Aufstehhilfen für das Bett
Von der Krankenkasse finanziert

Seniorin sitzt auf dem Bett

Eine Aufstehhilfe für das Bett unterstützt Sie oder Ihren Angehörigen, wenn sie nicht mehr über genügend Kraft verfügen, allein aus dem Bett aufzustehen. Mit einem Trapezgriff, einem Seitengitter oder einer Haltestange richten Sie oder Ihr Angehöriger sich einfach mit wenig Kraft auf.

Erfahren Sie hier, welche verschiedenen Formen von Haltegriffen es gibt und wie diese Ihnen und Ihrem Angehörigen aus dem Bett helfen. Informieren Sie sich auch, in welchen Fällen Aufstehhilfen von der Krankenkasse finanziert werden und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Für wen eignet sich eine Aufstehhilfe?

Frau sitzt auf der Couch und hat einen Krückstock in der Hand und hält die Hand einer anderen Person. Sie freut sich über ihre Bettaufstehhilfe

Aufstehhilfen für das Bett sind vor allem für Personen geeignet, die noch genügend Kraft im Oberkörper und den Armen haben, um sich mit ein wenig Hilfe aufzurichten. Die Aufstehhilfen unterstützen Sie dabei, sich im Bett hochzuziehen oder sanft herabzulassen. So steigen Sie oder Ihr Angehöriger mit wenig Kraft selbstständig aus dem Bett.

Wenn Sie unsicher sind, testen Sie oder Ihr Angehöriger die verschiedenen Modelle einfach im örtlichen Sanitätshaus. So finden Sie die passende Aufstehhilfe fürs Bett, die an Ihre individuellen Bedürfnisse angepasst ist. Wenn Sie oder Ihr Angehöriger sich zu schwach fühlen oder nicht mehr genug Körperspannung haben, um eine Hilfe zu nutzen, ist ein Patientenlifter die bessere Wahl.

Diese Aufstehhilfen fürs Bett gibt es

Aufstehhilfen, die speziell für das Bett geeignet sind, erleichtern es Ihnen oder Ihrem Angehörigen, von einer liegenden in eine sitzende Position an der Bettkante zu kommen. Dabei gibt es unterschiedliche Aufstehhilfen, die Sie bei verschiedenen Bewegungsabläufen unterstützen. Sie haben die Auswahl zwischen vier verschiedenen Modellen:

    Bettgalgen
  • Bettgalgen oder Trapezgriff: Ein Bettgalgen ist eine Metallstange mit einem Griff, die hinter oder neben dem Bett angebracht wird. An dem herabhängenden Griff können Sie oder Ihr Angehöriger sich im Bett hochziehen und sanft wieder herunterlassen. Der Bettgalgen ist für Menschen mit Schulterbeschwerden ungeeignet. Er bietet keine Unterstützung beim Aussteigen.

  • Bettleiter
  • Bettleiter: Eine Bettleiter ist ein langes Stoffband mit Haltegriffen, an denen Sie sich wie bei einer Leiter Sprosse für Sprosse hochziehen. Sie wird am Fußende befestigt und gelagert. Bei Bedarf ziehen Sie die Leiter an einem Band nach oben. Für dieses Modell benötigen Sie Kraft in Oberkörper und Armen.


  • Haltegriff
  • Haltegriffe: Die Haltegriffe unterstützen Sie oder Ihren Angehörigen dabei, sich umzudrehen und aus dem Bett zu steigen. Sie schützen Sie davor, aus dem Bett zu fallen. Die Griffe werden am Lattenrost befestigt. Die Montage ist sehr einfach, allerdings muss die Matratze dazu angehoben werden. Daher ist eine weitere Person bei der Installation eine große Hilfe.

  • Boden-Decken-Stange
  • Boden-Decken-Stange: Die Stangen werden zwischen Boden und Decke geklemmt und haben einen höhenverstellbaren Griff. Sie passen ihn auf Ihre bevorzugte Höhe an. Die Boden-Decken-Stange unterstützt sie dabei, sich aufzurichten, zu drehen und aufzustehen. Sie sind allerdings relativ teuer. Günstiger ist die Kombination von einer Bettleiter mit einem Gehstock.

Das müssen Sie bei der Montage beachten

Bettgalgen sind besonders praktisch zu montieren, da sie häufig an eigenständigen Gestellen hängen und keine Wandmontage benötigen. Viele Modelle sind einfach zusammensteckbar. Allerdings sollten Sie bei jedem Modell die Gebrauchsanweisung beachten.

Eine Haltestange sollte immer an der Bettseite, an der Sie oder Ihr Angehöriger aufstehen, montiert sein. Bettleitern hingegen werden am Bettende festgebunden. Da beide Modelle am Bettrahmen befestigt werden, sollte dieser stabil sein.

Achten Sie bei der Auswahl Ihrer passenden Bettaufstehhilfe darauf, dass Sie oder Ihr Angehöriger bei der Benutzung stets einen geraden Rücken haben. Jede Haltestange muss einfach und angenehm in Ihrer Hand liegen und aus rutschfestem Material bestehen.

Glühlampe
Für Ihre Sicherheit

Um mühelos aus dem Bett aufzustehen, sollte man genau wissen, welche Aufstehhilfe einen am besten unterstützt und wie man sie verwendet. Bei Personen mit Demenz kann die Aufstehhilfe das Aufrichten behindern.

Kosten & Zuschüsse

Bettaufstehhilfen sind wichtig, um Sie oder Ihren Angehörigen in Ihrer Selbstständigkeit zu unterstützen. Bei der Anschaffung werden Sie oder Ihr Angehöriger finanziell von Leistungsträgern unterstützt. Hier finden Sie eine Übersicht über die ungefähren Kosten der einzelnen Modelle:

  • Einfache Bettleitern: 10 Euro
  • Haltegriffe: 30 Euro
  • Bettgalgen: 70 Euro
  • Boden-Decken-Stangen: 210 Euro

Kostenübernahme der Kranken- und Pflegeversicherung

Bettgalgen und alle anderen Aufstehhilfen fallen in die Kategorie der technischen Pflegehilfsmittel und werden damit entweder von der Kranken- oder der Pflegekasse bezahlt. Die Krankenkassen sind zur Zahlung verpflichtet, wenn Sie beziehungsweise Ihr Angehöriger ein Rezept vom Arzt ausgestellt bekommen. Mit einem zugeteilten Pflegegrad kann auch die Pflegekasse herangezogen werden, Ihnen oder Ihrem Angehörigen dieses Pflegehilfsmittel zu bezahlen.

Sie müssen sich gegebenenfalls mit einem Eigenanteil von höchstens 10 Prozent, jedoch nicht mehr als 25 Euro pro Hilfsmittel, an den Kosten für technische Pflegehilfsmittel beteiligen.

Kosten steuerlich absetzen

Krankheitskosten, die Ihre individuelle Belastungsgrenze überschritten haben, können Sie und Ihr Angehöriger von der Steuer absetzen. Dazu zählen auch die Kosten für Aufstehhilfen fürs Bett, falls Sie diese selbst bezahlen. Dazu müssen Sie dem Finanzamt die Notwendigkeit der Anschaffung durch ein ärztliches Attest oder ein Gutachten nachweisen.

Sozialamt, Agentur für Arbeit, Rentenversicherung

Auch das Sozialamt, die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung können dazu verpflichtet werden, sich an den Kosten zu beteiligen. Fragen Sie je nach Ihrer individuellen Situation bei den entsprechenden Ämtern nach, ob die Kosten übernommen werden.

Weitere Hilfsmittel

Senior sitzt mit einem Kaffee gemütlich am Tisch und informiert sich über eine Bettaufstehhilfe

Vielen Menschen, denen es schwer fällt aus dem Bett aufzustehen, sind in ihrer Mobilität eingeschränkt. Dadurch ist der Alltag insgesamt eine Herausforderung. Es gibt einige Hilfsmittel, die den Alltag erleichtern und sie in Ihrer Selbstständigkeit unterstützen.

  1. Das Elektromobil unterstützt Sie oder Ihren Angehörigen, wenn Ihnen das Laufen schwerfällt. Vor allem im Außenbereich bewegen Sie oder Ihr Angehöriger sich mit einem Seniorenmobil wieder ohne fremde Hilfe in einem größeren Radius und gestalten Ihren Alltag wieder selbstbestimmt.
  2. Ein Treppenlift unterstützt Sie beim Treppensteigen, wenn Ihnen dazu die Kraft fehlt. Die beliebteste Variante ist der Sitzlift. Mithilfe dieses Lifts bewegen Sie oder Ihr Angehöriger sich wieder frei und sicher zwischen den Stockwerken.
  3. Ein Homelift ist für Sie oder Ihren Angehörigen geeignet, wenn Sie in einem mehrstöckigen Haus wohnen und sich einfach zwischen den einzelnen Etagen bewegen wollen. Der Lift bietet Ihnen mehr Komfort als ein Treppenlift und ist mit Rollstühlen nutzbar.
  4. Gerade wenn Sie in Ihrer Mobilität eingeschränkt sind und es Ihnen schwerfällt Ihre Beine zu heben, wird der Einstieg in die Badewanne schwer. Eine Badewannentür sorgt für einen bequemen Alltag und fördert so Ihre Selbstständigkeit im Badezimmer.
  5. Eine Alternative zu der Badewannentür ist ein Badewannenlifter. Mit diesem steigen Sie oder Ihr Angehöriger einfach in Ihre Wanne ein und lassen sich absenken, wenn Sie baden und wieder nach oben fahren, wenn Sie aus der Wanne aussteigen.
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Antworten auf die häufigen Fragen

Rollstuhl_draußen
  • Eine Bettaufstehhilfe unterstützt Sie oder Ihren Angehörigen dabei, sich im Bett aufzurichten.
  • Mit einer Aufrichthilfe benötigen Sie nur wenig Platz, um aus einer liegenden in eine sitzende Position zu kommen.
  • Einfache Bettleitern erhalten Sie ab 10 Euro.
  • Haltegriffe sind ab 30 Euro und Bettgalgen ab 70 Euro erhältlich.
  • Boden-Decken-Stangen mit 210 Euro sind deutlich teurere Modelle.
  • Bettaufstehhilfen gelten als technische Hilfsmittel und werden von Ihrer Krankenkasse übernommen, wenn ein ärztliches Attest vorliegt.
  • Mit einem geprüften Pflegegrad unterstützt Sie die Pflegekasse finanziell.
  • Unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen Ämter wie das Sozialamt und die Agentur für Arbeit die Kosten oder Sie können die Kosten von der Steuer absetzen.
  • Bettgalgen beziehungsweise Trapezgriffe sind neben oder hinter dem Bett angebracht. Ein Griff hängt über Ihrem Bett, so dass sie sich problemlos festhalten und nach oben ziehen können.
  • Bettleitern sind an dem Ende Ihres Betts befestigt und bestehen aus Stoff. An Ihnen können Sie sich Stufe für Stufe hochziehen, bis Sie sitzen.
  • Haltegriffe bieten Ihnen Halt beim Aufsetzen und verhindern durch Ihre seitliche Befestigung am Bett, dass sie aus diesem herausfallen.
  • Boden-Decken-Stangen werden zwischen den Boden und die Decke geklemmt. In der Mitte ist ein Griff befestigt, der höhenverstellbar ist und an dem Sie sich festhalten, wenn Sie sich aufrichten.
  • Haben Sie ausreichend Kraft in dem Oberkörper und den Armen und Sie brauchen lediglich eine kleine Hilfestellung, eignet sich ein Bettgalgen.
  • Haben Sie Probleme, sich in Ihrem Bett umzudrehen und aufzurichten, ist ein seitlich angebrachter Haltegriff die richtige Wahl.
  • Suchen Sie nach einer Unterstützung, um sich im Bett hochziehen, umzudrehen oder aufzusetzen, eignet sich eine Boden-Decken-Stange mit einem höhenverstellbaren Griff.
  • Es gibt Rutschtücher, die das Umlegen im Bett zusätzlich zu einem Bettgalgen oder einer anderen Aufstehhilfe vereinfachen.
  • Wenn Sie oder Ihr Angehöriger sich nicht mehr alleine aufrichten können, empfiehlt sich ein Patientenlifter.
  • Ein Bettgalgen hilft nur beim Umlegen und Aufrichten. Ansonsten hilft zum Umlegen ein seitlich befestigter Haltegriff oder eine Boden-Decke-Stange.
  • Stellen Sie Ihr Bett komplett flach ein, winkeln Sie Ihre Beine an und halten Sie ich am Bettgalgen oder dem Bettende fest. Legen Sie das Kinn auf die Brust, drücken Sie mit den Beinen und schieben Sie mit dem Oberkörper.
  • Rutschtücher helfen Ihnen dabei zusätzlich sich umzudrehen.
  • Alternativ ist ein Patientenlifter die sichere Wahl. Diesen bekommt man mit einer Hilfsmittelverordnung vom Arzt.
  • Haltegriffe und -stangen gibt es vor allem im Bad. Hier kann aber auch ein barrierefreier Badumbau helfen.
  • Katapultsitze, Möbellifte und Gehstöcke helfen beim Aufstehen von geliebten Möbelstücken.
  • Für unbewegliche Patienten bietet sich ein Patientenlifter an.
  • Wir haben für Sie alle wichtigen Informationen zusammengetragen.
  • Unsere geschulten Berater helfen Ihnen gerne telefonisch weiter.