Schonvermögen

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Das Vermögen, welches nicht auf die Sozialleistung angerechnet wird, ist das Schonvermögen. Das Vermögen wird geschont. Das heißt, dass Menschen die durch den Staat finanziell in Form von Sozialleitungen unterstützt werden, eine bestimmte Summe des eigenen Vermögens behalten dürfen. Dazu gehören Geldfreibeträge, Fahrzeuge bestimmter Preisklassen und Wohnungen bis zu einer bestimmten Größe. Die rechtliche Grundlage für das Schonvermögen und alle anderen Bereiche der Sozialhilfe sind das SGB XII und das SGB II. Da es keine einheitliches Schonvermögen gibt, ist die Beantragung von Sozialleistungen, welche das Schonvermögen implizieren, für Autonormalverbraucher sehr kompliziert. Die Leistungen der klassischen Sozialhilfe unterscheiden sich in Hinsicht auf das Schonvermögen von Arbeitslosengeld II und Hartz IV. Jeder der Sozialhilfe beantragt, muss sein Vermögen offen legen. Besitzt der Antragsteller kein Vermögen mehr oder hält es sich in den Grenzen des Schonvermögens, hat der Antragsteller Zuspruch auf Sozialleistungen. Ist noch Vermögen vorhanden, muss dieses bis zur Grenze des Schonvermögens aufgebraucht werden.

Das Schonvermögen gliedert sich wie folgt:

Hilfe zum Lebensunterhalt

1.600 Euro

Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

2 600 Euro

Arbeitslosengeld II oder Hartz IV

zwischen 3 800 Euro und 10 800 Euro ( man spricht hier von sogenannten Freigrenzen)

Bei den Leistungen des SGB II sind die Grenzen vom Alter abhängig. Der Altersvorsorge-Freibetrag hat eine spezielle Regelung und steigert die Freigrenze für die Sozialleistungen nach dem SGB II.