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Alzheimer

Alzheimer-Demenz
Symptome, Verlauf und Unterstützungsangebote

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Dass viele ältere Menschen Gedächtnisprobleme haben, ist ganz gewöhnlich. Bei den meisten nimmt die Erinnerungs- und Lernfähigkeit ab. Sie können sich schwer auf neue Situationen einstellen. Zum Beispiel vergessen sie ab und zu, wo sie die Autoschlüssel hingelegt haben. Bei Alzheimer-Erkrankten verhält es sich anders: Sie wissen gar nicht mehr, wofür die Autoschlüssel überhaupt sind. Ihre geistigen Fähigkeiten lassen stetig nach.

Dies fällt dadurch auf, dass sich das Kurzzeitgedächtnis der Betroffenen verschlechtert. Im Laufe der Erkrankung verschlechtert sich allerdings auch das Langzeitgedächtnis. Auch das Verhalten und die Persönlichkeit der Alzheimer-Erkrankten verändern sich. Sie als Angehöriger können schnell von der Situation überfordert sein und viele Fragen haben. Der folgende Text verschafft Ihnen einen Überblick über Ursache, Symptome und den Krankheitsverlauf von Alzheimer-Demenzen.

Informieren Sie sich hier ausführlich über das Thema Alzheimer:

Was ist Alzheimer?

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Alzheimer, auch „Alzheimer-Demenz“ oder „Morbus Alzheimer“ genannt, ist die häufigste Form der Demenz. Derzeit sind in Deutschland etwa 1,2 Millionen Menschen von Alzheimer-Demenz betroffen. Oft werden die Begriffe „Alzheimer“ und „Demenz“ synonym verwendet. Demenz ist der Oberbegriff für Krankheiten, bei denen die Gehirnleistung des Betroffenen abbaut. Der deutsche Oberarzt Alois Alzheimer entdeckte die für die Erkrankung typischen Ablagerungen im Gehirngewebe.

Durch das zunehmende Absterben von Nervenzellen im Gehirn wird der Betroffene vergesslicher, verwirrter und orientierungsloser. Seine Persönlichkeit und auch sein Verhalten verändern sich im Verlauf der Krankheit. Viele Erkrankte werden unruhig, aggressiv oder depressiv. Hinzu kommt eine Beeinträchtigung der Sprachfähigkeit und des Urteilsvermögens. Trotz Anstrengungen der Forschung ist eine konkrete Ursache der Demenzform noch nicht bekannt. Klar ist hingegen, dass verschiedene Faktoren das Absterben von Hirnnervenzellen bewirken. Aufhalten lässt sich die Krankheit nicht, aber es gibt Möglichkeiten der Behandlung.

Alzheimer: Eine primäre Form der Demenz

Der Begriff „Demenz“ umfasst über 50 Erkrankungen des Gehirns. Die Alzheimer-Krankheit zählt zu den primären Demenzen – wie auch die vaskuläre Demenz, die frontotemporale Demenz und die Lewy-Körper-Demenz. Bei einer primären Demenz sind unheilbare Veränderungen des Gehirns die Ursache der Erkrankung. Etwa 90 Prozent der Demenzerkrankungen sind primäre Demenzen. Bei einer solchen Demenzform beginnt der Krankheitsprozess direkt im Gehirn und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Allerdings lässt sich die Verschlechterung der Symptome verzögern.

Sekundäre Demenzen entstehen durch äußere Faktoren. Hier hängen die Symptome nicht – wie bei primären Demenzen – mit dem Abbau von Hirnsubstanz zusammen. Vielmehr sind sie die Folge anderer Grunderkrankungen. Dazu zählen Mangel­erscheinungen, Schilddrüsenerkrankungen, Depressionen oder Vergiftungen. Im Gegensatz zu primären Demenzen lassen sich sekundäre Demenzen behandeln. Je nach Stadium der anderen Erkrankungen sind sie sogar heilbar.

Was bedeutet "Morbus" Alzheimer?

„Morbus“ ist das lateinische Wort für „Krankheit“. In der Medizin bezeichnet die Kombination aus „Morbus“ und Entdeckernamen (in diesem Fall Alois Alzheimer) häufig eine Erkrankung. Oft gibt es verschiedene Namen für die gleiche Erkrankung.

Was sind die Ursachen für Alzheimer?

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Die genaue Ursache für die Alzheimer-Krankheit ist noch nicht bekannt. Erwiesen ist, dass Nervenzellen im Gehirn absterben und die Hirnmasse sich verringert. Zwei Proteinablagerungen behindern den Informationsaustausch zwischen wichtigen Nervenzellen: Beta-Amyloid und Tau. Beta-Amyloid wird als natürliches Eiweiß vom gesunden Gehirn gespalten und abgebaut. Bei Alzheimer ist dieser Abbau nicht möglich. Proteine sammeln sich an und bilden Ablagerungen zwischen den Nervenzellen.

Neben den Plaques spielt das Tau-Protein eine zentrale Rolle. Dieses befindet sich im Inneren der Nervenzelle. Tau hilft beim Transport von Nährstoffen. Bei der Alzheimer-Krankheit sammelt sich das Protein in der Nervenzelle und lagert sich in Form von Fasern ab. Dadurch sterben Nervenzellen und -verbindungen über viele Jahre ab. Dies führt zur Störung verschiedener Funktionen wie des Gedächtnisses oder der Sprache. Neben dem Lebensalter können bestimmte Faktoren das Krankheitsrisiko erhöhen: Zum Beispiel Nikotin, Alkohol, Diabetes, eine Schilddrüsenstörung oder ein Schlaganfall.

Ist Alzheimer vererbbar?

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Die Erkrankung ist nur in sehr wenigen Fällen vererbbar. Häufiger verbreitet ist die altersbedingte Form. Bei der vererbbaren Alzheimer-Krankheit sind bisher drei Gene bekannt: APP, Presenilin-1 und Presenilin-2. Weist eines dieser Gene Mutationen auf, bricht in jedem Fall Alzheimer aus. Dann erkranken Betroffene meist im Alter von 30 bis 65 Jahren. Leidet ein Elternteil an der Alzheimer-Demenz, besteht für die Kinder ein Krankehitsrisiko von 50 Prozent. Diese vererbbare Form wird auch familiäre Alzheimer-Krankheit genannt.

Ist ein Elternteil nachweislich betroffen, kann eine genetische Beratungsstelle weiterhelfen. Diese hilft beim Abwägen der Vor- und Nachteile genetischer Tests. Anhand einer Blut- oder Speichelprobe können Sie oder Ihr Angehöriger herausfinden, ob bei Ihnen entsprechende Genmutationen vorliegen. Beachten Sie allerdings, dass auch ein negatives Testergebnis eine spätere Alzheimer-Erkrankung nicht ausschließt. Generell gilt: Je älter der Angehörige beim Ausbruch der Demenz ist, desto niedriger ist die Wahrschein­lichkeit, dass eine familiär bedingte Form dahintersteckt. Dementsprechend müssen sich Verwandte keine Sorgen über eine Vererbung machen.

Symptome: Wie zeigt sich eine Alzheimer-Erkrankung?

Bei der Alzheimer-Krankheit verschlechtert sich das Erinnerungs- und Orientierungsvermögen zunehmend. Dies geht oft mit Persönlichkeits- und Verhaltensänderungen einher. Dass Gedächtnis- und Lernfähigkeit im Alter nachlassen, ist völlig normal. Wenn Sie oder Ihr Angehöriger einmal vergessen, den Herd auszuschalten, besteht noch lange kein Grund zur Sorge. Dinge gelegentlich zu vergessen ist menschlich.

Bei Alzheimer-Patienten verhält sich dies anders. Ihre geistigen Fähigkeiten nehmen immer mehr ab. Das Kurzzeitgedächtnis wird zunehmend eingeschränkt: Betroffene vergessen gerade Erlebtes, erinnern sich jedoch gut an lang zurückliegende Ereignisse. So wissen sie beispielsweise nicht mehr, was sie kurz zuvor gegessen haben. Dafür können sie sich hingegen an eine Situation aus der Schulzeit erinnern. Anhand dieser typischen Symptome können Sie erkennen, ob Ihr Angehöriger an der Alzheimer-Erkrankung leidet:

  1. Störung des Gedächtnisses
    Das Kurzzeitgedächtnis wird eingeschränkt. Der Angehörige vergisst Termine oder den Herd auszustellen. Er ist nur noch in der Lage, seinen Alltag mit Erinnerungsnotizen zu organisieren.
  2. Störung der Sprache
    Ihr Angehöriger hat Probleme, einer Unterhaltung zu folgen oder an dieser teilzunehmen. Er findet nicht die richtigen Worte oder vereinfacht Sätze. Zum Beispiel verwendet er statt „Kamm“ die Umschreibung „Das für die Haare“.
  3. Störung des planerischen Denkens und Handelns
    Der Betroffene kann sich nicht mehr gut konzentrieren. Er hat Schwierigkeiten, vorausschauend zu planen. So fällt es dem Erkrankten beispielsweise schwer, nach altbekannten Rezepten zu kochen.
  4. Störung der Wahrnehmung
    Der Alzheimer-Erkrankte kann Bilder oder Farben schwer erkennen. Das Lesen oder Wiedererkennen von vertrauten Gesichtern bereitet ihm Probleme, ebenso wie das Erfassen von räumlichen Objekten – er kann zum Beispiel kein Haus zeichnen.
  5. Störung der Alltagskompetenz
    Alltägliche Handlungen sind plötzlich eine große Herausforderung für Ihren Angehörigen. Er vergisst die Regeln eines altbekannten Spiels oder weiß nicht mehr, wie er sich seine Jacke richtig zuknöpft.
  6. Störung der zeitlichen Orientierung
    Der Alzheimer-Erkrankte kann Zeitabstände nicht mehr richtig einordnen. Oft kommt es vor, dass er das Jahr oder die Wochentage vergisst. Auch bereitet es ihm große Schwierigkeiten, die Uhr zu lesen.
  7. Störung der örtlichen Orientierung
    Auch die räumliche Orientierung des Betroffenen ist oft beeinträchtigt. So fällt es ihm schwer, sich an gewohnte Wege zu erinnern. Befindet sich der Patient beispielsweise im Keller, findet er den Weg zurück in seine Wohnung nicht mehr.
  8. Störung des inneren Antriebs und der Gefühlslage
    Der Erkrankte zieht sich zurück und vermeidet Herausforderungen. Er übt seine Hobbys nicht mehr aus, vernachlässigt sich selbst und andere Menschen. Seine Stimmung kann plötzlich umschlagen, von heiter-glücklich zu traurig-depressiv.

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Wichtig als Vorsorge: Vollmachten

Vollmachten spielen in der persönlichen Altersvorsorge eine wichtige Rolle. Ist Ihr Angehöriger aufgrund einer Krankheit oder altersbedingt entscheidungsunfähig, kann er Ihnen im Rahmen einer Vollmacht Entscheidungen übertragen.

Vollmachten enthalten klare Regelungen darüber, für welchen Lebensbereich entschieden werden darf, beispielsweise Vermögen oder Betreuung. Während eine Generalvollmacht bereits zum Zeitpunkt der Erstellung in Kraft tritt, gilt die Vorsorgevollmacht erst dann, sobald der Vollmachtgeber geschäftsunfähig ist.

Diagnose: Wer stellt Alzheimer fest?

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Ausschließlich ein Arzt kann Alzheimer-Demenz feststellen. Er bekommt Hinweise durch Schilderungen von Betroffenen und Angehörigen. Ärzte führen häufig den Mini-Mental-Status-Test durch. Dabei werden kognitive Funktionen überprüft. Der Hausarzt befragt den Patienten und die Angehörigen, welche Symptome bestehen und ob Grunderkrankungen vorliegen. Anschließend unterzieht er den Patienten einer körperlichen Untersuchung und überprüft Blutdruck, Puls, Blut und Urin.

Danach untersucht ein Facharzt das Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis mit speziellen Tests. Bildgebende Verfahren werden eingesetzt, um Infarkte, Blutungen oder Tumore zu erkennen. Achten Sie bei Angehörigen unbedingt auf erste Anzeichen einer Alzheimer-Erkrankung. Zögern Sie dann nicht, den Hausarzt zu konsultieren. Eine frühe Diagnose verschafft einen zeitlichen Vorsprung: Nur im Anfangsstadium kann eine medikamentöse Therapie den weiteren Krankheitsverlauf hinauszögern. Zusätzlich gibt es auch nicht-medikamentöse Maßnahmen zur Behandlung von Demenz. Ein Beispiel hierfür ist die Verhaltenstherapie.

Die drei Stadien von Alzheimer

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Bereits 25 Jahre vor dem Auftauchen erster Alzheimer-Symptome können erste Gehirnveränderungen auftreten. Der Verlauf der Alzheimer-Krankheit umfasst drei Stadien. Im frühen Stadium handelt es sich noch um leichte kognitive Störungen. Während des mittleren und späten Stadiums der Erkrankung verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen meist stetig.

Für den Verlauf der Alzheimer-Erkrankung gibt es allerdings keine allgemeingültigen Regeln. Auch gehen die drei Stadien oft ineinander über. Wie schnell und stark die Krankheit voranschreitet, ist unterschiedlich. Auch ein wechselhafter Verlauf aus einer Verbesserung und Verschlechterung des Zustandes ist möglich. Im Folgenden möchten wir Sie ausführlicher über die drei Stadien der Erkrankung informieren.

Frühes Stadium von Morbus Alzheimer

Im Anfangsstadium der Krankheit treten erste Störungen im Kurzzeitgedächtnis des Betroffenen auf. Er vergisst Informationen oder kann Gesprächen nicht mehr folgen. Auch Gegenstände verlegt er. Der Alzheimer-Patient findet nicht mehr die richtigen Worte oder verliert oft den Faden. Er leidet an Antriebsschwäche und hat leichte Probleme mit der Orientierung. Alltägliche Aufgaben wie Einkaufen, Wäsche aufhängen oder Kochen kann Ihr Angehöriger noch erledigen. Bei komplexeren Aufgaben wie zum Beispiel einer Überweisung benötigt er aber zunehmend Unterstützung.

Er vergisst kürzlich genannte Namen, versäumt Verabredungen und er denkt und spricht langsamer. Der Betroffene spürt, dass etwas mit ihm nicht stimmt, will sich aber nichts anmerken lassen. Er zieht sich zurück und bleibt oft zu Hause, um ungewohnte Situationen zu vermeiden. Stimmungsschwankungen, Depressionen und Reizbarkeit kennzeichnen die Gefühlslage des Patienten. Auch Angst oder Wut können auftreten, da Ihr Angehöriger die Symptome bei vollem Bewusstsein erlebt.

Mittleres Stadium von Morbus Alzheimer

In diesem Stadium wird die Alzheimer-Krankheit offensichtlich. Neben dem Kurzzeit- ist auch das Langzeitgedächtnis Ihres Angehörigen betroffen. Er erinnert sich nicht mehr an wichtige Lebensereignisse wie seine Hochzeit. Kindheitsterinnerungen kommen ihm meist blitzartig in den Sinn. Der Betroffene empfindet sie so, als hätte er sie kurz zuvor erlebt. Zeitliche und räumliche Orientierung fallen ihm schwer. Im eigenen Zuhause findet er sich nicht mehr zurecht und verliert das Gefühl für Tag und Nacht. Vertraute Gesichter erkennt der Erkrankte nicht mehr.

Der Bedürftige spürt die eigene Unruhe. Er läuft rastlos in der Wohnung umher oder versucht, wegzulaufen. Diese Orientierungslosigkeit wird von Gefühlszuständen wie Aggressivität begleitet. Wahnhafte Überzeugungen treten auf, zum Beispiel, bestohlen worden zu sein. Der Erkrankte verwendet zunehmend eine einfache Sprache. Alltagstätigkeiten wie Anziehen oder Essen bereiten ihm Probleme. Bewegungen kann Ihr Angehöriger nicht mehr richtig koordinieren. Diese Persönlichkeitsveränderungen werden zur großen Belastung. Der Betroffene kann den Alltag nur noch mit Unterstützung bewältigen.

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Gut zu wissen: Hinlauftendenz

Unter Hinlauftendenz versteht man das scheinbar plan- und ziellose Umherlaufen von Demenzerkrankten. Früher wurde dieser Bewegungsdrang auch als Weglauftendenz bezeichnet.

Inzwischen ist klar, dass Betroffene nicht nur weglaufen wollen, sondern sich mit einem bestimmten Ziel auf den Weg machen. Sie folgen einem inneren Drang und haben das Gefühl, etwas erledigen zu müssen. Für Sie als Angehöriger ist nicht immer klar, um welches Ziel es sich dabei handelt.

Spätes Stadium von Morbus Alzheimer

Im letzten Stadium der Alzheimer-Erkrankung baut der Patient auch körperlich ab. Das Sprechen, Kauen, Schlucken und Atmen wird für ihn mühsamer. Oft kann der Betroffene Blase und Darm nicht mehr kontrollieren. Seine Mobilität nimmt ab und Versteifungen von Gliedmaßen und Krampfanfälle können auftreten. Aufgrund dieser Einschränkungen ist Ihr Angehöriger rund um die Uhr pflegebedürftig. Da sein Immunsystem schwach ist, steigt das Risiko von Infektionskrankheiten. Viele Patienten sterben an Atemwegsinfektionen. Die Sprache des Erkrankten reduziert sich auf wenige Wörter, nahe Angehörige erkennt er nicht mehr.

Unruhe, Depressionen, Ängste oder Wahnvorstellungen treten nicht mehr auf, da der Alzheimer-Patient sich der eigenen Gefühle oft nicht bewusst ist. Er verliert zunehmend die Kontrolle über seinen Körper. Er macht nur noch kleine, schleppende Schritte und kann nicht mehr aufrecht sitzen. Viele Betroffene nehmen sich selbst und ihre Umgebung in diesem Stadium der Alzheimer-Demenz kaum noch wahr. Im Durchschnitt leben Patienten nach dem Stellen der Alzheimer-Diagnose etwa sieben bis zehn Jahre. Kürzere oder längere Zeiträume sind ebenfalls möglich. Oft sterben Betroffene an den Folgen von Begleiterkrankungen, wie zum Beispiel einer Lungenentzündung.

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Kostenlose Pflegehilfsmittel

Liegt bei Ihrem Angehörigen ein Pflegegrad vor, stehen ihm kostenlose Pflegehilfsmittel zu. Diese dienen der Hygiene und Sicherheit in der täglichen Pflege und schützen vor Infektionen und Krankheiten.

Zu den Pflegehilfsmitteln zählen unter anderem Mund-Nasen-Schutze, Desinfektionsmittel oder Einmalhandschuhe. Der Bedürftige kann die Pflegehilfsmittel individuell zusammenstellen und direkt zu sich nach Hause liefern lassen.

Unterstützung für Erkrankte und Angehörige

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Informieren Sie sich als Angehöriger eines Alzheimer-Patienten so früh wie möglich über die Beantragung eines Pflegegrads. Mit einem Pflegegrad erhält der Betroffene Geld- und Sachleistungen. Durch das zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II) werden für die Einstufung des Pflegegrads neben körperlichen auch geistige Faktoren relevant - dies kommt vor allem auch Demenzkranken zugute. Im Folgenden zeigen wir Ihnen verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten auf.

Bei der 24 Stunden Pflege übernimmt eine Pflegekraft die Pflege, Betreuung und den Haushalt Ihres Angehörigen. Der Vorteil ist, dass der Betroffene das eigene Zuhause nicht verlassen muss. Insbesondere Demenzerkrankte schätzen Sicherheit und eine vertraute Umgebung. Die Pflegekraft kann bereits nach fünf bis sieben Tagen vor Ort sein und sich um Ihren Angehörigen kümmern. Darüber hinaus ist die 24 Stunden Pflege günstiger als ein Pflegeheim. Die Kosten starten bei etwa 2.200 Euro pro Monat. Finanzieren können Sie die 24 Stunden Pflege durch das Pflegegeld. Ab Pflegegrad 2 erhalten Sie bis zu 2.418 Euro aus der Verhinderungspflege.

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Neben der 24 Stunden Pflege gibt es die Seniorenbetreuung. Hierbei übernehmen Betreuungskräfte Einkäufe für Ihren Angehörigen, begleiten ihn zum Arzt oder verbringen die Freizeit mit ihm. Sie helfen ihm bei der täglichen Grundpflege und Hygiene. Die Seniorenbetreuung ist eine gute Ergänzung zur eigenen Pflege des Angehörigen. Pro Stunde kostet sie zwischen 25 und 35 Euro. Finanzieren lässt sich die Seniorenbetreuung mit dem Pflegegeld und dem Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro.

Im Rahmen der Wohnumfeldverbesserung erhält Ihr Angehöriger bis zu 4.000 Euro. Voraussetzung ist auch hier das Vorliegen eines Pflegegrades. Mit dem Zuschuss kann der Pflegebedürftige altersgerechte Umbaumaßnahmen finanzieren. Zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen zählen das Einbauen technischer Hilfsmittel wie eines Treppenlifts. Ihr Angehöriger kann Treppen dadurch wieder sicher überwinden. Den Zuschuss können Sie auch für den altersgerechten Badumbau nutzen. Die Umgestaltung der Badewanne zur Dusche ist eine Möglichkeit der barrierefreien Badgestaltung. Sie verringert das Sturzrisiko des Bedürftigen und bietet ihm oder der Pflegekraft gleichzeitig mehr Platz.

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Antworten auf die häufigsten Fragen

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Bei der Alzheimer-Erkrankung sterben Nervenzellen im Gehirn immer mehr ab. Betroffene werden vergesslicher, verwirrter und orientierungsloser. Der Name geht auf den deutschen Oberarzt Alois Alzheimer zurück. Er entdeckte als Erster die Gehirnablagerungen, die für die Erkrankung charakteristisch sind.

"Demenz" ist der Oberbegriff für etwa 50 Krankheiten, bei denen die Gehirnleistung des Betroffenen zunehmend abnimmt. Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. Sie ist durch unheilbare Veränderungen im Gehirn gekennzeichnet.

Bei Alzheimer-Demenz wird Nervengewebe im Gehirn zerstört. Die zwei Proteine Beta-Amyloid und Tau bilden Ablagerungen und stören den Informationsaustausch zwischen wichtigen Nervenzellen.

Typische Symptome einer Alzheimer-Erkrankung sind die Verschlechterung des Erinnerungs- und Orientierungsvermögens. Der Patient kann sich sprachlich nicht mehr gut ausdrücken. Er verliert das Gespür für Raum und Zeit und kämpft immer mehr mit alltäglichen Aufgaben.

Ausschließlich ein Arzt kann die Krankheit diagnostizieren. Zuerst führt der Hausarzt Untersuchungen und Tests durch. Im Anschluss untersucht ein Facharzt Ihren Angehörigen. Dieser überprüft geistige Fähigkeiten sowie die Funktion des Kurzzeit- und Langzeitgedächtnisses.

Im Kurzzeitgedächtnis treten erste Störungen auf. Einfache, alltägliche Aufgaben wie Wäsche waschen oder Einkaufen kann der Betroffene problemlos erledigen, aber komplexere Aufgaben wie das Tätigen einer Überweisung fallen ihm schwer. Er zieht sich zurück und erlebt Stimmungsschwankungen.

In diesem Stadium der Erkrankung ist neben dem Kurzzeit- auch das Langzeitgedächtnis des Patienten betroffen. An wichtige Lebensereignisse wie die eigene Hochzeit kann er sich nicht erinnern. Vertraute Gesichter erkennt der Alzheimer-Erkrankte nicht mehr und alltägliche Aufgaben fallen ihm schwer.

Der demenziell Erkrankte baut auch körperlich immer mehr ab. Das Sprechen, Kauen und Schlucken fällt ihm schwerer. Er wird teilnahmsloser und hat sogar Wahnvorstellungen. Der Betroffene ist vollständig pflegebedürftig. Da sein Immunsystem geschwächt ist, steigt das Risiko einer Infektionskrankheit.

Ist Ihr Angehöriger an Demenz erkrankt, können Sie sich über Angebote wie die 24 Stunden Pflege oder die Seniorenbetreuung informieren. Darüber hinaus bietet es sich für Sie an, weitere Informationen zu Maßnahmen der Wohnumfeldverbesserung einzuholen. Dazu zählen zum Beispiel der Einbau eines Treppenlifts oder der Umbau von Badewanne zu Dusche.

Unsere 130 geschulten Berater informieren Sie und Ihren Angehörigen kostenlos und unverbindlich täglich rund um das Thema Pflege, Mobilität und Selbstständigkeit im Alter. Auf Ihren Wunsch hin vermitteln wir Ihnen ganz individuelle Angebote.

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