Private Pflegeversicherung: Welche unterschiedlichen Vorgaben gibt es zwischen der gesetzlichen und der privaten Pflegeversicherung?

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Bargeld als Symbol für Private Pflegeversicherung Die private Pflegeversicherung ist eine gesetzliche Pflichtversicherung. Die private Versicherung bei einer Krankenkasse impliziert auch eine private Pflicht-Pflegeversicherung. Diese muss nicht bei derselben Krankenversicherung abgeschlossen werden.
Da die gesetzlichen Vorschiften für die gesetzliche und die private Pflegeversicherung gleichermaßen gelten, bestehen nur geringe Unterschiede zwischen ihnen. Oft sind die Leistungen, Vorgaben und Abläufe übereinstimmend.

Tipp: Es gibt nicht nur die gesetzlich vorgeschriebene Pflegeversicherung. Inzwischen gibt es immer mehr Angebote für Zusatz-Pflegeversicherungen. Es handelt sich dabei um eine zusätzlich Versicherung, die die gesetzliche Pflegeversicherung ergänzen soll. So können bei einer Pflegebedürftigkeit oft die gesamten Kosten abgedeckt werden.

Im Folgenden haben wir zwei wichtige Unterschiede zusammengefasst:

Wie erfolgt die Begutachtung durch MEDICPROOF?

Bei einer festgestellten Pflegebedürftigkeit oder einer erheblichen Einschränkung der Alltagskompetenz, erbringt die private Pflegeversicherung Leistungen. Das Gutachten zur Einstufung in einer Pflegestufe erfolgt nicht, wie bei der gesetzlichen Pflegeversicherung, durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen, sondern durch die MEDICPROOF GmbH. Jedoch sind der Ablauf, die Richtlinien und Beurteilungskriterien identisch.

Bezahlung Pflegegeld

Die Leistungsansprüche für das Pflegegeld sind bei der privaten Pflegeversicherung genauso hoch wie bei der gesetzlichen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass das Pflegegeld für den abgelaufenen Monat gezahlt wird und nicht im Voraus.

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