Betreutes Wohnen für Senioren
Kosten, Zuschüsse & Erfahrungen mit Seniorenwohnen

Eine Dame im Rollstuhl vor einer Einrichtung für Betreutes Wohnen

Ein barrierefreies Wohnumfeld, Hilfe im Notfall und so viel Selbstständigkeit wie möglich – all das bietet betreutes Wohnen. Ihr Angehöriger lebt eigenständig in einer altersgerechten Wohnung und nutzt Grundleistungen wie einen Hausnotruf. Je nach Bedarf können weitere Leistungen wie ein Pflegedienst oder eine Haushaltshilfe dazugebucht werden.

Modelle und Formen des betreuten Wohnens sind sehr vielfältig. Oft befinden sich die Einrichtungen in der Nähe von Pflegeheimen oder sind an diese angegliedert. Auf diese Weise können Leistungen wie Pflege- oder Fahrdienste problemlos genutzt werden. So wissen Sie, dass Ihr Angehöriger seinen Bedürfnissen entsprechend versorgt und betreut wird.

Erfahren Sie im Folgenden mehr rund um das Thema betreutes Wohnen:

In den häufigsten Fragen finden Sie einen kompakten Überblick aller wichtigen Informationen.

Stoppuhr-Icon Kurzgesagt: Betreutes Wohnen

  • Ihr Angehöriger lebt selbstständig mit Betreuungspersonal.
  • Die Preise liegen etwa 20 Prozent über dem lokalen Mietspiegel.
  • Mit Pflegegrad werden die Kosten von der Pflegekasse bezuschusst.

Was ist betreutes Wohnen?

Die Seniorin läuft durch den Flur

Betreutes Wohnen bezeichnet das Leben in einer barrierefreien Wohnung mit Zusatzleistungen. Die Wohnform verbindet die Vorteile einer eigenen Wohnung mit der Sicherheit einer Pflegeeinrichtung: Ihr Angehöriger lebt größtenteils selbstständig und ist zugleich sicher versorgt. Da der Begriff nicht geschützt ist, gibt es zahlreiche Formen und Modelle. Egal ob Sie Interesse an Kaufen oder Mieten haben – je nach Einrichtung ist beides möglich.

Das zusätzliche Angebot in Einrichtungen für betreutes Wohnen wird in zwei Kategorien aufgeteilt: die Grund- und Zusatzleistungen. Zu den Grundleistungen zählen neben der barrierefreien Wohnung in der Regel ein Hausmeisterdienst sowie eine Ansprechperson vor Ort, die sich um Anliegen und Probleme Ihres Angehörigen kümmert. Auch ein Hausnotruf gehört dazu, sodass Ihr Angehöriger rund um die Uhr Hilfe rufen kann.

Die Zusatzleistungen variieren je nach Einrichtung. Dazu zählen Haushaltshilfen, ein Essensservice, ambulante Pflegedienste sowie Einkaufs- und Fahrdienste. Die Lage der Wohnungen ist häufig auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgelegt, sodass Ärzte und Apotheken gut erreichbar sind. Auch hierfür ist eine Begleitung möglich. Manche Einrichtungen haben feste Verträge mit Dienstleistern, bei anderen kann Ihr Angehöriger frei wählen.

Betreutes Wohnen nach DIN 77800

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Aufgrund der zahlreichen verschiedenen Modelle, die diverse Wohnformen anbieten, wurde eine Norm für „betreutes Wohnen für ältere Menschen“ – DIN 77800 – erarbeitet. Diese gilt als Standard beim Vergleich verschiedener Angebote. DIN 77800 bezieht sich besonders auf Grund- und Wahlleistungen des Betreibers, Vertragsgestaltung, Wohnangebot sowie qualitätssichernde Maßnahmen.

Besonders wichtig bei der Norm ist, dass sämtliche Informationen transparent und leicht verständlich zugänglich gemacht werden. Dazu gehören Details über die Wohnanlage und vor allem über die Wohnung. Hier spielen Informationen zu Größe, Ausstattung und Barrierefreiheit eine wichtige Rolle. Weiterhin müssen Grund- und Zusatzleistungen genannt und die genauen Kosten aufgeschlüsselt werden.

Neben einigen regionalen Qualitätsstandards und Siegeln können Sie mithilfe der DIN 77800 verschiedene Einrichtungen gut vergleichen. Für die Zertifizierung werden die Einrichtungen durch Fachleute vor Ort begutachtet und danach regelmäßig kontrolliert. Durch die Norm gibt es bundesweit Mindeststandards an die Wohnform betreutes Wohnen, sodass für Interessierte und Bewohner rechtliche Sicherheit sowie Transparenz ermöglicht werden.

  • DIN 77800 gilt als Qualitätsmaßstab und dient der Vergleichbarkeit.
  • Einrichtungen mit diesem Zertifikat sind verpflichtet, bei ihren Informationen auf eine leichte Verständlichkeit und Transparenz zu achten.
  • Die Informationen beziehen sich unter anderem auf Wohnungen, Leistungen und Kosten.
gluehbirne

Gut zu wissen: Wartelisten für betreutes Wohnen

Aktuell besteht für betreutes Wohnen eine hohe Nachfrage, die das Angebot deutlich übersteigt. Daher kommt es häufig zu längeren Wartezeiten. Erkundigen Sie sich daher frühzeitig und lassen Sie Ihren Angehörigen auf eine Warteliste setzen.

Wenn Zeit ein relevanter Faktor ist und Ihr Angehöriger dringend Unterstützung im Alltag benötigt, kann er mit einer 24 Stunden Pflege weiterhin zu Hause betreut werden. Bei Bedarf kann die Betreuungskraft bereits nach 5-7 Tagen vor Ort sein.

Für wen ist betreutes Wohnen geeignet?

Ein Senior bekommt Essen serviert

Betreutes Wohnen eignet sich besonders für Senioren, die größtenteils selbstständig leben. Je nach Einrichtung ermöglichen Zusatzleistungen eine individuelle Unterstützung im Alltag. Pflegerische Tätigkeiten übernimmt bei Bedarf ein ambulanter Pflegedienst. Die barrierefreie Wohnung bietet Komfort und Sicherheit, aber Ihr Angehöriger sollte relativ mobil sein. Betreutes Wohnen eignet sich auch für Paare, die die Wohnung gemeinsam nutzen.

Trotz der eigenen Wohnung leben in der Hausgemeinschaft Menschen in ähnlichem Alter und Lebenslage. So entstehen Bekanntschaften. Daher sind betreute Wohnungen auch geeignet für Personen, die gerne am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Oft werden Freizeitaktivitäten und Ausflüge angeboten. Wenn die Möglichkeit besteht, empfiehlt es sich, verschiedene Anlagen und Wohnungen zu besichtigen und Gespräche mit Betreibern in Anspruch zu nehmen.

Weniger geeignet ist diese Wohnform bei fortgeschrittener Pflegebedürftigkeit oder Demenz. Beides geht häufig einher mit einem höheren Betreuungsbedarf, wie beispielsweise in einer stationären Einrichtung. Auch sollte der Auszug aus dem vertrauten Zuhause nicht unterschätzt werden. Die Veränderung des Wohnumfelds ist für viele ältere Menschen kräftezehrend und schwierig. Überlegen Sie daher genau, ob ein Umzug für Ihren Angehörigen infrage kommt.

Video: Für Sie kurz zusammengefasst

In diesem Video haben wir die wichtigsten Informationen in weniger als einer Minute für Sie zusammengefasst. So haben Sie schnell einen Überblick!

Was kostet betreutes Wohnen für Senioren?

Seniorin lächelt in die Kamera

Aufgrund des Preisgefälles bezüglich der Lage von Immobilien sowie den zahlreichen Modellen variieren die Kosten für betreutes Wohnen stark. Der bedeutsamste Faktor ist hierbei, ob Sie kaufen oder mieten. Kaufen bietet Schutz vor möglichen Mieterhöhungen, ist aber eine Frage der Vermögensrücklagen. Wenn Sie sich für die Miete entscheiden, ist der Umzug in ein Pflegeheim im Falle einer starken Pflegebedürftigkeit einfacher.

Die Mietkosten für betreutes Wohnen sind von Lage, Ausstattung und Größe der Wohnung abhängig, weshalb es zu Preis­schwankungen kommt. Der genaue Preis setzt sich aus Kaltmiete, Nebenkosten und Grundleistungen zusammen. Durch die zusätzlichen Leistungen sowie die gegebene Barrierefreiheit liegen die Kosten für betreutes Wohnen etwa 20 Prozent über dem lokalen Mietspiegel.

Auch Kaufpreise für betreute Wohnungen variieren stark. Je nach Region und den vorherrschenden Immobilienpreisen kommt es zu großen Preisunterschieden. Weiterhin fällt sowohl beim Mieten als auch beim Kaufen möglicherweise ein einmaliges Wohndarlehen an. Dieses beträgt etwa 4.000 Euro, kann aber auch höher ausfallen. Auch bei einem Kauf kommen gebuchte Service-Leistungen hinzu, die monatlich berechnet werden.

gluehbirne

Gut zu wissen: Hausverkauf zur Pflegefinanzierung

Mit dem Umzug in eine barrierefreie Wohnung verlassen Senioren ihr vertrautes Eigenheim. Um eine gute Versorgung zu gewährleisten, kommen gewisse Kosten auf sie zu. Der Hausverkauf bildet eine Möglichkeit, die zukünftige Pflege zu finanzieren.

Die aktuell hohen Immobilienpreise machen diese Option besonders attraktiv. Dafür ist es jedoch wichtig zu wissen, welchen Wert das Eigentumshaus hat. Damit Sie eine kostenlose Bewertung erhalten, stellen wir für Sie gerne den Kontakt zu erfahrenen Maklern her.

Zuschüsse für betreutes Wohnen

Senioren sitzen am Tisch und vergleichen Angebote

Betreutes Wohnen zählt zur häuslichen Pflege. Dadurch hat Ihr Angehöriger Anspruch auf Zuschüsse der Pflegekasse, sofern ein Pflegegrad vorliegt. Diese können Sie unterstützend zur Finanzierung der in Anspruch genommenen Leistungen nutzen. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über einige Leistungen der Pflegekasse.

Das Pflegegeld steht Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 2 zu und steigt stufenweise mit jedem Pflegegrad an. Es soll die ambulante Pflege ermöglichen und ist nicht zweckgebunden. Daher wird es direkt an Ihren Angehörigen oder auf dessen Wunsch an eine pflegende Person ausgezahlt. Wichtig zu wissen ist, dass das Pflegegeld in voller Höhe nur beantragt werden kann, wenn kein Pflegedienst Ihren Angehörigen versorgt.

Pflegesachleistungen dienen der Finanzierung von Pflegeaufwendungen durch ambulante Pflegedienste. Die Abrechnung mit der Kasse übernimmt der Dienstleister selbst. Voraussetzung für diese Leistung ist, dass mindestens Pflegegrad 2 vorliegt und die Pflege häuslich stattfindet. Wird das Budget nicht ausgeschöpft, kann die Kombinationsleistung beantragt werden. Damit erhält Ihr Angehöriger zusätzlich einen prozentualen Anteil des Pflegegeldes.

Die Betreuungs- und Entlastungsleistungen stehen allen Pflegebedürftigen mit Pflegegrad zu. Sie umfassen monatlich 125 Euro und werden bei Nichtnutzung angesammelt, sodass Ihrem Angehörigen pro Jahr 1.500 Euro zustehen. Der Betrag wird für die Entlastung pflegender Angehöriger genutzt, beispielsweise für die Finanzierung einer Betreuungskraft oder Haushaltshilfe. Das Leistungsbudget wird jedoch nur von anerkannten Dienstleistern abgerechnet.

    Entlastungsleistungen nachträglich nutzen

    Mit der aktuellen Corona-Sonderregelung verfallen Entlastungsleistungen aus 2019 und 2020 erst zum 30.09.2021. Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 können sie bis zum 30.06.2021 weiterhin flexibel nutzen, wenn die Leistungen genutzt werden, um Versorgungs­engpässe zu überwinden, die coronabedingt verursacht wurden.

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Förderungen vom Wohnungsamt

Der Mietpreis für öffentlich geförderte Einrichtungen ist etwas günstiger als der lokale Mietspiegel. Um hier einziehen zu können, ist ein ­Wohnberechtigungsschein erforderlich. Dieser ist beim zuständigen Wohnungsamt nach einer Bedarfsprüfung erhältlich.

Unter gewissen Umständen wird für die Finanzierung von betreutem Wohnen Wohngeld gewährt. Dieses unterstützt Menschen mit geringem Einkommen bei den Wohnkosten und wird durch die örtliche Wohngeldbehörde individuell anhand von Einkommen, Miete und Haushaltsgröße berechnet.

Alternativen zum betreuten Wohnen

Um einen Umzug in eine fremde Umgebung zu verhindern, bieten sich verschiedene Betreuungs- und Umbaukonzepte an. Mit Pflegegrad erhält Ihr Angehöriger vielfältige Zuschüsse, die den Verbleib im vertrauten Zuhause unterstützen. Für viele ältere Menschen bedeutet ein Umzug einen drastischen Bruch und die Veränderung der oftmals jahrelang vertrauten Umgebung eine große Herausforderung.

Ein Umzug kann oft durch verschiedene Betreuungsangebote und Umbaumaßnahmen des Wohnumfelds umgangen werden. Dafür gibt es zahlreiche Optionen. Für viele Senioren ist die Gewissheit, in den eigenen vier Wänden alt werden zu können, eine große Erleichterung. Durch den Umbau und die Betreuung wird die Sicherheit Ihres Angehörigen bestmöglich gewährleistet.

Zu Hause betreut werden

Bei der 24 Stunden Pflege zieht die Betreuungskraft bei Ihrem Angehörigen ein.

Mit einer 24 Stunden Pflege zieht eine Betreuungskraft zu Ihrem Angehörigen und kümmert sich je nach Absprache um Pflege, Haushalt und Betreuung. So ist im Notfall und auch nachts immer jemand zur Stelle. Die Kosten für eine 24 Stunden Pflege liegen mit osteuropäischem Personal bei 1.900 bis 3.000 Euro monatlich. Für die Finanzierung können unter anderem Pflegegeld und Entlastungsbetrag genutzt werden.

Auch eine stundenweise Seniorenbetreuung kümmert sich individuell um Ihren Angehörigen. Wie oft und wie lange die Betreuungskraft kommt, erfolgt nach Absprache. Sie unterstützt Ihren Angehörigen als Alltagshelfer und leistet ihm Gesellschaft. Die Kosten liegen bei etwa 25 bis 35 Euro pro Stunde. Für die Finanzierung können Sie den Entlastungsbetrag sowie bis zu 40 Prozent der Pflegesachleistungen verwenden.

Wenn Ihr Angehöriger nicht alleine leben möchte und ein weiterer Umzug möglich wäre, ist auch eine Senioren-WG eine alternative Wohnform. Hier leben mehrere ältere Menschen in betreuten Wohngemeinschaften zusammen. Gemeinsame Veranstaltungen der Wohngemeinschaft finden im Gemeinschaftsraum statt. Mit Pflegegrad erhalten viele Bewohner in betreuten Wohngruppen einen Wohngruppenzuschlag von monatlich 214 Euro.

Das Zuhause altersgerecht umbauen

Ein beispielhaftes Bild eines Treppenlifts

Um auch zukünftig zwischen den Stockwerken im vertrauten Umfeld problemlos wechseln zu können, bietet sich ein Treppenlift an. Egal ob gerade oder kurvige Treppe: Der Lift bringt Ihren Angehörigen wieder sicher ins nächste Stockwerk. Der Sitz lässt sich platzsparend hochklappen und stört so niemanden. Ein Treppenlift ist bereits ab 3.800 Euro erhältlich.

Ihr Angehöriger hat Probleme, den hohen Einstieg in die Wanne zu bewältigen? Um dieses Hindernis aus dem Weg zu schaffen, lässt sich die Badewanne in eine ebenerdige Dusche umbauen. Der Vorgang dauert nur wenige Stunden und bedeutet Sicherheit und Komfort im Badezimmer. Mit kleiner verbleibender Restschwelle liegen die Kosten hier bei circa 4.000 Euro.

Nicht alle Senioren möchten auf ihre Wanne und das damit einhergehende wohltuende Badeerlebnis verzichten. Um die Nutzung der Wanne jedoch sicherer zu gestalten, lässt sich schnell und kostengünstig eine Badewannentür einbauen. Der Einstieg wird damit deutlich tiefer und die Tür ist selbstverständlich wasserdicht. Preislich ist der Einbau bereits ab 1.200 Euro möglich.

Finanzierungsmöglichkeiten für Umbaumaßnahmen

Um pflegebedürftigen Menschen den sicheren Verbleib im eigenen Zuhause zu ermöglichen, bezuschusst die Pflegekasse die sogenannten wohnumfeldverbessernden Maßnahmen. Der Zuschuss beträgt bis zu 4.000 Euro. Dazu gehören beispielsweise der Einbau eines Lifts oder ein Badumbau. Voraussetzung ist ein Pflegegrad sowie die Pflege im häuslichen Umfeld.

Auch ohne Pflegegrad besteht für Privatpersonen die Möglichkeit einer Förderung für den Abbau von Barrieren im Wohnumfeld. Die KfW (Kreditanstalt für den Wiederaufbau) fördert solche Umbaumaßnahmen mit bis zu 6.250 Euro unabhängig von Alter oder Pflegegrad. Wichtig für diese Zuschüsse und Förderungen ist, dass der Antrag vor Durchführung der Umbaumaßnahmen gestellt wird.

Vor- & Nachteile

Die Entscheidung über die zukünftige Wohnform eines Angehörigen ist nicht immer einfach. Zahlreiche Optionen und Modelle werden verglichen, um die Entscheidung rundum gut informiert zu fällen. Um Sie dabei zu unterstützen, möchten wir Ihnen im Folgenden die verschiedenen Vor- und Nachteile von betreutem Wohnen aufzeigen.

  • Das Wohnumfeld in betreutem Wohnen ist seniorengerecht und barrierefrei.
  • Ihr Angehöriger kann so eigenständig und selbstbestimmt wie möglich wohnen.
  • Durch die Grund- und Zusatzleistungen wird ihr Angehöriger im Alltag je nach Bedarf gut versorgt und unterstützt.
  • In der Hausgemeinschaft entstehen häufig Bekanntschaften mit anderen Senioren.
  • Viele Einrichtungen organisieren ein umfangreiches Freizeitangebot.
  • Betreutes Wohnen bedeutet einen Umzug für Ihren Angehörigen, der oft schwierig und belastend ist.
  • Ihr Angehöriger muss sich an die neue Umgebung und fremde Menschen gewöhnen.
  • Durch die hohe Nachfrage kommt es häufig zu langen Wartezeiten.
  • Der Mietpreis für betreutes Wohnen liegt etwa 20 Prozent über dem üblichen Mietpreis. Dazu kommen Kosten für Zusatzleistungen.
  • Falls Ihr Angehöriger nicht mehr alleine leben kann, fällt ein weiterer Umzug, beispielsweise in ein Pflegeheim, an.

Dank Hausverkauf in die barrierefreie Wohnung
Ein persönlicher Erfahrungsbericht von Sabine M.

Ganz alleine im Alter in dem geräumigen Eigenheim bleiben – das kam für die Mutter von Sabine M. nicht infrage. Sie wollte barrierefrei wohnen und unter Leute kommen. Betreutes Wohnen war daher die ideale Lösung. Um dies zu finanzieren, entschloss sie sich zu einem Hausverkauf.

Seniorin und Tochter bei einem gemeinsamen Spaziergang
Frau M. und ihre Mutter über den Hausverkauf: „Auch wenn viele Erinnerungen daran hängen, der Verkauf war die richtige Entscheidung.“

Mein Vater war vor zwei Jahren verstorben und seitdem lebte meine Mutter alleine im Elternhaus. Für die beiden war der viele Platz sehr angenehm, doch alleine fühlte sich meine Mutter zunehmend einsam in dem großen Haus – das habe ich an tausend Kleinigkeiten gemerkt. Meine Mutter war schon immer ein aktiver Mensch und gerne unter Leuten. Auch jetzt ist sie für ihr Alter noch recht fit. Ich glaube, sie hat schon länger darüber nachgedacht, aber durch eine Bekannte noch einen Schubs bekommen: Sie wollte gerne in eine barrierefreie Wohnung ziehen, das Haus sei ihr viel zu groß.

Eine Wohnung in einer Einrichtung für betreutes Wohnen hatte sie tatsächlich auch schon in Aussicht, als sie mir von den Plänen erzählte. Doch die Mietpreise machten mir Sorgen, da meine Mutter nicht die beste Rente bekam. Pragmatisch veranlagt schlug meine Mutter vor, das Haus zu verkaufen, wenn ich damit einverstanden sei. Mein Mann und ich haben selbst Eigentum, daher war das für mich kein Problem.

Da mein Vater pflegebedürftig war, hatte ich schon früher Kontakt mit dem Verbund Pflegehilfe und waren immer sehr zufrieden. Ich rief daher erneut an und ließ mich dieses Mal zum Thema Hausverkauf beraten. Prompt erhielt ich Kontakte zu Maklern in der Region und wurde schnell fündig. Der erfahrene Makler übernahm alles weitere und fand überraschend schnell Käufer. Meine Mutter hat sich sehr gefreut, dass ihr Haus an eine junge Familie verkauft wurde. Ihrem Umzug in die neue Wohnung stand damit nichts mehr im Wege.

Wir danken Frau M. herzlich für den Bericht und wünschen ihr und ihrer Mutter alles Gute.

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Antworten auf die häufigsten Fragen

Der Umzug in eine Einrichtung für Betreutes Wohnen bringt Gelassenheit in den Alltag.

Betreutes Wohnen bedeutet, dass Ihr Angehöriger in einer barrierefreien Wohnung lebt, die zu einer Anlage mit ähnlichen Wohnungen gehört. Ihr Angehöriger kann entscheiden, ob er neben den Grundleistungen auch Zusatzleistungen wie einen ambulanten Pflegedienst oder eine Haushaltshilfe dazubucht. Oft bieten die Einrichtungen ein vielseitiges Freizeitangebot.

Betreutes Wohnen ist geeignet für ältere Menschen, die weitestgehend eigenständig und seniorengerecht leben möchten. Durch verschiedene Zusatzleistungen kann besonders bei körperlichen Einschränkungen durch die Einrichtung eine gute Versorgung und Betreuung ambulant gewährleistet werden.

Die Grundleistungen können je nach Einrichtung leicht voneinander abweichen. In der Regel gehören neben der barrierefreien Wohnung ein Hausmeisterdienst sowie ein Hausnotruf dazu. Weiterhin gibt es häufig eine Ansprechperson vor Ort, an die Ihr Angehöriger sich bei Fragen und Problemen wenden kann.

Für die medizinische Versorgung kann bei Bedarf ein ambulanter Pflegedienst beauftragt werden. Oft bieten Einrichtungen für betreutes Wohnen dies im Rahmen der Zusatzleistungen an.

Die Kosten für betreutes Wohnen werden privat getragen. Mit Pflegegrad kann Ihr Angehöriger jedoch verschiedene Zuschüsse nutzen. Ab Pflegegrad 2 stehen Ihrem Angehörigen das Pflegegeld oder die Pflegesachleistungen, über die ein ambulanter Pflegedienst abrechnet, zu. Der Entlastungsbetrag von 125 Euro monatlich gilt bei jedem Pflegegrad und wird beispielsweise für die Finanzierung einer Betreuungskraft verwendet.

Ein Umzug ist für viele ältere Menschen eine große Belastung. Die Pflege und Betreuung im eigenen Zuhause stellt daher eine gute Alternative dar. Mit einer 24 Stunden Pflege wird ihr Angehöriger individuell durch eine Betreuungskraft, die bei ihm einzieht, gepflegt. Eine stundenweise Betreuung ist nur in abgesprochenen Zeitfenstern vor Ort. Sie begleitet und unterstützt Ihren Angehörigen im Alltag.

Während in betreutem Wohnen die Anwohner eine eigene Wohnung beziehen, leben die Bewohner einer Senioren-WG als betreute Wohngemeinschaft zusammen. Auch hier gibt es eigene Zimmer oder Appartements als Rückzugsort, aber der Alltag wird in der Regel bewusst gemeinsam gestaltet und durch eine Präsenzperson begleitet.

Da die Begriffe nicht geschützt sind, werden betreutes Wohnen und Service-Wohnen oft unterschiedlich verstanden. Grundsätzlich bezeichnet Servicewohnen jedoch eine Form des betreuten Wohnens, die je nach Einrichtung etwas anders definiert wird. Nach DIN 77800 geschützt ist nur das „Betreute Wohnen für ältere Menschen“.

Unsere geschulten Berater helfen Ihnen gerne, die Pflege Ihres Angehörigen zu organisieren. Dafür informieren wir Sie umfassend, beantworten Ihre Fragen und vermitteln Ihnen kostenfrei und unverbindlich passende Anbieter für Ihre Region.

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