Hilfsmittel für die tägliche Pflege
Das eigene Zuhause seniorengerecht gestalten

Pflegehilfsmittel

"Der größte Pflegedienst Deutschlands": Fast zwei Millionen Menschen in Deutschland werden von Angehörigen gepflegt. Wenn Sie Ihren Angehörigen pflegen gibt es viele Hilfsmittel, die die tägliche Pflege erleichtern. Viele dieser Hilfsmittel werden von der Pflege- und der Krankenkasse finanziert.

Bei der Vielzahl an Hilfsmitteln ist es schwer, den Überblick zu behalten. Deshalb haben wir Ihnen die wichtigsten Helfer zusammengestellt. In unserem Ratgeber erfahren Sie, welche Hilfsmittel die Pflege erleichtern, wie Sie eine Kostenübernahme der Kasse durchsetzen und wie Sie Ihrem Angehörigen helfen, sich zuhause wieder sicherer zu fühlen.

Erfahren Sie mehr über die folgenden Themen:

In den häufigsten Fragen finden Sie einen kurzen Überblick über die wichtigsten Informationen.



Die beliebtesten Hilfsmittel für die tägliche Pflege

Was sind Hilfsmittel für Zuhause?

Senioren mit Hilfsmitteln beim Spaziergang.

Hilfsmittel sind Geräte und unterstützende Pflegeartikel. Darunter fallen zum Beispiel Stomaartikel, Atemtherapiegeräte und Hilfsmittel gegen Debikus. Aber auch Elektromobile gehören zu den Hilfsmitteln. Grundsätzlich gilt: Ist das Hilfsmittel im Verzeichnis des GKV-Spitzenverbandes gelistet und die Anschaffung medizinisch notwendig, kann die Kostenübernahme beantragt werden.

Wird diese genehmigt, zahlen Sie lediglich eine Zuzahlung von 10 Euro - unabhängig vom Preis des Hilfsmittels. Es lohnt sich, bei der Krankenkasse oder einer Pflegeberatung nachzufragen, ob das gewünschte Hilfsmittel von der Versicherung übernommen wird. Um die Kostenübernahme durch die Krankenkasse genehmigt zu bekommen ist ein ärztliches Rezept notwendig. Dieses kann auch vom Hausarzt ausgestellt werden. Auch Reparaturen und Instandhaltung werden von der Krankenversicherung bezuschusst.

Das Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen

Hilfsmittel zu Hause: ein gemeinsamer Spaziergang wird durch das Hilfsmittel erleichtert.

Im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen sind mehr als 30.000 verschiedene Hilfsmittel gelistet, die bei Pflegebedarf und Krankheiten Linderung schaffen sollen. Dort findet sich alles von A wie Armprothesen bis Z wie Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel. Für die private Krankenversicherung gibt es ein gesondertes Hilfsmittelverzeichnis: Der sogenannte Hilfsmittelkatalog. Grundlage hierfür ist § 139 SGB V. Dort werden auch die Qualitätsanforderungen an die Hilfsmittel gesetzlich geregelt.

Ziel des Hilfsmittelverzeichnisses ist eine zentrale Sammlung der einzelnen Artikel für Ärzte, Krankenkassen und Versicherte. Anbieter, die Hilfsmittel für die tägliche Pflege herstellen, stellen einen Antrag auf Aufnahme in das Hilfsmittelverzeichnis. Nach einer Prüfung wird über die Einspeisung in das Hilfsmittelverzeichnis entschieden. Die Produkte sind dort in derzeit 56 unterschiedliche Kategorien unterteilt. Hier gelangen Sie zum kompletten Hilfsmittelverzeichnis. Sollten Sie Fragen zu einzelnen Hilfsmitteln haben, können Sie sich gerne an unsere telefonische Beratung wenden.

Was ist der Unterschied zwischen Hilfsmitteln und Pflegehilfsmitteln?

Der Unterschied zwischen Hilfsmitteln und Pflegehilfsmitteln ist einfach zu merken: Pflegehilfsmittel bezahlt die Pflegekasse, Hilfsmittel werden von der Krankenkasse übernommen oder bezuschusst.

Pflegehilfsmittel fallen im Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen unter die Kategorie 54 – sogenannte Pflegehilfsmittel zum Verbrauch. Das sind Einmalhandschuhe, Handdesinfektion, Flächendesinfektion, Schutzschürzen, Bettschutzeinlagen und Mundschutz.

Welche Hilfsmittel gibt es?

Hilfsmittel zu Hause: Die Senioren freuen sich, dass der Pflegealltag nun leichter ist.

Das Hilfsmittelverzeichnis listet mehrere zehntausend unterschiedliche Artikel. Im Folgenden stellen wir Ihnen die beliebtesten Hilfsmittel vor, die die Pflege Ihres Angehörigen leichter und sicherer machen. Neben den im Hilfsmittelverzeichnis gelisteten Mitteln gibt es viele weitere Möglichkeiten, Sie in der täglichen Pflege Ihres Angehörigen zu entlasten. In den weiteren Hilfen haben wir Ihnen daher eine Übersicht zusammengestellt.

Obwohl diese sind nicht im Hilfsmittelverzeichnis gelistet sind, haben Pflegebedürftige auch für diese weiteren Hilfen einen Anspruch auf Zuschüsse. Wussten Sie beispielsweise, dass Treppenlifte mit bis zu 4.000 Euro von der Pflegekasse gefördert werden? Auch die KfW-Bank fördert den Abbau von Barrieren im Wohnraum finanziell. Wir unterstützen Sie gerne kostenlos dabei, alle Zuschüsse für die Pflege Ihres Angehörigen zu erhalten.

Pflegehilfsmittel
Kostenlose Pflegehilfsmittel im Wert von 60 Euro pro Monat

Pflegehilfsmittel

Ihr Angehöriger hat Anspruch auf Pflegehilfsmittel im Wert von 60 Euro pro Monat, wenn er einen Pflegegrad hat. Zu den Pflegehilfsmitteln gehören Einmalhandschuhe, Handdesinfektion, Flächendesinfektion, Schutzschürzen, Bettschutzeinlagen und Mundschutz. Diese Pflegehilfsmittel erleichtern die häusliche Pflege und kommen täglich zum Einsatz.

Am einfachsten ist es, die Pflegehilfsmittel über einen spezialisierten Anbieter zu beziehen. Diese können Sie sich nach Bedarf zusammenstellen und erhalten sie monatlich nach Hause geliefert. Um die Abrechnung mit der Pflegekasse kümmert sich der Anbieter. Den Antrag auf die Kostenübernahme können Sie auch im Nachhinein stellen, zum Beispiel wenn Sie die Pflegehilfsmittel bereits selbst gekauft haben. Dazu müssen Sie die Originalrechnung bei der Pflegekasse einreichen.

Das Wichtigste zu Pflegehilfsmitteln in Kürze

  • Pflegebedürftige haben Anspruch auf sogenannte Pflegehilfsmittel zum Verbrauch im Wert von 60 Euro.
  • Dazu zählen Einmalhandschuhe, Handdesinfektion, Flächendesinfektion, Schutzschürzen, Bettschutzeinlagen und Mundschutz.
  • Am bequemsten ist es, die Pflegehilfsmittel direkt über einen Anbieter zu beziehen.
  • Sie erhalten eine monatliche Lieferung & der Anbieter regelt die Kostenübernahme.

Mehr Informationen zu Pflegehilfsmitteln »

Hausnotruf
Mehr Sicherheit dank kostenlosem Notrufsystem

Hausnotruf

Die meisten Unfälle passieren im Haushalt - das ist keine leere Phrase, sondern die Realität. Im Notfall ist es wichtig, schnell und selbstständig Hilfe rufen zu können. Der Hausnotruf ist daher essenziell für Pflegebedürftige, die zu Hause gepflegt werden: Ein Knopfdruck genügt und Hilfe ist unterwegs. Für Personen mit Pflegegrad ist das Basismodell meist kostenlos.

Der Sender für den Hausnotruf ist als Armband oder Anhänger erhältlich. Beide Varianten teilen sich einen entscheidenden Vorteil: Ihr Angehöriger trägt das Notrufsystem immer am Körper. Zusatzfunktionen sorgen für noch mehr Sicherheit. Ein Fallsensor erkennt, wenn Ihr Angehöriger stürzt und alarmiert sofort die Notfallzentrale. Die Installation ist in jedem Zuhause möglich, denn der Sender hat eine Reichweite von 30 bis 50 Metern.

Das Wichtigste zum Hausnotruf in Kürze

  • Das Basis-Modell ist für Pflegebedürftige meistens kostenlos.
  • Der Hausnotruf wird als Armband oder Anhänger am Körper getragen.
  • So ist im Notfall per Knopfdruck Hilfe unterwegs.
  • Ein zusätzlicher Fallsensor sorgt für zusätzliche Sicherheit.

Mehr Informationen zum Hausnotruf »

Höhenverstellbare Pflegebetten
Entlastung für Pflegebedürftige und Angehörige

Hausnotruf

Pflegebetten sind eine große Entlastung, denn guter Schlaf und Erholung sind maßgeblich für die körperliche und mentale Gesundheit eines jeden Menschen. Pflegebetten sind höhenverstellbar und erleichtern das Ein- und Aussteigen enorm. Auch für Sie als pflegenden Angehörigen ist das Pflegebett eine wichtige Hilfe in der täglichen Pflege.

Besondere Aufstehbetten verfügen über eine elektrisch drehbare Liegefläche. Mit dieser Funktion wird Ihr Angehöriger in eine Sitz- und Aufstehposition gebracht. Das ist nicht nur schonend für die Gelenke, sondern gibt Pflegebedürftigen mit schwacher Muskulatur wieder die Möglichkeit, selbstständig aufzustehen. Für bettlägerige Pflegebedürftige ist eine spezielle Dekubitus-Matratze nötig, um das Wundliegen zu vermeiden.

Das Wichtigste zum Pflegebett in Kürze

  • Pflegebetten sind höhenverstellbar und erleichtern dadurch den Ein- und Ausstieg.
  • Besondere Aufstehbetten ermöglichen es, zwischen einer Liege-, Sitz- und Aufstehposition zu wechseln.
  • Das Pflegebett lindert Beschwerden Ihres Angehörigen und entlastet Sie in der täglichen Pflege.

Mehr Informationen zu Pflegebetten »

Pflegesessel mit Aufstehhilfe
Die mobile Hilfe für bewegungseingeschränkte Senioren

Hausnotruf

Ein Pflegesessel ist eine wichtige Unterstützung für Pflegebedürftige, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind. Viele Modelle verfügen über eine Aufstehhilfe. Integrierte Rollen machen den Pflegesessel zu einem mobilen Hilfsmittel, dass im gesamten Wohnbereich eingesetzt werden kann. Wenn Ihr Angehöriger Schwierigkeiten beim Positionswechsel hat, schafft der Pflegesessel mehr Komfort.

Anders als ein herkömmlicher Sessel hat der Pflegesessel sowohl eine Sitz- als auch eine Liegeposition. Bei Modellen mit elektrischer Verstellbarkeit muss Ihr Angehöriger keine eigene Muskelkraft aufwenden, um den Sessel zu verstellen: Er kann per Knopfdruck zwischen der Sitz- und Liegefunktion wechseln. Die waagrechte Liegeposition entlastet die Venen und ist besonders herz- und kreislaufschonend.

Das Wichtigste zum Pflegesessel in Kürze

  • Integrierte Rollen machen den Pflegesessel im gesamten Wohnbereich einsetzbar.
  • Ihr Angehöriger wechselt in einem elektrischen Pflegesessel per Knopfdruck zwischen der Sitz- und Liegeposition.
  • Die Aufstehhilfe kippt den Pflegesessel schonend und kontrolliert, sodass auch bewegungseingeschränkte Senioren selbstständig aufstehen können.

Mehr Informationen zu Pflegesesseln »

Hörgeräte für Senioren
Wieder mehr Lebensqualität mit modernen Hörhilfen

Hörgeräte

Das Hörgerät ist ein Hilfsmittel, dass täglich von über zwei Millionen Menschen in Deutschland genutzt wird. Hörschädigungen sind nicht nur eine gesundheitliche, sondern auch eine soziale Hürde: Gerade, wenn viele Personen anwesend sind, ist es für Personen mit abnehmendem Hörvermögen schwierig, Konversationen zu folgen.

Die Entwicklungen in der Hörgeräteakustik machen es möglich, dass moderne Hörgeräte unsichtbar zu tragen sind. In den Modellen steckt ein hochleistungsfähiger Kern, obwohl viele nicht größer als eine Kaffeebohne sind. Digitale Hörgeräte machen es sogar möglich, das Smartphone über Bluetooth zur direkten Telefonie zu verbinden. Viele Hörgeräte werden von der Krankenkasse übernommen, sodass lediglich eine Zuzahlung von 10 Euro fällig wird.

Das Wichtigste zu Hörgeräten in Kürze

  • Hörgeräte sind fast unsichtbar zu tragen, dabei sehr komfortabel und haben vielseitige Zusatzfunktionen.
  • Digitale Hörgeräte lassen sich zum Telefonieren direkt mit dem Handy koppeln und können auch mit TV- und Hifi-Geräten verbunden werden.
  • Viele Modelle werden von der Krankenkasse übernommen, sodass Sie nur eine gesetzliche Zuzahlung von 10 Euro für Ihr neues Hörgerät zahlen.

Mehr Informationen zu Hörgeräten »

Bettaufstehhilfen
Eine schnelle Lösung für leichteres Aufstehen im Bett

Hausnotruf

Mit Bettaufstehhilfen wie einem Trapezgriff, einem Seitengitter oder einer Haltestange richtet sich Ihr Angehöriger wieder selbstständig im Bett auf. Bettaufstehhilfen werden meist zusätzlich an einem Pflegebett installiert, wenn dieses nicht über eine integrierte Aufstehfunktion verfügt. Um eine Bettaufstehhilfe verwenden zu können, benötigt Ihr Angehöriger noch genügend Kraft in Armen und Oberkörper.

Die Aufstehhilfen können grundsätzlich an jedem Bett angebracht werden. Für Senioren mit Schulterbeschwerden oder sehr wenig Muskelkraft sind Bettaufstehhilfen nicht geeignet. Dann lohnt sich ein Patientenlift. Auch Patientenlifter gelten als Hilfsmittel - wenn das Modell im Verzeichnis gelistet ist, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Anschaffung, die Montage und den Stromverbrauch. Patientenlifter gibt es als fest installierte oder mobile Modelle. Ein mobiler Patientenlifter kann in mehreren Räumen eingesetzt werden.

Das Wichtigste zu Bettaufstehhilfen in Kürze

  • Die unterschiedlichen Modelle können an jedem Bett angebracht werden und sind eine gute Ergänzung zum Pflegebett.
  • Bettaufstehhilfen sind nicht für Senioren mit Schulterbeschwerden oder schwacher Muskulatur geeignet.
  • Eine gute Alternative sind Patientenlifter, bei denen kein eigener Kraftaufwand notwendig ist.

Mehr Informationen zu Bettaufstehhilfen »

Wie wird die Kostenübernahme für Hilfsmittel beantragt?

Hilfsmittel zu Hause: So werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen.

Die Kosten vieler Hilfsmittel werden von den Pflege- und Krankenkassen übernommen. Voraussetzung ist, dass das Hilfsmittel medizinisch notwendig ist und im Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen gelistet ist. Einen gesonderten Antrag müssen Sie dann nicht mehr stellen - das ärztliche Rezept für "Allgemeine Hilfsmittel" genügt. In einem Rezept können bis zu drei verschiedene Hilfsmittel verschrieben werden.

Für Hilfsmittel, die im Verzeichnis der Krankenkassen gelistet sind, müssen 10 Prozent privat zugezahlt werden - aber niemals mehr als 10 Euro pro Hilfsmittel. Anders gesagt: Obgleich das Hilfsmittel 100 oder 1000 Euro kostet, die Zuzahlung bleibt gleich. Daher unsere Empfehlung: Erörtern Sie, ob das Hilfsmittel im Verzeichnis gelistet ist, bevor Sie es privat zahlen.

    Beispielrechnung: Kostenübernahme von Hilfsmitteln

    Herr Schmitt benötigt eine Schiene, um wieder stabil laufen zu können. Diese muss maßangefertigt werden und kostet 320 Euro. Herr Schmitt muss nur eine Zuzahlung von 10 Euro leisten, da er das Hilfsmittel in einem Rezept verschrieben bekommen hat. Die Differenz von 310 Euro zahlt die Krankenkasse. Zusätzlich braucht Herr Schmitt noch orthopädische Einlagen, die 30 Euro kosten. Hier zahlt Herr Schmitt 10 Prozent hinzu, also 3 Euro.

Weitere Hilfen für die tägliche Pflege

Tägliche Pflege bedeutet tägliche Herausforderungen. Darum ist es wichtig, dass pflegende Angehörige nicht nur wertgeschätzt, sondern auch umfassend unterstützt werden. Wenn Sie sich um die Pflege Ihres Angehörigen kümmern, haben Sie Anspruch auf Entlastung und persönliche Auszeiten. Dafür gibt es vielseitige Unterstützungsangebote der Pflegekasse.

Unterstützung in der Pflege

Unterstützung für pflegende Angehörige: Die 24 Stunden Pflegekraft begleitet den Senior bei einem Spaziergang.

Die 24 Stunden Pflege kann als dauerhafte Unterstützung oder im Rahmen der Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden. Wenn Sie sich eine Auszeit wünschen, übernimmt die 24 Stunden Pflegekraft Ihre Vertretung. Dafür erhalten Sie von der Pflegekasse bis zu 1.612 Euro Zuschuss pro Kalenderjahr. Dieses Budget kann mit nicht abgerufenen Mitteln aus der Kurzzeitpflege auf 2.418 Euro aufgestockt werden.

Wenn Ihr Angehöriger nur wenig Unterstützung benötigt, ist eine Seniorenbetreuung ideal. Zur medizinischen Pflege kommt ein Pflegedienst direkt zu Ihrem Angehörigen nach Hause. Abhängig vom Pflegegrad stehen Ihrem Angehörigen hierfür zwischen 689 und 1.995 Euro monatlich zur Verfügung. Über diese sogenannten Pflegesachleistungen rechnet der Pflegedienst die Leistungen direkt mit der Pflegekasse ab.

Hilfsmittel zum Barriereabbau

Unterstützung für pflegende Angehörige: Die 24 Stunden Pflegekraft begleitet den Senior bei einem Spaziergang.

Mit steigender Pflegebedürftigkeit wird das eigene Zuhause schnell zu einem Hindernisparcours. Die Pflegekasse und die KfW-Bank fördern den Abbau von Barrieren im Wohnraum mit 4.000 bis 6.250 Euro Zuschuss. Gerade im Badezimmer müssen viele Anpassungen für die Pflege gemacht werden. Der Umbau einer Badewanne zur Dusche ermöglicht Ihrem Angehörigen, seine Körperpflege wieder selbstständiger durchzuführen.

Wenn Ihr Angehöriger nicht auf seine Badewanne verzichten möchte, ist der Einbau einer Badewannentür eine gute Alternative, um wieder barrierefrei ein Vollbad zu nehmen. Auch hier zahlt die Pflegekasse bis zu 4.000 Euro hinzu. Eine weitere Möglichkeit ist eine Badsanierung, diese ist allerdings wesentlich kostenintensiver als der Badewannenumbau. Aber auch hier gibt es Hilfen bei der Finanzierung: Die KfW-Bank bietet zinsgünstige Kredite von bis zu 50.000 Euro an, um Barrieren abzubauen.

Eine weitere Problemzone ist häufig die Treppe. Wenn Ihr Angehöriger auf einen Rollstuhl angewiesen ist oder Schwierigkeiten beim Überwinden von Treppen hat, ist ein Hublift oder ein Treppenlift ideal. Viele Pflegebedürftige leiden nicht nur körperlich unter der Einschränkung, Stockwerke nicht allein überwinden zu können. Auch psychisch manifestiert sich diese Barriere oft in einem Gefühl von Bedrängnis. Auch der Einbau von Liftsystemen wird von der Pflegekasse mit bis zu 4.000 Euro gefördert.

    Gut zu wissen: Alle diese Hilfen zur Barrierereduzierung sind auch in Mietwohnungen und -häusern möglich. Sprechen Sie den Vermieter darauf an - manche beteiligen sich sogar finanziell. In jedem Fall darf der Vermieter den Einbau oder Umbau nicht verbieten, wenn er medizinisch notwendig ist.

24 Stunden Pflege24 Stunden Pflege

Fürsorgliche, kompetente und zuverlässige 24 Stunden Pflege im eigenen Zuhause.

Pflegekraft finden
TreppenliftTreppenlift

Das eigene Zuhause wieder barrierefrei machen. Ihr Sitzlift mit 4.000 € Zuschuss.

Treppenlift finden
Badewanne zur DuscheAltersgerechtes Bad

Gestalten Sie Ihr Bad neu. Mit 4.000 € Zuschuss für den barrierefreien Badumbau.

Jetzt informieren
PflegehilfsmittelPflege­hilfsmittel

Erhalten Sie kostenlose Pflegehilfsmittel im Wert von 60 € jeden Monat geliefert.

Anbieter finden
ElektromobilElektromobile

Mobil im Alter: Vollständige Kostenübernahme der Krankenkasse für E-Mobile.

E-Mobil finden
SeniorenbetreuungSenioren­betreuung

Liebevolle und zuverlässige Seniorenbetreuung vor Ort - auch stundenweise.

Anbietervergleich
PflegeimmobilienPflegeimmobilien

Planbar, unkompliziert & sicher. Ihre Kapitalanlage mit 3 bis 4 Prozent Rendite.

Anbietervergleich
HausnotrufHausnotruf

Schnelle Hilfe im Notfall. Sicherheit zu Hause durch den kostenlosen Hausnotruf.

Gratis Hausnotruf

Antworten auf die häufigsten Fragen

Plattformlifte für Rollstühle / Rollstuhllifte sind für alle unterschiedlichen Bedürfnisse anpassbar.

Hilfsmittel lindern Beschwerden und unterstützen Pflegebedürftige und Angehörige im Alltag. Der GKV-Spitzenverband hat im Hilfsmittelverzeichnis über 30.000 verschiedene Hilfsmittel gelistet. Diese sind in derzeit 56 verschiedene Kategorien aufgeteilt. Darin sind alle Hilfsmittel gelistet, die von der Krankenkasse geprüft und zugelassen worden sind.

Alle Hilfsmittel, die im Hilfsmittelverzeichnis gelistet sind, werden von der Krankenkasse übernommen. Versicherte zahlen lediglich eine Zuzahlung von 10 Prozent - aber niemals mehr als 10 Euro. Kostet das Hilfsmittel beispielsweise 250 Euro, sind trotzdem nur 10 Euro Zuzahlung erforderlich, solange die medizinische Notwendigkeit in einem ärztlichen Rezept bescheinigt wurde.

Pflegebedürftige mit Pflegegrad haben Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch im Wert von 60 Euro monatlich. Dieses Budget wurde aufgrund der Coronakrise vorübergehend erhöht - zuvor waren es 40 Euro pro Monat. Pflegehilfsmittel zum Verbrauch sind Einmalhandschuhe, Handdesinfektion, Flächendesinfektion, Schutzschürzen, Bettschutzeinlagen und Mundschutz. Diese werden von der Pflegekasse übernommen. Die Kosten für Hilfsmittel übernimmt die Krankenkasse.

Ja. Für Hilfsmittel wird kein Pflegegrad benötigt, sondern eine Verschreibung des Arztes. Auf Rezept werden die Kosten für Hilfsmittel dann von der Krankenkasse übernommen. Voraussetzung ist, dass das Hilfsmittel im Hilfsmittelverzeichnis gelistet und die Anschaffung medizinisch notwendig ist.

Neben den Hilfsmitteln sind auch andere Umbaumaßnahmen eine große Unterstützung in der täglichen Pflege. Der Umbau einer Badewanne zur Dusche baut Barrieren im Bad ab. Auch Treppen sind durch Treppenlifte oder andere Liftlösungen wieder selbstständig und sicher überwindbar. Die Pflegekasse unterstützt Ein- und Umbaumaßnahmen mit bis zu 4.000 Euro Zuschuss. Die KfW-Bank vergibt bis zu 6.250 Euro für den Abbau von Barrieren im Wohnraum.

Wenn pflegende Angehörige eine Auszeit oder eine allgemeine Entlastung wünschen, ist eine 24 Stunden Pflege eine gute Entscheidung. Pflegende Angehörige bekommen die nötige Entlastung und der Pflegebedürftige kann weiter im eigenen Zuhause bleiben. Im Rahmen der Verhinderungspflege können pflegende Angehörige bis zu 6 Wochen im Jahr eine Vertretung erhalten. Dies bezuschusst die Pflegekasse mit maximal 2.418 Euro.

Als zentrales Verzeichnis für Hilfsmittel sind im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen über 30.000 verschiedene Hilfsmittel gelistet, die von der Krankenkasse übernommen werden. Die private Krankenversicherung hat ein eigenes Verzeichnis, den sogenannten Hilfsmittelkatalog. Die Hilfsmittel haben das Ziel, eine auftretende Krankheit, Behinderung oder Pflegebedürftigkeit und die damit einhergehenden Einschränkungen auszugleichen und Beschwerden zu lindern.

Der Anspruch auf Hilfsmittel ist nicht begrenzt. In einem Rezept können bis zu drei Hilfsmittel verschrieben werden, Ärzte können aber auch mehrere Rezepte auf einmal ausstellen. Solange ein Hilfsmittel gelistet und medizinisch notwendig ist, wird es von den Ärzten verschrieben und die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.

Essenziell für die Pflege zu Hause sind Pflegehilfsmittel und ein Hausnotrufsystem. Beide dieser Hilfsmittel werden von der Pflegekasse übernommen. Pflegehilfsmittel zum Verbrauch sind wichtig, um hygienische Abläufe in der Pflege sicherzustellen. Das Hausnotrufsystem sorgt dafür, dass Pflegebedürftige auch dann schnell Hilfe rufen können, wenn kein Angehöriger zu Hause ist.

Wenn Sie ein besonderes Hilfsmittel wünschen kann es vorkommen, dass dieses nicht im Hilfsmittelverzeichnis gelistet ist. Fragen Sie bei der Krankenkasse nach - vielleicht ist ein vergleichbares Hilfsmittel bereits im Verzeichnis aufgenommen. Für Hilfsmittel zum Barriereabbau vergibt die Pflegekasse Zuschüsse - hier ist aber ein Pflegegrad erforderlich.

Unsere geschulten Pflegeberater helfen Ihnen gerne telefonisch zu allen Fragen rund um die Pflege, Umbaumaßnahmen, Mobilität im Alter und Finanzierungsmöglichkeiten weiter. Dieser Service ist für Sie kostenlos und unverbindlich. Auf Wunsch lassen wir Ihnen im Anschluss eine E-Mail mit ausgewählten Anbietern zukommen, die Ihnen bei der Realisierung Ihrer Pläne helfen. Gerne vermitteln wir Ihnen auch kostenlose Pflegehilfsmittel.