Nachtpflege

Geschrieben am
Bewertung: 10 von 10 - basierend auf 2 abgegebenen Stimmen.

Die Nachtpflege ist eine Pflegeform der teilstationären Pflege. Die Patienten verbringen den Tag in den eigenen vier Wänden und werden dort durch Personal oder Familienangehörige betreut und kommen nachts in dafür vorgesehenen Einrichtungen zur Ruhe. Die Nachtpflege umfasst maximal eine Zeitspanne zwischen 18 Uhr Abends und 7 Uhr morgens. § 41 Abs. 1 SGB XI schreibt fest, dass Patienten Anspruch auf Nachtpflege haben, wenn die Betreuung des Patienten häuslich nicht vollständig gewährleistet werden kann. Zu den Leistungen der Nachtpflege gehören der Transport zur Pflegeeinrichtung, die Grund- und Basispflege und auch Tätigkeiten aus dem hauswirtschaftlichen Bereich. Hauptsächlich geht es hier natürlich darum, den Patienten beim Zubettgehen und Aufstehen zu helfen. Durch die Nachtpflege können die Angehörigen, wenn sie die Pflege der Person übernehmen, entlastet werden. Gerade bei Demenz-Patienten kann die Nachtpflege große Abhilfe schaffen, da diese Patienten in den meisten Fällen einen gestörten Tag-Nacht-Rhythmus haben. Auch für Patienten, die kürzlich aus dem Krankenhaus entlassen wurden, ist die Nachtpflege eine Möglichkeit, sich Schritt für Schritt wieder an die Selbstständigkeit zu gewöhnen. Wie viel Geld dem Patienten für die Nachtpflege zur Verfügung steht, hängt von seiner jeweiligen Pflegestufe ab. Laut § 71 SGB XI benötigen Pflegeeinrichtungen, die die Nachtpflege anbieten eine Zulassung durch die Pflegekasse. Außer über die Pflegekasse, kann die Nachtpflege auch über Eigenleistungen oder das Sozialamt finanziert werden.