Integrierte Versorgung

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Die Integrierte Versorgung ist ein Konzept des Gesundheitswesens, um die Betreuung und Pflege von Patienten zu verbessern und Kosten zu sparen. Bei diesem Modell werden unterschiedliche Fachdisziplinen und Sektoren verbunden, so dass eine übergreifende Versorgung möglich ist. Ambitionen für die Vernetzung des Gesundheitswesens gibt es bereits seit 1975. Jedoch fehlte eine Festlegung bezüglich vertraglicher Angelegenheiten zwischen den Leistungserbringer und den Kostenträgern, was die Umsetzung ins Stocken brachte. Erst 2004 gelang der Rot-Grün-Koalition durch das GKV-Modernisierungsgesetz die normierte Schaffung einer Grundlage für die Integrierte Versorgung. Die §§ 140a-d SGB V regeln die Vertragsabbindung zwischen den Leistungserbringern und Krankenkassen. Somit war eine Zustimmung der Kassenärztlichen Vereinigungen nicht mehr nötig, was den Prozess vorher erschwerte. Die Reformierung des Gesetzes im Jahre 2004 schaffte dann auch Klarheiten zur Finanzierung der Integrierten Versorgung. Die Liste potenzieller Vertragspartner wurde 2011 im SGB V erweitert.