Betreuer: Kann auch jemand aus der Familie zu meinem Betreuer bestellt werden?

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Sie sollten Rechtsfragen nicht auf die lange Bank schieben, sondern frühzeitig angehen. Wenn ein Mensch seine Angelegenheiten nicht (mehr) selbstständig regeln kann, hält der Staat die Möglichkeit bereit, einen Betreuer zu bestellen.

Mit Hilfe eines rechtsstaatlichen Verfahrens und einer genauen Prüfung des potentiellen Betreuers wird vom Vormundschaftsgericht für eine betreuungsbedürftige Person eine rechtliche Vertreterin oder ein rechtlicher Vertreter als Betreuer bestellt, der in einem festgelegten Aufgabenkreis die Angelegenheiten der betreuten Person wahrnimmt und zum Beispiel für die Vermögenssorge zuständig ist.

Empfehlenswert ist es nicht abzuwarten, bis Sie oder der jetzt schon pflegebedürftige Mensch selbst nicht mehr handlungsfähig sind und dann vom Vormundschaftsgericht ein Betreuer bestellt wird. Sie sollten die rechtlichen Möglichkeiten nutzen um mit Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung sicherzustellen, dass Ihre Wünsche auch bei Betreuungsbedürftigkeit berücksichtigt werden.
Durch eine Betreuungsverfügung können Sie selbst bestimmen, wer Sie bei Eintritt einer Betreuungsbedürftigkeit betreuen soll, dies kann auch jemand aus der eigenen Familie oder dem Freundeskreis sein. Haben Sie eine konkrete Person im Auge, scheuen Sie sich nicht mit ihre Gespräche zu führen und ihr Ihren Wunsch zu erläutern.
Es kann auch sinnvoll sein, eine (schriftliche) Aussage darüber zu treffen, wer Sie im Falle einer Betreuungsbedürftigkeit nicht betreuen soll.

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