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Betreutes Wohnen - altersgerechtes Wohnen für Senioren

Betreutes Wohnen für Senioren

Selbstbestimmt in einer barrierefreien Wohnung leben und nach Bedarf pflegerische Unterstützung erhalten: Das bietet das Betreute Wohnen. Bei dieser Lebensform bewahren Sie sich Ihre Eigenständigkeit mit einem Plus an individueller Pflege und Betreuung.

Auf dieser Seite informiert Sie der Verband Pflegehilfe zu den Leistungen und Kosten sowie zu den Fördermöglichkeiten. Außerdem finden Sie die Vor- und Nachteile der Wohnform und eine Checkliste, die Ihnen die Auswahl der richtigen Einrichtungen erleichert.

Sie haben wenig Zeit? Einen kurzen Überblick erhalten Sie unter Häufige Fragen.

Definition

Barrierefreies Wohnen kombiniert mit Betreuung

Barrierefreies Betreutes Wohnen

Das Betreute Wohnen ist eine Wohn- und Betreuungsform, bei der eine altersgerechte und barrierefreie Wohnung mit konkreten Betreuungsleistungen kombiniert wird. Die Wohnform ist besonders für Senioren geeignet, die nur wenig Unterstützung im Alltag benötigen und sich Kontakt zu anderen älteren Menschen wünschen.

Außerdem gibt es in vielen Einrichtungen zusätzliche Veranstaltungsangebote wie zum Beispiel Tagesausflüge, Vorträge, Konzerte oder Ausstellungen. Viele Wohnanlagen verfügen zudem über ein internes Fitnessstudio, einen Friseur oder sonstige Dienstleister.

Betreutes Wohnen eignet sich nicht nur für Senioren. In dieser Wohnform finden alle Personen Unterstützung, die je nach Lebenssituation ganz unterschiedliche Formen der Hilfe benötigen. Die Betreuung wird durch Sozialarbeiter, Psychologen, Heilpädagogen, Therapeuten oder Pflegekräfte gewährleistet.

Kosten & Zuschüsse

Die Kosten für ein Betreutes Wohnen

Kosten Betreutes Wohnen

Der Preis hängt zunächst davon ab, ob Sie die Wohnung mieten oder kaufen möchten. Als Richtlinie gilt: Meist liegen die Miet- und Kaufpreise etwa 20% über dem örtlichen Immobilienpreisniveau. Die Preise variieren nach Region, Ausstattung und Größe.

  1. Wohnungskauf: Die Kaufkosten für ein Apartment mit einem zusätzlichen Leistungsangebot von Therapieräumen, Friseur, Kosmetik und Freizeitangeboten liegen bei rund €2.750 pro Quadratmeter.
  2. Wohnungsmiete: Apartments gibt es ab etwa €52 pro Quadratmeter monatlich. Wichtig: Zum monatlichen Mietpreis kommt eine Einmalzahlung von rund €4.000 als Wohndarlehen hinzu. Auch beim Wohndarlehen ist der Unterschied zwischen den Regionen hoch.

Zu den reinen Wohnkosten kommt in aller Regel noch der Grundservice in Form einer monatlichen Betreuungspauschale dazu. Dafür müssen zusätzlich zwischen €100 bis €200 pro Monat einkalkuliert werden. Wenn Sie Zusatzleistungen in Anspruch nehmen, fallen die Kosten entsprechend höher aus.

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Immobilienverrentung zur Finanzierung

Wenn Sie über Wohneigentum verfügen, können Sie entweder Ihr Haus verkaufen oder Sie nutzen die Immobilienverrentung. Mit dieser Zusatzrente erhalten Sie entweder eine Einmalzahlung oder monatlich einen vorher vereinbarten Betrag, mit dem Sie die Mietkosten begleichen können.

Welche Zuschüsse Sie erhalten

Zuschüsse häusliche Pflege

Handelt es sich um eine Mietwohnung in öffentlich gefördertem Wohnraum, so können Sie dort mit einem Wohnberechtigungsschein einziehen. Sollte Ihr Einkommen zu gering sein, können Sie einen Antrag auf Wohngeld stellen.

Obwohl das Betreute Wohnen an eine Pflegeeinrichtung angeschlossen ist, gilt die Wohnform als häusliche Pflege. Deshalb werden bei Pflegegrad einige Kosten von der Pflegekasse übernommen:

  1. Pflegegeld: Für die Versorgung im häuslichen Umfeld erhalten Sie je nach Höhe des Pflegegrads entsprechendes Pflegegeld.
  2. Pflegesachleistungen: Wenn ein ambulanter Pflegedienst die Pflege übernimmt, können Sie Pflegesachleistungen beantragen.
  3. Betreuungs- und Entlastungsleistungen: Wenn Sie eine Haushaltshilfe beauftragen oder eine Seniorenbetreuung nutzen, können Sie zusätzlich die Betreuungs- und Entlastungsleistungen in Höhe von €125 monatlich nutzen.
  4. Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen: Mit einem Pflegegrad erhalten Sie €4.000 Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen wie beispielsweise ein barrierefreier Badumbau
  5. Pflegehilfsmittel: Zur Pflege werden Einmalhandschuhe, Inkontinenzeinlagen oder Desinfektionsmittel benötigt. Nutzen Sie die monatliche Pauschale von €40 um die Hilfsmittel zu erhalten.
  6. Hausnotruf: Ist in dem Betreuten Wohnen noch kein Hausnotruf vorhanden, übernimmt die Pflegekasse bei Pflegegrad die Kosten.

Videoempfehlung: Betreutes Wohnen

Dieses Video zeigt wie Betreutes Wohnen Menschen in hohem Alter neue Perspektiven aufzeigt und wie der Alltag aussehen kann.

Checkliste

Checkliste: Die richtige Entscheidung finden

Checkliste Betreutes Wohnen
  1. Vorauswahl treffen: Halten Sie in Ihrer Wunsch-Region Ausschau nach Betreutem Wohnen. Vergleichen Sie die Einrichtungen im Hinblick auf Lage, Angebote und Kosten.
  2. Der persönliche Besuch und Ihr Bauchgefühl: Schauen Sie sich die Unterkunft an. Achten Sie nicht nur auf das äußerliche Erscheinungsbild, sondern lassen Sie vor allem die Stimmung unter den Bewohnern auf sich wirken.
  3. Die zentrale Lage der Unterkunft: Die Wichtigkeit der Lage sollte nicht unterschätzt werden. Im Idealfall liegt die Wohnung in einer ruhigen Umgebung. Wichtige Geschäfte, Behörden oder Arztpraxen sind zu Fuß, mit dem Elektromobil oder mit dem Bus zu erreichen.
  4. Die Ausstattung der Einrichtung: Klären Sie vorab was passiert, wenn bei Ihnen eine Schwerstpflegebedürftigkeit eintritt. Gibt es ein angeschlossenes Pflegeheim? Gibt es einen Bereich, in dem Sie Besuch empfangen können oder Gästezimmer?
  5. Kosten vergleichen: Wenn Sie mehrere potenzielle Unterkünfte finden, vergleichen Sie die Preise. Fordern Sie schriftliche Angebote an und prüfen Sie diese im Hinblick auf die Wohn- und Betreuungsleistungen.
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Anschluss zum Pflegeheim

Besonders empfehlenswert sind Einrichtungen, die an ein Pflegeheim angeschlossen sind. Damit ist sichergestellt, dass zum einen stets Pflegekräfte vor Ort sind und zum anderen, dass Sie bei Verschlechterung Ihres Gesundheitszustands weiterhin dort leben können.

Betreuungsvertrag: Ist das nötig?

Betreuungsvertrag

Mit dem Träger der Unterkunft schließen Sie vor dem Einzug einen Mietvertrag sowie einen Betreuungsvertrag ab. Der Betreuungsvertrag setzt sich zum einen aus den Grundleistungen wie Seniorenbetreuung, Hausnotruf und Ansprechpartner und zum anderen aus den Wahlleistungen wie Freizeitgestaltung, Fahr- und Begleithilfe sowie Alltagshilfe zusammen.

Die Grundleistungen werden in der Regel pauschal pro Monat berechnet. Die Wahlleistungen können bedarfsgerecht hinzugebucht werden. Gezahlt wird nur, was auch in Anspruch genommen wird. Achten Sie auf folgende Punkte:

  1. Lassen Sie sich nicht auf Pauschalangebote ein. Akzeptieren Sie keine Kombination der Leistungen Wohnen, Betreuung und Freizeitangebote. Achten Sie auf eine exakte Leistungsaufschlüsselung.
  2. Lassen Sie festhalten, wie der maximal mögliche Pflegeumfang aussieht und welche Kosten die Versorgung mit sich bringt.
  3. Lassen Sie sich ein lebenslanges Wohnrecht garantieren. So kann Ihnen nicht wegen plötzlicher Pflegebedürftigkeit oder Eigenbedarfs gekündigt werden.

Vor- & Nachteile

Die Vor- & Nachteile des Betreuten Wohnens

Vorteile:

  1. Barrierefreies Wohnen.
  2. Soziale Kontakte werden erleichtert.
  3. Die Bewohner sind unabhängig und haben Gewissheit, bei Bedarf Hilfe zu erhalten.
  4. Vielfältige Sport-, Weiterbildungs- und Freizeitangebote.
  5. Bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes kann in den meisten Einrichtungen die Betreuung in einem Pflegeheim angeboten werden.
  6. Der Wohnraum kann an die Bedürfnisse und den Geschmack angepasst werden.

Nachteile:

  1. Das Wohnumfeld ist wenig durchmischt, es gibt hauptsächlich Senioren in der Nachbarschaft.
  2. Viele Menschen möchten in dieser Lebensphase keinen Umzug mehr mitmachen. Je nach Situation kann in diesem Falle eine 24-Stunden-Betreuung zu Hause eine Alternative sein.
  3. Ab einer bestimmten Intensität des Pflegebedarfs ist das Betreute Wohnen nicht mehr geeignet.

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Häufige Fragen

Altersgerecht Wohnen

Beim betreuten Wohnen leben Sie in einer barrierefreien Wohnung, erhalten pflegerische Unterstützung und können einen umfassenden Service in Anspruch nehmen. Sie werden individuell betreut und können Kontakt zu anderen Senioren aufbauen. Zusätzlich gibt es verschiedene Freizeitangebote wie Tagesausflüge, Vorträge oder Ausstellungen.

Das Betreute Wohnen eignet sich vor allem für Senioren, die gar nicht bis leicht pflegebedürftig sind und in einer Gemeinschaft leben möchten. Oft sind die Bewohner nicht in der Lage ihren Haushalt eigenständig zu führen. Außerdem sind weitere Bewohner psychisch Kranke und geistig oder körperlich behinderte Menschen.

Die Kosten hängen davon ab, ob Sie eine Seniorenwohnung mieten oder kaufen möchten. Bei einem Wohnungskauf betragen die Kosten im Durchschnitt €2.750 pro Quadratmeter. Bei einer Mietwohnung liegen die Kosten im Durchschnitt bei €52 pro Quadratmeter. Zum Mietpreis müssen Sie zusätzlich eine Einmalzahlung von €4.000 leisten. Darüber hinaus fällt eine monatliche Betreuungspauschale von €100 bis €200 an.

Bei einer Mietwohnung können Sie sich einen Wohnberechtigungsschein ausstellen lassen. Sie können außerdem bei zu niedrigem Einkommen Wohngeld beantragen. Wenn Sie einen Pflegegrad haben, kann die Pflegekasse verschiedene Förderungen gewähren wie zum Beispiel: Pflegegeld, Pflegesachleistungen, wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Pflegehilfsmittel und einen Hausnotruf.

Beginnen Sie eine Vorauswahl zu treffen und die Angebote zu vergleichen. Sie sollten der Einrichtung einen persönlichen Besuch abstatten und die Lage berücksichtigen. Schauen Sie sich die Ausstattung an und fragen Sie nach einem angeschlossenen Pflegeheim. Zuletzt sollten Sie die Preise der verschiedenen Unterkünfte vergleichen und schriftliche Angebote anfordern.