Sozialstation

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Sozialstationen sind ambulante Dienstleister, welche privaten oder öffentlichen Trägern der Wohlfahrtspflege, wie beispielsweise die Caritas oder die Diakonie, angehören. Somit gehören Sozialstationen zur professionellen Pflege. Ihre Mitarbeiter betreuen hilfebedürftige alte oder kranke Menschen. Dabei fordern sie für ihre Leistungen ein Entgelt. Die Sozialstationen sind jedoch von ambulanten Pflegediensten zu unterscheiden, da dieser Begriff für private Anbieter verwendet wird. Sozialstationen befassen sich nicht nur mit der Pflege von Menschen, sondern übernehmen auch Aufgaben der sozialen und psychischen Betreuung unter Berücksichtigung gesellschaftlicher und kultureller Ansprüche. In Deutschland wurde 1970 die erste Sozialstation St. Lioba in Worms gegründet.

Die Versorgungsleistungen von Sozialstationen umfasst:

  • in Form der Pflegesachleistung: Grund- und Basispflege bei Schwer- und Langzeitkranken jeder Altersgruppe
  • Behandlungspflege verordnet durch den Arzt oder Nachpflege
  • in Form der Pflegesachleistung: hauswirtschaftliche Versorgung
  • Beratung zur Pflegeversicherung und Finanzierung
  • Sozialberatung: Hilfe bei Antragsstellungen
  • Pflegeanleitung und Aufklärung der Angehörigen
  • Seelsorge
  • weitere Dienstleistungen abhängig vom Anbieter

Zu den Aufgaben der Mitarbeiter der Sozialstationen gehören nicht nur die medizinische und pflegerische Betreuung schwerkranker Menschen. Meist übernehmen sie nur kleinere Aufgaben wie Verbandswechsel oder Hilfe bei der Medikamenteneinnahme. Manchmal beschränkt sich der Besuch auf nur einmal am Tag. Sozialstationen beschäftigen ausgebildetes Kranken- oder Altenpflegepersonal. Die Sozialstationen werden durch ihre Träger bezahlt. Die Bezahlung richtet sich nach der Art der Hilfeleistung, wobei zwischen der häuslichen Krankenpflege und der Grundpflege unterschieden wird.