Tagesklinik

Geschrieben am
Bewertung: 10 von 10 - basierend auf 1 abgegebenen Stimmen.

In Tageskliniken werden Patienten teilstationär bzw. ambulant betreut. Dabei wird eine Behandlungsdauer von 24 Stunden nicht überschritten. Tageskliniken können für mehrere Fachrichtungen organisiert oder nur für eine bestimmte Fachrichtung ausgelegt sein. In der Geriatrie ist es möglich Patienten in einer Tagesklinik zu beobachten, um sie dann in die für sie geeignete Fachrichtung einer Klinik unterbringen zu können. Dies ist gerade bei Senioren aufgrund möglicher Multimorbidität erforderlich. Bei Tageskliniken handelt es sich im Normalfall um Praxen niedergelassener Ärzte, die im operativen und operativ-diagnostischen Bereich tätig sind. Tageskliniken die über die Gewerbeordnung angemeldet sind, sind eher selten. Die regionale Krankenhausaufsicht hat das Aufsichtsrecht über Tageskliniken. Da Tageskliniken nicht oder nur selten im Landeskrankenhausplan aufgenommen sind, haben die gesetzlichen Krankenkassen nicht die Verpflichtung für die Kosten im Falle einer Aufnahme einzustehen (SGB V § 108). Im Bereich der Psychiatrie haben Tageskliniken eher die Aufgabe, ihre Patienten am Tage zu beschäftigen, wenn sie in der Lage sind, die restliche Zeit in ihrer eigenen Wohnung zu verbringen. Dann sind sie teilweise direkt einem Krankenhaus als psychotherapeutische Einrichtung zugeordnet. Gegenwärtig gibt es eine Zunahme von operativen Tageskliniken, da die Krankenkassen die Kosten für einen stationäre Aufenthalt nach einer Operation, welche auch ambulant hätte erfolgen können, nicht übernehmen.