Pflegesachleistung

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Die Pflegesachleistung umfasst die hauswirtschaftliche Versorgung und die Grundpflege eines Senioren in der häuslichen Umgebung. Sie ist durch § 36 Elftes Buch Sozialgesetzbuch rechtlich verankert. Die Behandlungspflege gehört nicht zur Pflegesachleistung. Zwischen den Pflegekassen und Pflegeeinrichtungen werden sogenannte Versorgungsverträge abgeschlossen. Dadurch erhält der Senior die Leistung durch eine Pflegeeinrichtung, die durch die Pflegekasse festgelegt wird. Die Kasse übernimmt dann je nach Pflegestufe einen bestimmten monatlichen Betrag. Um die Pflegesachleistung in Anspruch zu nehmen, muss folglich mindestens die Pflegestufe I vorliegen. Weiterhin muss der Senior bei Inanspruchnahme der Pflegesachleistung in der häuslichen Umgebung gepflegt werden. Dies kann auch die Wohnung von Angehörigen oder eine Wohnanlage für Senioren sein. Lässt sich der Bedürftige durch Angehörige oder andere Freiwillige pflegen und nicht von geschultem Personal, wird das Pflegegeld ausgezahlt, nicht die Pflegesachleistung. Laut § 38 SGB XI ist es auch möglich die Pflegesachleistung und das Pflegegeld zu kombinieren. Ob die geforderten Leistungen durch die Pflegedienste entsprechend des abgeschlossenen Vertrages erbracht werden, kann regelmäßig durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung geprüft werden.