Schwerbehindertenausweis

Geschrieben am
Bewertung: 10 von 10 - basierend auf 1 abgegebenen Stimmen.

Ein Schwerbehindertenausweis ist eine in Deutschland gültige Bescheinigung über die Einschränkungen und den Grad der Behinderung eines schwerbehinderten Menschen. Dadurch werden bestimmte Rechte und Nachtteilausgleichungen für diese Person gültig. Der Schwerbehindertenausweis wird durch das Versorgungsamt ab einem Grad der Behinderung von mindestens 50 ausgestellt. Auf dem Schwerbehindertenausweis ist der Grad der Behinderung vermerkt, die Gültigkeit des Schwerbehindertenausweises und andere gesundheitliche Eigenschaften die durch sogenannte Merkzeichen gekennzeichnet sind. Auf der Rückseite einiger Schwerbehindertenausweise ist auch der Verlauf zum Grad der Behinderung festgehalten. Der Grad der Behinderung wird von 50 bis 100, in Form von gerundeter Zahlen, angegeben. Die Farbe des Schwerbehindertenausweises ist grün und hat das DIN A6 Format. Im Falle einiger Merkzeichen, findet man auf dem Schwerbehindertenausweis zusätzlich einen orangen Flächenaufdruck.

  • aG:
    Außergewöhnliche Gehbehinderung

  • H:
    Hilflos im Sinne der Einkommensteuergesetzes, nicht im Sinne des SGB XII

  • Bl:
    Blind

  • Gl:
    Gehörlos

  • 1. Kl.:
    Berechtigung zur Nutzung der ersten Klasse der deutschen Bahn mit Fahrkarte für die Zweite Klasse oder innerhalb des persönlichen Streckenverzeichnisses (nur bei Versorgungsempfängern nach Bundesversorgungsgesetz oder Bundesentschädigungsgesetz)

  • B:
    Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson bei der Benutzung öffentlicher Verkerhsmittel

  • G:
    Erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr

Seit dem 1. Januar 2013 ist das Merkzeichen RF, welches die Ermäßigung des Rundfunkbeitrages betrifft, abgeschafft. Zudem wird seit dem eben genannten Datum der Schwerbehindertenausweis als Identifikationskarte ausgestellt. Schwerbehinderte Personen ab dem 10. Lebensjahr müssen auf dem Schwerbehindertenausweis ein Lichtbild mitführen.