Verschiedene Lifttypen für Ihr Zuhause
Alle Lifte und Aufzüge im Überblick

Treppenlifte

Treppenlifte und Aufzüge sind eine wertvolle Erleichterung im Leben mobilitätseingeschränkter Menschen. Der Begriff „Treppenlift“ meint nicht nur den bekannten Sitzlift, sondern umfasst alle Liftarten, mit denen Treppen überwunden werden. Ein Treppenlift befördert Ihren Angehörigen sicher und bequem ins nächste Stockwerk. Damit erhält der Lift die Selbstständigkeit Ihres Angehörigen und trägt zur Steigerung seiner Lebensqualität bei.

Für jedes individuelle Bedürfnis gibt es den passenden Lift. Dabei unterscheidet man grundsätzlich zwischen vier verschiedenen Liftarten. Welcher Lifttyp der richtige ist, hängt natürlich von der Art der körperlichen Einschränkung und der Wohnsituation ab.

Erfahren Sie hier, welcher der richtige Treppenlift für Ihren Angehörigen ist.

In den häufigen Fragen haben wir die wichtigsten Punkte für Sie kurz zusammengefasst.

Die Modelle im Überblick

Es gibt verschiedene Lifttypen für individuelle Bedürfnisse und für jede Treppensituation. So finden sich Treppenlifte speziell für Rollstuhlfahrer, für den Innen- und Außenbereich oder für gerade und kurvige Treppen. Treppenlifte lassen sich in fast alle Wohnungen installieren. Der Lift wird dabei den individuellen Gegebenheiten vor Ort angepasst.

Diese Übersicht soll Ihnen helfen, den richtigen Lift für Ihren Angehörigen zu finden. Dabei ist es in erster Linie entscheidend, ob er auf einen Rollstuhl angewiesen ist oder sich noch selbstständig bewegt. Dann ist natürlich wichtig, welches Hindernis Ihr Angehöriger überwinden soll. Eine Treppe von einem in das andere Stockwerk? Wenige Stufen am Hauseingang oder ganze Etagen?

Treppenlift-Modelle im Vergleich

Schnellauswahl des richtigen Treppenlifts

Sitzlifte für mobile Senioren

Sitzlift kurvige Treppe

Ihr Angehöriger hat alters- oder krankheitsbedingt Probleme beim Treppensteigen, benötigt aber keinen Rollstuhl? Der Sitzlift ist in diesem Fall die beste Lösung für ihn. Unter den Treppenlifte ist er das meistgewählte Modell. Ihr Angehöriger fährt bequem auf einem Sitz zwischen den Stockwerken hin und her. Dafür muss er in der Lage sein, sich selbstständig hinzusetzen und wieder aufzustehen.

Ein Sitzlift für gerade Treppen kostet etwa 3.500 Euro. Bei kurvigen und engen Treppen steigt der Preis auf circa 7.500 Euro. Möchte Ihr Angehöriger Geld sparen, entscheidet er sich für ein gebrauchtes Modell oder mietet den Lift für einen überschaubaren Zeitraum. Für die jährliche Wartung fallen zwischen 100 und 300 Euro an.

  • Während der Fahrt lädt sich der Akku auf. So nutzt Ihr Angehöriger auch bei einem Stromausfall sicher und bequem den Lift.
  • Ihr Angehöriger bedient den Lift bequem mit einem Hebel. Auch mit steifen Fingern nutzt er den Lift selbstständig.
  • Es kann schwierig sein, ein passendes gebrauchtes Modell zu finden.
  • Der Lift eignet sich für Ihren Angehörigen, wenn er leicht eingeschränkt ist. Bewegt er sich nicht mehr selbstständig, gibt es andere passende Alternativen.

Plattformlifte für Rollstuhlfahrer

Plattformlift im Innenbereich

Der Plattformlift ist speziell für Rollstuhlfahrer ausgelegt. Daher ist er auch unter dem Namen Rollstuhllift bekannt. Ihr Angehöriger fährt mit seinem Rollstuhl auf die rutschfeste Plattform. Er bedient den Lift einfach per Knopfdruck und überwindet schnell und bequem die Treppe.

Der Lift befördert Ihren Angehörigen samt Rollstuhl oder Gehhilfe auf einer Plattform entlang der Treppe. Daher benötigt der Lift etwas mehr Platz als der Sitzlift: Planen Sie als Platzbedarf etwa 80 x 100 Zentimeter ein. Nutzen andere Personen des Haushalts ebenfalls die Treppe, klappen Sie ganz einfach die Plattform ein.

Ein Plattformlift für den Innenbereich ist für zwischen 8.000 und 12.000 Euro inklusive Montage erhältlich. Modelle für den Außenbereich kosten zwischen 9.000 und 13.000 Euro, da diese Modell wetterfest gestaltet sein müssen. Es gilt: Je verwinkelter und enger die Treppe, desto teurer der Lift.

  • Dank der ebenen Einstiegsrampe fährt Ihr Angehöriger bequem und sicher auf den Lift.
  • Die Plattform klappen Sie bei Bedarf platzsparend ein. So nutzen andere Mitglieder des Haushalts die Treppe weiterhin wie gewohnt.
  • Während des Einbaus ist das Treppenhaus nur eingeschränkt oder überhaupt nicht nutzbar.
  • Es kann bis zu zwölf Wochen dauern, bis alle Teile geliefert werden.

Hublifte für den Außenbereich

Hublift für den Hauseingang

Wenn Ihr Angehöriger auf einen Rollstuhl angewiesen ist, überwindet er kleinere Hürden von einem bis drei Metern bequem mithilfe des Hubliftes. Häufig wird der Hublift im Außenbereich zur Überwindung der Treppe zur Eingangstür eingesetzt. Hat Ihr Angehöriger ein sehr breites Treppenhaus, ist ein Einbau auch im Innenbereich möglich.

Die Bauweise der Treppe und die gewünschte Ausstattung beeinflussen den Preis des Modells. Inklusive Montage kostet ein Hublift zwischen 5.000 und 15.000 Euro. Je kurviger und höher die Treppe, desto teurer der Hublift. Für eine wetterfeste Ausstattung fallen zusätzliche Kosten an.

  • Der Hublift hat eine hohe Tragkraft von bis zu 300 Kilogramm und transportiert daher auch Elektrostühle oder zusätzliche Einkäufe.
  • Eine Auffahrklappe verhindert zuverlässig, dass der Rollstuhl wegrutscht.
  • Unter Umständen kann es zu längeren Lieferzeiten von zwei bis fünf Wochen kommen.
  • Ein Hublift ist teuer. Der Zuschuss der Pflegekasse reicht zur Finanzierung nicht aus.

Homelifte für mehrere Etagen

Schwarzer Senkrechtlift im Wohnbereich

Der Homelift, auch Senkrechtlift genannt, ist speziell für den Einbau in Privathäusern gedacht. Mit diesem Aufzug überwindet Ihr Angehöriger in seinem Rollstuhl bis zu fünf Stockwerke. Besonders in größeren Häusern mit mehreren Etagen ist der Einbau eines Homelifts sinnvoll.

Ist im Treppenhaus ausreichend Platz, wird der Senkrechtlift dort eingebaut. Ist das nicht möglich, wird der Lift außen am Haus angebracht – dann sind allerdings Wanddurchbrüche zu den Etagen notwendig.

Je nachdem, wie viele Stockwerke das Haus Ihres Angehörigen hat und wie viele „Haltestellen“ eingebaut werden sollen, kostet ein Senkrechtlift zwischen 15.000 und 20.000 Euro. Müssen Wände oder Decken durchbrochen werden, kann der Einbau bis zu 40.000 Euro kosten.

  • Ein Senkrechtlift ist die bequemste Liftvariante. Sicher und komfortabel überwindet Ihr Angehöriger mehrere Stockwerke.
  • Mit einer Tragkraft von bis zu 400 Kilogramm ist der Lift stabil genug für mehrere Personen.
  • Der Einbau eines Homelifts ist mit hohen Kosten verbunden.
  • Ist nicht genügend Platz vorhanden, müssen Wände eingerissen werden.

Lifte in Mietobjekten einbauen

birne

Eine Mietwohnung muss für den Einbau eines Lifts kein Ausschlusskriterium sein. Nach § 554a BGB „Barrierefreiheit“ muss der Vermieter bei dringendem Bedürfnis dem Umbau zustimmen.

Er darf fordern, dass der Lift nach Auszug wieder rückstandslos entfernt wird. Es müssen alle ent­standenen Bohr­löcher wieder geschlossen und die Wände eventuell gestrichen werden.

Alle Zuschüsse im Überblick

Geldscheine und Münzen

Die Kosten für Lifte zu Hause können sehr hoch ausfallen. Der Staat unterstützt Ihren Angehörigen bei der Finanzierung seiner neuen Liftlösung. Allgemein gilt: Bevor er sich für eine Liftart entscheidet, sollten Sie sich gründlich über die verschiedenen Förderungen informieren.

Die verschiedenen Liftarten gestalten die Wohnung Ihres Angehörigen barrierefrei und ermöglichen ihm, lange zu Hause wohnen zu bleiben. Damit sind Treppenlifte eine günstige Alternative zum Umzug ins Pflegeheim. Auch wenn die verschiedenen Förderungsmöglichkeiten den Einbau nicht komplett finanzieren, lohnt sich diese Investition.

  • Von der Pflegekasse erhält Ihr Angehöriger über die „wohnumfeldverbessernde Maßnahmen“ einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro. Voraussetzung ist, dass er einen anerkannten Pflegegrad besitzt.
  • Die Krankenkasse gewährt Zuschüsse zu den Liften, um eine Pflegebedürftigkeit zu verhindern oder zu verbessern. Sprechen Sie hier am besten direkt mit der Krankenkasse Ihres Angehörigen.
  • Ihr Angehöriger setzt den Treppenlift als „Außergewöhnliche Belastung“ von der Steuer ab.
  • Die KfW-Bank gewährt einen Zuschuss von bis zu 6.250 Euro. Außerdem vergibt die Bank Kredite von bis zu 50.000 Euro mit günstigen Konditionen.
  • Hat Ihr Angehöriger mindestens 15 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, erhält er von der Rentenversicherung Zuschüsse zum altersgerechten Wohnungsumbau.
  • Das Sozialamt der kreisfreien Städte, des Landkreises oder des Bezirks gibt Geringverdienern Zuschüsse zu einem Treppenlift. Erkundigen Sie sich direkt beim Amt nach Ihrem individuellen Anspruch.
  • Manche Bundesländer fördern den Einbau eines Treppenlifts mit regionalen Zuschüssen oder Krediten. Es gibt außerdem in vielen Städten und Landkreisen unterschiedliche Förderprogramme.

Zuschüsse beantragen

birne

Beantragen Sie den Zuschuss bevor Sie die Bestellung für eine der Liftarten aufgeben. Fordern Sie bei der Pflegekasse Ihres Angehörigen das Formular zur Bezuschussung von wohnumfeldverbessernde Maßnahmen an. Füllen Sie dieses aus und senden es an die Pflegekasse zurück.

Unsere Empfehlungen zum Weiterlesen:

24 Stunden Pflege24 Stunden Pflege

Das sichere Gefühl, dass immer jemand für Ihren Angehörigen da ist.

24 Stunden Pflege finden
TreppenlifteTreppenlifte

Vergleichen Sie mögliche Varianten, um die für Sie passende zu finden!

Treppenlift finden
Badewanne zur DuscheBarrierefreies Bad

So gestalten Sie Ihr Badezimmer barrierefrei. Die besten Tipps und Tricks.

Barrierefreies Bad finden
Stundenweise SeniorenbetreuungSenioren­betreuung

Stundenweise mehr Lebensqualität. So finden Sie eine Betreuung vor Ort.

Seniorenbetreuung finden
ElektromobilElektromobile

Vergleichen Sie mögliche Varianten, um die für Sie passende zu finden!

Elektromobil finden
PflegeimmobiliePflege­immobilien

Eine Pflegeimmobilie als Kapitalanlage bietet zahlreiche Vorteile.

Pflegeimmobilie finden
HausnotrufHausnotruf

Ein Hausnotruf sorgt für schnelle Hilfe im Notfall und ein Sicherheitsgefühl.

Kostenlos beantragen
PflegehilfsmittelPflege­hilfsmittel

Gratis Pflegehilfsmittel direkt von der Pflegekasse bezahlt - Lieferung nach Hause.

Pflegehilfsmittel finden

Häufige Fragen

Treppenlift-Modelle Vergleich
  1. Sitzlifte sind für Personen geeignet, die in Ihrer Bewegung leicht eingeschränkt sind. Ihr Angehöriger muss sich selbst hinsetzen und wieder aufstehen können.
  2. Der Plattformlift ist speziell für Rollstuhlfahrer ausgelegt. Ihr Angehöriger fährt mit seinem Rollstuhl auf die Plattform und fährt so entlang der Treppe hinauf.
  3. Mit einem Hublift überbrückt Ihr Angehöriger im Rollstuhl kleinere Hürden von bis zu drei Metern.
  4. Senkrechtlifte kommen vor allem in Häusern mit mehreren Etagen zum Einsatz: Ihr Angehöriger kann so im Rollstuhl bis zu fünf Stockwerke überbrücken.
  • Alle Liftarten sind sehr sicher. Sie sind so gebaut, dass Ihr Angehöriger selbst im Falle eines Stromausfalls sicher transportiert wird.
  • Verschiedene Vorrichtungen sorgen dafür, dass Ihr Angehöriger nicht wegrutscht oder seinen Halt verliert.
  • Sitzlifte und Plattformlifte werden direkt an der Treppe installiert.
  • Ein Hublift wird meist neben der Treppe im Innen- oder Außenbereich angebracht.
  • Der Homelift wird Innen oder Außen angebracht. Der Platz dafür kann frei gewählt werden und muss nicht in der Nähe des Treppenhauses sein.
  • Für einen Plattformlift muss das Treppenhaus Ihres Angehörigen mindestens einen Meter breit sein.
  • Der Hublift benötigt eine freie Fläche von etwa 120 bis 150 Zentimetern in Breite und Länge.
  • Bei einem Treppenlift ist der Platzbedarf sehr gering. Daher ist er für die meisten Treppenhäuser bestens geeignet.
  • Für einen Homelift ist eine Fläche von 120 bis 150 Zentimetern nötig. Reicht der Platz im Innenbereich nicht, lassen Sie den Lift außen installieren.
  • Sie können alle Liftarten auch im Außenbereich einsetzen. Das gewählte Modell wird dann wetter- und regenfest ausgestattet.
  • Die Kosten fallen durch die zusätzliche Ausstattung höher aus.
  • Speziell für Rollstuhlfahrer eignen sich der Plattformlift, der Homelift und der Hublift.
  • Lediglich der Sitzlift ist für Menschen gedacht, die nicht auf einen Rollstuhl angewiesen sind.
  • Einen Sitzlift erhalten Sie für einen Preis zwischen 3.500 und 7.500 Euro.
  • Plattformlifte kosten etwa 8.000 und 12.000 Euro.
  • Entscheiden Sie sich für einen Hublift, liegen die Kosten zwischen 5.000 und 15.000 Euro.
  • Der Senkrechtlift ist die teuerste Liftvariante für zuhause. Hier müssen Sie mit Kosten ab 15.000 und bis zu 40.000 Euro rechnen.
  • Von der Pflegekasse erhält Ihr Angehöriger bis zu 4.000 Euro über die wohnumfeldverbessernde Maßnahmen.
  • Die KfW-Bank unterstützt ihn mit einem Zuschuss von bis zu 6.250 Euro und günstigen Kreditkonditionen.
  • Das Sozialamt unterstützt Geringverdiener. Sprechen Sie am besten direkt mit dem Amt, um mehr über Ihre individuellen Fördermöglichkeiten zu erfahren.
  • Manche Bundesländer fördern den Einbau eines Treppenlifts mit regionalen Zuschüssen oder Krediten.
  • Sprechen Sie auch mit Ihrer Krankenkasse, ob ein Anspruch auf eine Förderung besteht.
  • Wir beraten Sie telefonisch ausführlich rund um das Thema Treppenlifte.
  • Ihr persönlicher Berater klärt mit Ihnen alle Fragen, die Sie haben.
  • Anschließend stellt er Ihnen eine Auswahl passender Anbieter für Treppenlifte zusammen und sendet Sie Ihnen per E-Mail zu.