • Die Pflege ist persönlicher als in einem Pflegeheim.
  • Oft ist die Pflege zu Hause günstiger als ein Heimplatz.
  • Sie tragen einen Großteil der Verantwortung für Ihren Angehörigen.
  • Häusliche Pflege fordert körperlich und emotional, sowohl den Pflegebedürftigen als auch den pflegenden Angehörigen.
  • Oft entsteht eine Doppelbelastung durch Beruf und Pflege.

Die Alternative zur häuslichen Pflege

Wo man alt wird ist für viele ein wichtiges Thema – Pflege zu Hause oder Pflegeheim?

Bei steigender Pflegebedürftigkeit sind manchmal die Grenzen der häuslichen Pflege erreicht. Fällt es Ihrem Angehörigen immer schwerer im eigenen Zuhause zu wohnen, sollten Sie frühzeitig eine Pflegeeinrichtung in Betracht ziehen. Treffen Sie diese Entscheidung, sind Sie in guter Gesellschaft: In Deutschland leben über 900.000 Menschen in einem Pflegeheim.

Eine vollstationäre Dauerpflege im Pflegeheim eignet sich bei jeder Pflegebedürftigkeit – ist aber vor allem bei höheren Pflegegraden ratsam. Denn die gesamte Einrichtung ist für ein barrierefreies Wohnen angelegt. Ihr Angehöriger wird rund um die Uhr versorgt. Das schafft Sicherheit für Sie und ihn.

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Häufige Fragen

Die Pflege zu Hause hat viele Facetten und kann auf persönliche Anforderungen angepasst werden.
  • Häusliche Pflege umfasst die Pflege durch Angehörige.
  • Oft werden pflegende Angehörige von ambulanten Diensten in der medizinischen Versorgung unterstützt.
  • Auch die 24-Stunden-Betreuung zählt zur häuslichen Pflege.
  • Benötigt Ihr Angehöriger nur einige Stunden am Tag Unterstützung, empfiehlt sich eine stundenweise Seniorenbetreuung.
  • Beim Betreuten Wohnenbarrierefreien Wohnung und hat eine Auswahl an betreuerischen Zusatzleistungen.
  • Eine Senioren WG eignet sich für aktive Senioren, die gemeinsam Ihren Alltag gestalten möchten.
  • Es gibt verschiedene Zuschüsse und Fördergelder, die Sie bei Ihrer Kranken- oder Pflegekasse beantragen.
  • Wenn Sie Ihren Angehörigen zu Hause pflegen, erhalten Sie das sogenannte Pflegegeld.
  • Die Höhe richtet sich nach dem Pflegegrad Ihres Angehörigen.
  • Sie benötigen je nach Pflegebedürftigkeit unterschiedliche Pflegehilfsmittel.
  • Die Wohnung muss gegebenenfalls barrierefrei umgebaut werden.
  • Sie haben Anspruch auf Verhinderungspflege, damit Sie in den Urlaub fahren und sich regenerieren können.
  • 24-Stunden-Pfleger und Seniorenbetreuer versorgen Ihren Angehörigen und kümmern sich um die Pflege, Grundversorgung und den Haushalt.
  • Ambulante Pflegedienste sind hauptsächlich für die Grundpflege und die medizinische Versorgung zu Hause zuständig.
  • Die Pflegekasse übernimmt monatlich 40 Euro für Pflegehilfsmittel wie Einweghandschuhe oder Desinfektionsmittel, die Sie für die Pflege zu Hause benötigen.
  • Gerne beraten wir Sie kostenlos und unverbindlich.
  • Unsere persönlichen Pflegeberater beantworten Ihnen alle Fragen und geben Ihnen Informationen zu allen Zuschüssen, die Ihnen zustehen.
  • Sie erhalten Vergleichsangebote von qualifizierten Pflege- und Betreuungsdiensten.