Stress: Was sind die Anzeichen von Stress?

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Mann ist gestresstDer Körper macht sich auf verschiedene Wege bemerkbar, wenn er überlastet ist. Wir haben für Sie die typischen Anzeichen von Überlastung zusammengestellt, die auftreten können.

Diese Warnsignale Ihres Körpers sollten Sie ernst nehmen. Wenn Sie sich bei Auftreten der Symptome nicht um eine Entlastung kümmern, kann sich Ihr eigener Zustand verschlechtern.

Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers und reduzieren Sie Ihre Belastungen entsprechend. Hilfreiche Ratschläge dazu finden Sie HIER.

Welche körperlichen Beschwerden treten bei Stress häufig auf?

  • Schlafstörungen und Schlaflosigkeit
  • Umfangreiche Schmerzbeschwerden, z.B. Gelenk- und Kopfschmerzen
  • Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen, Muskelverspannungen
  • Magen und Verdauungsprobleme, z.B. Magenkrämpfe, Sodbrennen, Blähungen, Verstopfung, Durchfall
  • Gewichtsschwankungen – starker Gewichtsverlust oder Zunahme
  • Haarausfall
  • Häufige Müdigkeit
  • Herz- und Kreislaufbeschwerden, z.B. Bluthochdruck, Herzrhythmus-Störungen, Herzrasen, Herzstechen
  • Starkes Schwitzen
  • Probleme mit der Haut, z.B. Jucken, Hautausschlag, Ekzem, Schuppenflechte
  • Schwache Immunabwehr: häufiges Auftreten von Erkältungen und anderen Infekten

Welche psychischen Beschwerden und Auffälligkeiten im Verhalten treten bei Stress häufig auf?

  • Häufige Angstzustände
  • Starke Stimmungsschwankungen
  • Nervosität und Reizbarkeit
  • Wutgefühle
  • Gedächtnis und Konzentrationsschwierigkeiten
  • Erhöhter Medikamenten- oder Alkoholkonsum
  • Gefühl der Isolation und Hilflosigkeit
  • Unzufriedenheit mit dem Beruf

Wie kann man Stress vorbeugen?

Die Betreuung eines pflegebedürftigen Angehörigen ist eine umfangreiche Aufgabe und verdient im höchsten Maße Respekt. Es ist wichtig, sich auch um die eigene Entlastung zu kümmern, da man dem Druck sonst auf Dauer nicht standhalten und sich das auch auf die Qualität der Pflege auswirken kann. Nur wenn Sie körperlich und psychisch gesund sind, sind Sie Ihrem Angehörigen eine Hilfe. Die Organisation von anderen helfenden Personen und ein Plan für die eigenen Erholungsphasen, sind von Anfang an unabdingbar.

Die eigenen Grenzen erkennen
Um sich selbst nicht zu überlasten und unnötigen Stress zu vermeiden, macht es Sinn, sich eigene Grenzen zu setzen. Die gesamte pflegerische Arbeit allein zu bewältigen, ist nahezu unmöglich. Aus diesem Grund ist es wichtig, von vornherein zu klären, was Sie allein schaffen können und wobei Sie Hilfe benötigen. Bleiben Sie in diesem Fall ehrlich zu sich selbst genieren Sie sich nicht, dass Sie Unterstützung annehmen.
Stellen Sie sich folgende Fragen:
  • Wie ist mein eigener Gesundheitszustand und welche Konsequenzen muss ich daraus ziehen?
  • Was fällt mir besonders schwer/was belastet mich besonders stark (das können auch psychische Belastungen sein)?

Die eigene körperliche Gesundheit fördern

Eine gesunde Ernährung, viel Bewegung und genügend Schlaf bilden die Grundlage für eine gute Gesundheit.

  • Essen Sie regelmäßig und ohne Unterbrechung
  • Achten Sie auf gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  • Beugen Sie Rückenbeschwerden vor, indem Sie Ihre Rückenmuskulatur trainieren, besuchen Sie Rückenschulungen
  • Achten Sie auf ausreichende Bewegung; machen Sie Spaziergänge an der frischen Luft oder suchen Sie sich eine Hobby-Sportgruppe
  • Wenn Sie die Wohnung nicht verlassen können, können Sie Dehnübungen zu Hause durchführen
  • Führen Sie Entspannungsübungen durch, wie z.B. autogenes Training

Die eigene psychische Gesundheit fördern

Um sich auch geistig entspannen zu können, sollten Sie sich Aktivitäten suchen, die Ihnen Spaß machen. Dies kann eine enorme Entlastung sein. So können Sie für ein paar Stunden den Pflegealltag hinter sich lassen und die Stunden für sich genießen.

Hier sind ein paar Vorschläge:
  • Treffen Sie Freunde, Verwandte oder Bekannte
  • Gehen Sie ins Kino
  • Gehen Sie spazieren
  • Lesen Sie ein Buch

Welche Unterstützungsangebote gibt es?

Sie müssen die Pflege eines Angehörigen nicht komplett allein übernehmen. Es gibt genügend Unterstützungsangebote, die eine häusliche Pflege entlasten und die pflegebedürftige Person mehr Abwechslung bieten können.

Freiwillige Helferinnen und Helfer

Es gibt viele Menschen, die Ihnen helfen können. Potenzielle Helfer sind:
  • Familienmitglieder – auch die Männer
  • Freunde
  • Nachbarn
  • Ehrenamtliche Helfer, z.B. von der Kirchengemeinde

Die freiwilligen Helferinnen und Helfer können auch Aufgaben erledigen, die nicht direkt mit der Pflege verbunden sind, die Sie aber trotzdem entlasten.

Hier ein paar Beispiele:
  • Haushaltsarbeit
  • Einkäufe
  • Kochen oder Vorkochen
  • Gartenarbeit
  • Mit der pflegebedürftigen Person spazieren gehen
  • Mit der pflegebedürftigen Person ein Spiel spielen, während Sie etwas anderes machen (Sie können dabei auch in der Nähe bleiben, um erreichbar zu sein)
  • Der pflegebedürftigen Person etwas vorlesen

Kostenpflichtige Unterstützungsangebote

Neben den genannten freiwilligen Unterstützungsmöglichkeiten, gibt es auch kostenpflichtige Angebote. Meist werden diese jedoch von der Pflegekasse übernommen. Auch Ihr Pflegegeld wird nicht zwangsläufig gestrichen, wenn Sie einen ambulanten Pflegedienst einstellen wollen. Für Details zu den Leistungen der Pflegeversicherung, klicken Sie bitte HIER.

Beispiele für professionelle Angebote sind:

Wichtig
Eine detaillierte Beschreibung der Unterstützungsangebote finden Sie HIER.

Wo kann man sich informieren und austauschen?

Es kann Ihnen als Pflegeperson eine große Hilfe sein, wenn Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen können. So erfahren Sie, wie Sie am besten mit der Situation umgehen können.

Möglichkeiten sich mit Anderen auszutauschen und sich zu informieren bieten die folgenden Beispiele:
  • Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige besuchen
  • Mit anderen pflegenden Angehörigen einen Kaffee trinken gehen
  • Informationsveranstaltungen der Krankenkasse oder des Hausarztes besuchen
  • Zeitschriften für die Pflege zu Hause lesen

Über Angebote in Ihrer Nähe informiert Sie gerne das Pflegehilfe-Team.

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