Tremor

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Der Begriff Tremor kommt aus dem Lateinischen und wird mit „zittern“ übersetzt. Er bezeichnet das sich rhythmisch wiederholende Zusammenziehen entgegenwirkender Muskelgruppen, welches sich in einem Zittern äußert. Der normale physiologische Tremor ist bei jedem Menschen vorhanden und messbar. Er ist jedoch nicht bzw. kaum sichtbar. Der Tremor ist ein Symptom verschiedener Krankheiten. Dabei kann er in jeder Körperregionen einzeln oder kombiniert auftreten. Der Tremor hat verschiedene Erscheinungsformen. So kann er in Ruhe, in Aktion, beim Halten oder nur bestimmten Bewegungen auftreten. Demnach sind die unterschiedlichen Bezeichnungen Aktionstremor, Ruhetremor und aufgabenspezifischer Tremor gängig. Jeder Tremor hat eine Frequenz, die Tremorfrequenz, welche oftmals vom Krankheitsbild abhängig ist. Der physiologische Tremor ist die häufigste Form des Zitterns. Dieser kann zum Beispiel durch Angst, Stress oder Überanstrengung verstärkt und sichtbarer werden. Der essentielle Tremor entsteht durch eine bestimmte Haltung und ist in den meisten Fällen erblich bedingt. Hierbei wächst die Wahrscheinlichkeit daran zu erkranken mit zunehmendem Alter, wobei der essentielle Tremor an sich jede Altersgruppe treffen kann. Im schlimmsten Fall können zeitweise keine Gegenstände mehr gehalten werden. Der orthostatische Tremor tritt im Stehen, in seltenen Fällen auch beim Gehen auf, was dann auch zu Stürzen führen kann. Davon sind zum Großteil Menschen ab dem 60. Lebensjahr betroffen. Der aufgabenspezifische Tremor kommt bei bestimmten Bewegungen vor. Es sind ebenfalls einfache Dinge, wie das Schreiben, betroffen. Der psychogene Tremor bezeichnet ein plötzliches Auftreten von Zitterattacken, die genauso schnell wieder verschwinden können. Beobachtet wird diese Tremorform bei Menschen die in Verbindung zu seelischen Belastungen stehen. Der Dystoner Tremor ist die Fehlfunktion von bei der Kontrolle von Bewegungen. Diese können attackenartig auftreten und sehr schmerzhaft sein. Der Parkinsontremor hat als Ursache das Parkinson-Syndrom und tritt in Verbindung mit dieser Krankheit auf. Der isolierte Stimmtremor betrifft die Stimme und somit die Aussprache des Betroffenen. Es gibt verschiedene Behandlungsformen auf medikamentöser und chirurgischer Basis und in Form von Entspannungsübungen.