Pflegemodelle

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Pflegemodelle sind theoretische Ansätze in der Gesundheits- und Krankenpflege, sowie in der Altenpflege. Dadurch sollen Pflegemaßnahmen erklärt und beschrieben und gegebenenfalls als eine eigene Disziplin angesehen werden. Pflegemodelle sind gegenüber der professionellen Pflege sehr theoretische Konstrukte. In einem Pflegemodell sollten die Gesundheit des Menschen, seine Umwelt und die Gesellschaft berücksichtigt werden. Es gibt kein allgemein gültiges Pflegekonzept, sondern nur auf bestimmte Pflegeformen zugeschnittene Pflegemodelle. Aufgabe eines Pflegemodells ist es, eine theoretische Vorlage für die praxisorientierte Pflege darzustellen. Pflegemodelle sind zumeist keine empirischen Theorien. Sie geben oft eher den Idealfall vor, nach dem man sich richten sollte. Pflegemodelle können auch für die Betroffenen oder Angehörigen dieser nützlich sein, um ihre Situation besser verstehen zu können. Es gibt verschiedene Formen von Pflegemodellen. Bei den bedürfnisorientierten Systemen wird der Patient in den Mittelpunkt gestellt und versucht ein Defizit auszugleichen. Interaktive Modelle verlangen die Aktion des Pflegepersonals und oftmals auch die folgende Reaktion des zu Pflegenden, woraus eine Interaktion entstehen soll. Von Pflegeergebnismodellen spricht man, wenn das Wohlbefinden des Patienten gesteigert werden soll. Weiterhin gibt es humanistische Pflegemodelle. Diese sind relativ speziell, da sie sich auf gesonderte Teilbereiche oder Vorkommnisse in der Pflege beziehen. Pflegemodelle spielen eine wichtige Rolle in der Pflegeforschung. Gerade in der Altenpflege hat sich dieser Bereich noch nicht annähernd ausreichend etabliert.