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Pflegegrad Antrag

Pflegegrad bereits beantragt?

Damit Ihr Angeh├Âriger Leistungen von der Pflegekasse erhalten kann, muss zun├Ąchst ein Pflegegrad Antrag gestellt werden. Voraussetzung f├╝r Geld- und Sachleistungen ist die Pflegebed├╝rftigkeit, welche nach ┬ž 14 SGB XI geregelt ist. Daraus ergibt sich ein Pflegegrad, der nach einer Beantragung und anschlie├čenden Begutachtung festgelegt wird. Dieser bestimmt die H├Âhe der Pflegeleistungen.

Pflegebed├╝rftigkeit meint die gesundheitlich bedingte Beeintr├Ąchtigung der Eigenst├Ąndigkeit und F├Ąhigkeiten, sodass Personen auf Hilfe angewiesen sind. Bei der Antragsstellung sowie bei der Begutachtung Ihres Angeh├Ârigen sollten Sie auf einige Dinge achten.

Informieren Sie sich hier ausf├╝hrlich zur Antragsstellung f├╝r einen Pflegegrad.

In den h├Ąufigsten Fragen finden Sie die wichtigsten Informationen.

Stoppuhr-Icon Kurzgesagt: Pflegegrad Antrag
  • Der Erstantrag kann schriftlich & telefonisch sowie formlos erfolgen.
  • Die Begutachtung findet nach standardisiertem Verfahren statt.
  • Die Pflegekasse hat eine Bearbeitungszeit von 25 Tagen.

So beantragen Sie eine Einstufung des Pflegegrades

Das Pflegegesetz definiert genau, wann eine Person pflegebed├╝rftig ist. Nach dem SGB XI sind Menschen dann pflegebed├╝rftig, wenn k├Ârperliche, kognitive und psychische Beeintr├Ąchtigungen sowie gesundheitlich bedingte Belastungen nicht selbstst├Ąndig bew├Ąltigt werden k├Ânnen.

Die Einstufung der Pflegebed├╝rftigkeit wird unterteilt in f├╝nf Pflegegrade. Welcher Pflegegrad f├╝r Ihren Angeh├Ârigen infrage kommt, wird nach einer ausf├╝hrlichen Begutachtung des Medizinischen Dienst der Krankenkasse oder MedicProof bestimmt. Diese arbeiten mit der Pflegekasse zusammen. Die Begutachtung findet in h├Ąuslicher Umgebung Ihres Angeh├Ârigen statt, dies kann das eigene Zuhause oder das Pflegeheim sein.

Jede Person in Deutschland, die krankenversichert ist, ist automatisch auch pflegeversichert. Somit kann auch jede Person im Falle einer Pflegebed├╝rftigkeit einen Antrag auf Einstufung des Pflegegrades stellen. Daf├╝r muss f├╝r mindestens zwei Jahre innerhalb der letzten zehn Jahre in die soziale oder private Pflegeversicherung eingezahlt worden sein.

Sollte eine akute Krankheit oder eine Einschr├Ąnkung nach einem Unfall bestehen, erf├╝llt dies nicht die Voraussetzungen f├╝r einen anerkannten Pflegegrad. Dennoch kann eine Leistung beantragt werden, in Form von der Kurzzeitpflege.

Der Antrag bei der Kranken- bzw. Pflegekasse kann formlos erfolgen. Sie sollten die Einstufung jedoch schriftlich erteilen, sodass Sie nachweisen k├Ânnen, wann der Antrag erstellt worden ist. Zudem sollte der Antrag von der betroffenen Person selbst erstellt werden, sollte dies nicht m├Âglich sein, k├Ânnen bevollm├Ąchtige Personen den Antrag ebenfalls stellen.

H├Ąufig entwickelt sich eine Pflegebed├╝rftigkeit auch schleichend, sobald Sie den Eindruck haben, dass sich der Zustand Ihres Angeh├Ârigen verschlechtert oder er zunehmend Hilfe im Alltag ben├Âtigt, sollten Sie einen Antrag auf Einstufung des Pflegegrads stellen. Pflegeleistungen gibt es bereits ab dem Monat der Antragsstellung.

Bei einer Antragsstellung wird zwischen einem Erstantrag, einer H├Âherstufung und der Anpassungen der Pflegeleistungen unterschieden.

Sie m├Âchten sich einen Gesamteindruck zum Thema Pflegegrade verschaffen? Dann lesen Sie gerne auf unserer Hauptseite weiter.

Erstantrag stellen

Pflegegrad-Antrag-antragsstellungBei Verschlechterung des Gesundheitszustandes Ihres Angeh├Ârigen herrscht oft eine Unsicherheit bez├╝glich der Beantragung eines Pflegegrades. Hat Ihr Angeh├Âriger bisher keine Leistungen der Pflegekasse erhalten, wird ein Erstantrag gestellt. Bei der Stellung des Erstantrages f├╝r die Einstufung des Pflegegrades gibt es verschiedene M├Âglichkeiten. Sie haben die M├Âglichkeit den Antrag per Brief bzw. Formular, telefonisch oder ├╝ber einen Pflegest├╝tzpunkt zu beantragen.

Sollten Sie den Antrag Ihres Angeh├Ârigen schriftlich und formlos stellen, m├╝ssen detaillierte Angaben zur Pflegebed├╝rftigkeit und zum Gesundheitszustand bis zur Begutachtung im Zuhause Ihres Angeh├Ârigen nicht gemacht werden. Weiterhin k├Ânnen Sie auch ein vorgefertigtes Formular der Pflegekasse ausf├╝llen, so m├╝ssen Sie keinen eigenen Text schreiben, jedoch entsprechende Angaben bereits t├Ątigen.

Sie haben die M├Âglichkeit bei der zust├Ąndigen Pflegekasse Ihres Angeh├Ârigen anzurufen und einen Antrag auf Einstufung des Pflegegrades zu stellen. Sollte der Antrag telefonisch gestellt werden, muss vor der Begutachtung ein Formular der Pflegekasse ausgef├╝llt werden, worin bereits Angaben zur Pflegebed├╝rftigkeit und dem Gesundheitszustand angegeben werden m├╝ssen. Zus├Ątzlich sollten Angaben zur Art der Pflege Ihres Angeh├Ârigen sowie zu m├Âglichen Ursachen f├╝r die Pflegebed├╝rftigkeit gemacht werden.

Zudem muss Ihr Angeh├Âriger beim Ausf├╝llen des Formulars pers├Ânliche Angaben machen. Dazu z├Ąhlen beispielsweise der Name, die Adresse und Kontaktdaten, das Geburtsdatum sowie die Versichertennummer. Erst im Anschluss wird ein Gutachter zur Begutachtung beauftragt.

Weiterhin haben Sie die M├Âglichkeit, mit Ihrem Angeh├Ârigen einen Pflegest├╝tzpunkt zu besuchen. Dort k├Ânnen Sie sich intensiv beraten lassen und den Antrag auf Einstufung des Pflegegrades stellen.

Icon Glühbirne

Erste Selbsteinschätzung

Mit unserem Pflegegrad-Rechner k├Ânnen Sie den Pflegegrad Ihres Angeh├Ârigen vorab einsch├Ątzen. So erfahren Sie auch, welche Zusch├╝sse ihm m├Âglicherweise zustehen.

Je nach Pflegekasse Ihres Angeh├Ârigen meldet sich zur Begutachtung ein zugeordneter Gutachter des Medizinischen Dienst der Krankenkasse oder von MedicProof. Auf der Grundlage dieser Begutachtung entscheidet die Pflegekasse, welche der Pflegegrade anerkannt wird. Bei einem positiven Bescheid hat Ihr Angeh├Âriger ab dem Tag der Antragsstellung r├╝ckwirkend Anspruch auf entsprechende Leistungen.

Beobachten Sie eine Ver├Ąnderung des Gesundheitszustandes Ihres Angeh├Ârigen, sollten Sie oder gemeinsam mit Ihrem Angeh├Ârigen bereits im fr├╝hen Stadium einen Antrag stellen. Bereits ab Pflegegrad 1 lassen sich Leistungen der Pflegekasse beziehen.

Auch wenn Sie eine angehende Demenz bei Ihrem Angeh├Ârigen beobachten, k├Ânnen Sie auf Leistungen der Pflegekasse bestehen und sollten daher einen Antrag auf eine Einstufung des Pflegegrades stellen.

Sollte Ihr Angeh├Âriger keinen Pflegegrad oder einen zu geringen erhalten und Sie sch├Ątzen die Entscheidung als falsch ein, k├Ânnen Sie nach Erhalt einen Widerspruch gegen die Entscheidung einlegen.

Pflegebegutachtung

W├Ąhrend einer Begutachtung kommt ein Gutachter des Medizinischen Dienst der Krankenkasse oder bei Privatversicherten von MedicProof zu Ihrem Angeh├Ârigen nach Hause. Dabei werden durch verschiedene Aufgaben und Fragen die Pflegebed├╝rftigkeit sowie der bestehende Pflegegrad ermittelt.

Seien Sie als Angeh├Âriger im besten Fall bei diesem Termin mit anwesend. Solch eine Begutachtung kann f├╝r Ihren Angeh├Ârigen unangenehm sein, weshalb nicht selten Situationen und der ben├Âtigte Bedarf besch├Ânigt werden. So wird eine Beurteilung f├╝r den Gutachter erschwert und eine geringere Pflegestufe kann die Folge sein, was wiederum weniger Leistungen seitens der Pflegekasse bedeutet.

Der Gutachter kommt in die h├Ąusliche Umgebung Ihres Angeh├Ârigen, um ein m├Âglichst realistisches Bild zu erhalten. Daf├╝r erh├Ąlt Ihr Angeh├Âriger Terminvorschl├Ąge.

Die Begutachtung selbst erfolgt nicht willk├╝rlich, sondern folgt einem bundesweiten standardisiertem Verfahren, sodass alle Personen m├Âglichst gleich behandelt und eingestuft werden. Dabei wird nicht direkt die Schwere der Krankheit oder Behinderung Ihres Angeh├Ârigen ermittelt, sondern die Auswirkungen auf die Selbst├Ąndigkeit im Alltag und der Unterst├╝tzungsbedarf Ihres Angeh├Ârigen.

W├Ąhrend des Termins betrachtet der Gutachter sechs Lebensbereiche Ihres Angeh├Ârigen intensiv, diese sind in verschiedene Module eingeteilt. Das erste Modul ist die Mobilit├Ąt, dabei geht es um motorische Aspekte des Alltags Ihres Angeh├Ârigen. Dazu z├Ąhlt beispielsweise, ob Ihr Angeh├Âriger noch allein aufstehen kann oder ob das ├ťberwinden von Treppenstufen m├Âglich ist.

Das zweite Modul nennt sich ÔÇťGeistige und kommunikative F├ĄhigkeitenÔÇŁ. Innerhalb dieses Moduls werden das Verstehen, Endscheiden sowie Erkennen Ihres Angeh├Ârigen gepr├╝ft. Dazu z├Ąhlt beispielsweise die zeitliche und r├Ąumliche Orientierung.

Beim dritten Modul werden die Verhaltensweisen und die psychischen Problemlagen n├Ąher betrachtet. Hierbei geht es unter anderem um Abwehrreaktionen, ein aggressives Verhalten, aber auch um Unruhe und m├Âgliche ├ängste.

Das vierte Modul umfasst die Selbstversorgung Ihres Angeh├Ârigen. Demnach wird gepr├╝ft, ob sich Ihr Angeh├Âriger beispielsweise noch selbstst├Ąndig anziehen, waschen oder essen kann.

Das f├╝nfte Modul nennt sich ÔÇťSelbst├Ąndiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und BelastungenÔÇŁ. Der Gutachter pr├╝ft innerhalb dieses Moduls, ob Ihr Angeh├Âriger beispielsweise eigenst├Ąndig verordnete Medikamente einnehmen oder ben├Âtigte Hilfsmittel nutzen kann.

Im sechsten Modul geht es um die Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte. Hierbei wird die eigenst├Ąndige Gestaltung des Tagesablaufs Ihres Angeh├Ârigen sowie das in Kontakt treten mit anderen Menschen n├Ąher betrachtet.

Nach der Begutachtung erstellt der Gutachter auf Grundlage des Termins den Pflegegrad Ihres Angeh├Ârigen fest und teilt Ihrem Angeh├Ârigen im Anschluss diesen mit. Dabei wird mit Punktwerten gearbeitet, die den Pflegegrad ermitteln. In der folgenden Tabelle sehen Sie die Punktwerte mit entsprechendem Pflegegrad:

Pflegegrad
Beeintr├Ąchtigung
Punkte
Pflegegrad 1
geringe Beeintr├Ąchtigung
12,5 bis 27 Punkte
Pflegegrad 2
erhebliche Beeintr├Ąchtigung
27 bis 47,5 Punkte
Pflegegrad 3
schwere Beeintr├Ąchtigung
47,5 bis 70 Punkte
Pflegegrad 4
schwerste Beeintr├Ąchtigung
70 bis 90 Punkte
Pflegegrad 5
schwerste Beeintr├Ąchtigung mit Anforderungen
90 bis 100 Punkte

Am besten bereiten Sie vor dem Termin bereits einige Dinge vor. Diese meinen beispielsweise Medikamente und den Medikationsplan Ihres Angeh├Ârigen, falls vorhanden. Zudem k├Ânnen Krankenhausberichte oder eine Pflegedokumentation f├╝r die Begutachtung sehr n├╝tzlich sein. Wird ihr Angeh├Âriger bereits durch eine weitere Person oder einen Pflegedienst gepflegt, sollten diese Personen ebenfalls an dem entsprechenden Termin teilnehmen.

Gesetzlich ist eine Bearbeitungsfrist der Pflegekasse f├╝r Antr├Ąge vorgegeben. Von Antrag bis zur Feststellung der Pflegebed├╝rftigkeit d├╝rfen maximal 25 Arbeitstage vergehen. Sollte die Pflegekasse sich an diese Frist nicht halten, erh├Ąlt Ihr Angeh├Âriger f├╝r jede begonnene Woche der Frist├╝berschreitung 70 Euro. Diese Regelung gilt jedoch nicht, wenn die Pflegekasse die Verz├Âgerung nicht zu verschulden hat.

In wenigen Ausnahmef├Ąllen ist es m├Âglich, dass keine Begutachtung durch einen Gutachter stattfinden muss. In diesen F├Ąllen wird der Pflegegrad aufgrund von ├Ąrztlichen Befunden erteilt.

Anerkennung oder Widerspruch einlegen

Nach ├ťbermittlung des Pflegegrades Ihres Angeh├Ârigen hat dieser die M├Âglichkeit den Bescheid entweder anzuerkennen oder einen Widerspruch einzulegen. M├Âchten Sie den Bescheid anerkennen, m├╝ssen Sie nichts weiter tun. Pflegegrad-Antrag-senior-formloser-antrag

Sollten Sie der Auffassung sein, dass der ermittelte Pflegegrad nicht angemessen zur Pflegebed├╝rftigkeit Ihres Angeh├Ârigen ist, sollten Sie einen Widerspruch einlegen. Um den Widerspruch angemessen zu begr├╝nden, ist eine Pr├╝fung der Module notwendig, die Ihrer Meinung nach nicht ausreichend ber├╝cksichtigt wurden. So k├Ânnen Sie den Widerspruch angemessen begr├╝nden.

Ein Gutachter befindet sich meist eine Stunde bei Ihrem Angeh├Ârigen, weshalb es durchaus vorkommen kann, dass eine Fehleinsch├Ątzung geschieht. Durch den zeitlichen Druck kann eine Begutachtung unzureichend erfolgen.

F├╝r das Einlegen eines Widerspruchs haben Sie vier Wochen Zeit. Diese Frist gilt auch, wenn kein Pflegegrad vergeben wurde. Nachdem Sie den Widerspruch eingelegt haben, erfolgt eine erneute Begutachtung des Medizinischen Dienst der Krankenkasse oder durch MedicProof.

Sollte der Widerspruch nach einem zweiten Gutachten weiterhin nicht anerkannt werden, bleibt nur noch der Schritt eine Klage einzureichen. Die Chancen stehen hierbei erfahrungsgem├Ą├č gut.

Eilantrag stellen

Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob Ihr Angeh├Âriger nach einer Operation oder Krankheit, weiterhin allein im eigenen Zuhause den Alltag bew├Ąltigen kann, sollten Sie direkt einen Antrag bei der Pflegekasse stellen. Sie haben die M├Âglichkeit, mit dem Sozialdienst des Krankenhauses, in dem sich Ihr Angeh├Âriger befindet, zu sprechen und einen entsprechenden Eilantrag auf Einstufung des Pflegegrades zu stellen.

Sollte Ihr Angeh├Âriger voraussichtlich f├╝r mindestens sechs Monate nicht mehr allein zurechtkommt und schnell Pflegeleistungen ben├Âtigt, empfiehlt es sich diesen Antrag zustellen.

In diesem Fall erh├Ąlt Ihr Angeh├Âriger sofort Leistungen der Pflegekasse und erst zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt kommt ein Gutachter zu Ihrem Angeh├Ârigen nach Hause. Innerhalb dieser Begutachtung wird gepr├╝ft, ob der Pflegegrad zu Recht vergeben wurde oder ge├Ąndert werden muss.

Die regul├Ąre Bearbeitungsfrist der Pflegekasse betr├Ągt 25 Tage, die verk├╝rzte Begutachtungsfrist von einer Woche gilt bei einem Aufenthalt Ihres Angeh├Ârigen im Krankenhaus oder einer station├Ąren Rehabilitationseinrichtung, wenn diese die Versorgung weiterhin sicherstellt.

H├Âherstufung des Pflegegrades beantragen

Pflegegrad-Antrag-hoeherstufungEin vergebener Pflegegrad Ihres Angeh├Ârigen bleibt nicht fest bestehen. Sollte sich der Gesundheitszustand verschlechtern, kann eine entsprechende H├Âherstufung beantragt werden. Gerade in zunehmendem Alter und beim Fortschreiten einer bestehenden Krankheit ist es naheliegend, dass die Pflegebed├╝rftigkeit h├Âher wird.

Bezieht Ihr Angeh├Âriger Leistungen der Pflegekasse, m├╝ssen diese bei einer Steigerung der Pflegebed├╝rftigkeit, ebenfalls angepasst werden. Diese k├Ânnen erst angepasst werden, wenn ein schriftlicher H├Âherstufungsantrag gestellt wird.

Der Ablauf funktioniert genauso wie bei einem Erstantrag. Sie k├Ânnen dasselbe Formular der Pflegekasse zur H├Âherstufung nutzen. Nach der Einreichung bekommt Ihr Angeh├Âriger erneut einen Besuch von einem Gutachter des Medizinischen Dienst der Krankenkasse bzw. von MedicProof, um ein neues Gutachten zu erstellen.

Eine R├╝ckstufung des Pflegegrades nach einer erneuten Begutachtung ist sehr selten, jedoch m├Âglich. Ebenfalls k├Ânnen Sie auch nach der Pr├╝fung bez├╝glich einer H├Âherstufung des Pflegegrades, einen Widerspruch innerhalb von vier Wochen einlegen.

Leistungen nach einer Einstufung

Leistungen der Pflegekasse werden r├╝ckwirkend ab dem Tag der Antragsstellung gew├Ąhrleistet. Gerade bei der h├Ąuslichen Pflege ist es sehr wichtig, dass Ihr Angeh├Âriger in den richtigen Pflegegrad eingestuft wird, da zwischen den Pflegegraden hohe finanzielle Unterschiede hinsichtlich Leistungen der Pflegekasse liegen.

Bereits ab Pflegegrad 1 erh├Ąlt Ihr Angeh├Âriger den sogenannten Entlastungsbetrag in H├Âhe von 125 Euro, mit diesem k├Ânnen verschiedene anerkannte Hilfsangebote finanziert werden. Ab Pflegegrad 2 bis 5 werden verschiedene Leistungen gew├Ąhrt, wie beispielsweise Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege, ein Zuschuss zu wohnumfeldverbessernden Ma├čnahmen, Pflegehilfsmittel und vieles mehr.

Icon Glühbirne

Ambulante vor stationärer Pflege

Mit der Pflegereform 2017 wurde es f├╝r Pflegebed├╝rftige leichter als pflegebed├╝rftig eingestuft zu werden und Leistungen beziehen zu k├Ânnen.

Der Grundsatz der Pflegekassen besagt, dass die ambulante Pflege Vorrang vor der station├Ąren Pflege hat. Leistungen f├╝r die h├Ąusliche Pflege fallen daher h├Âher aus seit 2017, f├╝r die station├Ąre Pflege hingegen geringer.

Entlastungsbetrag

Der Entlastungsbetrag ist eine Sachleistung der Pflegekasse f├╝r die h├Ąusliche Pflege Ihres Angeh├Ârigen. Bereits ab Pflegegrad 1 hat Ihr Angeh├Âriger einen Anspruch auf diesen Zuschuss in H├Âhe von 125 Euro. Diese werden erg├Ąnzend zu den anderen Pflegezusch├╝ssen der Pflegekasse bezahlt.

Diese Sachleistung wird nicht auf das Konto Ihres Angeh├Ârigen ├╝berwiesen, sondern kann als Budget f├╝r gewisse Leistungen, die Ihr Angeh├Âriger nutzen kann, gesehen werden. Es gilt das Kostenerstattungsprinzip, dabei m├╝ssen Rechnungen zugelassener Dienstleister bei der Pflegekasse eingereicht werden. Demnach muss Ihr Angeh├Âriger in Vorkasse treten.

Genutzt werden kann der Entlastungsbetrag f├╝r beispielsweise die Finanzierung von Haushaltshilfen, Alltagsbegleitungen, Besuchsdienste oder f├╝r eine Demenz-Betreuung.

Pflegegeld

Nach einer Antragsstellung zur Einstufung des Pflegegrades hat Ihr Angeh├Âriger m├Âglicherweise Anspruch auf Pflegegeld. Dieses ist eine steuerfreie Geldleistung der Pflegekasse. Anspruchsberechtigt ist Ihr Angeh├Âriger ab anerkanntem Pflegegrad 2 und wenn er im h├Ąuslichen Umfeld gepflegt wird.

Pflegegeld ist anders als der Entlastungsbetrag nicht zweckgebunden, somit kann Ihr Angeh├Âriger selbst bestimmen, wof├╝r er es nutzt. In vielen F├Ąllen wird Pflegegeld als Entlohnung pflegender Angeh├Âriger verwendet. Das Geld kann auch direkt auf das Konto der Hauptpflegeperson ├╝berwiesen werden. Weiterhin kann das Pflegegeld auch die Finanzierung einer 24 Stunden Pflegekraft oder der Seniorenbetreuung auf Stundenbasis sicherstellen.

Entscheidend f├╝r die H├Âhe des Pflegegelds ist der entsprechende Pflegegrad Ihres Angeh├Ârigen. In der folgenden Tabelle sehen Sie die H├Âhe des Pflegegeldes pro Monat entsprechend dem Pflegegrad.

Pflegegrad
Pflegegeld
Pflegegrad 1

Pflegegrad 2
316 Euro
Pflegegrad 3
545 Euro
Pflegegrad 4
728 Euro
Pflegegrad 5
901 Euro

Pflegesachleistungen

Nach Antragsstellung, Begutachtung und anerkanntem Pflegegrad hat Ihr Angeh├Âriger Anspruch auf die sogenannten Pflegesachleistungen. Diese sind als Budget f├╝r Pflegeaufwendungen von anerkannten Pflegediensten oder selbstst├Ąndigen Pflegekr├Ąften zu verstehen. Somit soll die Finanzierung der Grundpflege sowie die hauswirtschaftliche Versorgung sichergestellt werden. Der entsprechende Dienstleister rechnet direkt mit der Pflegekasse ab. Ihr Angeh├Âriger muss demnach nicht in Vorkasse treten.

Diesen Anspruch hat Ihr Angeh├Âriger ab Pflegegrad 2. Die H├Âhe der Pflegesachleistungen steigen bei h├Âherem Pflegegrad. Pflegesachleistungen m├╝ssen extra beantragt werden und k├Ânnen mit dem Pflegegeld als Kombinationsleistung verrechnet werden.

In der folgenden Tabelle sehen Sie die H├Âhe der Pflegesachleistungen bei entsprechendem Pflegegrad:

Pflegegrad
Leistung
Pflegegrad 1

Pflegegrad 2
761 Euro
Pflegegrad 3
1.432 Euro
Pflegegrad 4
1.778 Euro
Pflegegrad 5
2.200 Euro

Kurzzeitpflege

Ab anerkanntem Pflegegrad 2 hat Ihr Angeh├Âriger zudem Anspruch auf acht Wochen Kurzzeitpflege pro Jahr. Die sogenannte Kurzzeitpflege meint eine ├╝berbr├╝ckende Pflege, die helfen soll, Krisensituationen gut bew├Ąltigen zu k├Ânnen. Sollte Ihr Angeh├Âriger pl├Âtzlich pflegebed├╝rftig werden oder ben├Âtigt f├╝r einige Tage oder Wochen eine umfassendere Pflege, kommt die Kurzzeitpflege infrage.

Innerhalb der Kurzzeitpflege zieht Ihr Angeh├Âriger vor├╝bergehend vollstation├Ąr in ein Pflegeheim ein. Pl├Ątze f├╝r die Kurzzeitpflege m├╝ssen immer im Voraus beantragt werden, da die Kosten nicht r├╝ckwirkend ├╝bernommen werden.

Die Pflegekasse zahlt einen Zuschuss von 1.774 Euro im Jahr f├╝r die Kurzzeitpflege. Der Zuschuss erh├Âht sich nicht, bei h├Âherem Pflegegrad. Der Eigenanteil betr├Ągt im Bundesdurchschnitt 294 Euro pro Woche. Der Entlastungsbetrag in H├Âhe von 125 Euro kann ebenfalls f├╝r die Kurzzeitpflege verwendet werden. W├Ąhrend der Kurzzeitpflege wird das Pflegegeld zur H├Ąlfte weitergezahlt.

Verhinderungspflege

Pflegegrad-Antrag-verhinderungspflegeEine weitere Leistung der Pflegekasse ab bestehendem Pflegegrad 2 Ihres Angeh├Ârigen ist die sogenannte Verhinderungspflege. Sollten pflegende Angeh├Ârige aus den verschiedensten Gr├╝nden die h├Ąusliche Pflege f├╝r einen gewissen Zeitraum nicht weiter ├╝bernehmen k├Ânnen, kann die Verhinderungspflege genutzt werden. Dabei ├╝bernimmt eine andere Pflegeperson f├╝r bis zu sechs Wochen vor├╝bergehend die Pflege.

Neben dem anerkannten Pflegegrad ist eine weitere Voraussetzung, dass die zu pflegende Person f├╝r mindestens sechs Monate bereits in h├Ąuslicher Umgebung von einer privaten Pflegekraft gepflegt wurde. Der maximale Zuschuss betr├Ągt dabei 1.612 Euro pro Kalenderjahr.

Aus dem Budget der Kurzzeitpflege stehen Ihrem Angeh├Ârigen 1.774 Euro zu, sollte dieser Betrag nicht ausreichen, k├Ânnen zus├Ątzlich ungenutzte Mittel aus der Verhinderungspflege genutzt werden. So ergeben sich f├╝r die Kurzzeitpflege ein maximaler Betrag von 3.386 Euro pro Kalenderjahr.

Wohnumfeldverbessernde Ma├čnahmen

Bei anerkanntem Pflegegrad hat Ihr Angeh├Âriger zudem die M├Âglichkeit einen Zuschuss f├╝r sogenannte wohnumfeldverbessernde Ma├čnahmen zu erhalten. Diese sollen die Kosten f├╝r eine Anpassung des Wohnraum Ihres Angeh├Ârigen finanzieren, sodass er dort lange und barrierefrei leben kann, auch im fortschreitenden Alter. Die Ma├čnahmen k├Ânnen ganze Umbauten umfassen, aber auch die Anbringung von Hilfsmitteln, wie beispielsweise Haltegriffe.

Die H├Âhe des Pflegegrades ist f├╝r den Zuschuss nicht relevant, alle erhalten den gleichen Zuschuss von maximal 4.000 Euro pro Person und Ma├čnahme.

Umbauten k├Ânnen den gesamten Wohnbereich sowie Treppenhaus und Au├čenbereich betreten. Wichtig ist, dass die Umbauma├čnahme die Pflege Ihres Angeh├Ârigen erleichtert oder seinen Alltag selbst├Ąndiger werden l├Ąsst.

Diese Ma├čnahmen k├Ânnen beispielsweise der Einbau eines Treppenlifts sein. Die Kosten hierf├╝r beginnen bereits bei 3.800 Euro. Der Zuschuss der Pflegekasse w├╝rde diese Kosten komplett abdecken. Je nach Treppenverlauf und Anzahl der Stockwerke fallen die Kosten entsprechend h├Âher aus.

Auch im Badezimmer gibt es einige M├Âglichkeiten, den Zuschuss zur Wohnumfeldverbesserung zu nutzen. Diese k├Ânnen der Umbau von einer Wanne zur Dusche sein oder der Einbau einer Badewannent├╝r. Kosten f├╝r eine Badewannent├╝r beginnen ab 1.200 Euro, Kosten f├╝r den Umbau einer Badewanne zur Dusche beginnen bei 4.000 Euro.

Pflegehilfsmittel

Eine weitere Leistung der Pflegekasse ist die Bereitstellung von Pflegehilfsmitteln. Diese sind Hygieneprodukte, die zur einmaligen Nutzung gedacht sind. Sie sollen die Pflege Ihres Angeh├Ârigen einfacher, sicherer und hygienischer machen.

Zu den Pflegehilfsmitteln, die zum Verbrauch bestimmt sind, z├Ąhlen beispielsweise Einmalhandschuhe, Mundschutze, Desinfektionsmittel und Fingerlinge.

Die Pflegekasse versorgt Ihren Angeh├Ârigen mit Pflegehilfsmitteln bis zu einem maximalen Betrag von 40 Euro pro Monat. Die ben├Âtigten Mittel werden individuell f├╝r Ihren Angeh├Ârigen ausgesucht und bei Wunsch direkt zu ihm nach Hause versendet. Voraussetzung ist ein anerkannter Pflegegrad

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Sollten Sie mit dem ermittelten Pflegegrad Ihres Angeh├Ârigen nicht einverstanden sein, k├Ânnen Sie innerhalb von vier Wochen einen Widerspruch einlegen. Im Anschluss findet eine erneute Begutachtung statt.

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Sollte sich der Gesundheitszustand Ihres Angeh├Ârigen weiterhin verschlechtern, k├Ânnen Sie einen Antrag auf H├Âherstufung stellen. Der Ablauf erfolgt dabei genau wie bei einem Erstantrag.

Leistungen der Pflegekasse werden ab dem Tag der Antragsstellung geleistet. Je nach Pflegegrad kann Ihr Angeh├Âriger verschiedene Leistung beziehen, wie beispielsweise Pflegegeld, Pflegesachleistungen und weitere Zusch├╝sse.

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