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Pflegedienste

Erstelldatum: 20.04.2026
|
Zuletzt geändert: 20.04.2026

Pflegedienste: Das müssen Sie wissen

Manchmal kommt es schleichend, manchmal ganz plötzlich: Ein geliebter Mensch braucht Pflege und Unterstützung im Alltag. Für Angehörige bedeutet das dann neue Aufgaben und oft auch Unsicherheiten. Viele Fragen kommen auf: Wer übernimmt die Pflege? Wie gelingt es, die Balance zwischen Fürsorge und eigenem Alltag zu halten?

Ambulante Pflegedienste bieten Antworten, Entlastung und einen Weg, das Zuhause als Lebensmittelpunkt zu erhalten. Sie übernehmen Aufgaben, die Angehörige allein nicht mehr stemmen können oder möchten – vom Waschen über medizinische Versorgung bis zum gemeinsamen Gespräch. Angehörige gewinnen dabei Freiraum und Betroffene erhalten professionelle Unterstützung.

Erfahren Sie hier alles über Pflegedienste:

Einen Überblick aller wichtigen Informationen erhalten Sie in den häufigsten Fragen.

Stoppuhr-Icon Kurzgesagt: Ambulante Pflegedienste
  • Pflegedienste stellen die medizinische Versorgung sicher.
  • Ab Pflegegrad 2 übernimmt die Pflegekasse 796 bis 2.299 Euro.
  • Durch die Pflegedokumentation bleibt für Sie alles nachvollziehbar.

Ausgewählte Mitglieder für Ihre Region:

Was macht ein ambulanter Pflegedienst?

Ein ambulanter Pflegedienst ist Ihr Unterstützer im Alltag, der Sie und Ihre Angehörigen zu Hause begleitet. Das Ziel: Sie erhalten genau die Hilfe, die Sie benötigen – und zwar dort, wo Sie sich am wohlsten fühlen.

Zu den wichtigsten Aufgaben gehören:

  • die Grundpflege
  • die medizinische Behandlungspflege
  • die Unterstützung im Haushalt

Ein Pflegedienst hilft also zum Beispiel beim Waschen, Anziehen, bei der Ernährung und Bewegungsförderung. Außerdem misst er den Blutdruck, wechselt Verbände und gibt Medikamente, wie es ein Arzt verordnet hat. Auch Einkaufen, Putzen oder Wäschewaschen können Pflegekräfte übernehmen, wenn es nötig ist.

Sie bekommen auch Unterstützung bei Fragen zur Pflegeversicherung oder Zuschüssen und beim Ausfüllen von Anträgen. Viele Dienste bieten zudem Gespräche und Schulungen für Angehörige an und geben Tipps für den Alltag und für mehr Selbstständigkeit.

Anders als bei der Betreuung in einer stationären Einrichtung können sich ambulante Pflegedienste Ihren Bedürfnissen leichter anpassen und Sie bleiben flexibler. So können Sie auch bestimmen, wann und wie oft Unterstützung nötig ist. Für eine ideale Versorgung arbeitet dabei ein gutes Team eng mit Ärzten, Therapeuten und Angehörigen zusammen.

Video: Ambulante Pflegedienste kurz erklärt

In diesem kurzen Erklärvideo fassen wir in 100 Sekunden für Sie zusammen, welche Aufgaben ein Pflegedienst übernimmt und welche Vorteile ein ambulanter Pflegedienst hat. Erfahren Sie außerdem, wie Sie schnell einen guten Pflegedienst finden.

Pflegedienste in der Nähe finden

ambulanter-dienst-pflegerin-hilft-bei-medikamenteneinnahme.jpg?mode=crop Die Nähe zum Wohnort ist entscheidend, damit ein Pflegedienst zuverlässig und schnell helfen kann. Kurze Wege bedeuten für Sie und Ihren Angehörigen dabei Sicherheit und Flexibilität. Ein Pflegedienst aus Ihrer Region ist bei Bedarf schnell zur Stelle und pflegt oft eine enge Zusammenarbeit mit Hausärzten, Apotheken und Beratungsstellen.

Bei der Suche nach einem passenden Dienst spielen mehrere Kriterien eine Rolle. Am besten vergleichen Sie verschiedene Anbieter in Ihrer Umgebung. Dabei sollten Sie auf freie Kapazitäten und eine gute Erreichbarkeit achten. Fragen Sie nach, wie viele Pflegekräfte im Team sind, welche Qualifikationen sie mitbringen und ob es feste Bezugspersonen gibt. Erfahrungen von Hausärzten oder lokalen Beratungsstellen helfen oft weiter. Auch im Internet finden Sie hilfreiche Bewertungen und Empfehlungen.

Achten Sie bei der Suche auf Transparenz: Gute Dienste informieren ehrlich über Wartezeiten, Kosten, Möglichkeiten und Grenzen. Bei langen Wartelisten gibt es alternative Hilfsangebote wie eine stundenweise Seniorenbetreuung oder eine 24 Stunden Pflege für stärkere Unterstützung.

Zuletzt ist Vertrauen das Fundament einer guten Zusammenarbeit. Aus diesem Grund ist ein persönliches Kennenlernen unverzichtbar, um zu sehen, ob Sie sich bei der Pflegekraft wohlfühlen und gut miteinander klarkommen.

Icon Glühbirne

Ehrenamtliche Helfer

Inzwischen gibt es oft auch ehrenamtliche Helfer, die pflegebedürftige Menschen unterstützen. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde­verwaltung oder dem lokalen Bürgerbüro. Die Helfer übernehmen oft kleinere Hilfsdienste wie beispielsweise die Begleitung zu Terminen oder die Übernahme eines Einkaufs.

Aufgaben von mobilen Pflegediensten

Mobile Pflegedienste bieten ein breites Spektrum an Leistungen. Die Unterstützung reicht von einfachen Hilfen bis zu komplexeren medizinischen Aufgaben. Alles wird individuell besprochen und im Pflegevertrag festgehalten.

Häufig unterstützen ambulante Pflegedienste bei der Pflege zu Hause, aber auch beim betreuten Wohnen und in Senioren-WGs. Außerdem entlasten sie auch im Rahmen der Verhinderungspflege, wenn pflegende Angehörige abwesend sind.

Die wichtigsten Aufgabenbereiche sind:

  • Körperbezogene Pflegemaßnahmen:
    Die Pflegekräfte helfen beim Waschen, Duschen, Kämmen, Rasieren und bei der Mundhygiene. Sie unterstützen beim An- und Ausziehen, beim Toilettengang und beim Verwenden von Inkontinenzprodukten. Die Ernährung ist ebenfalls ein wichtiges Thema: Kontrolle der Nahrungsaufnahme, Zubereitung von Mahlzeiten und Hilfe beim Essen gehören dazu.
  • Soziale Betreuung:
    Ambulante Pflegedienste begleiten Sie im Alltag. Durch Spaziergänge, Gespräche, Begleitung zu Ärzten oder Behördengängen und gemeinsame Beschäftigungen bringen sie Abwechslung und fördern die Teilhabe am Leben.
  • Mobilität:
    Bewegung ist Lebensqualität. Pflegekräfte helfen zum Beispiel beim Aufstehen, Zubettgehen und beim Treppensteigen. Bei der aktivierenden Pflege fördern sie die Beweglichkeit durch kleine Übungen, angepasst an Ihre Möglichkeiten und Wünsche.
  • Medizinische Behandlungspflege:
    Zu den wichtigsten Aufgaben gehören medizinische Leistungen wie Blutdruck- und Blutzuckermessung, Medikamentengabe, Injektionen, Verbandswechsel und Wundversorgung. Diese Tätigkeiten dürfen nur von ausgebildeten Pflegekräften übernommen werden und benötigen oft eine ärztliche Verordnung.
  • Hauswirtschaftliche Unterstützung:
    Einkaufen, Kochen, Putzen, Wäschewaschen, Müllentsorgung und das Wechseln der Bettwäsche – viele dieser Aufgaben werden auf Wunsch übernommen, damit Sie auch hier im Alltag entlastet werden.
  • Pflegeberatung:
    Pflegekräfte können Ihnen erklären, welche Leistungen Ihnen zustehen, sie helfen beim Ausfüllen von Anträgen und sie organisieren Hilfsmittel. Außerdem schulen sie auch Angehörige und stehen bei Fragen zur Seite.
  • Spezialbereiche:
    Manche Pflegedienste bieten spezialisierte Leistungen, zum Beispiel für Menschen mit Demenz, Beatmungspflege oder palliative Versorgung am Lebensende. Hier arbeiten besonders geschulte Teams. Im Falle einer Intensivpflege findet die Pflefe nach dem 1:1 Prinzip durch examinierte Pflegefachkräfte statt.

Kosten eines ambulanten Pflegedienstes

seniorin-und-tochter-pruefen-schreiben Der Preis eines mobilen Pflegedienstes hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Sie bestimmen, wie oft der Pflegedienst vorbeischaut und welche Aufgaben übernommen werden. Je mehr Unterstützung Sie wünschen oder benötigen, desto höher fallen die Kosten aus. Auch die Region, in der Sie leben, spielt eine große Rolle, denn in städtischen Gebieten sind die Preise oft höher als auf dem Land.

In der Regel schließen Pflegedienste Verträge mit den Pflegekassen ab. Für Privatleistungen, etwa Zusatzangebote oder wenn kein Pflegegrad vorliegt, vereinbaren Sie die Kosten direkt mit dem Anbieter. Es lohnt sich, hier verschiedene Anbieter zu vergleichen – manchmal gibt es große Unterschiede.

In Deutschland rechnen ambulante Pflegedienste über sogenannte Leistungskomplexe ab. Das bedeutet: Jede Aufgabe, die ein Pfleger übernimmt, wird in einem Paket zusammengefasst. Für jeden Leistungskomplex gibt es eine bestimmte Punktzahl. Diese Punkte werden mit dem regional festgelegten Euro-Wert multipliziert. So setzt sich der Endpreis für Ihre Pflege zusammen.

Zur Veranschaulichung haben wir ein fiktives Beispiel für Sie. Beachten Sie, dass hier keine möglichen Zuschüsse berücksichtigt werden und dass die Preise in der Realität je nach Pflegedienst ähnlich, aber auch höher oder niedriger ausfallen können.

Beispiel: Frau Schneiders pflegebedürftiger Vater benötigt Unterstützung im Pflegealltag. Hierfür beauftragt Frau Schneider einen ambulanten Pflegedienst. Die Unterstützung umfasst fünfmal pro Woche die Teilwaschung und Hilfe bei der Nahrungsaufnahme sowie zweimal pro Woche das Aufräumen und Reinigen der Wohnung. Für die Leistungen der ambulanten Pflege berechnet der Pflegedienst die folgenden Punkte:

  • Teilwaschung: 1.140 Punkte
  • Hilfe bei der Nahrungsaufnahme: 1.300 Punkte
  • Das Aufräumen und Reinigen der Wohnung: 1.080 Punkte

In unserem Beispiel hat der Pflegedienst mit der zuständigen Pflegekasse vertraglich ausgemacht, dass für einen Punktewert 0,06 Euro berechnet werden. In der Woche ergibt sich ein Punktewert von 3.520 Punkten, im Monat sind es 14.080 Punkte. Dies führt zu monatlichen Kosten von 844,80 Euro.

  • Vergessen Sie nicht: Es gibt Zuschüsse und zusätzliche Betreuungsangebote zur Entlastung pflegender Angehöriger. Informieren Sie sich dazu bei Ihrer Pflegekasse oder lassen Sie sich von uns kostenlos beraten.
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Gut zu wissen:

Für einen reibungslosen Ablauf wird jeder Einsatz dokumentiert. Die sogenannte Pflegedokumentation gibt Ihnen einen Überblick über alle Maßnahmen und Veränderungen. So haben Sie die Gewissheit, dass alles transparent und nachvollziehbar bleibt.

Zuschüsse für ambulante Pflegedienste

Für die Finanzierung ambulanter Pflegedienste gibt es verschiedene Zuschüsse, die Sie und Ihre Familie unterstützen. Die Höhe der Zuschüsse hängen davon ab, ob und welchen anerkannten Pflegegrad Ihr Angehöriger nachweisen kann. Nach einer ausführlichen Begutachtung in häuslicher Umgebung Ihres Angehörigen stuft der Medizinische Dienst der Krankenkasse Ihren Angehörigen in den entsprechenden Pflegegrad 1–5 ein.

Ab Pflegegrad 1 steht Ihnen der Entlastungsbetrag von 131 Euro monatlich zu. Damit bezahlen Sie haushaltsnahe Dienstleistungen, Alltagsbegleitung oder Fahrdienste. Ab Pflegegrad 2 erhalten Sie Pflegesachleistungen als Zuschuss für ambulante Pflegedienste. Die Höhe richtet sich nach Ihrem Pflegegrad.

  1. Pflegegrad 1: Keine Pflegesachleistungen, aber 131 Euro Entlastungsbetrag
  2. Pflegegrad 2: 796 Euro
  3. Pflegegrad 3: 1.497 Euro
  4. Pflegegrad 4: 1.859 Euro
  5. Pflegegrad 5: 2.299 Euro

Wenn Sie einen Teil der Pflege selbst übernehmen, können Sie die Pflegesachleistungen mit dem Pflegegeld kombinieren. Ab Pflegegrad 2 erhalten Sie Pflegegeld in Höhe von 347 bis 990 Euro im Monat. Bei dieser Kombinationsleistung entscheiden Sie, wie viel Sie selbst leisten und wie viel der Pflegedienst übernimmt.

Die Aufteilung könnte bei Pflegegrad 3 zum Beispiel so aussehen:

kombinationsleistungen-a 50 % Sachleistungen: 748,50 €
50 % Pflegegeld: 299,50 €

kombinationsleistungen-b 70 % Sachleistungen: 1047,90 €
30 % Pflegegeld: 179,70 €

kombinationsleistungen-c 100 % Sachleistungen: 1.497 €
Kein Pflegegeld


Oft decken die Pflegesachleistungen die Kosten für die ambulante Pflege nicht vollständig ab. Den Eigenanteil können Sie aber steuerlich geltend machen. Ein Steuerberater kann Sie zu den folgenden Möglichkeiten gründlich informieren. Der Pflegepauschbetrag richtet sich an pflegende Angehörige, die Verwandte ab Pflegegrad 2 häuslich und unentgeltlich pflegen. Damit verringert sich das zu versteuernde Einkommen.

Damit pflegende Angehörige auch eine Pause machen können, gibt es außerdem die Verhinderungspflege, zum Beispiel bei Krankheit oder Urlaub. Die Kasse übernimmt bis zu 3.539 Euro pro Jahr. Medizinische Behandlungspflege – etwa Medikamentengabe oder Wundversorgung – zahlt die Krankenkasse. Ihr Arzt verordnet die Leistung und der Pflegedienst rechnet sie direkt ab.

Wichtig ist: Stellen Sie Ihre Anträge rechtzeitig und vollständig. In der Regel brauchen Sie den Pflegegradbescheid und die Verordnung der häuslichen Krankenpflege. Lassen Sie sich von Pflegeberatern helfen, passende Zuschüsse zu wählen und die richtigen Formulare auszufüllen.

Vor- und Nachteile ambulanter Pflegedienste

Ambulante Pflege hat viele Vorteile, aber auch Grenzen. Wir haben Sie in einem Überblick zusammengefasst:

  • Pflege im vertrauten Zuhause
  • Professionelle Pflege durch geschulte Kräfte
  • Individuelle Absprachen, flexible Einsätze
  • Grundpflege sowie auch medizinische Versorgung
  • Finanzielle Entlastung durch Zuschüsse
  • Struktur und Sicherheit im Alltag
  • Entlastung für Angehörige, mehr Zeit für gemeinsame Momente
  • Transparente Pflegedokumentation aller Leistungen
  • Pflegekräfte sind nur zu bestimmten Zeiten vor Ort
  • Begrenzte Zeit für soziale Betreuung
  • Private Bezahlung bestimmter Leistungen
  • Unruhe durch wechselnde Pflegekräfte
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Gut zu wissen: Hausnotruf als sichere Lösung

Ambulante Pflegedienste sowie Sie als pflegende Angehörige können nicht rund um die Uhr bei Ihrem Angehörigen vor Ort sein.

Für die Zeit, in der Ihr Angehöriger allein ist und Sie sich Sorgen um seine Sicherheit machen, kann ein Hausnotruf eine gute Option sein. Per Knopfdruck wird Ihr Angehöriger bei einem Notfall mit dem ambulanten Pflegedienst verbunden, welche die Lage einschätzen und zur Hilfe kommen.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit einem Pflegedienst ab?

seniorin-decke-pflegekraft.jpg?mode=crop Am Anfang erfolgt ein Erstgespräch: Sie schildern die Situation, Wünsche und Sorgen. Der Pflegedienst stellt Fragen, macht sich ein Bild vom Alltag, erklärt, was möglich ist. Gemeinsam legen Sie fest, für welche Aufgaben und wie oft Sie Unterstützung erhalten. Wichtige Dokumente wie Pflegegradbescheid, ärztliche Verordnungen oder Anträge sollten griffbereit sein.

Nach Ihrer Entscheidung schließen Sie einen Pflegevertrag ab. Alle Leistungen, Kosten und Rahmenbedingungen sind darin festgehalten. Sie können jederzeit Anpassungen besprechen. Die Pflegekräfte dokumentieren alle Tätigkeiten, Veränderungen oder Auffälligkeiten, sodass alles nachvollzielbar bleibt. Bei Veränderungen im Gesundheitszustand können die Leistungen bei Bedarf angepasst werden.

Eine offene Kommunikation ist der Schlüssel: Sagen Sie, was Ihnen wichtig ist, fragen Sie nach, wenn Unklarheiten bestehen, geben Sie Rückmeldung. Gute Pflegedienste nehmen Ihre Anliegen ernst und reagieren flexibel. Um Missbrauch und Betrug zu verhindern, werden Abrechnungen von ambulanten Pflegediensten als Teil der jährlichen Qualitätsprüfungen vom Medizinischen Dienst geprüft. Die Kontrolle findet in der Regel einmal im Jahr im Rahmen der Pflege-Qualitätsprüfung statt.

Alternativen zu ambulanten Pflegediensten

Manchmal passt ein ambulanter Pflegedienst nicht zur aktuellen Lebenssituation. Es gibt mehrere Alternativen und Ergänzungen, die Sie stattdessen oder zusätzlich nutzen können.

  • Stundenweise Seniorenbetreuung bieten stundenweise Gesellschaft, Begleitung und Unterstützung im Alltag – ideal bei Demenz oder wenn soziale Kontakte fehlen.
  • Haushaltshilfen übernehmen den Haushalt, erledigen Einkäufe und sorgen für Sauberkeit.
  • Bei der Tagespflege verbringen Pflegebedürftige den Tag in einer spezialisierten Einrichtung und gehen abends zurück nach Hause.
  • Noch mehr Unterstützung bietet die 24 Stunden Betreuung, bei der eine Betreuungskraft wohnt mit im Haushalt wohnt und rund um die Uhr Grundpflege, Hauswirtschaft und Alltagsbegleitung übernimmt.
  • Bei Urlaub oder Krankheit pflegender Angehöriger springt eine stationäre Einrichtung im Rahmen der Kurzzeitpflege für einige Wochen ein.
  • Viele Familien kombinieren mehrere Modelle – zum Beispiel Pflegedienst plus Tagespflege, Haushaltshilfe und ehrenamtliche Unterstützung.
So kombinieren Sie Pflegemodelle und Zuschüsse
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1. Pflege

Die Behandlungspflege übernimmt ein Pflegedienst. Über die Pflegesachleistungen haben Sie zwischen 796 und 2.299 Euro monatlich zur Verfügung.

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2. Betreuung

Grundpflege und Betreuung werden durch die 24 Stunden Pflege gesichert. Für die Finanzierung nutzen Sie unter anderem Mittel aus der Verhinderungspflege.

haeusliche-pflege-3
3. Barrierefreiheit

Für Umbauten zu einem altersgerechten Zuhause stellt die Pflegekasse 4.180 Euro Zuschuss bereit. Diesen nutzen Sie beispielsweise für einen Treppenlift.

Erfahrung mit dem ambulanten Pflegedienst
Ein persönlicher Erfahrungsbericht von Ingrid L.

Ganz alleine kam Ingrid L. mit den neu verordneten Kompressionsstrümpfen nicht zurecht. Doch ihre Angehörigen wollte sie damit auf Dauer nicht belasten. Wie sie zusammen mit Ihrer Tochter einen passenden Pflegedienst fand, der die ganze Familie unterstützt und entlastet, berichtet sie uns im Gespräch.

Ingrid L. bekommt Hilfe durch einen ambulanten Pflegedienst. „Zuerst war ich skeptisch, aber nun ist der Pflegedienst eine große Hilfe“, wie sie sagt.
Ingrid L. bekommt Hilfe durch einen ambulanten Pflegedienst. „Zuerst war ich skeptisch, aber nun ist der Pflegedienst eine große Hilfe“, wie sie sagt.

Mein Mann ist vor zwei Jahren gestorben. Seitdem lebe ich alleine. Meine Tochter wohnt eine halbe Stunde entfernt und kommt oft vorbei. Aber an sich kam ich bisher noch gut zurecht und mein Hund Charlie ist mir ein guter Beistand gegen die Einsamkeit.

Nun wurden mir aber Kompressionsstrümpfe verordnet und auch der Haushalt fiel mir immer schwerer. Meine Tochter kam so oft sie konnte und hat mir mit den Strümpfen geholfen, denn alleine schaffe ich es nicht. Allerdings war das neben ihrer eigenen Familie und der halben Stelle eine große Belastung. Und natürlich wollte ich ihr nicht zu Last fallen.

Meine Tochter hat den Vorschlag mit dem Pflegedienst gemacht. Ich war zuerst sehr skeptisch, fremde Leute in meine Wohnung zu lassen. Ich lebe ja schließlich alleine. Meine Tochter hat mich jedoch überredet und beim Verbund Pflegehilfe angerufen. So wurde uns ein Kontakt von einem Pflegedienst bei mir in der Nähe vermittelt.

Wir sind zusammen für ein erstes Kennenlernen hingefahren. Ich hatte mir etwas Klinisches vorgestellt, aber keinen so freundlichen Empfang. Wir erklärten, worum es ging und tatsächlich ging es zwei Wochen später los. Ich war weiterhin skeptisch, aber die Entscheidung war richtig. Die tägliche Routine tut mir gut und ich bekomme Hilfe mit den Kompressionsstrümpfen. Einmal die Woche kommt eine nette Dame, die meine Wohnung putzt, was eine große Hilfe ist. Auch für meine Tochter ist es eine deutliche Erleichterung. Sie kommt nun lieber mit viel Zeit auf einen gemütlichen Kaffee vorbei.

Wir danken Frau Ingrid L. von Herzen für den Bericht.

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Ein ambulanter Pflegedienst unterstützt pflegebedürftige Menschen und ihre Familien zu Hause. Er übernimmt pflegerische, medizinische und hauswirtschaftliche Aufgaben – angepasst an den individuellen Bedarf.

Die Kosten hängen vom Pflegebedarf, der Häufigkeit der Einsätze, dem Bundesland und dem Anbieter ab. Der Pflegedienst rechnet dabei individuell nach den einzelnen Leistungen ab. Ab Pflegegrad 2 übernimmt die Pflegekasse einen Teil (Pflegesachleistungen).

Zu den Aufgaben gehören die Grundpflege (Waschen, Anziehen, Ernährung), die Behandlungspflege (Medikamentengabe, Verbandswechsel) sowie Hauswirtschaft und Beratung. Den Umfang können Sie individuell bestimmen.

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Für die Finanzierung ambulanter Pflegedienste können in erster Linie die Pflegesachleistungen ab Pflegegrad 2 genutzt werden. Weitere Zuschüsse sind das Pflegegeld, der Entlastungsbeitrag, die Verhinderungspflge sowie steuerliche Vorteile und Kombinationsleistungen.

Um schwerstpflegebedürftige Personen die Intensivpflege im häuslichen Umfeld zu ermöglichen, gibt es ambulante Intensivpflegedienste. Das Fachpersonal stellt die medizinische Versorgung und Pflege rund um die Uhr sicher und arbeitet eng mit Angehörigen und Fachärzten zusammen.

Alternativen sind die stundenweise Seniorenbetreuung, Haushaltshilfen, die Tagespflege und die 24 Stunden Hilfe. Oft ist auch eine Kombination mehreroder die Kombination mehrerer Angebote möglich.

Unsere geschulten Berater beantworten Ihnen gerne Ihre Fragen rund um das Thema Pflege und vermitteln Ihnen kostenfrei und unverbindlich Angebote für passende Pflegedienste in Ihrer Region.

Erstelldatum: 20.04.2026

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Zuletzt geändert: 20.04.2026

Quellenangaben
(1)

AOK (2022): Was macht ein ambulanter Pflegedienst?https://www.aok.de/pk/magazin/pflege/pflegeformen/der-ambulante-pflegedienst-und-seine-aufgaben-im-ueberblick/ (letzter Abruf: 12.01.2026)

(2)

Deutsches Medizinrechenzentrum (2026): Pflegedienst-Aufgaben – kompakt erklärt für pflegende Angehörige. https://www.dmrz.de/wissen/ratgeber/pflegedienst-aufgaben?ref=pflegia.de (letzter Abruf: 12.01.2026)

(3)

Pflege durch Angehörige (2025): Was kostet ein Pflegedienst - Überblick über Leistungen und Kosten der häuslichen Pflege. https://www.pflege-durch-angehoerige.de/haeusliche-pflege/pflegeformen/ambulanter-pflegedienst/kosten/ (letzter Abruf: 12.01.2026)

(4)

Verbraucherzentrale (2024): Was ist ein ambulanter Pflegedienst? https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/pflege-zu-hause/was-ist-ein-ambulanter-pflegedienst-13418 (letzter Abruf: 12.01.2026)

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