Multimorbidität

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Der Begriff der Multimorbidität hat vor allem für das Alter Bedeutung. Es handelt sich hierbei um das gleichzeitige Auftreten und Bestehen von Krankheiten bei einem Menschen. Davon sind besonders Senioren betroffen. Aus diesem Grund bildet die Multimorbidität einen Kernpunkt der Geriatrie. Die Krankheitsbilder bei der Multimorbidität kollidieren oft, wodurch sich Symptome schwerer zuordnen lassen. Chronische Erkrankungen können zur Multimorbidität führen. So kann zum Beispiel eine Diabetes einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hervorrufen. Aus diesem Grund ist ein zentrales Ziel der Therapie von Multimorbidität Folgekrankheiten zu vermeiden. Dies lässt sich jedoch im Alter oft nicht so leicht umsetzen. Zu Therapieformen gehören medikamentöse Behandlungen, psychische und physische Betreuung oder die Umstellung von Ernährung oder des Lebensstils. Außerdem muss bei Patienten mit Multimorbidität sehr auf die Verabreichung von Medikamenten geachtet werden, welche aufgrund mehrerer Krankheiten übermäßiger ausfallen kann, da diese Neben- und Wechselwirkungen hervorrufen können. Multimorbidität lässt sich in zwei Gruppen unterteilen. Zum einen gibt es Patienten, deren Erkrankungen unabhängig voneinander bestehen. Zum anderen gibt es, wie schon erwähnt, Krankheiten die durch andere bedingt sind.