Dekubitus

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Der Dekubitus wird auch Druckgeschwür oder Wundliegen genannt. Er entsteht durch die Schädigung der Haut und des darunter liegenden Gewebes. Dies wird durch zu starkes Gewicht auf eine Hautstelle über einen längeren Zeitraum hervorgerufen. Besonders Senioren sind davon betroffen, da die Elastizität ihrer Haut und ihre Mobilität abnehmen. Müssen solche Senioren aufgrund von Krankheit oder einem erhöhten Pflegebedarf über einen langen Zeitraum liegen, wird die Gefahr des Dekubitus erhöht. Der Schweregrad eines Dekubitus wird in vier Stufen gegliedert. Die erste Stufe kennzeichnet sich durch Rötungen an den betroffenen Körperstellen, welche auch nach der Entlastung noch stark hervortreten und erwärmt sind. In der zweiten Stufe lassen sich an der Oberfläche der Haut bereits Blasen und Wunden erkennen. Die dritte Phase macht sich durch die geschädigte Haut und das freiliegende Gewebe erkennbar. Muskel- und Knochengewebe liegen noch nicht frei, wie es dann in der vierten Stufe der Fall ist. Betroffenen Patienten müssen regelmäßig umgelagert werden. Außerdem gibt es sogenannte Antidekubitusmatratzen oder Bewegungsbetten, um Dekubitus vorzubeugen oder zu therapieren. Zusätzlich gibt es noch andere Formen der Prophylaxe, wie eine angepasste Ernährung, um Dehydration, Mangel- und Unterernährung zu vermeiden, spezielle Hautpflege durch Massagen oder die gezielte Vermeidung von Druckstellen durch zum Beispiel Abpolsterung von hervorstehenden Knochenpartien.