Antidekubitusmatratze

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Die Antidekubtusmatratze findet Verwendung in der Alten- und Krankenpflege. Diese Matratze dient der Vorbeugung oder Therapie von Dekubitalgeschwüren bei Bettlägerigen. Die Geschwüre entstehen bei einer dauernden starken Belastung bestimmter Hautpartien durch Reibung oder Scherkräfte. Blutgefäße werden dadurch abgeklemmt und eine Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr unterbrochen. Dadurch wird das Absterben von Zellhaufen, Grind und Wundauflage begünstigt. Die Antidekubitusmatratze fördert die Druckentlastung des Gewebes. Dieser Druck soll idealerweise auf viele Quadratzentimeter verteilt werden. Die Antidekubitusmatratze ersetzt jedoch nicht die stetige Verlagerung des Patienten, reduziert allerdings die Häufigkeit der Verlagerungsprozesse. Es gibt verschiedene Systeme der Antidekubitusmatratzen. Dies sind Wechseldrucksysteme, Statische Weichlagerungssysteme, Mikro-Stimulation, Gelmatratzen und Glaskugelbetten. Die Anwendung einer Antidekubitationsmatratze hängt sehr von dem Befinden des Patienten ab, da sie auch Nachteile mit sich bringt. Solche Nachteile sind zum Beispiel der Verlust des Körperbildes oder die Erhöhung der Spastizität bei Spastikern.

Antidekubitusmatratzen werden in der Intensivmedizin und der Altenpflege gebraucht, da in diesen Bereichen die Immobilität der Patienten oft unvermeidbar ist.