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Lewy-Körper-Demenz

Ursachen, Diagnose und Verlauf

Die Lewy-Körper-Demenz (englisch "Lewy body") ist nach Alzheimer eine der häufigsten Formen der fortschreitenden Demenz. Betroffene haben oft Probleme beim Denken, Schlussfolgern, Planen und Erinnern. Neben einer zunehmenden Störung des Gedächtnisses treten psychotische Symptome und Bewegungsstörungen auf. Letztere sind auch charakteristisch für das Parkinson-Syndrom. Dieses kommt oft in Kombination mit der Lewy-Körperchen-Demenz vor.

Patienten werden im Verlauf der Krankheit zunehmend bettlägerig und pflegebedürftig. Ähnlich wie auch bei Alzheimer ist bei dieser Demenzform keine Heilung möglich. Da Erkrankte sehr unterschiedlich auf Medikamente reagieren, ist eine Therapie schwierig. Doch Sie und Ihr Angehöriger können lernen, mit der Krankheit zu leben. Wir verschaffen Ihnen im Folgenden einen Überblick über Ursachen, Symptome, den Krankheitsverlauf sowie Unterstützungsangebote.

Informieren Sie sich hier ausführlich über das Thema Lewy-Körper-Demenz.

Was ist Lewy-Körper-Demenz?

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Bei der Lewy-Körper-Erkrankung lagern sich Eiweiße in den Nervenzellen der Großhirnrinde ab. Diese Ablagerung verursacht bei Ihrem Angehörigen verschiedene Symptome: Seine kognitiven Fähigkeiten werden eingeschränkt, er leidet unter Bewegungs- und Schlafstörungen sowie unter Halluzinationen.

Etwa zehn Prozent der Bedürftigen sind betroffen - häufig Menschen über 65. Das Alter scheint ein Risikofaktor zu sein. Die konkrete Ursache von Lewy-Körperchen-Demenz ist noch nicht geklärt. In einigen Fällen spielen genetische Faktoren eine Rolle. Noch gibt es keine zugelassenen Medikamente zur Behandlung.

Was sind Lewy-Körperchen?

Der Name der Erkrankung geht auf den deutschen Nervenarzt Friedrich H. Lewy zurück. Dieser entdeckte erstmals die für Parkinson typischen Einschlüsse in bestimmten Zellen - die sogenannten Lewy-Körperchen. Dabei handelt es sich um fehlerhafte Eiweißablagerungen im Gehirn. Diese sind nur unter dem Mikroskop sichtbar. Solche Ansammlungen hemmen die Bildung von Dopamin und führen zu Parkinson-Symptomen.

Durch neuropathologische Untersuchungen hat die Wissenschaft herausgefunden, dass Lewy-Körperchen auch bei Demenzkranken vorkommen können. Erst durch diese Entdeckung bildete sich die Lewy-Körperchen-Demenz als eigenständige Krankheit heraus. Neben der deutschen ist auch die englische Bezeichnung "Lewy body" bzw. Lewy-Body-Demenz (LBD) verbreitet.

Neurodegenerative Demenzen

Sogenannte neurodegenerative Demenzen betreffen das Nervensystem Ihres Angehörigen und schreiten langsam voran. Hervorgerufen werden sie durch den Abbau von Nervenzellen. Rund 70 Prozent der Demenzen sind neurodegenerative Demenzen wie Alzheimer oder die Frontotemporale Demenz. Den Verlust von Nervenzellen und deren Funktionen kann das Gehirn nicht kompensieren. Mit zunehmendem Alter steigt auch die Häufigkeit, an einer neurodegenerativen Demenz zu erkranken.

Vaskuläre Demenzen entstehen durch Arterienverstopfungen. Der Begriff "vaskulär" bedeutet "die Blutgefäße betreffend". Eine Unterscheidung zwischen vaskulärer Demenz und Alzheimer ist nicht immer möglich - auch Mischformen treten auf. Vaskuläre Demenzen sind oft die Folge kleiner Schlaganfälle. Menschen im höheren Alter erkranken oft an vaskulärer Demenz. Risikofaktoren sind unter anderem Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck oder Herzkrankheiten. Eine gezielte Therapie dieser Faktoren ist sinnvoll.

Primäre Demenzen kennzeichnen sich durch unheilbare Veränderungen im Gehirn. Alzheimer, die Lewy-Körperchen-Demenz oder die Frontotemporale Demenz sind Beispiele für primäre Demenzen. Die Krankheit ist nicht aufzuhalten, aber eine Verschlechterung der Symptome kann verzögert werden. Sekundäre Demenzen entstehen durch äußere Faktoren. Sie werden durch andere Grunderkrankungen ausgelöst. Darunter fallen Mangelerscheinungen oder Depressionen. Anders als primäre lassen sich sekundäre Demenzen behandeln - in manchen Fällen sogar heilen.

Was sind die Ursachen
für Lewy-Körper-Demenzen?

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Ähnlich wie auch Alzheimer entsteht die Lewy-Körperchen-Demenz durch Ablagerungen im Gehirn. Diese Ablagerungen enthalten einen bestimmten Eiweißstoff, der unlösliche Ansammlungen bildet. Auch bei Parkinson-Patienten treten solche Ansammlungen auf, allerdings in anderen Bereichen des Gehirns. Nervenzellen, die Lewy-Körperchen enthalten, hemmen den Botenstoff Dopamin. Dopamin übermittelt Signale von einer zur anderen Nervenzelle.

Eine konkrete Ursache für die Entstehung der Ablagerungen ist noch nicht bekannt. Die Forschung untersucht, wie es zu den abnormen Proteinablagerungen kommt und weshalb nur manche Nervenzellen den Eiweißstoff ansammeln. Ein Vergleich zwischen der Lewy-Body-Demenz und der Parkinson-Demenz soll eine präzisere Diagnose und zielgerichtete Therapie ermöglichen. In wenigen Fällen hängt die Lewy-Körper-Erkrankung mit bestimmten Veränderungen im Erbgut zusammen. Dabei sind dieselben Gene betroffen, bei denen Mutationen zur Entwicklung von Morbus Parkinson führen.

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Gut zu wissen: Risikofaktoren

Bisher sind keine expliziten, typischen Risikofaktoren einer Lewy-Body-Demenz bekannt. Tendenziell erkranken Menschen ab einem Lebensalter von
60 Jahren
, Männer sind öfter betroffen als Frauen. Darüber hinaus haben Personen ein höheres Krankheitsrisiko,
die mit bereits Erkrankten verwandt sind.

Ein häufiger Begleiter von Parkinson

Lewy-Körper kommen nicht nur bei Demenz vor. Auch bei der Parkinson-Erkrankung können die fehlerhaften Eiweißablagerungen auftreten. Bevor ein Arzt die klassische Parkinson-Krankheit diagnostizieren kann, muss er die Lewy-Body-Demenz ausschließen. Dies ist wichtig, um die richtige Therapie auszuwählen. Da sich die ersten Symptome von Lewy-Body-Demenz (LBD) und Parkinson stark ähneln können, müssen erfahrene Ärzte die Unterscheidung vornehmen.

Treten neben Parkinson-Symptomen auch Einschränkungen geistiger Funktionen auf, spricht man von einer Parkinson-Demenz. Bei der LBD zeigen sich Demenzsymptome bereits vor motorischen Störungen. Diese ähneln stark den Parkinson-typischen Symptomen. Die Muskeln des Erkrankten sind steif und Bewegungsabläufe wirken zähflüssig. Auch Ausdrucksbewegungen des Gesichts werden eingeschränkt. Aufgrund der Verschlechterung der Beweglichkeit treten häufig Stürze auf.

Was sind die Symptome
einer Lewy-Körper-Demenz?

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Vor allem die geistigen Fähigkeiten im Alltag gehen bei dieser Demenzform zurück. Der Erkrankte kann sich immer schlechter organisieren und orientieren. Auch leidet Ihr Angehöriger an Antriebsschwierigkeiten. Im Gegensatz zur Alzheimer-Krankheit bleibt das Gedächtnis bei der Lewy-Body-Demenz zunächst gut erhalten. Auffällig sind neben geistigen Einschränkungen auch Einschränkungen der Bewegungen.

Sie als Angehöriger können erste typische Symptome der Erkrankung gut wahrnehmen. Laien können schwer beurteilen, ob es sich um Krankheitssymptome oder den normalen Alterungsprozess handelt. Die LBD kennzeichnet sich durch auffällige Schwankungen der geistigen Funktionen. Bereits im frühen Stadium treten optische Halluzinationen auf: Patienten bilden sich beispielsweise ein, Menschen oder größere Tiere zu sehen. Antipsychotika vertragen sie eher schlecht. Die häufigsten Symptome bei einer LBD sind:

  1. Bewegungsstörungen
    Die Muskeln des Bedürftigen versteifen. Seine Hände zittern oft, er bewegt sich in kleinen Schritten und vornübergebeugt. Auch die Gesichtsausdrücke des Erkrankten werden reduziert. Viele Patienten stürzen vermehrt.
  2. Optische Halluzinationen
    Ihr Angehöriger sieht etwas, das gar nicht da ist - oft Menschen oder größere Tiere. Akustische Halluzinationen hingegen treten nur selten auf. Dieses Symptom der Halluzinationen zeigt sich bereits sehr früh im Krankheitsverlauf.
  3. Schwankungen der geistigen Fähigkeit und der Aufmerksamkeit
    Der Wachzustand des Bedürftigen verändert sich sprunghaft: Im einen Moment ist er fit und munter, im nächsten ist er verwirrt und orientierungslos. Die Sprache des Erkrankten wird erst im späten Krankheitsverlauf beeinträchtigt.
  4. Verhaltensstörungen im Schlaf
    Im Schlaf fehlt dem Demenzkranken die motorische Hemmung. Dadurch spricht, schreit oder bewegt er sich während des Schlafens. Diese Einschränkung bezeichnet man auch als REM-Schlaf-Verhaltensstörung.
  5. Depression, Apathie
    Einige Erkrankte entwickeln eine Depression. Sie fühlen sich freudlos, niedergeschlagen und antriebslos. Haben Sie den Eindruck, dass dies auf Ihren Angehörigen zutrifft, wenden Sie sich sicherheitshalber an einen Arzt.
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Sicherheit dank Hausnotruf

Ein Hausnotruf bietet einem Demenzkranken ein zusätzliches Gefühl von Sicherheit. Es handelt sich um einen kleinen Knopf, der am Handgelenk oder als Kette um den Hals getragen wird. Der Betroffene kann mit ihm jederzeit schnell und einfach Hilfe rufen.

Nach dem Drücken des Hausnotrufs wird die zuständige Basisstation angefunkt und ein Mitarbeiter der Notfallzentrale nimmt Sprechkontakt zum Patienten auf. Insbesondere bei Lewy-Body-Demenz bietet sich aufgrund des erhöhten Sturzrisikos die Anschaffung eines Hausnotrufs an.

Diagnose: Wie wird eine Lewy-Body-Demenz festgestellt?

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Ein Arzt diagnostiziert die Lewy-Body-Demenz anhand der Symptome und des Krankheitsbildes. Dabei untersucht er das Blut des Erkrankten und entnimmt eine Probe des Nervenwassers. Bildgebende Verfahren können dabei helfen, andere Ursachen auszuschließen. Eine Diagnose ist aufgrund der unterschiedlichen Beeinträchtigungen oft schwierig. Nicht alle Symptome treten auf oder schwanken in ihrer Intensität.

Wenden Sie sich als Angehöriger frühzeitig an eine Memory-Klinik - eine fachübergreifende Abklärung ist sinnvoll. Oft werden Fälle von LBD nicht erkannt und fälschlicherweise als Alzheimer-Krankheit diagnostiziert. Ein Hausarzt führt zunächst eine Anamnese, Demenztests und eine körperliche Untersuchung des Erkrankten durch. Nur durch eine mikroskopischen Untersuchung des Gehirns ist Lewy-Body-Demenz zu erkennen. Treten bei Ihrem Angehörigen typische Symptome auft, konsultieren Sie so früh wie möglich einen Facharzt.

Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten bei LBD

Der Abbau von Nervenzellen kann nur gehemmt und nicht gestoppt werden. Eine Möglichkeit der Behandlung sind Acetylcholinesterase-Hemmer. Sie hemmen das Enzym, das den wichtigen Botenstoff Acetylcholin abbaut. Bringen diese keine Verbesserung, können auch Neuroleptika eingesetzt werden. Die meisten Betroffenen vertragen diese gut. Offiziell sind keine Medikamente zur Behandlung von LBD zugelassen. Das hängt damit zusammen, dass viele Patienten sehr empfindlich auf Medikamente reagieren oder sie überhaupt nicht vertragen.

In einem Gespräch mit dem Betroffenen und Angehörigen wägt ein Arzt ab, welche speziellen Präparate für eine medikamentöse Behandlung infrage kommen. Das Medikament L-Dopa hilft bei der Therapie von Bewegungsstörungen. Allerdings besteht dabei das Risiko, dass Halluzinationen und Wahnvorstellungen des Erkrankten zunehmen. Die Behandlung mit einem anderen Medikament bei Bewegungsproblemen ist derzeit nicht möglich. Psychotische Episoden des Patienten können mit Clozapin behandelt werden - vorausgesetzt das Blutbild des Erkrankten ist in Ordnung.

Darüber hinaus gibt es auch nicht-medikamentöse Möglichkeiten der Behandlung. Hierzu zählen psychotherapeutische Verfahren wie Gruppengespräche. Auch körperliche Bewegung und das Training geistiger Faktoren können LBD entgegenwirken. Eine weitere Möglichkeit ist eine Veränderung des Wohn- und Lebensbereiches des Erkrankten. Diese kann sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken. Wichtig für den Patienten ist auch der regelmäßige Austausch mit Angehörigen. Aber auch Sie als Angehöriger sollten sich mit anderen Angehörigen austauschen, da die Pflege für Sie zur Belastung werden kann.

Der Verlauf von Lewy-Körper-Demenzen

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Im Durchschnitt dauern Lewy-Körper-Demenzen nach Stellen der Diagnose sieben bis acht Jahre. Zu Beginn zeichnet sich die Lewy-Body-Demenz durch schnell wechselnde Symptome aus: Ihr Angehöriger ist in einem Moment sehr wach und im nächsten Moment kaum ansprechbar. Er kommt im Alltag immer weniger zurecht und ist zunehmend auf Pflege angewiesen. Klären Sie rechtliche Fragen zur Betreuung des Erkrankten am besten frühzeitig. Auch eine Patientenverfügung kann sinnvoll sein.

Im frühen Stadium der LBD tritt oft eine Harninkontinenz beim Patienten auf. Zusätzlich leidet er an Gleichgewichts- und Kreislaufstörungen. Diese nehmen im weiteren Krankheitsverlauf zu und führen zu Stürzen. Der Patient wird daher zunehmend bettlägerig. Im Spätstadium der Krankheit treten Schluckbeschwerden beim Erkrankten auf - oft führt eine Lungenentzündung zum Tod. Während sich Halluzinationen bereits früh bemerkbar machen, ist das Gedächtnis zunächst nur gering betroffen. Auch ein Verlust der Sprachfähigkeit zeigt sich erst im weiteren Verlauf der Erkrankung. Aufgrund der Ähnlichkeit mit Alzheimer wird die LBD selten erkannt.

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Kostenlose Pflegehilfsmittel

Pflegehilfsmittel stehen Pflegebedürftigen kostenlos zu. Darunter versteht man Hygieneprodukte für den oft einmaligen Gebrauch. Dazu zählen Einmalhandschuhe, Mundschutze oder Desinfektionsmittel.

Pflegehilfsmittel schützen Ihren Angehörigen vor Infektionen und Krankheiten. Sie oder Ihr Angehöriger können die Hilfsmittel individuell zusammenstellen und zu sich nach Hause liefern lassen.

Unterstützung für Erkrankte und Angehörige

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Wenn Sie als Angehöriger einen Betroffenen pflegen, beeinträchtigt dies auch Ihre Lebensqualität. Das liegt an den psychotischen und körperlichen Einschränkungen, die auf die Lewy-Körperchen-Demenz zurückgehen. Da der Patient stürzt und in seinen Bewegungen eingeschränkt ist, wird er häufig bettlägerig. Die Beantragung eines Pflegegrades ist in jedem Fall sinnvoll. Durch diesen erhalten Sie oder Ihr Angehöriger Sach- und Geldleistungen der Pflegekasse.

Bei der 24 Stunden Pflege kümmert sich eine Pflegekraft um Ihren Angehörigen. Der Vorteil ist, dass der Betroffene das eigene Zuhause nicht verlassen muss. Außerdem kann die Betreuungskraft bereits nach fünf bis sieben Tagen vor Ort sein. Somit ist die 24 Stunden Pflege eine schnellere Lösung als ein Pflegeheim, das oft mit sehr langen Wartezeiten verbunden ist. Die Kosten für eine 24 Stunden Pflege beginnen monatlich bei 2.200 Euro. Die Pflegekraft kümmert sich um Pflege, Betreuung und Haushalt Ihres Angehörigen. Finanzieren können Sie sie über das Pflegegeld oder das Verhinderungspflegebudget.

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Eine weitere Möglichkeit neben der 24 Stunden Pflege ist die Seniorenbetreuung. Dabei übernehmen die Betreuer die tägliche Pflege und Hygiene, helfen im Haushalt, bei Einkäufen und begleiten den Patienten zum Arzt. Die Seniorenbetreuung ist eine sinnvolle Ergänzung für Sie als pflegenden Angehörigen. Es entstehen Kosten im Rahmen von 25 bis 35 Euro pro Stunde. Finanzieren können Sie die Seniorenbetreuung mit dem Pflegegeld und dem Entlastungsbetrag.

Um Ihrem Angehörigen ein barrierefreies Wohnen zu ermöglichen, bieten sich Maßnahmen im Rahmen der Wohnumfeldverbesserung an. Darunter versteht man Vorkehrungen durch das Einrichten technischer Hilfsmittel sowie das Umbauen ganzer Wohnbereiche. Der Erkrankte erhält dadurch wieder mehr Selbstständigkeit und auch Sie als Angehöriger werden entlastet. Von der Pflegekasse bekommen Sie hierfür 4.000 Euro Zuschuss. Der Einbau eines Treppenlifts hilft dem Erkrankten beim sicheren Überwinden von Treppen. Empfehlenswert ist auch der altersgerechte Badumbau - entweder als Komplettrenovierung oder Teilumbau.

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Antworten auf die häufigsten Fragen

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Bei dieser Demenzform bilden sich Eiweißablagerungen im Gehirn. Dadurch kommt es zu geistigen und beweglichen Einschränkungen des Patienten. Die Lewy-Körperchen-Erkrankung ist nach dem deutschen Nervenarzt Friedrich H. Lewy benannt. Oft tritt LBD in Verbindung mit Parkinson auf. Erkrankte werden zunehmend bettlägerig und pflegebedürftig.

Lewy-Körperchen-Demenz entsteht durch Eiweißablagerungen. Nervenzellen hemmen den Botenstoff Dopamin. Dieser ist für den Austausch zwischen Nervenzellen zuständig. Eine konkrete Ursache der Erkrankung ist noch nicht bekannt. In wenigen Fällen geht die Lewy-Body-Demenz auf Erbgutveränderungen zurück.

Lewy-Körperchen kommen auch bei Parkinson vor. Auch bei der Lewy-Body-Demenz zeigen sich motorische Störungen - ähnlich wie bei Parkinson. Die Muskeln des Patienten versteifen und seine Bewegungen verlangsamen sich. Bei der Lewy-Körper-Demenz zeigen sich solche Störungen oft erst nach den Demenz-typischen Symptomen.

Die häufigsten Symptome sind Bewegungsstörungen, optische Halluzinationen und Schwankungen der geistigen Fähigkeit und der Aufmerksamkeit. Hinzu kommt, dass der Erkrankte an Verhaltensstörungen im Schlaf leidet. Auch Depressionen können auftreten.

Bei der Diagnose einer LBD führt ein Arzt zunächst eine Anamnese, Demenztests und eine körperliche Untersuchung beim Erkrankten durch. Bildgebende Verfahren können Informationen geben. Da die Erkrankung individuell verläuft, ist eine konkrete Diagnose schwierig. Eine fächerübergreifende Abklärung ist empfehlenswert.

Aufgrund der Empfindlichkeit vieler Erkrankter sind keine offiziellen Medikamente zur Therapie zugelassen. Nach Absprache mit einem Arzt können individuell spezielle Medikamente eingesetzt werden. Auch nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Gruppengespräche oder das Training körperlicher oder geistiger Fähigkeiten können infrage kommen.

Die Dauer einer Lewy-Körperchen-Demenz umfasst im Schnitt etwa sieben bis acht Jahre. Neben dem Abbau kognitiver Fähigkeiten wie des Gedächtnisses oder der Sprache nimmt die Mobilität des Betroffenen ab. Er wird bettlägerig und pflegebedürftig. Im Endstadium der Erkrankung treten beim Patienten oft Schluckbeschwerden auf.

Mit einem Pflegegrad erhält Ihr Angehöriger Geld- und Sachleistungen der Pflegekasse. Können Sie die Pflege nicht selbst übernehmen, ist die 24 Stunden Pflege sinnvoll. Die Seniorenbetreuung bietet sich an, sofern Sie bei der Pflege Ihres Angehörigen Unterstützung brauchen. Im Rahmen der Wohnumfeldverbesserung ermöglichen Maßnahmen wie der altersgerechte Badumbau oder der Einbau eines Treppenliftes ein barrierefreies Wohnen.

Unsere 130 geschulten Berater beantworten Ihnen gerne Fragen rund um die Themen Pflege, Mobilität und ein selbstbestimmtes Leben im höheren Alter. Bei Bedarf vermitteln wir Ihnen kostenfrei und unverbindlich auf Sie zugeschnittene Angebote, die Sie miteinander vergleichen und eine Entscheidung für sich und Ihren Angehörigen treffen können.

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