Komorbidität

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Die Komorbidität wird auch mit dem Begriff der Begleiterkrankung bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine Grunderkrankung (Indexerkrankung), welche weitere abgrenzbare Krankheitsbilder aufweist. Diese lassen sich jedoch abgrenzen und können im Zusammenhang mit der Grunderkrankung stehen. Komorbidität häuft sich mit zunehmendem Alter. So spricht man zum Beispiel von Komorbidität, wenn ein Senior an Morbus Alzheimer leidet und gleichzeitig das Krankheitsbild von Diabetes aufweist. Man unterscheidet also zwischen Grund- und Begleiterkrankung. Auch psychische Erkrankungen können als Komorbidität auftreten. Die Schwierigkeit bei der Komorbidität besteht darin, Symptome zu diagnostizieren und anderen Krankheiten zuzuordnen. Gerade Senioren erschwert die Komorbidität den Alltag. Deswegen benötigen sie in diesem Fall besondere Pflege und Unterstützung. Der ursprüngliche Begriff, 1970 durch Alvan Feinstein eingeführt, wurde in den 1990er Jahren durch Marjan van den Akker erweitert. Diese führte zusätzlich den Begriff der Multimorbidität ein. Von Komorbidität redet man demnach, wenn eine oder wenige weitere chronische Krankheiten auftreten. Multimorbidität bedeutet eine Mehrzahl von Begleiterkrankungen. Um die Komorbidität behandeln zu können, müssen alle bei dem Patienten vorkommenden Krankheitsbilder beachtet werden. Dabei können sich einige Krankheitsbilder sogar gegenseitig begünstigen, sogenannte feste Komorbiditäten. Therapieformen sind sowohl physisch, als auch psychisch fundiert.