Schlaganfall: Was ist ein Schlaganfall?

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Frau mit Schlaganfall liegt am Boden Egal in welchem Alter, ein Schlaganfall kann jeden treffen. Auch junge Menschen. Dabei handelt es sich um einen plötzlich auftretenden Ausfall von Gehirnfunktionen. Dies ist die Folge einer Durchblutungsstörung im Gehirn. Die Nervenzellen erhalten dadurch zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe und sterben ab.

Wichtig
Ein Schlaganfall muss sofort ärztlich behandelt werden. So werden die Überlebenschancen erhöht und mögliche Folgeschäden können reduziert oder gänzlich vermieden werden. HIER erfahren Sie, wie Sie einen Schlaganfall erkennen können und wie Sie reagieren sollen.

Im Folgenden haben wir Ihnen die wichtigsten Fakten zum Schlaganfall zusammengestellt.

Ursachen

Hier erfahren Sie mehr zu den unterschiedlichen Ursachen eines Schlaganfalls.

Anzeichen

Jeder Schlaganfall ist ein Notfall. Wie Sie einen Schlaganfall rechtzeitig erkennen erfahren Sie in diesem Kapitel.

Diagnose

Hier erfahren Sie, wie ein Schlaganfall festgestellt werden kann.

Behandlung

Mehr zur Behandlung eines Schlaganfalls erfahren Sie hier.

Prävention

Welche Risikofaktoren einen Schlaganfall begünstigen und wie Sie diese vermeiden können erfahren Sie hier.

Ursachen: Wodurch entsteht ein Schlaganfall?

Mit dem Begriff Schlaganfall werden akute Schädigungen von Hirnregionen bezeichnet. Diese entstehen aufgrund eines Gefäßverschlusses oder durch eine Hirnblutung.

Schlaganfall durch Gefäßverschluss (85%)

Ein Schlaganfall durch Gefäßverschluss bedeutet eine örtlich beschränkte Durchblutungsstörung im Gehirn.

Es gibt verschiedene Gründe für einen Gefäßverschluss:
  • Verschlüsse und Thrombosen im Gehirn, die durch krankhafte Ablagerungen an den Blutwandgefäßen entstehen
  • Luftbläschen oder Fettpfropfen, die durch erworbene Herzerkrankungen wie Vorhofflimmern, Herzklappenerkrankungen oder Koronare Herzerkrankungen freigesetzt werden und Blutgefäße verstopfen

Schlaganfall durch Hirnblutung (15%)

Eine Blutung innerhalb des Hirngewebes bezeichnet man als Schlaganfall durch eine Hirnblutung.

Ursachen dafür sind:
  • Starke Stürze und Erschütterungen
  • Angeborene Gefäßmissbildungen
  • Aneurysma (=sackförmige Ausbuchtung einer großen Hirnarterie, die sich bei großer körperlicher Anstrengung öffnen kann)
  • Riss eines vorgeschädigten Hirngefäßes (zum Beispiel bei länger bestehendem Bluthochdruck)
  • Ein wachsender Gehirntumor

Welche Anzeichen können auf einen Schlaganfall hindeuten?

Jeder Schlaganfall ist ein Notfall!
Bei einem Verdacht auf einen Schlaganfall muss umgehend ärztliche Hilfe gerufen werden. Nur so können die Überlebenschancen erhöht werden und langfristige Folgen vermindert oder ganz aufgehalten werden.

Typische Anzeichen für einen Schlaganfall sind:
  • Sehstörungen: Flimmern vor den Augen, Sehen von Doppelbildern, Übersehen von Gegenständen auf einer Körperseite.
  • Lähmungen, Taubheitsgefühle: Plötzlich auftretende Lähmung auf einer Körperseite, gestörtes Berührungsempfinden, herabhängender Mundwinkel.
  • Sprach- Sprachverständnisstörungen: Verwaschene Sprache, plötzlich auftretende Wortfindungsstörungen, das Gesagte wird nicht mehr verstanden.
  • Schwindel mit Gangunsicherheit: Drehschwindel, Gleichgewichtsstörungen beim Gehen.
  • Sehr starke Kopfschmerzen: Plötzlich auftretende Kopfschmerzen in bisher unbekannter Stärke.

Wie kann ein Schlaganfall diagnostiziert werden?

Durch ein bestimmtes Diagnose-Verfahren kann ein Schlaganfall erkannt werden. Dieses wird von erfahrenen Ärzten durchgeführt. Dabei wird dann zwischen einem Schlaganfall aufgrund einer Hirnblutung oder eines Gefäßverschlusses unterschieden. Wird schnell genug erkannt, wo die Ursachen für den Schlaganfall liegen, kann eine geeignete Behandlung erfolgen und somit die Rettung vieler Hirnzellen gesichert werden.

Wie kann ein Schlaganfall behandelt werden?

Die Folgen und der Schweregrad eines Schlaganfalls können unterschiedlich sein.

In erster Linie muss die Ursache, also die Durchblutungsstörung, beseitigt werden. Nur so können viele Hirnzellen gerettet werden.

Die ersten 3 bis 6 Stunden sind für den weiteren Verlauf entscheidend. Eine Behandlung in diesem Zeitraum kann enorme Auswirkungen auf das Ausmaß des Schlaganfalls haben. Oft können nach einem Schlaganfall Sprachstörungen, Lähmungen oder Gefühlsstörungen der Arme und Beine zurück bleiben. Aus diesem Grund folgt auf die Akutbehandlung im Krankenhaus eine Rehabilitationstherapie in einer Reha-Klinik. Der Zeitraum dafür beträgt mehrere Wochen. Mithilfe dieser Therapie können viele körperliche Fähigkeiten wieder antrainiert werden. Auch nach dem Aufenthalt in der Reha-Klinik wird eine Therapie zu Hause oder in ambulanten Einrichtungen empfohlen. Der körperliche Zustand kann auch ein bis zwei Jahre nach dem Schlaganfall noch weiterentwickelt werden.

Wie kann einem Schlaganfall vorgebeugt werden?

Es gibt keine Maßnahmen, die einen Schlaganfall sicher verhindern können. Doch gibt es Risikofaktoren, die jeder beeinflussen oder reduzieren bzw. gänzlich vermeiden kann.

So kann das Risiko, einen Schlaganfall zu bekommen, gemindert werden.
  • Rauchen und Alkohol
  • Bluthochdruck
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Diabetes mellitus
  • Herzerkrankungen
  • Fettstoffwechselstörungen

Eine gesunde und aktive Lebensgestaltung trägt dazu bei, das Risiko, einen Schlaganfall zu bekommen, zu reduzieren.

Im Folgenden nennen wir Ihnen vorbeigende Maßnahmen:
  • Achten Sie auf eine fettarme und ausgewogene Ernährung
  • Bewegen Sie sich regelmäßig, um Übergewicht zu vermeiden
  • Reduzieren Sie das Rauchen und Konsumieren von Alkohol auf ein Minimum oder lassen es gänzlich
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Blutdruck und lassen Sie sich bei bestehendem Bluthochdruck ärztlich behandeln
  • Vermeiden Sie Stress und nehmen sich bewusst Auszeiten
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