Rehabilitation

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Das Wort Rehabilitation ist von dem lateinischen Wort rhabilitatio abgeleitet, was übersetzt so viel wie Wiederherstellung heißt. Dieser Ausdruck wird sowohl bei der Wiederherstellung des körperlich gesunden Zustandes eines Menschen, als auch in Bezug auf sein soziales Ansehen genutzt. Laut der Weltgesundheitsorganisation bedeutet Rehabilitation: „Rehabilitation umfasst den koordinierten Einsatz medizinischer, sozialer, beruflicher, pädagogischer und technischer Maßnahmen sowie Einflussnahmen auf das physische und soziale Umfeld zur Funktionsverbesserung zum Erreichen einer größtmöglichen Eigenaktivität zur weitestgehenden Partizipation in allen Lebensbereichen, damit der Betroffene in seiner Lebensgestaltung so frei wie möglich wird.“ Im medizinischen Bereich stellt die Rehabilitation die Einschränkung des Ausmaßes von psychischen, physischen oder sozialen Schädigungen durch eine Behinderung auf ein Minimum dar. Für solche Fälle gibt es spezielle Reha-Kliniken oder ambulante Reha-Verfahren. Aber auch Menschen, welche nicht mehr im Berufsleben stehen und dort wieder eingegliedert werden sollen, können von einer medizinischen Rehabilitation profitieren. Dies sind zum Beispiel Senioren. Bei der Wiedereingliederung in das Sozial- und Berufsleben spricht man von beruflicher Rehabilitation. Hier wird vor allem das Ziel verfolgt, dass der Mensch bevor er in Frührente oder Ähnliches gehen muss, versucht wird ihn zu rehabilitieren. Diese berufliche Wiedereingliederung erfolgt zum Beispiel durch Umschulungen, Weiterbildungen, Trainingsmaßnahmen oder gar Behindertenwerkstätten. Die soziale Rehabilitation ist gesetzlich durch die §§ 55- 58 SGB XI festgelegt. Dies beinhaltet alle Maßnahmen zur Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft. Dazu gehören zum Beispiel Betreutes Wohnen, Tagesstätten, aber auch heilpädagogische Leistungen und Unterstützungsmaßnahmen zur Teilnahme am kulturellen und gemeinschaftlichen Leben. Um in Rehabilitation zu gehen, muss ein Antrag beim jeweiligen Leistungsträger gestellt werden.