perkutane endoskopische Gastronomie (PEG)

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Die perkutane endoskopische Gastronomie (PEG) ist eine Form der künstlichen Ernährung. Dabei wird dem Patienten durch einen elastischen Kunststoffschlauch ein künstlicher Zugang von außen zum Magen angelegt. Im Unterschied zu anderen Formen, wie der transnasalen Sonde oder transoralen Sonde verläuft der Schlauch über den kürzesten, nicht den natürlichen Weg. Die PEG wird eingesetzt, wenn der Patient nicht mehr dazu in der Lage ist, Nahrung vollständig und regelmäßig aufzunehmen. Aber auch in der Palliativmedizin findet die PEG Anwendung, zum Beispiel zur Entlastung des Darms. Vorteile der PEG sind, dass die Patienten essen können was sie möchten und kein Zwang zur Nahrungsaufnahme besteht. Weiterhin können Medikamente durch die Sonde verabreicht werden. Die PEG- Sonde kann jederzeit entfernt werden. Im Gegensatz zu anderen Methoden der künstlichen Ernährung wird die Gefahr der Aspiration umgangen und der Patient ist in seiner Schluckfunktion nicht verhindert. Ebenso hat diese Form Nachteile. Wichtig ist immer die ethische Problematik. Es muss, wenn möglich, im Voraus geklärt werden, ob der Patient einverstanden wäre, mit der PEG, um zum Beispiel eine lebenserhaltende Maßnahme einzuleiten. Diese Frage der Lebensverlängerung oder –erhaltung ist jedoch ein grundsätzlicher Diskussionspunkt. Beim Einführen der Sonde können andere Organe beschädigt werden. Die PEG kann zu Durchfall führen. Außerdem kann sich das Gewebe um die Sonde herum infizieren oder die Flüssigkeit könnte falsch verlaufen. Aufgrund der Infektionsgefahr muss das Pflegepersonal einen regelmäßigen Wechsel des Verbandes gewährleisten. Dies ist einer der wichtigsten Punkte, bei der Legung einer Magensonde. Eine PEG wird oftmals bei demenzkranken Patienten angewandt. Diese vergessen bzw. verweigern im Verlauf der Krankheit die Aufnahme von Nahrung, was fatale Folgen haben kann. Erstmals wurde die PEG 1986 durch den Arzt M. Keymling in Deutschland gelegt.