Pflegegeld

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Der Begriff Pflegegeld hat sich seit dem 19. Jahrhundert gewandelt. So war das Pflegegeld damals eine Leistung, die eine Person erbringen musste, wenn sie in einem Krankenhaus aufgenommen wurde, um ihre Behandlungs- und Unterkunftskosten zu begleichen. Heute ist das Pflegegeld eine Sozialleistung der Pflegeversicherung an einen Pflegebedürftigen. Pflegegeld erhalten Personen, die sich von einer selbst erwählten Pflegeperson im häuslichen Rahmen betreuen lassen. Die zu pflegende Person muss sich dann darum kümmern, dass seine eigene Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung durch diese Person erfüllt wird. Wird ein ambulanter Pflegedienst zur Versorgung des Bedürftigen eingestellt, erhält dieser eine sogenannte Pflegesachleistung, die direkt mit der Pflegekasse abgerechnet wird. Pflegepersonen, die auf der Grundlage des Pflegegeldes arbeiten, sind meist Verwandte oder enge Angehörige und üben selten eine Beruf im Bereich der Pflege aus. Das Pflegegeld stellt eine Honorierung privater Leistungen durch den Gesetzgeber dar. Die Höhe des Pflegegeldes ist mit der Pflegestufe des Bedürftigen verbunden. Die gesetzlichen Regelungen zum Pflegegeld durch den § 37 SGB XI („Pflegegeld für selbst beschaffte Pflegehilfen“) festgelegt. Demnach erhält die Pflegestufe I eine Unterstützung von 205 Euro, die Pflegestufe II eine Unterstützung von 410 Euro und letztlich die Pflegestufe III eine Unterstützung von 665 Euro.