Qualitätsprüfungen

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Die Qualitätsprüfungen finden im Rahmen der Kontrolle der Pflegequalität in Pflegeeinrichtungen und auch bei ambulanten Diensten statt. Dies wurde durch das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz von 2008 initiiert. Diese Qualitätsprüfungen unterliegen einem einheitlichen System, welches durch den GKV-Spitzenverband, die Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe, die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände und die Vereinigung der Träger der Pflegeeinrichtungen und dem Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen eingeführt wurde. Das System folgt der Vergabe von Noten. So können sich Betroffene und Angehörige ein Bild über eine Pflegeeinrichtung durch deren Gesamtnote und den Noten verschiedener Bereiche machen. Die Qualitätsprüfungen werden durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung vorgenommen. Die sogenannten Qualitätsprüfungsrichtlinien und die dazugehörigen Erhebungsbögen bilden die Grundlage der Qualitätsprüfungen. Die Qualitätsprüfungen werden grundsätzlich unangemeldet durchgeführt. Die aktuellen Qualitätsprüfungsrichtlinien sind das Ergebnis einer Überarbeitung durch den MDK.

Darin sind drei Prüfarten der Qualitätsprüfung enthalten:

  • die Regelprüfung ( womit ein regelmäßiger Ablauf der Prüfungen festgelegt wird)

  • die Anlassprüfung (die Prüfung erfolgt auf Grundlage eines gegebenen Anlasses)

  • Wiederholungsprüfung ( eine erneute Prüfung findet statt, um zu kontrollieren, ob festgestellte Mängel beseitigt wurden)

Die Kriterien der Qualitätsprüfung sind in zwingend wichtige und optionale Sparten geteilt. Die Qualitätsprüfer des MDK verfügen über pflegerisches Fachwissen und über Kenntnisse zu den Qualitätsmanagementsystemen. Die Qualitätsprüfungen sollen den Verbrauchern einen besseren Überblick und Entscheidungsfreiheit verschaffen.